HSV-Transfers 17/18 – die Todtesliste

Hallo Jens, mein Lieblings-Kinn (ich darf doch Jens sagen, oder) – wie läufts denn so im Home-Office in Potsdam? Alles locker, wo sich deine Vorturner in Hamburg, Mallorca, Köln und Schindeleggi gegenseitig via Medien bekämpft haben und nun doch das am Ende dabei rauskommt, von dem wir alle wussten, dass es rauskommt? Nun denn, Jensi, jetzt gehts Ende Juni dann doch mal auf den Transfermarkt, aber mach dir keine Sorgen, nur weil die anderen Vereine um Lichtjahre weiter sind. In Hamburg hat das Tradition, solltest du eigentlich wissen. Aber jetzt gehts mit Volldampf ab und ich habe noch deine Worte im Ohr:

Mein Ziel ist es, dass wir mittelfristig eine Mannschaft beim HSV mit Spielern zusammenstellen, die nicht mehr ihren letzten, großen Vertrag hier unterschreiben, sondern eher ihren ersten oder zweiten. Wir wollen es schaffen, dass viele Toptalente nach Hamburg kommen – und trotzdem wollen wir uns mit diesen jungen Leuten stabilisieren. Wir wollen nicht mehr permanent mit dem Rücken zur Wand stehen. Smarte Transfers sind das Zauberwort (Interview vom 11.01.17)

Das klang ja spitzenmäßig, Alter, und natürlich folgen nun Taten. Echt, auf einen deutschen U21-Nationaltorhüter zu kommen, das hätte ich nicht geschafft, das war kreativ. € 4 Mio. sind ein echter Schnapper, gut gemacht. Aber jetzt kommen die Problemfälle und da wollten wir von HSV-Arena dir ein wenig unter die Arme greifen, cool oder? Um ganz ehrlich zu sein – wir haben dabei nichts anderes gemacht als du, wir haben bei Transfermarkt.de geguckt, denn ein Scouting haben wir ebenso wenig wie der HSV. Aber das wird schon, Dicker.

Um dir die Arbeit noch weiter zu erleichtern, haben wir die Kracher in verschiedene Kategorien eingeteilt, das nenne ich mal Service. Du musst also nur gucken, welcher Spieler aus welcher Kategorie es sein sollte und dann den Berater anrufen. Bei Bedarf maile ich dir gern auch die jeweilige Telefonnummer, gern geschehen 🙂

Hier nun also der Pool der Transfer-Kandidaten für den HSV 2017/18, nach Kategorien

Kategorie: Rollstuhl

Spieler, deren Krankenakten Bücherregale füllen

Holger Badstuber (28), Nuri Sahin (28), Stefan Kießling (33), Neven Subotic (28), Kyriakos Papadopoulos (25), Daniel Didavi (27), Valentin Stocker (28), Julian Schieber (28), Marco Russ (31)

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Kategorie: „Sie flogen nur einen Sommer“

Spieler, die eine gute Saison hatten und seither davon partizipieren

Andre Schürrle (26), Admir Mehmedi (26), Daniel Caligiuri (28), Franco di Santo (28), Christoph Kramer (26), Andre Hahn (26), Josip Drmic (24), Philipp Wollscheid (28), Fabian Schär (25), Alexander Baumjohann (30), Moritz Leitner (24), Eren Derdiyok (29)

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Kategorie: „Bringt Glanz in die Hütte“ oder „Klaus-Michael Kühne gefällt das“

Spieler, die einst einen großen Namen hatten und ein spätes Heim suchen

Rafinha (31), Luiz Gustavo (29), Vieirinha (31), Claudio Pizarro (38), Halil Altintop (34), Bastian Schweinsteiger (32), Nigel de Jong (32), Vincent Kompany (31), Wesley Sneijder (33), Demba Ba (32), Martin Skrtel (32), Robin van Persie (33),

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Kategorie: „Last Exit Brooklyn“

Spieler, die ihren letzten großen Vertrag abschließen wollen

Roberto Hilbert (32), Julian Baumgartlinger (29), Atsuto Ushida (29), Sascha Riether (34), Christian Träsch (28), Jakub „Kuba“ Błaszczykowski (31), Eugen Polanski (31), Adam Szalai (29), Dominik Maroh (30), Fabian Lustenberger (29), Niklas Moisander (31), Theodor Gebre Selassie (31), Philip Bargfrede (28), Georg Niedermeier (31), Maik Frantz (30), Nils Petersen (28), Niko Bungert (30), David Abraham (30), Marcus Feulner (35), Andreas Beck (30)

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Kategorie: „Heim ins Reich“

Spieler, die als junge Spieler schon mal in Hamburg waren

Dennis Aogo (30), Eric Maxim Choupo-Moting (28), Artjoms Rudnevs (29), Alexander Meier (34), Gojko Kacar (30), Tolgay Arslan (26), Rafael van der Vaart (34)

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Kategorie: Gänzlich gescheitert

Spieler, prädestiniert für den HSV

Ashkan Dejagah (30), Ryan Babel (30)

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Hey Jensi, du musst dich nicht bedanken, aber das sind 64 Namen, die sich gewaschen haben, da muss man doch was finden können. Außerdem spart man sich das nervige Recherchieren und Scouten, nicht, dass man am Ende noch bezahlbare Spieler unter 23 in Holland, Portugal, Frankreich, Belgien, Elfenbeinküste oder Dänemark findet, oder? Außerdem will KlauMi Kühne die eh nicht finanzieren, weil man mit solchen Spielern eventuell Gewinn machen könnte und das treibt den Verein halt nicht noch tiefer in die Abhängigkeit.

Also Dicker, greif zu. Der HSV ist ein großer Verein bzw. ein Brett, gehört eigentlich ganz woanders hin und Hamburg ist eine geile Stadt. Was hindert dich noch?

In der Hoffnung, dir geholfen zu haben, verbleibe ich mit einem einfachen „Nur der HVV“,

dein Gravesen

Von | 2017-06-23T07:20:55+02:00 23. Juni 2017|Allgemein|46 Kommentare

46 Comments

  1. Ben 23. Juni 2017 um 08:23 Uhr

    Cooler Beitrag,
    Du hast zwei Gruppen vergessen:

    Weltstars:
    Ibrahimovic, Ronaldo

    Karriereende: Spieler die überzeugt werden müssen noch ein Jahr beim HSV dranzuhängen
    Fritz..

    Aber ansonsten könntest Du Dich mit Deiner Liste direkt als Scout bewerten, weil Du verstanden hast, was beim HSV gewünscht und gebraucht wird:-)
    Das ist eine Eigenschaft die heutzutage nicht mehr viele Arbeitnehmer haben.
    Schöne Grüße asu Hamburg

  2. Micha 23. Juni 2017 um 08:39 Uhr

    Super Blog! Eine Kategorie fehlt: Spieler, die die Mopo bereits veröffentlicht hat: Papadopoulos, Hahn etc.

  3. Micha 23. Juni 2017 um 08:44 Uhr

    eine weitere Kategorie: Portfolio-Spieler, die Struth betreut (Hahn, Wood etc.)

  4. Michael 23. Juni 2017 um 08:45 Uhr

    Passt. Wir nehmen die üblichen Beraterhonorare und fahren davon gemeinsam nach Malle. Nach dem obligatorischen Ballermannbesuch schleifen wir Klaumis Hazienda, ihn brauchen wir nicht mehr. WIr sind effektiver.
    Eingepreist und damit für den HSV nicht mehr mit extra Kosten verbunden: der Text für die erste Presseerklärung und Vorstellung des Spielers, Farb-und Stilberatung für seine jeweils amtierende Skandalschickse und ein Rautentattoo nach Wahl für beide an prominenter Stelle. Rautenstickereien im Dickdarm sind jedoch vom Spieler selbst zu bezahlen.
    Damit haben wir die bisherige Beraterleistung und die nicht vorhandene Scoutingtätigkeit mehr als überholt. SO geht das.

  5. Termi73 23. Juni 2017 um 08:58 Uhr

    In Deiner Länderliste, wo man potentzielle und talentierte Spieler finden könnte, fehlen meiner Meinung nach noch Japan, China, Südkorea und eventuell Australien und Neuseeland. Würde man von dort Spieler kaufen, könnte der HSV eventuell noch weitere Einnahmequellen, wie zusätzliches Sponsoring und Trikotverkauf in den dortigen Ländern generieren.

    • Gravesen 23. Juni 2017 um 09:02 Uhr

      Hör sofort auf, so weit zu denken 🙂

  6. Weltmeister 23. Juni 2017 um 09:08 Uhr

    Made die day. Danke. ???

  7. derGast 23. Juni 2017 um 09:08 Uhr

    Danke, ich habe Tränen gelacht beim lesen.

    Noch eine Notiz an Pollersbeck: Ich halte viel von Ihm! Er hat Talent, ist ein Rohdiamant. Und – das war sicher der Grund, warum man ihn gekauft hat: Er kennt das Abstiegsgespenst und hat Kaiserslautern fast allein in der 2. Liga gehalten.
    Aber: In HH hat er keinen Ehrmann. Er wird hier beim HSV als teueres Missverständniss in die Bücher eingehen:
    Es fehlt also die Kategorie „Spieler, die in Ihren jetzigen Mannschaften TOP sind, weil Sie eine bestimmte Rolle auskleiden, beim HSV aber scheitern (weil Sie mehr als diese Rolle erfüllen sollen)“. Dazu gehören dann fast alle Transfer vom Januar (EDIT: … ach was rede ich, eigentlich alle Transfers, der letzten Jahre)

  8. Gravesen 23. Juni 2017 um 09:35 Uhr

    Ach du dickes Ei, Hofschranze Jacobs ist in einen Eimer mit Wahrheitsserum gefallen…
    .
    http://www.abendblatt.de/meinung/article211004707/Spieler-zum-Sparpreis-gibt-es-nur-ohne-Kuehne.html
    .
    Wollen wir hoffen, dass das nicht zur Gewohnheit wird. Oder gar chronisch…..

    • Holger 23. Juni 2017 um 09:43 Uhr

      Vielleicht hat er sich aber auch einfach verklickt und ist aus Versehen auf HSV- Arena gelandet und hat Deine oder Kerberos Beiträge gelesen?

    • Sven 23. Juni 2017 um 09:59 Uhr

      „Wer auf einen Flohmarkt geht und beim Versuch eines Schnäppchenkaufs sein gefülltes Portemonnaie zeigt, wird es eben auch schwer haben, den Schnäppchenpreis zu erzielen.“ – Kürzer kann man nicht erklären, dass KMK kein Fan oder Gönner, sondern die Hand an der Gurgel des HSV ist. Danke an das HA, das für die Hüpfer ja zitabel sein sollte.

  9. Holger 23. Juni 2017 um 09:37 Uhr

    Super Grave! Wenn das Alles nicht so bitter wäre …

    Wer hat Gestern Deutschland- Chile gesehen? Nach Spielschluss gab es eine Szene, die einem die Tränen in die Augen treiben konnte. Diaz und Demirbay standen noch lange am Spielfeldrand und unterhielten sich, um dann die Trikots zu tauschen.

    Da will man einfach nur ein bisschen Länderspiel schauen, und was machen diese Arschlöcher vom TV? Sie müssen minutenlang die Kamera auf diese Beiden im Gespräch richten.

    Selbst bei so einem dämlichen „Testspiel“ muss man als HSV- Anhänger am Ende noch ´nen Leberhaken einstecken.

    Das hätte „unser“ Mittelfeld sein können!

  10. Leonadomitcabrio 23. Juni 2017 um 11:19 Uhr

    Grave, du hast

    Ben Hatira vergessen

  11. Bidriovo 23. Juni 2017 um 12:05 Uhr

    Ich finde das Todt-Bashing etwas unfair. Immerhin wurde in den letzten Wochen oft genug herausgestellt, dass Kühne bestimmt, wer kommt und wer geht. Insofern ist Todt lediglich ein Erfüllungsgehilfe, der sich die Chance auf einen 2 – 3 Jahre gut bezahlten Job nicht hat entgehen lassen. Hätte ich übrigens auch nicht gemacht (von vierter Liga in die erste Liga…).
    Und Kühne…der kauft nur, was er aus dem TV kennt, was „Experten“ mal für gut befunden haben und das sind die oben aufgeführten Spieler.
    Fragt sich nur, welche Rolle Gisdol in dem Theater mit seinem „Konzept“ spielt. Man kann sich kaum vorstellen, dass er der Meinung ist, eine verletzungsanfällige alternde Truppe würde ihn dauerhaft weiterbringen. Andererseits wurde er von KMK bereits als guter Mann geadelt. Insofern können die Vorstellungen der beiden auch nicht soweit auseinander liegen.
    Und die Bezahlung für die Transfers…das regelt sich schon irgendwie. Genauso wie Salzburg und Leipzig ständig Spieler hin- und herschieben und trotzdem beide in der CL spielen dürfen.

    • Gravesen 23. Juni 2017 um 12:12 Uhr

      Ganz ehrlich – ich möchte, dass diese Scheiße zumindest hier aufhört. Jeder Satz, der so nicht auf HSV.de erscheinen würde, ist mittlerweile sofort „bashing“.
      Zur Erinnerung:
      Bashing (von engl. bashing „öffentliche Beschimpfung“ bzw. bash „heftiger Schlag“) – Quelle: wiklipedia
      .
      Nein!!!! Nicht jeder semi-kritischer Halbsatz ist eine „öffentliche Beschimpfung“ und ein „heftiger Schlag“ ist es noch lange nicht. Also bitte in Zukunft nachdenken und nicht mehr so inflationär mit diesem Begriff arbeiten. Danke.

    • Holger 23. Juni 2017 um 12:45 Uhr

      Gisdols Position in diesem Spiel lässt sich sehr einfach erklären. Er hat mittlerweile schon einen „Namen“ als Trainer. Auf keinen Fall möchte er an einer Sanierung des HSV durch den Aufbau und Entwicklung einer „jungen“ Truppe beteiligt sein, denn dieser Weg führt unter Umständen über die 2. Liga. Herr Gisdol möchte nicht als der erste Trainer in die Fußballanalen eingehen mit dem der HSV abgestiegen ist.

      Wollte der HSV sich wirklich unabhängig von Kühne machen, würde es auch unmittelbar bedeuten einen Trainer aus der 2. Reihe einzustellen, der diesen Weg über 3- 5 Jahre bereit ist zu gehen.

      Herr Gisdol denkt nicht an das, was in 5 Jahren mit dem HSV ist. Warum auch? Er braucht kurzfristigen sportlichen (nicht finanziellen) Erfolg. Dieser ist mit 20 Mio. von Kühne einfacher zu erreichen, als ohne.

      Mit etwas Glück führt er den HSV im nächsten Jahr unter die ersten 10. Das macht sich in seiner Vita super und er empfiehlt sich damit als Trainer für andere Vereine. Das der HSV dann als Tabellenneunter Insolvenz anmelden muss, interessiert ihn nur am Rande.

      Für mich ist seine Haltung absolut nachvollziehbar!

      Wollten Bruchhagen, Todt und der AR einen anderen Weg, muss man eben auch einen anderen Trainer suchen!

  12. Ex-HSVer im Herzen 23. Juni 2017 um 12:25 Uhr

    Herrlicher Beitrag! Und so ganz ohne Sarkasmus.

    Eine Frage umtreibt mich seit gestern: bei diesen ganzen Bilanz Tricksereien. Wieso ist nicht schon längst Strafanzeige erstattet worden? Wenn man da mal richtig in die Tiefe geht, ist der Bilanz-Betrug und Insolvenzverschleppung doch offensichtlich. Markenwert 41 Mio… lachhaft! Selbst wenn er 2012 so hoch war, ist er durch die Ereignisse in den letzten Jahren definitiv gesunken.
    Was für ein kriminelles Pack beim HSV!!!!

    • Julia 23. Juni 2017 um 12:44 Uhr

      –> Wieso ist nicht schon längst Strafanzeige erstattet worden?

      Weil noch nichts passiert ist und sich Vorstand und KPMG natürlich nach allen Seiten abgesichert haben. Solange Kühne die Füsse still hält und bei Bedarf die Kasse auffüllt, wird auch nichts passieren. Kühne ist das Sauerstoffzelt, mit dem der HSV künstlich beatmet wird.

  13. micha 23. Juni 2017 um 12:48 Uhr

    Zu Gisdols Konzept:

    „Konstante seiner Hoffenheimer war stets das intensive Pressing. Gisdol möchte, dass seine Mannschaft den Gegner jagt und hetzt. Seine Hoffenheimer waren stets eine der laufstärksten Mannschaften der Liga. Besonders im Gegenpressing nach Ballverlusten soll die gesamte Mannschaft nach vorne rücken und nicht zurückweichen. (…)
    Aufgrund seiner Vorliebe für ein aggressives Pressing sowie für schnelles Umschalten bevorzugt Gisdol junge Spieler. Geistig und körperlich schnell müssen sie sein.“

    Passt also alles 🙂

  14. Dampf 23. Juni 2017 um 13:09 Uhr

    Vor einem Jahr bin ich das erste mal auf diesen Blog aufmerksam geworden. Etwas erschrocken war ich ob der harten und offenen Worte. Ich zweifelte lange und war sehr skeptisch. Aber je mehr ich gelesen und mit der Realität abgeglichen habe, so mehr haben sich die Zweifel gelegt und inzwischen bin ich über eine Phase der Resignation mit „meinem Verein“ in die Phase „echt sauer“ eingetreten, dieser Blog hat mein ganzes Verhältniss zum HSV zerstört. Und dafür bin ich dankbar 🙂

    Meine Dauerkarte habe ich jetzt nach 10 Jahren nicht mehr verlängert, war auch im letzten 2 Jahre kaum noch im Stadion. Vor 10 Jahren war ich wohl auch mal ein „rosa Hüpfer“ mir war die ganze Politik gleich und ein Bier zu einem Tor hat mich bei Laune gehalten. Das hat sich nunmehr radikal geändert. Ich hab mich seit 2014 immer öfter gefragt was eigentlich los ist. Warum mit regelmäßiger Sicherheit

    A) der HSV weit hinten in der Tabelle zu finden ist
    B) Millionen, die in den Verein gepumpt werden scheinbar nichts bewirken
    C) man einen Trainer/Sportdirektor nach dem nächsten engagieren kann ohne das mal jemand laut fragt was da nicht stimmt

    Mein Fußballsachverstand ist – wenn überhaupt – durchschnittlich und von Dingen die „hinter den Türen“ stattfinden hab ich als Standard Fan auch nie was mitgekriegt. Die gängigen Medien (Google sei dank…….oder auch nicht) schrieben meist zusammenhangslos über einen neuen Spieler/Trainer/Sportdirektor und so blieben meine Fragen ungehört. Aber ein regelmäßiger unvoreingenommer Blick auf diesen Blog war zum Erkenntnisgewinn sehr gut. Ich habe keine Fragen mehr. Die Antworten habe ich inzwischen alle gelesen und sie passen wirklich hervorragend auf die aktuelle Situation.

    Tja und heute stehe ich hier vor den Scherben meiner „Fanschaft“. Ist keine Katastrophe wenn man sich emotional erstmal entfernt hat und auch den Glauben an ein „besseres nächstes Jahr“ ist komplett weg. Völlig befreit schaue ich mir die Entwicklung jetzt aus einem ganz anderen Blickwinkel an und muss bei vielen Dingen inzwischen lachen.

    Das einzige was mich heute noch erschreckt sind die vielen Kommentare in anderen Medien wie zum Bespiel der Mopo. Wenn ich lese was es für Jubelstürme auslößt das Papadopoulos nun für flockige 6,5 Mio bleibt und das die große Mehrheit komplett abfeiert komm ich aus dem Staunen nicht mehr raus und habe sofort das Bild eines rosa Hüpfers (danke auch dafür) in Kopf. Das zeigt wie sehr die meisten vergessen was die letzten Jahre war. MIr fällt sofort der Vergleich eines ehemaligen Kollegen ein: „Die scheißen auf einen Schneeball und verkaufen dir das als Schokoladeneis“

    Insofern möchte ich mich sehr und herzlich bedanken für die Zeit, die dieser Blog bestimmt in Anspruch nimmt. Mir scheint es aber eine der wenigen Quellen zu sein, die sich wirklich lohnen zu lesen.

    Ganz großen Dank

    • Holger 23. Juni 2017 um 14:07 Uhr

      Und wie oft musstest Du Dich in der Zeit innerlich bei Grave entschuldigen?
      Ging mir zumindest oft so. Fast immer, wenn ich (zumindest am Anfang) dachte, jetzt übertreibt er aber oder phantasiert irgend etwas rein, was da nicht ist, wurde ich meistens später durch die Realität eines Besseren belehrt.

      Keine Sorge ich will unseren Blogbetreiber nicht in den Gottstatus erheben, aber ich bin ebenfalls sehr dankbar, dass hier häufig Hintergründe aufgezeigt werden, von denen ich als MoPo, Abendblatt- oder Kickerleser und „normaler“ Fußballfan keinen blassen Schimmer gehabt hätte.

  15. Gravesen 23. Juni 2017 um 14:21 Uhr

    Für alle, die immer noch nicht genug haben….
    .
    Rosa Hüpfer lieber nicht anklicken.
    .
    https://meinsportradio.de/2017/06/19/hsvtalk-saisonplanung-mit-kuehne/

  16. Spörl 23. Juni 2017 um 18:19 Uhr

    Ich hab hier wieder mal Tränen gelacht. Bei jedem Namen lief mir ein kalter Schauer über den Rücken (Ausnahme Choupo der wäre sogar ablösefrei meine ich). Was ist wenn Todt diese Gravesen Liste zwischen Mopo-Transfer-Schnack und Ich-strahl-jetzt-mal-Souveränität-in-einem-Abendblatt-Interview-aus in die Hände bekommt und die Ironie nicht versteht? Wenigstens auf Babel wäre Todt wohl nicht gekommen.

    Gut, dass Todt erstmal damit beschäftigt ist eine Verhandlung unter Geschäftspartnern „auf Augenhöhe“ mit Schmadtke zu führen. Noch besser; dass man dies in Echtzeit der Mopo mitteilt.

    Schmadtke wird beeindruckt sein. Ich empfehle das Schmadtke Interview in der neuen 11 Freunde Ausgabe zu lesen. Es ist kein Wunder, das der HSV genau diesen Mann nicht wollte. Den stellen nämlich nur sehr gute Leute ein.

    Hinsichtlich des Tauziehens um Bobby Wood, wird Köln sich daher durchsetzen, indem sie Gregoritsch für 5 Mios geschenkt bekommen, und dafür im Gegenzug im Wood Poker aussteigen, den sie nur aus verhandlungstaktischen Gründen geführt haben, um Gregoritsch günstig zu schnappen. Man wird in der Bundesliga wieder den Kopf über den HSV schütteln.

  17. Spörl 23. Juni 2017 um 18:41 Uhr

    Fehlanalyse beim HSV?

    Entschuldigung, habe gerade den neusten Mopo Bericht zu Andre Hahn gelesen, daher muss ich hier heute emotional einen weiteren Beitrag liefern.

    Denn wenn ich Todts Begründung für einen Hahn Wechsel höre, verstehe ich die grosse Welt der Fussballanalyse nicht mehr.

    Man müsse stärker über die Mentalität kommen, denn die hätte letztlich den Klassenerhalt gesichert, so Todt sinngemäß.

    Jetzt bin ich völlig am Boden den HSV betreffend. Meines Erachtens eine klare Fehlanalyse. Den HSV rettet seit einigen Jahren immer wieder eine vergleichsweise überragende Mentalität. Warum muss das so sein? Weil der Kader so schlecht ist, dass es wohl kaum an der fussballerischen Qualität liegen kann, dass man noch erste Bundesliga spielt.

    Mentalität hat der HSV. Fussball spielen können sie nicht. Herr Todt bitte bitte überdenken Sie Ihre Analyse. Dazu kann man gerne einmal die Fakten bemühen:

    1. Der HSV erspielte sich letzte Saison 106 Torchancen. Nur Darmstadt hatte weniger. M.E. ein Indiz, dass es an spielerischer Klasse im Mittelfeld fehlt. All das hat nichts mit Mentalität zu tun.

    2. Die Passquote betrug 67,8%. Der schwächste Wert der Liga. Das hat nichts mit fehlender Mentalität zu tun. Der Kader ist schlicht zu schlecht.

    3. Etwa 30% der Tore fallen nach Standards. Der HSV hatte stand März 3 Tore nach ruhendem Ball erzielt. Mainz, Ingolstadt z.B. je 13. Hat nichts mit Mentalität zu tun. Das Wort heisst Qualität.

    4. Vrancic, Gross gaben mehr als 3 Torvorlagen pro Spiel. In dieser Statistik taucht der erste zentrale Mittelfeldspieler des HSV auf Platz 77 auf. Auch keine Mentalitätsfrage.

    5. Wieviel Spiele hat der HSV spät für sich entschieden, Wolfsburg, Hoffenheim, Köln, ich weiss es nicht. Die Mannschaft hat Mentalität. Weil es ohne nicht gegangen wäre.

    Fazit:
    Nein Herr Todt, der Mannschaft fehlt es nicht an Mentalität. Sondern an Qualität. Es ist die Aufgabe des Sportchefs dies herauszufinden und die entsprechenden Verstärkungen zu holen.

    • Gravesen 23. Juni 2017 um 19:06 Uhr

      Für mich ist dieses ganze „Mentalitäts“-Gelaber nichts als heiße Luft. Was soll das überhaupt bedeuten? Dass man sich auf dem Platz wie ein Vollidiot benimmt und mit den Augen rollt? Dass man Gegenspieler bei Bedarf über die Seitenauslinie tritt? Dass man wie ein Spadddel unkoordiniert über den Platz rennt und Gesten an die Zuschauer verteilt?
      .
      Alles Austeden dafür, dass man keine Qualitätsspieler bekommt, wenn man nicht über Gebühr bezahlt. Also haben die übriggebliebenen Graupen „Mentalität“ bis zum Abwinken.

      • Spörl 23. Juni 2017 um 20:42 Uhr

        Genau, das meine ich auch betreffend Mentalität vs. Qualität.

        Zutreffend in der Analyse war ja bereits das der HSV eine Struktur und Stakeholder Krise hat. Nachdem dies hier lange kritisiert wurde, haben dies ja inzwischen auch die Zeitungen unserer Stadt mehr oder weniger so aufgegriffen.

        Nach dem Interview mit Todt zu Andre Hahn ergbit sich für mich aber, dass der HSV ganz klar auch eine Krise in der sportlichen Analyse hat. Dies hatte sich zwar bereits vereinzelt abgezeichnet, wird mir aber in der gesamten Wucht erst nach Todts Analyse zum Bedarf von Andre Hahn vollständig klar.

    • Michael 24. Juni 2017 um 00:26 Uhr

      Treffend.

  18. CH 23. Juni 2017 um 19:33 Uhr

    Leider hat Milan Baros schon seinen letzten Vertrag bei Banik Ostrau unterschrieben…

  19. ausgegliedert 23. Juni 2017 um 21:42 Uhr

    Jaja, der Jens. Das smarteste an ihm dürfte wohl sein gleichnamiges Phone sein.
    Den verzweifelten Versuch, potentielle Führungsspieler zu verpflichten, hat Didi schon mehrfach unternommen. Sollte Gisdol das mitmachen wäre es an der Zeit, die Mannschaft zum Star zu machen.
    Nachdem selbst Wood bzw. Struth eine Vertragsverlängerung nur mit dem Verweis auf sog. Verstärkungen in Verbindung bringen, mag sich jeder den Gehaltsetat zur kommenden Saison selbst ausrechnen.

  20. Gravesen 24. Juni 2017 um 09:33 Uhr

    Man muss sich einfach mal die Fakten anschauen, gänzlich ohne Emotionen. Der HSV hat in den letzten vier Jahren genau dreimal die Lizenz nur deshalb erhalten, weil Kühne durch AG-Anteilskauf die Liquidität für die jeweils nächste Saison gewährleistet hat. Doch anstatt daraus zu lernen und nur soviel Geld auszugeben, wie eben reinkommt, hat man auch im nächsten Jahr wieder über die eigenen Verhältnisse gelebt. Man hat Spieler zu Mondpreisen gekauft und ihnen Mondgehälter bezahlt, obwohl man WUSSTE, dass Spieler wie Olic, Hunt, Müller, Holtby, Kostic und und und nie wieder auch nur im Ansatz diese Transfer-Erlöse würden generieren können oder mit anderen Worten: Das Geld wurde verbrannt. Siehe Cleber, siehe Diaz, siehe Schipplock und und und. Bedeutet: Man hat BEWUSST Geld, welches man nicht hatte bzw. welches man sich leihen musste, vernichtet und mit welchem Resultat? Viermal extremer Abstiegskampf in Serie. Daraus hätte man lernen MÜSSEN, man tut es aber nicht. Stattdessen labert man irgendwas von wegen Sparmaßnahmen und Reduzierung des Spieler-Etats auf € 48 Mio. Wenn man nun Papadopoulos (wieder mit geliehenem Geld) kauft, ihm € 3 Mio. pro Jahr bezahlt und wenn man dann Wood das Gehalt verdoppelt, ist man bereits jetzt wieder weit jenseits der € 50 Mio.-Marke, was bedeutet, dass man in der nächsten Saison wieder mehr Geld ausgibt, als man einnimmt. Die Ladenhüter wird man nicht los, aber man holt noch einen U21-Torhüter und braucht noch m