Seit dem 21.08.2019 treibt dieser Mann nun schon sein Unwesen im Volkspark. Zuerst als „Chefscout“ (bis zum 13.03.2023) und weil er in dieser Funktion so überaus erfolgreich gearbeitet hatte, wurde er von seinem Förderer und Chef-Intiganten Judas Boldt zum „Direktor Profifußball“ befördert. Nun ist das in allererste Linie nichts Besonderes, denn bekanntlich sind in St. Ellingen mehr Direktoren beschäftigt als Platzanweiser, aber dieser Mann war vorher hauptverantwortlich für das Finden von kompatiblen Spielern und ist nun verantwortlich  für die Kaderzusammenstellung, ein Vorhaben, welches unter Berücksichtgung der bekannten Parameter als desaströs zu bezeichnen ist. 

Kinsombi, Amaechi, Ewerton, Letschert, Schaub, Gyamerah, Dudziak, Harnik, Fein, Gjasula, Leistner, Ulreich, Johansson, Schönlauch, Meffort, Boyle, Chakvetadze, Kaufmann, Nemeth, Montero, Katterbach, Mikelbrencis, Pherai, Ramos, Öztunali, Okugawa, Poreba, Rössler-Lilifee, Suomoringer, Hefti, Tahiti, Richter, Perrin, Mabuse, die Liste der Transferkatastrophen ist endlos und all diese Spieler sind am Ende des Tages auf Costa Cordalis‘ Mist gewachsen. Wie kann man nun ernsthaft erwarten, dass man das Geschäft eine Klasse höher besser beherrscht, in einer Liga, wo man eben nicht mehr zu den Top 3 gehört, wo es keine Top-Talente oder etablierte Spieler mit Anspruch zum Verein zieht, wo man nicht mehr mit Top-Gehältern locken kann. Wenn man noch nicht einmal aus der Position der Stärke eine passablen Job machen kann, wie soll man ihn dann machen können, wenn für einen nur noch das abfällt, was die Anderen nicht haben wollen?

Aber, hey, das interessiert doch an der Müllverbrennungsanlage nicht, denn hier gönnt man sich erstmal eine entspannte dreitägige „Arbeitstagung“ auf Malle, sowas kann man nämlich nicht im heimischen Volkspark machen. Absolut unfassbar, dass Leute, die hochbezahlt nichts anderes tun als sich mit einer professionellen Fußballmannschaft zu beschätigen, einige Wochen nach Saisonende auf die glorreiche Idee kommen und sich überlegen, was man denn wohl so brauchen würde. Jeder andere Verein abeitet das ganze Jahr an solchen Planungen, ein Verein, der nicht sicher sein kann, in welcher Liga er in der nächsten Saison spielen wird, hat verdammt nochmal zweigleisig zu fahren. Plan A: So planen wir bei Klassenerhalt Plan B: So verfahren wir im Fall eines Aufstiegs/Abstiegs. Dazu gehört die finale Entscheidung, wer der Übungsleiter sein wird, welche Art Fußball notwendig sein wird, um in der nächsten Spielzeit die Ziele zu erreichen etc. 

Alter, es kann doch nicht sein, dass die sich 11 1/2 Monate lang die Eier schaukeln, dann vom Aufstieg überrumpelt werden und dann nach Mallorca fliegen, um sich zu überlegen: „Okay, und was machen wir jetzt?“. Was ist das eigentlich für ein kranker Haufen von Amateuren.