Der Nebelkerzen-Verein

Es gibt vor Gericht eine Verteidigungsstrategie, alle Anwälte kennen sie. Sie geht so: Zweifel säen, wo immer möglich. Am besten verbreitet man die Zweifel noch in der Öffentlichkeit, vielleicht erreicht das öffentliche Urteil am Ende auch den Gerichtssaal. Litigation-PR nennen das die Kommunikationswissenschaftlerinnen, prozessbegleitende Öffentlichkeitsarbeit. (Zeit.de)

Ich empfehle dringend die Lektüre des verklinkten Artikels, denn er zeigt detailliert auf, wie dieser Drecksverein nicht nur im Fall Vuskovic arbeitet. Exakt so ist man im Fall Daffeh vorgegangen und war damit erfolgreich. Zweifel säen, Druck auf die Entscheider aufbauen, im Fall einer Niederlage weiter verneinen. Dieses unaufrichtige Verhalten ekelt mich genauso an wie der gesamte Lügen-Klub. 

https://www.zeit.de/sport/2023-03/mario-vuskovic-hsv-doping-epo-dfb-sportgericht

Von | 2023-03-17T00:51:55+01:00 17. März 2023|Allgemein|35 Kommentare

35 Comments

  1. Hamuburgmini 16. März 2023 um 22:04 Uhr

    ENDLICH!
    Endlich mal ein ausgewoger Artikel
    Endlich einmal ein Artikel der das Gebaren des HSV hinterfragt und dabei auch das Verfahren der Nada, DFB, Wada nicht unberücksichtigt lässt..

    Leider sind solche Artikel den Primaten zuviel.. Zuviele Details, zuviel Text und ihr geliebter HSV wird kritisiert… Das geht gar nicht.. Hüpf Hüpf…

    • Gravesen 16. März 2023 um 22:20 Uhr

      Und Daffeh hat bekanntlich nicht gegen das Gesetz verstoßen, er hat “nur etwas geschummelt”.

      Und wenn man solch seltenes Sammlerstücke objektiver Berichterstattung veröffentlicht, dann hat es einen viel Kraft und Zeit gekostet, einen anti-KSV-Artikel zu posten.

      Diese Krankheit ist unheilbar

      • Fohlenstall 17. März 2023 um 00:04 Uhr

        DNA Probe will ja erstmal keiner! Man könnte…ist ja noch verwertbares „Restmaterial“übrig geblieben. Wie auch immer, dieses Verfahren wird, mMn, bei der CAS landen! Hilft MV nicht, und dem KSV auf Strecke auch nicht! Morgen wird auch keine endgültige Entscheidung fallen!! „ Geschmäclkle“ hat die ganze Angelegenheit auf jeden Fall!

  2. Scroccer 16. März 2023 um 22:45 Uhr

    Ich verurteile nicht seine Vorgehensweise als solches, wie er sich in Afrika verhalten hat. Ich denke, dass hätten die meisten Menschen so gemacht, ob der wirtschaftlichen Vorteile.

    Ich verachte allerdings die Reaktion und die Vorgehensweise von Jatta und dem Verein, weil ich vermute, dass er dem gegenüber die Wahrheit offenbart hat.

  3. Baltic 16. März 2023 um 22:52 Uhr

    Im Fall von Ja-ffeh hat man noch dazu überaus schamlos die Rassismus-Karte gegenüber der Staatsanwaltschaft gespielt.

  4. Gravesen 17. März 2023 um 00:46 Uhr

    Wäre ich der veranwortliche Richter:

    Bevor wir zur Urteilsverkündung kommen, einige einleitende Worte zum Verfahrensablauf und zum Verfahren selbst, weil dies offenbar noch immer nicht allen bewusst ist. Dadurch, das sowohl A- wie auch B-Probe des Beschuldigen Mario Vuskovic positiv auf EPO gestestet wurden, liegt dem DFB-Gericht entsprechend seiner Statuten ein Beweis der Schuld vor. Die Aufgabe des Beschuldigten respektive seiner Rechtsbeistände ist es nun gewesen, diese Beweise für nichtig zu erklären und ihre Erklärung entsprechend zu beweisen. Nach Ansicht des DFB-Gerichts sind die Beweise der Unschuld aus verschiedenen Gründen, die ich später in der eigentlichen Urteilsbegründung erläutern werde, nicht gegeben. Angesichts des Umstandes, dass es seitens des Beschuldigen kein Geständnis der Tat gab und er ebenfalls nicht nachweisen konnte, dass er von dem Doping nichts wusste und er somit unwissend und unabsichtlich gedopt hat, verurteilt das DFB-Sportgericht den Spieler Mario Vuskovic zu einer Sperre von 3 Jahren, die bisherige Sperre wird dabei angerechnet. Es steht Herrn Vuskovic und seinen Rechtsbeiständen selbstverständlich frei, bei der nächst höheren Instanz Einspruch gegen dieses Urteil einzulegen.

    Lassen sie mich vor der Urteilsbegründung noch ein paar mahnende Worte an den Klub Hamburger Sport Verein und seinen Sportvorsitzenden Jonas Boldt, welcher anwesend ist, richten. Die Art und Weise, wie der Verein als Arbeitgeber besonders in Person des Herrn Boldt im Laufe des Verfahrens versucht hat, durch mediale Arbeit Zweifel an der Schuld des Beklagten zu säen und das gesamte Verfahren, wie auch DFB, NADA und WADA in Verruft zu bringen, wird von diesem Gericht aufs Schärfste verurteilt. Herr Boldt, da sie persönlich anwesend sind: Sollten sich in Zukunft vergleichbare Vorgänge zeigen, werde ich als verantwortlicher Richter des DFB-Gerichts alles in meiner Macht stehende tun, um sie in die Schranken zu verweisen. Sie verstoßen beständig gegen jeglichen Anstand und lassen jegliches Sportmanship vermissen. Das Gleiche gilt im Übrigen für ihren Trainer Tim Walter. Dieser benimmt sich seit geraumer Zeit absolut nicht den Werten des deutschen Fußballs entsprechend und sollte mein Gericht beim nächsten Vergehen in der Verantwortung stehen, werde ich alles mir Mögliche in die Wege leiten, um Herrn Walter nach aller Härte der DFB-Gerichtsbarkeit zu sanktionieren. Ich hoffe, diese Warnungen sind bei ihnen angekommen.

  5. Gravesen 17. März 2023 um 01:00 Uhr

    Wenn selbst die Bots an diesem Verein versagen

    alwasteHSV
    54 Minuten zuvor
    Antworten MeinVerein2021
    Viele Experten bedeutet offenbar auch viele unterschiedliche Meinungen. Wie soll man als Leihe da noch wissen welche Meinung zutreffend ist?

    Genau, als Leihe 😀 😀 😀

    P.S. Polizei ist informiert 😀 😀 😀 Das ist KoksinderNuss seine Denke

    • Fohlenstall 17. März 2023 um 01:33 Uhr

      ….“Muschi-Alarm“…😇😂

    • Demosthenes 17. März 2023 um 07:37 Uhr

      Es erklärt sich, wenn man weiß, dass Katterbach und Montero, Ambrosius, Rohr, Johansson und Meißner die aktuellen Laien sind.

    • jusufi 17. März 2023 um 08:08 Uhr

      Der verdient sein Geld bestimmt als Leiherkastenmann in der Spitaler Straße!

    • Hannes Grundmeyer 17. März 2023 um 08:51 Uhr

      Al waste HSV… Ob er sich mit diesem Namen dem Verein an der Müllverbrennungsanlage mehr verbunden fühlt? Oder meint er sich selbst? Oder den KSV? Was für ein dümmliches Geleihere!

  6. Carsten2 17. März 2023 um 06:13 Uhr

    Wohltuend ausgewogen!!!

    In dem Bericht der Zeit wird ein Mar(k)us Scholz (Uni Leipzig) erwähnt. Hat der Blender noch ein 3tes Standbein?
    😉

    • Gravesen 17. März 2023 um 06:32 Uhr

      Ja, er ist Wettbetrüger und Gutachter für stupidity

  7. Gravesen 17. März 2023 um 08:25 Uhr

    Für alle, die den Artikel aus verschiedenen Gründen nicht lesen können…

    Es gibt vor Gericht eine Verteidigungsstrategie, alle Anwälte kennen sie. Sie geht so: Zweifel säen, wo immer möglich. Am besten verbreitet man die Zweifel noch in der Öffentlichkeit, vielleicht erreicht das öffentliche Urteil am Ende auch den Gerichtssaal. Litigation-PR nennen das die Kommunikationswissenschaftlerinnen, prozessbegleitende Öffentlichkeitsarbeit.

    Sörgel leitet in Nürnberg das Institut für biomedizinische und pharmazeutische Forschung. Er hat sich schon öfter mit Fachkollegen über Dopingfälle gestritten, sein Wort hat Gewicht. Wenn man ihn anruft und noch einmal in Ruhe die Fakten durchgeht, stellt er fest, dass er sich an einigen Stellen revidieren muss. „Jetzt, mit dieser Kenntnis, muss ich sagen: Ich schaue anders auf den Fall“, sagt er. Er meint, viele Sportjournalisten hätten relevante Aspekte dieses Falls nicht an die Öffentlichkeit gebracht.

    Man sprach über einen Kühlschrank, der wohl nicht abgeschlossen war, wie die Verteidigung bemängelte, woraufhin sich der Dopingkontrolleur, der die Probe beaufsichtigt hatte und um dessen Kühlschrank es ging, verteidigte: „Welcher Kühlschrank hat schon ein Schloss?“ Die Probe jedenfalls war versiegelt im Dopinglabor angekommen. Aber war es eventuell zu einer Urinvermengung gekommen, stellte die Verteidigung in den Raum. Im September musste neben Vušković noch ein zweiter Spieler des HSV zum Dopingtest: Xavier Amaechi. Die Verteidigung stellt in den Raum, die Urinproben seien vertauscht worden. Was, mal zu Ende gedacht, bedeutet: Die positive Probe muss von Amaechi sein. Allerdings lässt sich ein Vermischen der Proben sowieso ausschließen, denn dann müssten nach Einschätzung von Experten beide Proben positiv sein.

    Verdunstung zulasten des Angeklagten?
    Vor dem zweiten Verhandlungstag legte die Verteidigung einen Schriftsatz vor, mit Expertisen von vier vom HSV und Vušković beauftragten und bezahlten Gutachtern: Jon Nissen-Meyer von der Universität Oslo, Lorenz Hofbauer (Universitätsklinikum Dresden), David Chen (University of British Columbia, Vancouver), Markus Scholz (Uni Leipzig). Nissen-Meyer und einige seiner Osloer Kollegen zweifelten schon einige positive Dopingproben an. Er ist quasi Experte für Wada-Kritik. In mindestens einem Fall war Nissen-Meyers Kritik so valide, dass eine Sperre aufgehoben wurde. Die früheren Fälle weisen Unterschiede auf zu dem Vušković‘. Aber das Schreiben von Nissen-Meyer und den drei anderen ist wieder ein Angriff auf das Antidopingsystem und besonders auf das Dopinglabor in Kreischa bei Dresden, in dem Vušković‘ Probe analysiert wurde.

    Der Endokrinologe Hofbauer sprach vor dem Sportgericht für alle vier Gutachter und trug die Kritik vor. Er sagte etwa, die Kühlkette könnte unterbrochen gewesen sein, weshalb ein Teil der 90 Milliliter fassenden Probe verdunstet sein könnte. Wenn zwar Flüssigkeit verdunste, das Epo aber bliebe, könnte sich die Menge an körpereigenem Epo erhöht haben, weshalb es nun so wirke, als hätte Vušković mit körperfremdem Epo gedopt. Sven Voss, der Laborleiter aus Kreischa, antwortete: In einem verschlossenen Fläschchen gebe es keine Verdunstung, und – wenn – sei eine Unterbrechung der Kühlkette sogar gut für Vušković, denn erwärme sich die Urinprobe, sei Epo schwerer nachweisbar.

    In einem Punkt liegen die Gutachter weit daneben
    ZEIT ONLINE hat mit mehreren Spezialisten für Epo-Analyse gesprochen, sie alle bestätigen das. Eine Beeinflussung der Probe zum Nachteil Vušković‘ schließen sie aus. Man würde dazu gerne mehr wissen vom Gutachter Lorenz Hofbauer, aber er teilt mit, er könne vor dem dritten Prozesstag am Freitag nichts sagen.

    In einem weiteren Punkt liegen die Gutachter, die ja selbst wissenschaftliche Mängel beanstanden, sogar weit daneben. Für die Analyse habe das Labor 20 statt der maximal zulässigen 15 Milliliter Urin verwendet, kritisieren sie. Das habe möglicherweise das Analyseergebnis verfälscht. Vor Gericht entgegnete Sven Voss: „Wir haben 10 Milliliter verwendet, so wie wir es in Kreischa immer tun.“ Die Laborberichte der A- und der B-Probe liegen ZEIT ONLINE vor, sie bestätigen Voss‘ Aussage. Auch Voss‘ Vorgänger als Laborleiter in Kreischa, Detlef Thieme, sprach vor Gericht. Die 10 Milliliter, erklärten Voss und Thieme, teilten sie noch mal auf in drei Teile. Thieme brachte es auf den Punkt: „Da wurde 3 mit 20 verwechselt.“

    Wie konnten die vier Gutachter des HSV das dermaßen falsch lesen? Mit heftigen Worten zweifeln sie das Analyseergebnis an – und dann so ein peinlicher Fehler. Was sagt das über ihre Expertise?

    „Ich finde die ganze Verteidigungsstrategie fragwürdig“
    Im Dopingfall Mario Vušković geht es lange nicht mehr nur um Mario Vušković. Vor Gericht findet ein Wissenschaftlerstreit statt. Es geht dabei auch um Animositäten. Einige, die nun auf der HSV-Seite sind, sehen in den Dopinglaborleitern keine echten Wissenschaftler. Die Laborleiter in den Gutachtern wiederum keine echten Experten, weil diese wenig bis kaum zu Epo forschen und keine Epo-Analysen durchführen.

    Noch ein Gespräch mit einem weiteren Dopingexperten: Wolfgang Jelkmann leitete an der Universität zu Lübeck das Institut für Physiologie und ist seit einigen Jahren Mitglied im Kontrollausschuss der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada), das sagt er zu Beginn des Gesprächs. Jelkmann sagt auch, er spreche nicht für die Nada, sondern als Privatperson. Und dass er überrascht sei, welche Gutachter die Verteidigung zurate zog. Denn darunter befinde sich kein einziger Experte für Epo. „Ich weiß nicht, ob der Spieler sich etwas gespritzt hat“, sagt Jelkmann. „Aber was an Gegenargumenten vorgebracht wurde, halte ich nicht für plausibel. Ich finde die ganze Verteidigungsstrategie fragwürdig.“ Jelkmann kann sich nur schwer erklären, weshalb ein Fußballer mit Epo dopen sollte. Das bringe zwar natürlich etwas, aber das Risiko, erwischt zu werden, sei sehr hoch. Es gebe andere Methoden zur Leistungssteigerung.

    Hängen bleiben sie trotzdem, erst recht, wenn sie auf großer Bühne vorgetragen werden.

    Anwesend in Frankfurt war zum Beispiel auch Jonas Boldt, der Vorstand des HSV. Er verfolgte beide Prozesstage von den Zuschauerplätzen. Boldt tat am 4. März im Interview mit Sky scheinbar beiläufig seine Meinung zum Dopinglabor in Kreischa kund. Nach dem 3:0 des HSV gegen Nürnberg, bei dem der der Videoschiedsrichter den Hamburgern ein Tor aberkannte, gab er mit nur einem Satz sowohl der Videoschiedsrichterei als auch dem Dopinglabor eine mit: „Ich weiß nicht, ob die da irgendwelche verschwommene Dopingbilder aus Kreischa eingeblendet haben.“

    Auch 2023 hängt noch alles an der Bildinterpretation
    Boldt spielte auf die Analyse des Dopingtests an. Ob ein Epo-Test positiv ist, wird per Bildinterpretation entschieden, nicht über klare Grenzwerte. Ein dunkelschwarzer Bereich weist auf körpereigenes Epo hin, bildet sich darum ein grauer Schleier, spricht das für Doping. Tatsächlich gleichen die Bilder, die in den Laborberichten zu Vušković‘ A- und Probe zu finden sind, den Bildern aus Lehrbüchern.

    Sven Voss sagte vor Gericht – und er betont es auf Nachfrage: Er habe etwa 10.000 Epo-Proben in seinem Leben analysiert, vor Kreischa arbeitete er viele Jahre in einem Labor in Katar. Eine solche, eindeutig positive Probe habe er noch nicht gesehen. Außerdem werde sein Labor regelmäßig von der Wada geprüft, ob es positive von negativen Proben unterscheiden könne. Die Zweitgutachterin aus einem Labor in Oslo kam zu demselben Ergebnis wie das in Kreischa, das, so sagte es Voss vor Gericht und so ist es im Mailverkehr zwischen den Laboren dokumentiert, zur eigenen Sicherheit auch eine Analyse mit der SDS-Methode (ähnlich der Sar-Page) durchführte.

    Die Gutachter des HSV sowie der ehemalige Antidopingforscher Perikles Simon, der sich der Vušković-Seite anschloss und beim zweiten Verhandlungstag einen skurrilen Auftritt hinlegte, sagen, Voss interpretiere die Bilder trotzdem falsch. Selbst können sie allerdings keine Erfahrung in der Epo-Analyse vorweisen.

    „Das ist valide überprüft worden“
    Die Details dieses Verfahrens, des Falls Vušković, sind kompliziert und schwer zu durchdringen. Aber sie sind wichtig.

    Die Verteidigung behauptete zum Beispiel, das Epo von den Kontrollbahnen sei auf die Bahn mit Vušković‘ Probe gekommen, habe sie sozusagen kontaminiert. Dabei sind die beiden Bahnen neben der von Vušković frei, zu sehen ist auf diesen Bahnen: nichts. Die Gutachter sprachen auch von einer Überladung der Vušković-Probe. Es geht um die Menge der Epo-Proteine in der Probe. Die sei besonders hoch, sagten die Gutachter. Die sei besonders niedrig, entgegnete Voss, nämlich 100 Pikogramm. Von einer Überladung spreche man bei 100.000 oder 1.000.000 Pikogramm. „Das ist valide überprüft worden“, sagt nun auch Fritz Sörgel. Da könne man nun nicht mehr viel beanstanden.

    So sah es auch Jean-François Naud, ein Dopingexperte aus Québec. Das Sportgericht hatte Naud beauftragt, ein Gutachten zu erstellen und eine dritte, eine C-Probe mit dem übrigen Urin Vušković zu erstellen. Naud schrieb laut Hamburger Abendblatt das Gutachten und hielt darin fest, seine Kollegen in Kreischa hätten korrekt gearbeitet. Eine C-Probe durchzuführen, lehnte er allerdings ab, die Wada dürfte es ihm untersagt haben, denn mit einer C-Probe wäre ein Präzedenzfall geschaffen. Vielleicht will bald noch jemand eine D-Probe. Dem Gericht hätte eigentlich klar sein müssen, dass die Wada keine C-Probe will.

    Die Verteidigung sah in Naud sowieso nie einen unabhängigen Gutachter, weil er mit Voss in einer Wada-Kommission sitzt. Das stimmt, allerdings gibt es außerhalb der Wada nur wenige Menschen, die eine Epo-Analyse durchführen können.

    Das Gericht hat nun das Problem, dass es eine C-Probe in Auftrag gab, aber keine vorweisen kann. Die Verteidigung reichte vergangene Woche einen neuen Schriftsatz ein, wieder einige Seiten lang. Das Gericht verschob den Termin für die dritte Verhandlung deshalb vom 10. auf den 17. März. Mal sehen, welche Taktik sich die Verteidigung für diesen Tag ausgedacht hat.

  8. atari 17. März 2023 um 08:56 Uhr

    Gibt es heute den Arschtritt für alle zuvor verurteilten Doping Sünder oder einen weiteren Aufschub? Das es zu einem Urteil kommt kann ich irgendwie noch nicht glauben.

  9. Hsvhaha 17. März 2023 um 11:08 Uhr

    Erstaunlich, dass es noch seriösen Journalismus gibt. Was machen die Lemminge daraus? Anti- HSV Artikel. Habe ich tatsächlich gelesen. Das macht mich fassungslos.

  10. Tino 17. März 2023 um 13:15 Uhr

    Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass der gemeine HSV-Fan Die Zeit liest? Ich fürchte, das Kapitel wird heute nicht enden…

  11. Boxer 17. März 2023 um 13:45 Uhr

    Toller Artikel, vielen Dank dafür. Schön das es so etwas noch gibt, schade nur das man in der hiesigen Presse davon nichts liest.

    Auf dieser Grundlage hat man zumindest eine gute Chance sich seine eigene Meinung zu dem ganzen Thema zu bilden.

  12. Demosthenes 17. März 2023 um 14:58 Uhr

    Meine Prediction: Heute DFB Nichtverurteilung wegen Verfahrensfehlern bei Testabgabe. Einkalkuliert ist vom DFB aber die Revision der NADA, die dann direkt vor den CAS geht. Dort wird Dopovic 4 Jahre gesperrt. Der DFB ist fein raus, weil er nicht klar Stellung beziehen muss und keinen Präzedenzfall schafft. Was ein Scheissspiel. Positiv ist: Der HSV hat auch kein Opfernarrativ gegenüber dem DFB.

    • Demosthenes 17. März 2023 um 15:09 Uhr

      Dieser Verein ist sich für keine Kloake zu schade.

      Boldts Sky-Statement der unscharfen Kreischa-Bilder war schon denkwürdig unterirdisch, aber dann gab’s ja noch dieses:
      – Einen Lügendetektortest von Dopovic 😂 (vor Gericht leider nicht zulässig).
      – Den E