HSV-Transfers 17/18 – die Todtesliste

Hallo Jens, mein Lieblings-Kinn (ich darf doch Jens sagen, oder) – wie läufts denn so im Home-Office in Potsdam? Alles locker, wo sich deine Vorturner in Hamburg, Mallorca, Köln und Schindeleggi gegenseitig via Medien bekämpft haben und nun doch das am Ende dabei rauskommt, von dem wir alle wussten, dass es rauskommt? Nun denn, Jensi, jetzt gehts Ende Juni dann doch mal auf den Transfermarkt, aber mach dir keine Sorgen, nur weil die anderen Vereine um Lichtjahre weiter sind. In Hamburg hat das Tradition, solltest du eigentlich wissen. Aber jetzt gehts mit Volldampf ab und ich habe noch deine Worte im Ohr:

Mein Ziel ist es, dass wir mittelfristig eine Mannschaft beim HSV mit Spielern zusammenstellen, die nicht mehr ihren letzten, großen Vertrag hier unterschreiben, sondern eher ihren ersten oder zweiten. Wir wollen es schaffen, dass viele Toptalente nach Hamburg kommen – und trotzdem wollen wir uns mit diesen jungen Leuten stabilisieren. Wir wollen nicht mehr permanent mit dem Rücken zur Wand stehen. Smarte Transfers sind das Zauberwort (Interview vom 11.01.17)

Das klang ja spitzenmäßig, Alter, und natürlich folgen nun Taten. Echt, auf einen deutschen U21-Nationaltorhüter zu kommen, das hätte ich nicht geschafft, das war kreativ. € 4 Mio. sind ein echter Schnapper, gut gemacht. Aber jetzt kommen die Problemfälle und da wollten wir von HSV-Arena dir ein wenig unter die Arme greifen, cool oder? Um ganz ehrlich zu sein – wir haben dabei nichts anderes gemacht als du, wir haben bei Transfermarkt.de geguckt, denn ein Scouting haben wir ebenso wenig wie der HSV. Aber das wird schon, Dicker.

Um dir die Arbeit noch weiter zu erleichtern, haben wir die Kracher in verschiedene Kategorien eingeteilt, das nenne ich mal Service. Du musst also nur gucken, welcher Spieler aus welcher Kategorie es sein sollte und dann den Berater anrufen. Bei Bedarf maile ich dir gern auch die jeweilige Telefonnummer, gern geschehen 🙂

Hier nun also der Pool der Transfer-Kandidaten für den HSV 2017/18, nach Kategorien

Kategorie: Rollstuhl

Spieler, deren Krankenakten Bücherregale füllen

Holger Badstuber (28), Nuri Sahin (28), Stefan Kießling (33), Neven Subotic (28), Kyriakos Papadopoulos (25), Daniel Didavi (27), Valentin Stocker (28), Julian Schieber (28), Marco Russ (31)

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Kategorie: “Sie flogen nur einen Sommer”

Spieler, die eine gute Saison hatten und seither davon partizipieren

Andre Schürrle (26), Admir Mehmedi (26), Daniel Caligiuri (28), Franco di Santo (28), Christoph Kramer (26), Andre Hahn (26), Josip Drmic (24), Philipp Wollscheid (28), Fabian Schär (25), Alexander Baumjohann (30), Moritz Leitner (24), Eren Derdiyok (29)

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Kategorie: “Bringt Glanz in die Hütte” oder “Klaus-Michael Kühne gefällt das”

Spieler, die einst einen großen Namen hatten und ein spätes Heim suchen

Rafinha (31), Luiz Gustavo (29), Vieirinha (31), Claudio Pizarro (38), Halil Altintop (34), Bastian Schweinsteiger (32), Nigel de Jong (32), Vincent Kompany (31), Wesley Sneijder (33), Demba Ba (32), Martin Skrtel (32), Robin van Persie (33),

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Kategorie: “Last Exit Brooklyn”

Spieler, die ihren letzten großen Vertrag abschließen wollen

Roberto Hilbert (32), Julian Baumgartlinger (29), Atsuto Ushida (29), Sascha Riether (34), Christian Träsch (28), Jakub „Kuba“ Błaszczykowski (31), Eugen Polanski (31), Adam Szalai (29), Dominik Maroh (30), Fabian Lustenberger (29), Niklas Moisander (31), Theodor Gebre Selassie (31), Philip Bargfrede (28), Georg Niedermeier (31), Maik Frantz (30), Nils Petersen (28), Niko Bungert (30), David Abraham (30), Marcus Feulner (35), Andreas Beck (30)

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Kategorie: “Heim ins Reich”

Spieler, die als junge Spieler schon mal in Hamburg waren

Dennis Aogo (30), Eric Maxim Choupo-Moting (28), Artjoms Rudnevs (29), Alexander Meier (34), Gojko Kacar (30), Tolgay Arslan (26), Rafael van der Vaart (34)

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Kategorie: Gänzlich gescheitert

Spieler, prädestiniert für den HSV

Ashkan Dejagah (30), Ryan Babel (30)

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Hey Jensi, du musst dich nicht bedanken, aber das sind 64 Namen, die sich gewaschen haben, da muss man doch was finden können. Außerdem spart man sich das nervige Recherchieren und Scouten, nicht, dass man am Ende noch bezahlbare Spieler unter 23 in Holland, Portugal, Frankreich, Belgien, Elfenbeinküste oder Dänemark findet, oder? Außerdem will KlauMi Kühne die eh nicht finanzieren, weil man mit solchen Spielern eventuell Gewinn machen könnte und das treibt den Verein halt nicht noch tiefer in die Abhängigkeit.

Also Dicker, greif zu. Der HSV ist ein großer Verein bzw. ein Brett, gehört eigentlich ganz woanders hin und Hamburg ist eine geile Stadt. Was hindert dich noch?

In der Hoffnung, dir geholfen zu haben, verbleibe ich mit einem einfachen “Nur der HVV”,

dein Gravesen

Von | 2017-06-23T07:20:55+02:00 23. Juni 2017|Allgemein|46 Kommentare

46 Comments

  1. Ben 23. Juni 2017 um 08:23 Uhr - Antworten

    Cooler Beitrag,
    Du hast zwei Gruppen vergessen:

    Weltstars:
    Ibrahimovic, Ronaldo

    Karriereende: Spieler die überzeugt werden müssen noch ein Jahr beim HSV dranzuhängen
    Fritz..

    Aber ansonsten könntest Du Dich mit Deiner Liste direkt als Scout bewerten, weil Du verstanden hast, was beim HSV gewünscht und gebraucht wird:-)
    Das ist eine Eigenschaft die heutzutage nicht mehr viele Arbeitnehmer haben.
    Schöne Grüße asu Hamburg

  2. Micha 23. Juni 2017 um 08:39 Uhr - Antworten

    Super Blog! Eine Kategorie fehlt: Spieler, die die Mopo bereits veröffentlicht hat: Papadopoulos, Hahn etc.

  3. Micha 23. Juni 2017 um 08:44 Uhr - Antworten

    eine weitere Kategorie: Portfolio-Spieler, die Struth betreut (Hahn, Wood etc.)

  4. Michael 23. Juni 2017 um 08:45 Uhr - Antworten

    Passt. Wir nehmen die üblichen Beraterhonorare und fahren davon gemeinsam nach Malle. Nach dem obligatorischen Ballermannbesuch schleifen wir Klaumis Hazienda, ihn brauchen wir nicht mehr. WIr sind effektiver.
    Eingepreist und damit für den HSV nicht mehr mit extra Kosten verbunden: der Text für die erste Presseerklärung und Vorstellung des Spielers, Farb-und Stilberatung für seine jeweils amtierende Skandalschickse und ein Rautentattoo nach Wahl für beide an prominenter Stelle. Rautenstickereien im Dickdarm sind jedoch vom Spieler selbst zu bezahlen.
    Damit haben wir die bisherige Beraterleistung und die nicht vorhandene Scoutingtätigkeit mehr als überholt. SO geht das.

  5. Termi73 23. Juni 2017 um 08:58 Uhr - Antworten

    In Deiner Länderliste, wo man potentzielle und talentierte Spieler finden könnte, fehlen meiner Meinung nach noch Japan, China, Südkorea und eventuell Australien und Neuseeland. Würde man von dort Spieler kaufen, könnte der HSV eventuell noch weitere Einnahmequellen, wie zusätzliches Sponsoring und Trikotverkauf in den dortigen Ländern generieren.

    • Gravesen 23. Juni 2017 um 09:02 Uhr - Antworten

      Hör sofort auf, so weit zu denken 🙂

  6. Weltmeister 23. Juni 2017 um 09:08 Uhr - Antworten

    Made die day. Danke. ???

  7. derGast 23. Juni 2017 um 09:08 Uhr - Antworten

    Danke, ich habe Tränen gelacht beim lesen.

    Noch eine Notiz an Pollersbeck: Ich halte viel von Ihm! Er hat Talent, ist ein Rohdiamant. Und – das war sicher der Grund, warum man ihn gekauft hat: Er kennt das Abstiegsgespenst und hat Kaiserslautern fast allein in der 2. Liga gehalten.
    Aber: In HH hat er keinen Ehrmann. Er wird hier beim HSV als teueres Missverständniss in die Bücher eingehen:
    Es fehlt also die Kategorie “Spieler, die in Ihren jetzigen Mannschaften TOP sind, weil Sie eine bestimmte Rolle auskleiden, beim HSV aber scheitern (weil Sie mehr als diese Rolle erfüllen sollen)”. Dazu gehören dann fast alle Transfer vom Januar (EDIT: … ach was rede ich, eigentlich alle Transfers, der letzten Jahre)

  8. Gravesen 23. Juni 2017 um 09:35 Uhr - Antworten

    Ach du dickes Ei, Hofschranze Jacobs ist in einen Eimer mit Wahrheitsserum gefallen…
    .
    http://www.abendblatt.de/meinung/article211004707/Spieler-zum-Sparpreis-gibt-es-nur-ohne-Kuehne.html
    .
    Wollen wir hoffen, dass das nicht zur Gewohnheit wird. Oder gar chronisch…..

    • Holger 23. Juni 2017 um 09:43 Uhr - Antworten

      Vielleicht hat er sich aber auch einfach verklickt und ist aus Versehen auf HSV- Arena gelandet und hat Deine oder Kerberos Beiträge gelesen?

    • Sven 23. Juni 2017 um 09:59 Uhr - Antworten

      “Wer auf einen Flohmarkt geht und beim Versuch eines Schnäppchenkaufs sein gefülltes Portemonnaie zeigt, wird es eben auch schwer haben, den Schnäppchenpreis zu erzielen.” – Kürzer kann man nicht erklären, dass KMK kein Fan oder Gönner, sondern die Hand an der Gurgel des HSV ist. Danke an das HA, das für die Hüpfer ja zitabel sein sollte.

  9. Holger 23. Juni 2017 um 09:37 Uhr - Antworten

    Super Grave! Wenn das Alles nicht so bitter wäre …

    Wer hat Gestern Deutschland- Chile gesehen? Nach Spielschluss gab es eine Szene, die einem die Tränen in die Augen treiben konnte. Diaz und Demirbay standen noch lange am Spielfeldrand und unterhielten sich, um dann die Trikots zu tauschen.

    Da will man einfach nur ein bisschen Länderspiel schauen, und was machen diese Arschlöcher vom TV? Sie müssen minutenlang die Kamera auf diese Beiden im Gespräch richten.

    Selbst bei so einem dämlichen “Testspiel” muss man als HSV- Anhänger am Ende noch ´nen Leberhaken einstecken.

    Das hätte “unser” Mittelfeld sein können!

  10. Leonadomitcabrio 23. Juni 2017 um 11:19 Uhr - Antworten

    Grave, du hast

    Ben Hatira vergessen

  11. Bidriovo 23. Juni 2017 um 12:05 Uhr - Antworten

    Ich finde das Todt-Bashing etwas unfair. Immerhin wurde in den letzten Wochen oft genug herausgestellt, dass Kühne bestimmt, wer kommt und wer geht. Insofern ist Todt lediglich ein Erfüllungsgehilfe, der sich die Chance auf einen 2 – 3 Jahre gut bezahlten Job nicht hat entgehen lassen. Hätte ich übrigens auch nicht gemacht (von vierter Liga in die erste Liga…).
    Und Kühne…der kauft nur, was er aus dem TV kennt, was “Experten” mal für gut befunden haben und das sind die oben aufgeführten Spieler.
    Fragt sich nur, welche Rolle Gisdol in dem Theater mit seinem “Konzept” spielt. Man kann sich kaum vorstellen, dass er der Meinung ist, eine verletzungsanfällige alternde Truppe würde ihn dauerhaft weiterbringen. Andererseits wurde er von KMK bereits als guter Mann geadelt. Insofern können die Vorstellungen der beiden auch nicht soweit auseinander liegen.
    Und die Bezahlung für die Transfers…das regelt sich schon irgendwie. Genauso wie Salzburg und Leipzig ständig Spieler hin- und herschieben und trotzdem beide in der CL spielen dürfen.

    • Gravesen 23. Juni 2017 um 12:12 Uhr - Antworten

      Ganz ehrlich – ich möchte, dass diese Scheiße zumindest hier aufhört. Jeder Satz, der so nicht auf HSV.de erscheinen würde, ist mittlerweile sofort “bashing”.
      Zur Erinnerung:
      Bashing (von engl. bashing „öffentliche Beschimpfung“ bzw. bash „heftiger Schlag“) – Quelle: wiklipedia
      .
      Nein!!!! Nicht jeder semi-kritischer Halbsatz ist eine “öffentliche Beschimpfung” und ein “heftiger Schlag” ist es noch lange nicht. Also bitte in Zukunft nachdenken und nicht mehr so inflationär mit diesem Begriff arbeiten. Danke.

    • Holger 23. Juni 2017 um 12:45 Uhr - Antworten

      Gisdols Position in diesem Spiel lässt sich sehr einfach erklären. Er hat mittlerweile schon einen “Namen” als Trainer. Auf keinen Fall möchte er an einer Sanierung des HSV durch den Aufbau und Entwicklung einer “jungen” Truppe beteiligt sein, denn dieser Weg führt unter Umständen über die 2. Liga. Herr Gisdol möchte nicht als der erste Trainer in die Fußballanalen eingehen mit dem der HSV abgestiegen ist.

      Wollte der HSV sich wirklich unabhängig von Kühne machen, würde es auch unmittelbar bedeuten einen Trainer aus der 2. Reihe einzustellen, der diesen Weg über 3- 5 Jahre bereit ist zu gehen.

      Herr Gisdol denkt nicht an das, was in 5 Jahren mit dem HSV ist. Warum auch? Er braucht kurzfristigen sportlichen (nicht finanziellen) Erfolg. Dieser ist mit 20 Mio. von Kühne einfacher zu erreichen, als ohne.

      Mit etwas Glück führt er den HSV im nächsten Jahr unter die ersten 10. Das macht sich in seiner Vita super und er empfiehlt sich damit als Trainer für andere Vereine. Das der HSV dann als Tabellenneunter Insolvenz anmelden muss, interessiert ihn nur am Rande.

      Für mich ist seine Haltung absolut nachvollziehbar!

      Wollten Bruchhagen, Todt und der AR einen anderen Weg, muss man eben auch einen anderen Trainer suchen!

  12. Ex-HSVer im Herzen 23. Juni 2017 um 12:25 Uhr - Antworten

    Herrlicher Beitrag! Und so ganz ohne Sarkasmus.

    Eine Frage umtreibt mich seit gestern: bei diesen ganzen Bilanz Tricksereien. Wieso ist nicht schon längst Strafanzeige erstattet worden? Wenn man da mal richtig in die Tiefe geht, ist der Bilanz-Betrug und Insolvenzverschleppung doch offensichtlich. Markenwert 41 Mio… lachhaft! Selbst wenn er 2012 so hoch war, ist er durch die Ereignisse in den letzten Jahren definitiv gesunken.
    Was für ein kriminelles Pack beim HSV!!!!

    • Julia 23. Juni 2017 um 12:44 Uhr - Antworten

      –> Wieso ist nicht schon längst Strafanzeige erstattet worden?

      Weil noch nichts passiert ist und sich Vorstand und KPMG natürlich nach allen Seiten abgesichert haben. Solange Kühne die Füsse still hält und bei Bedarf die Kasse auffüllt, wird auch nichts passieren. Kühne ist das Sauerstoffzelt, mit dem der HSV künstlich beatmet wird.

  13. micha 23. Juni 2017 um 12:4