Das schnelle Ende der Magie? Das Virus lebt…

0: 0 (Bayern), 0:1 (Gladbach), 1:2 (Frankfurt), 1:0 (Dortmund), 1:1 (Hoffenheim), 0:3 (Berlin) – Punkteschnitt: 0,83. Herzlichen Glückwunsch.

5 Punkte (von 18 möglichen) Torverhältnis 3:7, Tabellenplatz 16.

Das ist weder Verschwörung, noch ist das Miesmacherei oder Schwarzmalerei – das ist (leider) nichts andere als die Realität!

0:0 gegen Bayern im Sparmodus

0:1 in Gladbach, wobei das Ergebnis schmeichelhaft ausfiel

1:2 zuhause gegen unkonstante Frankfurter

1:0 gegen Dortmunder, die zur Zeit wohl jeder Bundesligist schlägt

1:1 gegen Hoffenheim, wobei das Spiel schon zur Halbzeit hätte entschieden sein müssen, für Hoffenheim

0:3 gegen durchschnittliche Berliner, ein fußballerischer Offenbahrungseid

“Es steht endlich eine Mannschaft auf dem Platz”. “Man kann endlich ein System erkennen”. “Die Spieler haben endlich begriffen”. “Joe Zinnbauer hat eine neue Begeisterung in die Truppe gebracht”.

Gestern lief die Mannschaft des HSV 115,6 km, das ist nichts anderes als Bundesligadurchschnitt!

Zum Vergleich: Hoffenheim – 121,4, Paderborn – 119,7, Augsburg – 119,7, Freiburg – 119,5, Stuttgart – 121,0…

Noch nicht genug Vergleiche? Bitte.

3:0 (Dortmund), 0:1 (Bremen), 1:1 (Frankfurt), 2:1 (Nürnberg), 0:1 (Stuttgart), 1:1 (Freiburg). Punkteschnitt: 1,33

8 Punkte (von 18 möglichen), Torverhältnis: 7:5, Tabellenplatz 16

Dies war übrigens die sensationelle Ausbeute aus den ersten 6 Spielen unter Mirko Slomka.

“Slomka erreicht die Mannschaft”. “Endlich wird im Training richtig gearbeitet”. “Slomka verpasst der Mannschaft endlich ein System”.

Immer noch nicht genug?

2:2 (Frankfurt), 5:0 (Nürnberg), 3:3 (Stuttgart), 3:0 (Freiburg), 0:2 (Gladbach), 3:5 (Leverkusen). Punkteschnitt 1,33

8 Punkte (von 18 möglichen), Torverhältnis: 16:12, Tabellenplatz: 11

Dies war die Bilanz von Meistertrainer Bert van Marwijk nach dessen ersten 6 Spielen als Trainer beim HSV.

“van Marwijk bringt Erfahrung mit”. “Der Holländer findet die richtigen Worte”. “Endlich gibt jeder im Training wieder Gas”.

Der HSV hat es über die Jahre mit allem versucht.

Man holten einen Trainer, der im Ausland erfolgreich war (Meisterschaft und Champions League-Teilnahme) – Thorsten Fink. Gescheitert!

Man holte einen international erfahrenen Trainer mit Bundesliga-Erfahrung, der in seiner Vita sogar eine Vize-Weltmeisterschaft vorzuweisen hatte – Bert van Marwijk. Gescheitert!

Man holte einen deutschen Konzepttrainer, der auf Schalke und in Hannover bewiesen hatte, dass er einer Mannschaft eine Handschrift  verpassen konnte – Mirko Slomka . Gescheitert!

Nun holt man einen vollkommen unbekannten Mann aus der 4. Liga, hofft auf einen Tuchel/Streich/Weinzierl/Gisdol-Effekt, nennt das Ganze “Magic Joe” und was passiert?

Spätestens nach 6 Spielen unter Joe Zinnbauer ist die Magie verflogen, das altbekannte HSV-Virus lebt. Dabei sollte doch auch der dämlichste HSV-Fan irgendwann einmal begreifen, dass es eben nicht an dem jeweiligen Trainer liegt. Es kann doch nicht sein, dass in der Hansestadt wirklich jeder Trainer, der vorher irgendwo anders erfolgreich war, grundsätzlich abschmiert.

Dabei ist das Phänomen doch hinlänglich bekannt. Neuer Trainer, jeder Spieler will sich im Training neu anbieten, die Presse bejubelt den neuen Stil. Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend, die ersten Spieler wagen sich aus der Deckung und fabulieren von neuen Saisonzielen (Djourou: “Das Ziel sind 20 Punkte aus der Hinrunde”) und spätestens nach 5 Spielen ist er wieder da, der Schlendrian. Die alten Mechanismen greifen, die berühmte “HSV-Bequemlichkeit” ist wieder da, das Spiel beginnt von vorn.

Der Unterschied zu früher ist diesmal lediglich: Man darf es nicht sagen und schon gar nicht schreiben. Tut man dies, wird man ganz schnell mit dem Moser-Merkmal gekennzeichnet. Man gilt plötzlich als “Hassprediger” und der eigene Blog bzw. die eigene Kolumne verkommt mehr und mehr zu BILD-Niveau.

Der Grund dafür ist nicht wirklich schwer zu erahnen. Waren es früher die bösen Ertels und Hunkes und Hoffmanns, die die Misere zu verantworten hatten, sind es heute die Brüllfrösche selbst. Denn sie waren es, die für den Umschwung stimmten, sie waren es, die die Strukturreform mittrugen und entsprechend heute mitverantwortlich für das sind, was sie selbst Woche für Woche mitansehen müssen.

Das findet natürlich niemand lustig und deshalb wird für die neuen Verantwortlichen Geduld gefordert, die ihre Vorgänger nie bekommen hätten.

Im Grunde ein eher trauriges Phänomen, würde es nicht solch asozialen Auswüchse annehmen. Man wird (natürlich im Internet) beschimpft, bepöbelt und bedroht und das einfach nur deshalb, weil man die Fakten benennt. Die Fakten aber passen nichts ins Weltbild und bevor sich einer der Plus-Hooligans Gedanken darüber macht, dass auch nach dem 25.05. keine Smarties durch die Luft fliegen, lässt man seinen primitive Frust lieber an den Überbringern der Botschaft aus. Der Einfachheit halber wird diesen auch gleich noch Frust, Hass, Wendehals-Mentalität und Fahnenflucht auf dieselbige geschrieben, weil – das ist immer noch leichter, als das eigene kleine Gehirn einzuschalten.

Ebenso putzig wie hirnrissig ist das mediale Konsumverhalten der tobenden Horde. Während wirklich jeder Pressemeldung, die in irgendeiner Form etwas Positives über den HSV zu berichten weiß, begeistert und ungefiltert Glauben geschenkt wird, wird jede kritische Berichterstattung als blanke Lüge, Stimmungsmache, Erfindung oder schlichte Manipulation enttarnt.

“Schreibe, was ich glauben will und ich glaube dir. Sage, was ich nicht hören will und ich nenne dich einen Lügner”

Wie aber gestaltet sich dieser, in der Headline erwähnte, HSV-Virus? Was ist er und wodurch äußert er sich?

Nun, zuerst einmal hatten wir im vorherigen Text die Trainer. Trainer, die in anderen Verein und anderen Städten durchaus erfolgreich arbeiteten und in der Weltstadt Hamburg binnen wenigen Monaten zu lahmen Enten mutierten.

Wie aber sieht es eigentlich mit den Spielern aus? Oder, um die Frage anders zu formulieren: Welcher Spieler, der bereits vorher Bundesliga oder im Ausland erste Liga spielte, ist beim HSV eigentlich besser geworden? Ich rede nicht von Nachwuchs-Spielern wie Son, Calhanoglu o.ä. Dass sich Spieler in dem Alter, die aus unteren Klassen kommen, durch profesionelles Herren-Training verbessern, sollte klar sein. Aber welcher Spieler konnte sich beim HSV unter egal welchem Trainer eigentlich verbessern?

Rene Adler? Ehemaliger Nationaltorhüter, heute Nr.2

Marcel Jansen? Ehemaliger Nationalspieler und heute?

Heiko Westermann? Bei Schalke eine Bank und beim HSV?

Johann Djourou? Früher Arsenal und in Hannover gesetzt und jetzt?

Dennis Diekmeier? In Nürnberg auf dem Sprung in die Nationalmannschaft und stagniert beim HSV seit 3 Jahren.

Matthias Ostrzolek? In Augsburg eine gesetzte Rakete und in Hamburg?

Gojko Kacar? In Berlin teilweise Weltklasse und in Hamburg?

Petr Jiracek? Tschechischer Nationalspieler und in Hamburg aus dem Abstellgleis.

Rafael van der Vaart? Ohne Worte.

Zoltan Stieber? In Fürth Leistungsträger, in Hamburg weniger als Ergänzung

Ivo Ilicevic? In K’Lautern Hoffungsträger auf dem Weg nach München, in Hamburg Dauerpatient.

Nicolai Müller? In Mainz Nationalspieler, in Hamburg viral erkrankt.

Julian Green? In München Ausnahmetalent mit großen Hoffnungen, in Hamburg Beiwerk.

Artjoms Rudnevs? In Polen Torschützenkönig, in seiner ersten Saison in Hamburg überdurchschnittlich, mittlerweile aussortiert.

Diese Liste ließe sich unendlich fortführen, über Jahre und Jahrzehnte. Ebenso könnte man eine Liste derjenigen Spieler erstellen, die an ihre alte Leistungsstärke anknüpfen konnten oder sich sogar verbessern konnten, nachdem sie dem HSV den Rücken gekehrt hatten. Sicher, solche Auflistungen könnte man über jeden Verein aufstellen, aber nur in Hamburg sind die Ausschläge so überdeutlich und harmonieren so gar nicht mit den eigenen Ansprüchen von Verein, Mitgliedern und Fans.

Und genau an der Stelle beginnt der Virus zu wuchern und er scheint sich jedesmal wieder in Rekordzeit auf das spielende Personal zu übertragen.

Der eigene Anspruch, das Herabblicken auf Vereine wie Mainz, Freiburg, Paderborn, Berlin, Stuttgart und besonders Werder Bremen.

Apropos Werder. Was konnte man dort in den letzten Wochen an hämischen Seitenhieben Richtung Weser vernehmen. Der überzeugte HSVer, dessen eigener Club auf Platz 16 dümpelt, zeigt lachend mit dem Finger nach Bremen und warum? “Weil wir besser sind”. Ich lache mich tot, Freunde der indischen Brotsuppe.

Diese Selbstgefälligkeit, diese vemeintliche Erkenntnis, dass man etwas Besseres ist, wenn man Fan des HSV (oder eben Spieler des HSV) ist, sie ist es, die das Virus immer wieder verbreiten. Sie ist es, die zu Überheblichkeit und zu Bequemlichkeit führt.

Eines noch zum Schluss: Ich hatte mich für HSVPLUS engagiert und die Bewegung mitgetragen, weil ich der Überzeugung war, dass sie alternativlos war. Viele Inhalte von HSVPLUS finde ich auch heute noch richtig, einige Umsetzungen jedoch nicht. Und eines werde ich garantiert auch in Zukunft nicht tun: Mir den Mund verbieten lassen, wenn es darum geht, auf Mißstände hinzuweisen. Und es ist mir scheißegal, ob das einige lesen wollen oder nicht. Ebenso scheißegal ist es mir, ob ich nun 1.630 oder 1.582 “Facebook-Freunde” habe. Wer meint, er müsste mich dadurch bestrafen, in dem er mich “entfolgt”, der kann das gern machen. Lustigerweise sind es exakt die Gleiche, die als Erste das großen Heulen anfangen, wenn es auch in Zukunft nicht läuft.

Schönen Sonntag

Von | 2014-10-26T09:49:18+01:00 26. Oktober 2014|Allgemein|32 Kommentare

32 Comments

  1. ausgegliedert 26. Oktober 2014 um 10:26 Uhr - Antworten

    Stellt sich die Frage, ob diesen Virus in dieser Saison noch jemand erforscht/ein anderes Gegenmittel findet oder ob die Symptome mit dem Auslaufen zahlreicher Verträge zurückgehen.
    Die erwähnten Startphasen der Vortrainer und ebenso Didis Bemerkung bei seiner 1. Pk, man könne nicht einfach einen Schalter umlegen zeigen dann deutlich, daß es seit Jahren an Führungsspielern mangelt. Da kann auch ein Behrami alleine nichts ausrichten, leider. Bei den erfolglosen Offensivbemühungen gestern wäre wohl ein Ermauern eines Punktes noch ein kleiner Hoffnungsschimmer gewesen.
    Andererseits stehen Bayern und Leverkusen vor der Tür, wo so eine Strategie sicher in die Hose geht.
    Ich hasse Viren…. 🙁

  2. Oberberger 26. Oktober 2014 um 10:27 Uhr - Antworten

    Da sprichst Du große Worte gelassen aus, Moritz 🙂 Ich bin da aber zu 100% bei Dir was die “alten” betrifft.
    Ich weiß nicht wann Rafael van der Vaart im Spiel den letzten “tödlichen / entscheidenden Pass” gespielt hat von dem alle immer gerne fabulieren. Ich kann mich auch nicht mehr an das letzte Tor, Vorlage, superduper-Einzelaktion von Ilicevic erinnern. Und ein Arslan labert lieber in die Mikrofone der SportBild als mal den Mund zu halten und paar ordentliche Spiele hintereinander zu machen. Gleiches gilt für Marcel Jansen, der sich mehr als Pressechef denn als Leistungsträger auf dem Platz hervortut.
    Meiner Ansicht nach sind das alles Streichkandidaten. Da ist die Eigenwahrnehmung eine andere als das was ich auf dem Platz sehe.
    Warum die o.a. Spieler trotzdem aufgestellt werden kann ich mir nur damit erklären, dass sie entweder eine letzte Chance bekommen ihren Worten auch mal Taten folgen zu lassen, oder dass es einen gewissen Druck gibt die Besserverdiener nicht auf der Bank schmoren zu lassen.
    Insgesamt war das gestern ein Rückschlag nach zuletzt ganz ordentlichen Spielen. Und es war klar, dass dieser Rückschlag kommen wird. Keiner konnte ernsthaft davon ausgehen, dass der HSV unter Joe Zinnbauer von Platz 18 zu den Fleischtöpfen der internationalen Wettbewerbe durchstartet. Die Frage ist nur wie man damit umgeht. War das ein Ausrutscher oder zeigt der HSV jetzt wieder sein Gesicht aus der vergangenen Saison ?
    Wir werden es sehen.

  3. Hardy Erdmann 26. Oktober 2014 um 10:42 Uhr - Antworten

    Moin Grave,eine sehr gute Auflistung wie es zu laufen scheint.
    Ich war nach der letzten Saison schon der Meinung das diese Selbstgefälligkeit der Mannschaft nicht den Trainern geschuldet ist. Zu Auffällig sind die Parallelen und es sind immer dieselben Namen in der ersten Mannschaft so dass ich vermute es handelt sich nicht um einen Zufall.
    Und im Mannschaftssport werden nur wenige benötigt um die Vorgaben eines Trainers gegen die Wand zu fahren.
    Aber um dieses Rätsel zu lösen ist der Trainer mit seinem Stab gefordert,leider weiss ich nicht welchen Zwängen Zinnbauer bei Personalentscheidungen unterliegt. Ich bin mir nicht wirklich sicher ob er frei handeln kann bei der geballten Sportkompetenz um Ihn herum.
    Aber die Frage die du angeschnitten hast,warum alle von Dir genannten Trainer immer wieder auf Van der Vaart,Arslan,Westermann,Jansen usw setzen kann wohl nur damit beantwortet werden das sie im Training solche Leistungen anbieten das sie die Nase immer ein wenig vorn haben vor den anderen ,zumindest nicht abfallen im Trainingseindruck.
    Und wenn ich jetzt noch ganz böse denken möchte nehme ich noch den Satz aus dem Arslan Interview wo er davon gesprochen hat das die taktischen Besprechungen von Zinnbauer manchmal langweilig sind….mal sehen wann Zinnbauer genau dieser Satz um die Ohren fliegt von der Presse
    Mit der Überschrift „ Kann Magic Joe die Mannschaft nicht mehr erreichen?“
    Dann haben die VdV,Jansen,Arslan,Westermann usw den nächsten Sieg eingefahren
    Ich wünsche noch einen schönen Restsonntag

  4. Kai Arne 26. Oktober 2014 um 11:01 Uhr - Antworten

    Nach der Zeit mit Fink kann man eigentlich nicht mehr sagen, dass wir Trainern keine Zeit geben würden. Womöglich ist das auch die falsche Meßlatte, gerade vor dem Hintergrund dessen, was der Text oben über die vorherigen Erfolge der Verflossenen aufzählt.
    Viel mehr müsste man überlegen, ob das Hamburger Umfeld die jeweiligen Trainer ihre Stärken ausleben läßt oder sie eben so beeinflußt (neutral gesagt), dass sie ihre Linie verlieren. Bei Slomka gibt es dafür schon viele Anzeichen und bei Zinnbauer doch jetzt erst Recht:
    Das einzige was ich über Zinnbauer bisher geschrieben habe war, dass man ihn sich aufgrund seiner Vita sicher nicht als Amateur vorstellen darf, sondern eher als Vollprofi, nur eben aus einer anderen Liga. Das glaube ich weiterhin — in gewisser Hinsicht hat es ja ein Trainer unterhalb von Liga 2 auch schwerer als ein Trainer im Rampenlicht der ersten Liga. Er muß sich sein Bild von der Mannschaft selbst erarbeiten, kann nicht nach Namen aufstellen, kann nur sehr begrenzt nach Verstärkungen rufen. Genau in diese Kernkompetenz von Zinnbauer haben aber die Personalien von van der Vaart und Jansen wohl auch Cleber gehörig hineingepfuscht. Griffig formuliert hat man zwar Zinnbauer geholt, aber man hat ihn nicht Zinnbauer sein lassen. Ähnlich wie Slomka medial so lange bearbeitet wurde, bis er sich schon selbst als Konditionsmagath beschrieben hat.
    Das soll und kann jetzt (angesichts der ja auch existierenden BvM Erfahrung) kein Plädoyer für die “lange Leine” sein. Aber irgendwie müssen wir rauskriegen, wie wir die Trainer gleichzeitig aktivieren (Stichwort Veh) und ihre Stärken nicht beschneiden. Nur auf die Zeit zu gucken ist glaube ich ein Irrweg. Die Zeit ist immer schon abgelaufen.

  5. Gravesen 26. Oktober 2014 um 11:20 Uhr - Antworten

    @abendblatt_hsv: Knäbel über Zinnbauer-Vertrag: “ich gehe davon aus, dass wir das in der kommenden Woche hinbekommen” #HSV

    Toll!!!!! Dann kommen Bayern, Leverkusen, Wolfsburg. Und spätestens dann geht die Trainer-Diskussion im Hamburg wieder los. Immer und immer wieder die gleichen Fehler

  6. Ligature 26. Oktober 2014 um 12:17 Uhr - Antworten

    Interessantes Blog. Ich sehe es freilich anders:

    Der Beitrag bemängelt die Erwartungen und Reaktionen aus der Fan-Gemeinde. Gut und schön. Und er verfällt leider zugleich in denselben Fehler, nämlich, aus einigen Einzelergebnissen sogleich “Trends” herauszulesen. Und sie dann noch zu unterstreichen durch einen Hinweis auf eine angeblich kontinuierliche Gesamtentwicklung über viele Jahre verschiedener Trainer- und Management-Generationen hinweg – so als habe es die jüngste System(!)veränderung und Diskontinuität durch HSV+ nicht gegeben.

    “Schlendrian”, “Wir-sind-was-Besseres-Einstellung”. Wirklich ? Steht da für das neue Management und der neue Stab ? Steht dafür die Mannschaft, die über Jahre in einer – gelinde gesagt – sehr wechselvollen – Umgebung agieren musste ? Voreilige Urteile zu fällen: Eben diesen Fehler haben alte Managements, Presse und Fans über Jahre gemacht und tun es immer noch. Leider diesmal auch dieses Blog.

    Sich dann darüber zu beschweren, dass bei solcher Kritik an den aktuellen Leistungen die Bitte geäußert wird, eine langfristige Sicht einzunehmen, ist nichts anderes, als in dasselbe alte Denkmuster zu verfallen – und eben die neue, die auf Langfristigkeit und Geduld setzt, nicht zu akzeptieren.

    Der “Übermut” der kritisierten Fans und die Sprüche mancher Spieler (Djourou) sind in der Geisteshaltung genauso von gestern wie die voreilige Behauptung von angeblichen HSV-Kontinuitäten durch den Blogger (dessen Nüchternheit und Kompetenz ich durchaus schätze).

  7. jal1248 26. Oktober 2014 um 12:24 Uhr - Antworten

    Hallo, in meinem Twitter Account steht ” Nur der HSV – auch wenn’s weht tut”. Und so ist es. Zur Zeit tut es weh! Deshalb kann ich auf die Fans, die nach einem Unentschieden gegen die Bayern und einem Sieg gegen den BVB schon von der Championleague reden, gerne verzichten. Träumen ist erlaubt, aber Abheben ohne Rücksicht auf die Wirklichkeit ist gefährlich, besonders wenn dies Spieler tun. Aber, auch bei berechtigter Kritik – die Mannschaft (die Mannschaft!) bis auf Drobny hat gestern den Trend aus den letzten Spielen nicht bestätigen können. Ein Janßen, ein VdV und wer auch immer ist für sich alleine nicht Schuld. Als sie nicht spielten, wurden sie “schmerzlich” vermisst. Und jetzt sind sie Schuldigen? So einfach ist das nicht. Die Systemänderung muss zuerst einmal bei den Spielern, Verantwortlichen und Fans in den Köpfen statt finden. Erst dann kann man das auch auf dem Spielfeld umsetzen. Hier spielt der Faktor Zeit eine ganz wichtige Rolle. Schenkt dem Trainer und der Manschaft endlich ‘mal Vertrauen, die Grundlage jeden Erfolgs. Vielleicht entsteht dann endlich etwas Neues, auf das wir stolz sein können. Nur – in der Buli brauchst du Erfolg, sonst geht es steil nach unten. Und da ist der Druck! Damit kann die Mannschaft zur Zeit offensichtlich nicht umgehen. Wie sonst sind die Fehler im Aufbauspiel gegen Hertha noch zu erklären. Also dem Grunde nach hat gar kein Aufbauspiel statt gefunden.Die Stärken und Schwächen eines Spielers sollten einem Trainer bekannt sein. Wo er ihn einsetzen sollte, auch.Was passiert, wenn auf einen Trainer von außen Druck aufgebaut wird, welchen Spieler und wo er ihn einsetzen soll, haben wir bei Slomka doch erfahren. Ich bin am Mittwoch im Volkspark und werde voll hinter der Mannschaft stehen! Und das sollten alle echten Fans machen. Wer weiß, vielleicht gibt uns die Mannschaft das in sie gesetzte Vertrauen schon Mittwoch zurück. Ich erwarte jetzt keinen Sieg (träumen ist erlaubt), aber Einsatz und Siegeswillen. Danke, dass mußte ich jetzt ‘mal los werden.

  8. Holger 26. Oktober 2014 um 12:35 Uhr - Antworten

    Hallo Gravesen,

    Deinen Text habe ich so ähnlich schon vor einiger Zeit mal geschrieben (nicht hier! Ich bin neu.).

    Tatsächlich liegt, meiner Meinung nach, der Schlüssel irgendwo im Umfeld des HSV. Du liegst völlig richtig damit, dass kein Spieler in den letzten Jahren auch nur ansatzweise die Leistung in Hamburg abrufen konnte, die er vor oder nach seiner Hamburger Zeit hat abrufen können.

    Du hättest auch noch Badelj und Jiracek dazu nehmen können.

    Chupo, Meier, Ben Hatira oder Sam darfst Du ruhig auch dazu fügen.

    Spieler, die sich in Hamburg nicht durchsetzen konnten und mittlerweile Leistungsträger bei ihren Vereinen sind.

    Trainer können daran nicht Schuld sein. Das waren ja nun genug in den letzten 7 Jahren.

    Woran liegt es? Irgend etwas (von mir aus “Virus”) muß dazu führen, dass es für die Spieler nicht möglich ist an der Elbe ihr Maximum an Leistung abzurufen.

  9. ky 26. Oktober 2014 um 12:55 Uhr - Antworten

    Wie man den Virus eindämmen könnte:
    Vielleicht sollte der Campus nochmals umgeplant werden, um daraus ein Internat für die Buli-Kicker zu machen; Zapfenstreich 23.00h, Besuch von Frauen 2mal die Woche für 1 Stunde, und Ausgang für 24 Stunden gibt es nur nach gewonnenen Spielen…vielleicht hilft das ja… 🙂

    • Gravesen 26. Oktober 2014 um 12:59 Uhr - Antworten

      Köstlicher Beitrag im Matz Ab-Style

      • ky 26. Oktober 2014 um 16:03 Uhr - Antworten

        Ach Grave, wenn es zum Weinen nicht mehr reicht, sollte man bewußt mal Lachen…:-)

      • TErxleben 26. Oktober 2014 um 23:36 Uhr - Antworten

        Lieber Grave,

        Deine aktuelle Veröffentlichung kam doch schon aus der Matz-ab-Ecke. Fetziger Titel, den BILD nicht besser hätte bringen können. Inhaltlich sicher richtige, jedoch allgemein bekannte Aufzählungen, aber nix Neues.

        • Gravesen 27. Oktober 2014 um 05:08 Uhr - Antworten

          Wie schade, dann habe ich mich wohl deinem Niveau angepasst. Nie etwas zum Thema, nur am pöbeln und immer dröge Wiederholungen.

  10. hamuburgmini