Zum Einstieg eine Frage: Kann sich jemand an einen Profi erinnern (außer dem besoffenen Herrn Neuhaus), der öffentlich erklärte, sein neuer Verein hätte für ihn x Millionen bezahlt und er würde ab dem 01.07. x Millionen an Fixgehalt abstauben? Kennt irgendjemand einen Verein, der den Medien mitgeteilt hat, was er tatsächlich für den neuen Goalgetter bezahlt hat? Ich nicht, ich lese all die Phantasiesummen immer nur in den einschlägigen Schmiermedien, in Blogs voller Vollpfosten oder in irgendwelchen Foren, in denen Spackos mit zuviel Tagesfreizeit ihr Unwesen treiben. Als Basis für diese Summen dient nicht selten das Portal Transfermarkt.de, doch wie kommen die dort öffentlich verkündeten Preise eigentlich zustande? 

Transfermarkt.de ermittelt Marktwerte von Fußballspielern nicht durch einen Algorithmus, sondern durch ein System der Schwarmintelligenz, das auf der Expertise und den Diskussionen der Community basiert. Diese Einschätzungen werden dann von der Transfermarkt-Geschäftsführung geprüft und veröffentlicht. 

Wer jetzt nicht lacht, hat einfach keinen Humor, denn allein zwei Begriffe tauchen in dieser Definition auf, die im Zusammenhang mit Fußballfans zu 1888% fehl am Platze sind: Schwarmintelligenz und Expertise. Nicht vergessen, diese „Schwarmintelligenz“ setzt sich aus irgendwelchen Vollpfosten zusammen, die deutlich zuviel Zeit vor dem Rechner verbringen und die absolut keine Ahnung haben, wovon sie da eigentlich reden/schreiben. Man muss sich das wohl folgendermaßen vorstellen: In einem TM-Forum „unterhalten“ sich Spaddel52, HühnerfickerHH und AlwasteArschloch über den KSV-Superstar Reis. Spaddel52, bekennender Reis-Fanatiker, findet, dass der Mann nicht unter € 10 Mio. weggehen sollte, HühnerfickerHH verweist auf die Verletzungshistorie und schätzt ihn eher auf € 3,5 Mio. Die „Transfermarkt-Geschäftsführung“ prüft 😀 😀 dann die Expertendiskussion, entscheidet sich bei Reis für € 7 Mio. und veröffentlicht diese. Was passiert als Nächstes? Die Schmierlappen aus der Abteilung Hofbericht lesen dies natürlich auch und beziffern den Deal mit „mindestens“ € 7 Mio. plus Boni, weil es sich einfach besser anhört. 

 

 

Fakt ist: Nicht einer von allen den Idioten kennt den wahren Preis, aber jetzt setzt sich der Kreislauf fort, denn die Vögel aus den TM-Foren lesen natürlich, was das Kampagnenblatt veröffentlicht.  Es geht sogar soweit, dass ein Medium und ich erinnere: „Über die Vertragslaufzeit machte der Club keine Angaben. Doch noch am selben Tag schien das Geheimnis gelüftet, als medial über einen neuen Zweijahreskontrakt bis 2025 berichtet wurde. Diese Angaben wurden auch von anderen Medien weitgehend übernommen. Auch das bei Vertragsdaten für gewöhnlich sehr gut unterrichtete Portal „Transfermarkt“ listet auf, dass Costas Arbeitspapier bis zum 30. Juni 2025 datiert ist. (Kampagnenblatt) „ ganz bewusst die Summe für einen ihrer „Klienten“ hochschreibt, damit die Nerds in den TM-Foren die Schraube immer höherdrehen. Das für gewöhnlich sehr gut unterrichtete Portal „Transfermarkt“ ist weniger als Null gut unterrichtet, denn die Laufzeiten und Markwerte schreiben die Heinis in den Foren bei genau den Hofberichterstattern ab, die anschließend diesen Quatsch als Quelle angeben. Im Grunde kann man sagen, dass die eine Quelle von der anderen Quelle abschreibt und die Schmierlappen der Schmutzpostillen jederzeit in der Lage sind, die auf dem Portal veröffentlichten Summen zu beeinflussen, weil HühnerfickerHH und AlwasteArschloch nur die Hofberichterstatter als Quelle zur Verfügung haben. 

Anderes Beispiel, gleiches Prinzip

Der HSV verpflichtet Philippe – und will noch sieben Neue (Speckschorle Münchhausen)

Woher hat der feiste Insolvenzblogger diese „Information“? Aus dem Kampagnenblatt und der BILD und wenn’s schlecht läuft, nennen genau diese Lutscher ihn übermorgen als Quelle. Die Trottel bei Transfermarkt.de lesen den Bullshit, feiern soviel Aktionismus und verkünden freudestrahlend, dass ihr Verein auf dem besten Weg Richtung Europa ist. Es ist so jämmerlich lächerlich, genau wie dieses Twitter-Opfer „17Yanik“. Irgendso ein pickliger Vogel, der den ganzen Tag das Internet nach „positiven“ Meldungen zum KSV durchforstet und diese als Wahrheiten verkündet. Und genau solche Schwachmaten werden dann als „Transferexperten“ verkauft, die grundsätzlich „dicht am Verein“ sind. Das gleiche Prinzip wirkt übrigens bei den Abgängen. Zur Zeit versucht der KSV allein 6 zurückkehrende Leihspieler sowie mindestens 50% der von Cunts als bundesligauntauglichen titulierten Bückware loszuwerden. Die Frage ist eigentlich ganz einfach: Warum sollte ich als Verein eine Ablöse für einen Spieler bezahlen, von dem der abgebende Verein erklärt, er wolle ihn nicht mehr haben? Nicht einer der Stolperjochen wird auch nur einen Cent einbringen, im Gegenteil, es werden (wieder einmal) Abfindungen fällig. Aber das schreibt keiner und wenn, dann ein paar Monate später, wenn’s keine mehr kratzt.