Schenken sie oder schweigen sie, Herr Kühne!

Sehr geehrter Herr Kühne,

es gibt einen Punkt, da platzt mir wirklich der Kragen und dieser Punkt ist jetzt erreicht. Jedesmal, wenn ihnen einer quer sitzt, geben sie eines ihrer dann oft und gern zitierten Interviews und selbstverständlich wissen sie um deren Wirkung, denn deshalb geben sie sie ja. Dabei hat es in Hamburg mittlerweile fast sogar der Dümmste verstanden – sei sind kein edler Spender und ein Gönner sind sie schon lange nicht, auch wenn die Speichellecker der hiesigen Medien dies immer wieder gern verkaufen möchten. Inzwischen ist auch der Lack vorm großen Retter ab, denn gerettet haben sie immer nur das, was sie zuvor durch ihren unkontrollierten Einfluss angerichtet hatten. Das Einzige, was sie tun, ist: Sie vergrößern ihren Einfluss. Sie vergeben Darlehn zu großzügigen Zinssätzen, die man bei den Banken schon seit Jahren nicht mehr bekommt. Und sie wandeln Darlehn, von denen sie schon vorher wissen, dass der Verein sie nicht wird bedienen können, anschließend in AG-Anteile um, womit wir wieder beim Einfluss sind.

Wären sie ein Gönner gewesen, hätten sie nach der Ausgliederung den Wert der AG nicht versucht dramatisch runterzuhandeln, was ihnen ja auch gelang. Warum, Herr Kühne, gibt es bis auf Ökobauern und Weinhökern wohl keine anderen Investoren beim HSV? Sie wissen es, es ist ihretwegen. Keine namhafte Firma möchte als strategischer Partner neben einem launischen alten Mann die zweite Geige spielen. Mit anderen Worten, Herr Kühne: In den letzten Jahren haben sie dem HSV mehr geschadet als geholfen.

Und jetzt zündet wieder einmal die nächste Stufe, das SAT-1 Interview, aus dem ich an dieser Stelle ungern zitiere:

„Im Prinzip sind sich alle einig – Es muss etwas passieren. Aber es fehlt so ein bisschen die Dynamik und da versuche ich etwas zu ermahnen: Nun tut mal was und bewegt euch ein bisschen schneller“, schimpft Kühne.

Herr Kühne, hören sie doch auf, sich dümmer zu stellen, als sie sind. Sie wissen doch genau, dass es nicht an Dynamik oder Willen fehlt, es fehlt schlicht und ergreifend an Liquidität. Selbst wenn sie dem Verein € 150 Mio. für Transfers leihen würden, er könnten (und dürfte) die Gehälter nicht bezahlen können. Natürlich könnte er, wie es Beiersdorfer gemacht hat, wieder einmal gnadenlos seine Konten überziehen, aber dann müsste der Verein spätestens im Mai 2018 wieder bei ihnen angekrochen kommen und um Mittel für die Erteilung der nächsten Lizenz betteln. Wären sie ehrlich, würden sie zugeben, dass sie genau das wollen. Sie wollen angebettelt werden.

Kühne mahnt: „Es ist ein bisschen spät. Also der HSV muss sich sehr am Riemen reißen. Aufsichtsrat, Vorstand, Sportdirektor, Trainer – alle müssen ihr Bestes geben.“

Sorry, aber das ist dummes, populistisches Nicki-Gequatsche. Es geht nicht um „am Riemen reißen“, es geht darum, das Richtige zu tun, das Richtige für den Verein. Und das ist eindeutig nicht, sich wieder einmal von ihnen Geld zu leihen.

Ein HSV-Mann hat ihn überzeugt: Trainer Markus Gisdol. Er hat dem Investor sein Konzept und seine Einkaufsliste vorgestellt. „Beim Trainer bin ich überzeugt davon, dass er ein gutes Konzept hat. Nun muss er von seinen Vorgesetzten volle Unterstützung finden“, fordert Kühne.

Ich bin begeistert, der nächste Labermichel, der sie überzeugt hat. Meiner Auffassung nach sollte das Konzept von Gisdol aufzeigen, wie er eine Mannschaft besser machen kann und nicht, wie man den Verein, bei dem maximal noch 8 Monate beschäftigt ist, weiter in die Verschuldung treiben sollte.

Kühne macht Druck auf die Bosse: „Wenn das Konzept des Trainers von seinen Vorgesetzten voll akzeptiert wird, dann bin ich bereit weiterhin zu helfen.“

Herr Kühne, lesen sie es mir von den Lippen ab: Es geht nicht um das Konzept dieses Trainers oder des nächsten Trainers oder um das Konzept dessen Nachfolgers, es geht um das Konzept das Vereins. Diesem Konzept muss der jeweilige Trainer folgen und diesem Konzept müssen auch sie folgen, selbst wenn es schwer fällt. Sie haben doch wohl gesehen, was passiert, wenn man gefühlt jedes halbe Jahr einem neuen Trainer und dessen Konzept folgt. Was denken sie denn, warum der HSV eine solch willkürlich zusammengewürfelte Truppe beschäftigt. Weil man ständig irgendwelchen Konzepten von irgendwelchen Übungsleitern gefolgt ist.

Das sei aber auch dringend notwendig. Denn tolle Transfer-News liest Kühne bislang nur woanders: „Man sieht es bei den anderen Vereinen, da werden täglich Meldungen über Neuverpflichtungen von sehr interessanten Spielern veröffentlicht. Beim HSV gab es bisher keine einzige. Und selbst Wood hängt noch in der Luft.“

Überraschend, oder? Nun, diese Verein habe auch fähige Manager gehabt (im Gegensatz zu ihrem Favoriten Beiersdorfer, dessen Konzept sie ebenfalls gefolgt sind), haben sich das Geld, welches sie jetzt für Transfers ausgeben, selbst erwirtschaftet, haben tatsächlich ein Konzept oder sind nicht den Launen eines Greises unterworfen. Lassen sie doch einfach mal die BILD-Zeitungs-Sprüche und schalten sie ihr Gehirn ein.

Oder aber folgen sie meinem Vorschlag und schenken sie. Schenken sie dem HSV reichlich Geld, damit er sich entschulden und von ihnen emanzipieren kann. Schenken sie dem HSV Geld, damit er sinnvolle Transfers tätigen und auch die Gehälter stemmen kann. Schenken sie dem HSV Geld, damit er nicht immer angewinselt kommen muss. Wenn sie schenken, Herr Kühne, können sie sich von mir aus auch wieder Gönner und HSV-Fan nennen. Bis dahin sind sie für mich nichts weiter als ein eitler Investor, der von falschen Freunden schlecht beraten ist und der sich selbst mehr liebt als den Verein. Schenken sie oder schweigen sie, verdammt nochmal.

 

Von | 2017-06-17T10:21:57+02:00 17. Juni 2017|Allgemein|33 Kommentare

33 Comments

  1. Gravesen 17. Juni 2017 um 07:53 Uhr

    Und man sieht: Die Vollidioten sterben nicht aus. Besonders die, die sich für super-schlau halten, aber bis heute nichts kapiert haben.
    .

    scorpion sagt:
    17. Juni 2017 um 07:46
    Moin.
    So Unrecht hat er ja nicht …
    http://hsv24.mopo.de/2017/06/17/kuehne-laesst-dampf-ab-und-kritisiert-alle-bis-auf-gisdol.html

    • Kevin allein in Hamburg 17. Juni 2017 um 08:32 Uhr

      Das ist eine der traurigsten Gestalten von allen die da Ihr Unwesen treiben.

  2. alfa 17. Juni 2017 um 08:10 Uhr

    Wenn er Eier hätte könnte er dir ja mal öffentlich antworten, aber manche Cojones werden ungezeigt mit ins Grab genommen,denen reicht ein unreflektiertes Angehimmel a la Nikki! Aber es war ja immer leichter einem Dummen zu zeigen, dass man schlauer ist, als mündige zu überzeugen!
    Grave deiner offenen Stellungnahme gibt es nicht einmal ein Komma hinzuzufügen! Chapeau!

  3. 1887 17. Juni 2017 um 08:30 Uhr

    Volle Zustimmung. Jede Transferperiode das selbe gequatsche. Wir brauchen ein gutes Händchen bei IV’s und dann kann man mit so einen team auch die Klasse halten. @Grave Was hältst du eigentlich von leihen. So wie es Frankfurt gemacht hat. Könnte man nicht noch ein zwei IV’s leihen?

  4. Volli 17. Juni 2017 um 09:50 Uhr

    ? Dieses Interview war mal wieder der Gipfel. Zum absoluten Unzeitpunkt, aber typisch Kühne eben. Auch wenn ich von einer Papadopoulos Verpflichtung absolut nichts halte, hat er mal wieder dafür gesorgt, dass Leverkusen mit Sicherheit an diesen Mondpreisen festhält. Vollkommen richtig Grave, entweder Geld schenken oder Tschüss! Kühne torpediert ununterbrochen AR und Vorstand, mit Gönner und Fan hat das weißgott nichts zu tun.

  5. Joerg Heine 17. Juni 2017 um 10:45 Uhr

    Hallo und guten Tag,

    wie mein Name es sagt (ChiangmaiRaute) lebe ich seit vielen Jahren weit weg von Hamburg. Bin aber seit rund 50 Jahren HSV Fan. Ich habe mich bisher immer mithilfe eines parallelen Blogs versucht, über die Situation beim HSV zu informieren. Seit ein paar Tagen lese ich nun auch diesen Blog hier. Und ich muss sagen, die Dinge werden hier vom Blogschreiber viel differenzierter angesprochen und kritischer behandelt. Man hat das Gefühl, es werden einem die Augen geöffnet und man versteht plötzlich viel besser, warum in den Medien wie über den HSV berichtet wird.
    Ich sage super, bitte weiter so. Ich bleibe hier am Ball, für den nötigen Durchblick

  6. Skeptiker 17. Juni 2017 um 11:18 Uhr

    Man kann nur noch den Kopf schütteln über diesen Mann und über alle, die seine Aussagen auch noch für richtig halten. Wenn es tatsächlich das berühmte HSV-Umfeld gibt, dann besteht es überwiegend aus Schwachmaten. Mal wieder fragt man sich, ob ein Verein mit einer solchen verblödeten Anhängerschaft wirklich noch eine Existenzberechtigung hat. Was muss eigentlich noch passieren, damit diese Vollhonks kapieren, was wirklich Sache ist? Mit jedem Interview zeigt der große Gönner sein wahres Gesicht, und die schnallen es einfach nicht. Und zum Wundertrainer Gisdol: Gute Trainer entwickeln Mannschaften, schlechte Trainer erstellen Einkaufslisten. Der Typ soll seinen Job machen, und wenn ihm die Bedingungen nicht passen, kann er ja kündigen.

  7. Gravesen 17. Juni 2017 um 13:25 Uhr

    Fickdichhetscharschloch
    jorgdresen@gmail.com
    2003:e9:3ce:d200:9511:3561:ed75:f710
    Gut das es wirklich aber auch gar niemanden interessiert ob dir der Kragen platzt oder nicht.

    • Gravesen 17. Juni 2017 um 13:35 Uhr

      Schade, daSS du geistiger Mülleimer die deutsche Sprache nicht beherrschst. Geh nochmal zurück auf Los, dann vier Jahre Baumschule und dann melde dich wieder, du lächerlicher kleiner Versager 😀

    • Ex-HSVer im Herzen 17. Juni 2017 um 13:39 Uhr

      Haha! Wieder einer dieser verzweifelten Fans, die kein Hirn, kein gutes Zuhause, kein Leben haben und für die alle zwei Wochen der Sinn des Lebens im Bier Saufen, Scheisse labern mit der Ersatzfamilie hinter der Nordtribüne und „Nur der HSV“ besteht.

      Herrlich solche feigen Pfeifen

  8. Ex-HSVer im Herzen 17. Juni 2017 um 13:35 Uhr

    Wenn man die Kommentare unter dem MOPO-Artikel liest, kann man nur fassungslos mit dem Kopf schütteln!!! Die Leute glauben das, was sie lesen und hören – und nicht was WAHR ist. Das ist doch in allen Gesellschaftsschichten so. Die vermeintlich „Kompetenten“ und „Erfolgreichen“ erzählen etwas und das Volk glaubt es. So ist es schon seit dem Altertum.

  9. Oldashanti 17. Juni 2017 um 13:37 Uhr

    Als ich das Interview gelesen habe habe ich mich kurz mächtig aufgeregt. Aber immerhin kam dann ein beruhigendes Gefühl. Ich wusste, hier in diesem kleinen gallischen Dorf würde man Widerstand leisten. Man würde die Wahrheit lesen können.

    Danke Grave, bleib uns bitte noch lange erhalten.

  10. Gravesen 17. Juni 2017 um 13:41 Uhr

    Hahahahahahahahahahahahahahahahahahahaha. Kann den mal einer in die geschlossene Abteilung für Menschen mit einem IQ von unter 5 bringen?
    .

    nicki1887 sagt:
    17. Juni 2017 um 13:32
    Als erstes mal großen dank an Herrn Kühne das er uns 2 mal vor einer Insolvenz gerettet hat und dies Jahr die Lizenz.Ich als einfacher Fußball-Fan bin dem Herrn Kühne sehr dankbar und ihm zu unterstellen er spielt mit dem HSV ist doch totaler Quark! Eins vorweg ohne Herrn Kühne würden wir hier gar nicht mehr schreiben usw.Ich verstehe nicht wie man einen Menschen so angreifen kann.Ich bin nun jedes Heimspiel da und habe Herrn Kühne und seine Frau 2-3 gesehen(von weiten)im VIP Bereich und ich kann nur sagen der geht genauso wie wir anderen Fans auch ab.Er macht in seinem Bereich das gleiche wie wir hoffen,fluchen und jubeln.Für mich ist er durch und durch HSV-Fan und er hat genau das ausgesprochen was 90% der Fans denken.Ich war heute Morgen im Volkspark und da haben fast alle gesagt das es gut war was er gesagt hat,einige waren sogar der Meinung das es zu nett war.Ich finde er hat das sehr ordentlich rüber gebracht.

    • Ex-HSVer im Herzen 17. Juni 2017 um 14:55 Uhr

      Also bis jetzt habe ich mir immer gedacht: lass den armen Mann doch in Ruhe. Ein Fan mit Herz und Seele, der vielleicht nur noch den HSV im Leben hat.

      Aber was macht er in der Sommerpause am Volkspark? Und andere? Er hat Recht mit den 90%. Und genau diese 90 % Fans sind dafür verantwortlich, dass der HSV jetzt da ist, wo er ist und auch bleibt.

  11. Micha 17. Juni 2017 um 13:43 Uhr

    Man lese mal genau und höre die Unverschämtheit eines Unternehmenschefs Kühne gegenüber den Unternehmenschefs des HSV heraus:

    „Wenn das Konzept des Trainers von seinen Vorgesetzten voll akzeptiert wird, dann bin ich bereit weiterhin zu helfen.“

    Es geht Kühne ausschließlich um Macht und Einfluss!

    • Skeptiker 17. Juni 2017 um 13:57 Uhr

      Und genau dieses Verhalten ist inakzeptabel. Er kann als Miteigentümer der AG gern Kritik äußern, wenn ihm etwas nicht gefällt, aber das macht man intern und benutzt nicht ständig die Medien, um Druck auf den Vorstand auszuüben. Mal sehen, ob Bruchhagen wirklich eine Führungsfigur ist. Beiersdorfer wäre spätestens nach diesem Interview eingeknickt.

    • Ex-HSVer im Herzen 17. Juni 2017 um 14:58 Uhr

      Kühne ist für mich einfach eine schäbige Hanseaten-Fresse, Der wahrscheinlich auch durch irgendwelche Finanztricks und Ausbeutung so viel Vermögen angehäuft hat. Ein Exilant, Profiteur der Globalisierung und Pseudo-Wohltäter.

  12. Gravesen 17. Juni 2017 um 14:00 Uhr

    Um es einmal unmissverständlich klar zu machen: Was Herr Kühne hier tut – er redet über das Geld des HSV. Er redet bzw. er fordert, dass der HSV Geld ausgibt (welches er nicht hat), er redet nicht über sein eigenes Geld. Er verlangt vom HSV, dass man sich weiter verschulden möge, er verlangt vom HSV, einen Halbinvaliden zu kaufen, weil der ihm irgendwie gefällt. Warum in Gottes Namen vertraut Herr Kühne wohl ausgerechnet Trainer Gisdol? Wohl nicht, weil er und Gisdol vom gleichen Spielerberater (Struth) beraten werden, oder? Mir bleibt eigentlich nur eine Frage: Was bildet sich dieser Vogel eigentlich ein?

    • Ex-HSVer im Herzen 17. Juni 2017 um 15:02 Uhr

      Fette Schrift! Hui! Aber du hast recht: man möchte einfach nur noch schreien und diesen ganzen Vögeln den Stecker ziehen!!!

      Für mich ist der eigentliche Schlappschwanz Bruchhagen. Wenn ich 68 Jahre alt wäre, wahrscheinlich Millionär und noch 10-15 gute Jahre vor mir habe mit exzellenten Kontakten im Business, würde ich einem wie Kühne mal gehörig den Marsch blasen. Erst unter 4 Augen und wenn das nix bringt, öffentlich.

      Bruchhagen hat selbst gesagt, dass er nach Ablauf seines Vertrages Schluss macht. Dieser ist praktisch unkündbar und versetzt ihn in die Lage, endlich einmal Tacheles zu reden. Nämlich, dass ein Minderheitsaktionär einfach mal die Schnauze halten soll, wenn es um das Tagesgeschäft geht.
      Und wenn er eine einige Dinge einfach haben will, soll er sie dem HSV das schenken.

      Amen! ??

    • Micha 17. Juni 2017 um 15:15 Uhr

      Der Vogel besitzt laut Forbes 13.000 Millionen Euro und bietet 20 davon dem HSV auf Schuldschein und wohl ausschließlich für Ablösesummen und mit dem Ziel des Anteilerwerbs an. Für diesen Junkie-Grottendeal wird er von der Hamburger Boulevard-Presse als Edel-Fan und Gönner hofiert. Ein Trauerspiel.

  13. ausgegliedert 17. Juni 2017 um 14:24 Uhr

    Vlt. sollte man KlauMi befragen, wie er seine eigene Dynamik definiert. Derartige Cojones hat aber in der (speziell Hamburger) Presse wohl niemand. Scheint ihm tatsächlich schwer zu fallen, dass die Marionetten Didi und KG nicht mehr Vorsitzende sind.

  14. BerndH60 17. Juni 2017 um 15:58 Uhr

    Der HSV in der gleichen Situation wie ein Alkoholiker oder Junkie.
    Nur das es nicht um Drogen sondern Geld geht.
    Und dann stellt sich der vermeintliche Therapeut hin und bietet Stoff oder Alkohol vom Feinsten an.
    „Gönn dir doch erstmal was, alter Junge!“
    Das Geschrei in den Medien möchte ich erleben.

  15. Gravesen 17. Juni 2017 um 16:07 Uhr
  16. Gravesen 17. Juni 2017 um 16:36 Uhr
    • Micha 17. Juni 2017 um 17:15 Uhr

      Bruchhagen ist sehr geübt darin, in sinnvollen Andeutungen konkret gar nichts zu sagen:

      „Es ist etwas ganz anderes, ob ich Journalist, Fan oder Förderer eines Vereins bin – oder ob ich in der Verantwortung stehe.“

      Warum sagt er nicht mindestens:

      – Wenn Herr Kühne ein Investment anbietet, über das wir bezüglich Ablöse und Gehalt frei verfügen können, dann finden wir schnell einen gemeinsamen Nenner…

      Ich hoffe sehr für den HSV, dass Bruchhagen sich nicht die Kapitulation als Möglichkeit offen halten will, um nicht als HSV-Absteiger-Verschulder dazustehen. Beunruhigend in diesem Zusammenhang ist sein Dank an Düdü. Immerhin versucht er, ein neues Finanzierungs-Modell mit Kühne oder evtl. ohne Kühne zu installieren. Aber die Düdü-Kapitulation darf gar keine Option mehr sein (hätte es nie sein dürfen, aber die Riesen-Chance ist verdummdüdüt worden).

      • Bidriovo 17. Juni 2017 um 21:14 Uhr

        Natürlich freuen die Medien sich über neue Transfers. Allein der Halilovic-Transfer, was man da alles hat schreiben kann. „Mini-Messi“, „Balkan-Messi“, „Busenfreund von Spahic“, „Jahrhunderttalent“, „Warum es nicht funktioniert“…. Die alten Artikel zu Diekmeier will doch keiner mehr lesen, auch wenn sie neu aufbereitet werden. Und je größer der Name, desto einfacher die Recherche für die Medien. Deswegen am Besten in der Größenordnung 5Mio. aufwärts kaufen und nicht irgendein talent aus der Regionalliga, in der man keine Verbindungen hat.

  17. WhatAboutHSVism 17. Juni 2017 um 17:33 Uhr

    Sehr guter Blog wie immer, als ich von dem Interview hörte, kam mir noch ein Gedanke dazu: Diese Art der Interviews ist ja schon der befürchtete Einfluss.
    Kühne nimmt zunehmend eine Zwitterrolle ein. Einerseits die des „unbedarften Fans von außen“, eine Art Volkstribun. Damit macht er Stimmung. Und sichert so den Druck der Straße hinter sich.

    Andererseits hat er 20% und ist damit zunehmend Teil des internen HSV. Die zweite Rolle reicht ihm aber mangels Einfluss noch nicht, also stilisiert er sich noch zum Volkstribun, um sich mehr formalen Einfluss zu sichern.

    Erst wenn er diesen hat, werden die Volkstribun Interviews aufhören. Dann haben sie ihren Zweck erfüllt.

  18. Micha 17. Juni 2017 um 17:47 Uhr

    Eines muss man bedenken: 20 Prozent hat der HSV bereits zu schlechten Bedingungen veräußert. Die sind für immer weg!

    Wenn es dem HSV durch geniale Spieler-Einkäufe in den nächsten Jahren doch noch gelingen sollte, wie der BVB seit 2005 Anschluss an die Spitze zu finden, dann sind die 20 Prozent Kühne-Anteile ein zig-faches Wert. Aus diesem Grund muss jede HSV-Führung den Verkauf von Anteilen zu schlechten Bedingungen verhindern. Beiersdorfer hat darauf geschissen – und über 100 Millionen sind verbrannt worden. Also diese Saison günstig mit guten Talenten nachbessern und – trainieren trainieren trainieren, um sich zu verbessern. Das ist Gisdols vornehmliche Aufgabe.

  19. Thomas S. 17. Juni 2017 um 18:01 Uhr

    Du bist noch sehr diplomatisch, Grave. Ich muss bei dem feinen Herrn Kühne inzwischen an Gestalten wie Mr Goldfinger aus James Bond denken.

    Wie sang Shirley Bassey einst:

    „Golden words he will pour in your ear
    But his lies can’t disguise what you fear
    For a golden girl knows when he’s kissed her
    It’s the kiss of death from Mister Goldfinger,
    pretty girl, beware of this heart of gold:
    This heart is cold“

    Nun geht es hier nicht um Menschenleben. Aber für den HSV ist es definitiv eine tödliche Umarmung.

  20. alfa 17. Juni 2017 um 23:14 Uhr

    Warum eigentlich diese Ungeduld mit eventuellen Neuverpflichtungen. Wenn die Vorbereitung der Saison am 7.7 losgehen soll, dann sind es doch noch 3 Wochen bis dahin . Wenn 1-2Tage vor Trainingsauftakt die „neuen“ in Hamburg landen und die geile Stadt und den großen HSV toll finden und ihm helfen dahin zu kommen wo er hingehört, reicht es doch vollkommen aus ,oder nicht? Oder wollte Herr Gisdol seinen Besuch bei Mr. Trump vorzeitig abbrechen um mit den Neuen sein System hoch und weit 2 Wochen lang vorzutrainieren? Worin besteht der Druck, jetzt und nicht in 3 Wochen eventuelle Neue zu präsentieren? Oder ist es nur der Ungeduld seines Alters geschuldet, weil man ja nicht weiss wieviel man noch zu erleben beglückt sein Wird? Kein Mensch muss diese Ungeduld teilen, also ganz entspannt!

  21. Spörl 17. Juni 2017 um 23:19 Uhr

    Gravesen, 100% Zustimmung zu Deiner Meinung betreffend die Abhängigkeit von Herrn Kühne.
    .
    Jetzt kritisierst Du, sicherlich manchmal in der Wortwahl meiner Meinung nach zu hart, in der Sache aber richtig. Die Frage aber, die ich habe, was würdest Du denn machen als Todt oder Bruchhagen? Was sind Deine Ideen?

    Mir ist zB das „Erst-Verkaufen-dann-Kaufen -Dogma“ viel zu kurz gesprungen. Ich halte es sogar für schwachsinnig. Wenn ich einen Lasogga nicht verkaufen kann, dann muss man das akzeptieren, und trotzdem einen günstigen Mann holen.

    Warum kommt zB kein Maroh als IV aus Köln? Kostet max. 1 Mio. Ablöse.Warum nicht einfach zudem nen Deal mit einem IV Talent eintüten? Das hat nichts mit einem Lasogga Transfer zu tun. Man benötigt schlicht 3 Innenverteidiger.

    Warum einen Gregoritsch verticken für 5 Mios, wenn er bessere Daten hat als ein Wood? Warum Brasilianer nach 6 Monaten wieder wegschicken? Warum Torhüter für 5 Mios. kaufen?

    Und verdammt, warum erkennt keiner , dass wir jemanden brauchen der Ecken und Freistösse kann? Suttner?

    Warum tut man beim HSV nicht das Vernünftige? Und dies könnte man meines Erachtens auch ohne Kühne tun.

  22. Skeptiker 17. Juni 2017 um 23:45 Uhr

    Graves Einschätzungen zu diesen Fragen würden mich auch interessieren. Meine Meinung:

    1. Eventuell hat man beim HSV nicht rechtzeitig seine Hausaufgaben erledigt, weil bestimmte Herrschaften davon ausgingen, wieder mit Kühnes Kohle auf Einkaufstour gehen zu können.

    2. Der Ruf des HSV dürfte in Spielerkreisen inzwischen ziemlich erledigt sein. Welcher junge Spieler will mutwillig seine mögliche Karriere aufs Spiel setzen? Interessant sind Verträge beim HSV doch eigentlich nur noch für schwer Vermittelbare, Halbinvaliden oder als Rentenvertrag für Spieler am Ende der Karriere.

    Nur meine persönliche Einschätzung.

    • Spörl 18. Juni 2017 um 00:03 Uhr

      Skeptiker, Deine Meinung teile ich. Aber sie beantwortet nicht, was man jetzt tun sollte!

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