Das Land der dicken dunklen Wolke

Aotearoa, so haben die Maori das Land genannt, welches sie nach wochenlanger Überfahrt am Horizont entdeckten und welches sie als erste besiedelten. Das Land der langen weißen Wolke, Neuseeland. Jedem, der noch nicht das Privileg hatte, dieses unfassbar schöne Land besucht zu haben, lege ich diese Reise wärmstens ans Herz, es gibt nichts Vergleichbares. Ich habe, bis auf den Osten Europas, nahezu alles bereist, was man bereisen kann und ich kann euch mit 100%iger Gewissheit sagen: Nichts geht über Neuseeland. Seit Februar lebe ich in einem ebenfalls unglaublichen schönen Teil der Welt, aber selbst  die meisten Australier, die traditionell extrem stolz auf ihre Heimat sind, meinen, dass Neuseeland unerreicht ist. Also macht euch auf die Socken, nehmt euch Zeit (mindestens 6, besser 8 Wochen) und Geld mit und setzt euch in den Flieger. Ich würde einen Neuseeland-Besuch immer mit einem Aufenthalt in Australien verbinden, die beiden Länder liegen nur 2 1/2 Flugstunden voneinander entfernt, also ungefähr Hamburg – Mallorca. Und wenn man schon hier in der Ecke ist, sollte man sich auf jeden Fall beides geben, denn selbst in 6 Wochen AU/NZL sieht man bestenfalls Bruchteile beider Länder. 

Wenn Neuseeland “das Land der langen weißen Wolke” ist, dann ist der Volkspark “das Land der dicken dunklen Wolke”, denn als eine dunkle Wolke, die über dem Verein schwebt und die alles Positive zu ersticken droht, bezeichnete nicht nur Ex-Mediendirektor Jörn Wolf ein scheinbar nicht zu fassendes Problem des Vereins, sondern neuerdings auch der Ex-Sportchef des KSV, Oliver Kreuzer. In einem Interview meinte er, über dem Verein schwebe eine dunkle Wolke, der Verein sei wahrscheinlich verflucht. Man hätte alles ausprobiert, was ein Fußball-Klub ausprobieren kann und nichts führt zu dauerhaftem Erfolg, im Gegenteil. Kreuzer meinte den Fehler u.a. an der Stadt Hamburg festmachen zu können, denn “die Stadt ist so schön, den Spielern geht es hier viel zu gut”. Ich halte das für ausgemachten Heckmeck, denn dann dürfte auch in Barcelona, London oder Rom erfolgreicher Fußball unmöglich sein, aber dort scheint man das Problem in den Griff bekommen zu haben. 

Nein, das Problem des KSV ist nicht die Stadt Hamburg. Es sind auch nicht die Medien, die das Arbeiten in dieser Stadt so viel schwerer machen als in Freiburg, Köln oder Augsburg (Während ich diesen Blog schreibe, hat der KSV gerade gegen 10 Karlsruher mit 3:0 gewonnen und die gleichen Journalisten-Simulaten, die noch vor dem Spiel einen Abgesang anstimmen, feiern diesen Pflichtsieg gegen ein Team, bei dem es um nichts mehr geht, wie den Einzug ins Finale der Champions League. Warum? Weil sie wissen, dass ihre dünn angerührten Leser genau das zu diesem Zeitpunkt lesen wollen). Das Problem des KSV ist der KSV und nichts anderes. Das Problem sind Strukturen, die einen Erfolg unmöglich machen und sind Personen, die nur und ausschließlich ihre eigene Agenda in den Mittelpunkt stellen. Leider kann man die Strukturen des Vereins nicht ändern, ein Verein, dem seine eigene Geschichte immer im Weg stehen wird. Aber man könnte die Personen austauschen, Problem hierbei ist nur: Sie wachsen nach. Leute wie Tim-Oliver Horn oder Sven Freese sind die Mitglieder des Beirats und des Aufsichtsrats von morgen. Der HSV zieht Gestalten wie diese magisch an und wird sie in diesem Leben nicht mehr los. Das ist die dunkle Wolke, von der Wolf und Kreuzer redeten und die man nicht verschoben bekommt. Es ist kein übernatürlicher Fluch, es ist vielmehr menschliches Versagen und charakterliche Schwäche. 

Es gibt tatsächlich welche, die der Meinung sind, dass sich eines der Probleme in Luft auflösen würden, wenn “Gönner” Kühne das Zeitliche segnet, aber auch das ist eine Illusion. Wenn es Kühne nicht mehr gibt, werden seine Anteile von der Kühne-Stiftung übernommen und wer leitet diese? Karl Gernandt. Der gleiche Gernandt, der bereits zu seiner Zeit als Vorsitzender des Aufsichtsrats den Verein in die zweite Liga durchdeklinierte. Eines hat die Geschichte des KSV doch wohl gezeigt – es geht immer noch ein wenig schlimmer. Wir hatten in Hamburg Sportchefs wie Reinhardt, Todt, Knäbel oder eben den besagten Kreuzer und wir dachten, es könnte nicht mehr übler werden. Heute hat man Kotzteufel Boldt, erfolgloser als alle anderen zusammen, aber doppelt so arrogant. Man hatte Trainer wie Hecking, Wolf, Thioune, Fink etc. und dachte, irgendwann muss doch mal ein Treffer dabeisein. Heute hat man Autisten-Timmi Walter, muss ich weiterschreiben? Dieser Verein zieht, bedingt durch seine Strukturen und seine Selbstoptimierer genau diese Klientel an und es gibt kein Entkommen. 

Dann doch lieber nach Neuseeland 😉

 

Ohne Worte

Von | 2022-04-18T09:21:40+02:00 18. April 2022|Allgemein|11 Kommentare

11 Comments

  1. Maddin 18. April 2022 um 09:38 Uhr - Antworten

    Die dunkle Seite stark ist beim HSV.😁

  2. Hannover1958 18. April 2022 um 09:47 Uhr - Antworten

    Das Interview mit Bass vor dem Spiel bei Sky war auch wieder für den A… Gezielte Fragen nach dem Trainer wurden mit einem Wortschwall umgangen und die Antworten endeten jedesmal beim „Weg“ und das Corona eine große Herausforderung darstellt. Übrigens: Mike Büskens gestern in der PK nach dem Spiel:„ Morgen wird trainiert.“

  3. Stiflersmom 18. April 2022 um 11:50 Uhr - Antworten

    Könnte noch witzig werden. Boldt spricht Walter sein Vertrauen aus, weil er gar keinen anderen Weg mehr gehen kann, ohne selbst zu gehen und Jansen hält sich bedeckt. Das muss diese Harmonie im Verein sein, von der man sich immer erzählt.

  4. Sportjournalist Scholz 18. April 2022 um 12:34 Uhr - Antworten

    jansen können sie nicht entlassen, weiß ja keiner wo der ist.

    Köstlich wie sich Hirnloser mit 149kg blamiert hat und immer noch nicht weiß warum.

    • Demosthenes 18. April 2022 um 13:29 Uhr - Antworten

      Hirnlosen hat halt keine Ahnung, davon aber jede Menge.

  5. Gravesen 18. April 2022 um 19:36 Uhr - Antworten

    Linguistik-Freak und England-Experte Münchhausen hat wieder zugeschlagen.

    Dann bin ich überzeugt, dass es mittel- oder langfristig funktionieren wird“, sagte der 40 Jahre alte Manager, dem viele eine Art „Try-and-error“-Prinzip als Handlungsgrundlage unterstellen.

    Try and Error 😂😂😂😂 Der Trottel ist sowas von dämlich

    • Spahic 18. April 2022 um 23:46 Uhr - Antworten

      Ein echter, ein harter Gratmesser 🙂, was dümmlichen und, trotz copy&paste, fehlerhaften Pseudojournalismus angeht.

  6. Hein Blöd 18. April 2022 um 21:34 Uhr - Antworten

    Try & Error? Muss eine Art von Tipp Kick sein.

  7. Gravesen 18. April 2022 um 21:53 Uhr - Antworten

    Der Insolvenzblog ist mit Blogger und Lesern nichts anderes als Deutschlands Beitrag zum Jahr der geistigen Müllmänner

    • Ex-HSVer im Herzen 18. April 2022 um 22:54 Uhr - Antworten

      Das Jahrzehnt der Simplizissimii oder Simplizissimusse oder wie Scholz schreiben würde: „Simsalabimse“

  8. Gravesen 18. April 2022 um 23:06 Uhr - Antworten

    Ein unterbelichteter und unterdurchschnittlich intelligenter Studienabbrecher, Insolvenz-Verschlepper und käuflicher Journalisten-Simulant schreibt einen 24/7-Bolg 😂, der zu 89% aus kopierten Textbausteinen besteht für eine Leserschaft aus der Behindertenwerkstatt.

    “TschüssVollspack”

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