Kommentar

Bei aller Liebe, aber es ist so jämmerlich, so erbärmlich scheinheilig, was dort (mal wieder) im Volkspark abläuft. Da labern sie jahrelang die bewerte Sekten-Formel von Nachwuchs, Ausbildung, Systematik, Nachhaltigkeit und Demut und kaum, dass die Loveparade gelaufen und der Mottowagen abgefackelt ist, kaufen und leihen sie in St. Ellingen alles, was bei drei nicht auf dem Baum ist. Da ist nichts mehr mit Ergänzung, das ist nichts anderes als der Komplett-Austausch einer Mannschaft unter der Federführung eines debilen Trainer-Novizen. Was ist denn aus den „Aufstiegshelden“ vom Rathausbalkon geworden? Reis? Konnte weg. Silke? Konnte weg und wird durch ein sündhaft teures Auslaufmodell aus dem Hause Red Bull ersetzt. Schönlauch? Kann weg. Feuer Hernandes? Könnte weg. Daffeh? Lieber heute als morgen. Meffort? Kann eigentlich auch weg. FairEi? Könnte sofort weg, wenn ihn jemand wollte. Die Liste könnte man endlos weiterschreiben, im Grunde kann bis auf Elfadli und Dompteur alles raus, was den Aufstieg erstolpert hat. Und die Hohlhüpfer aus der Liebessekte? Die feiern, weil sie im Grunde zu gar nichts anderem mehr in der Lage sind. Gibt es irgendjemanden, der Zweifel an Cunts‘ Radikalkur anmeldet?

Mitnichten, von der Abteilung Hofbericht kann man ohnehin nichts anderes mehr erwarten. Sowohl „Fans“ wie auch Medien im KSV-Umfeld kommen mir vor wie Profi-Heuchler, die den ganzen Tag vegan quatschen, aber jeden zweiten Tag bei McDonalds hocken. Dabei wäre es doch so leicht, einfach mal das Resthirn einzuschalten und sich der Vergangenheit zu erinnern. Den Erfolg kaufen zu wollen hat im Volkspark noch nie geklappt, nach den 80ern war man zeitweilig zumindest teilerfolgreich, als man auf junge Nachwuchsspieler wie van der Verrat, Boulahrouz, Kompany, van Buyten, de Jong etc. gesetzt hat, aber nicht, als man Spieler wie Zidan, Sanogo oder Sorin um jeden Preis kaufen musste, um zu beweisen, dass man es kann. Und: Mit welchen Spielern hat man anschließend ein Geschäft machen können? Mit de Jong, Boateng und Co. oder mit den etablierten Spielern, die in Hamburg nur Geld abgreifen, aber nicht den nächsten Schritt machen wollte. Wie immer, und das ist das Erschütternde, ersetzt man an der Müllverbrennungsanlage die Idee, den Plan etc. durch die finanzielle Brechstange. 

Mit ein wenig Glück ist ein dauergrinsender Trainerlehrling wie Anzeigenhauptmeister Doofy Gilmore mit dieser zusammengekauften und zusammengewürfelten Truppe so überfordert, dass man direkt wieder absteigt und dann hat man in der zweiten Liga ein Team von massiv überbezahlten Söldnern, die man sich nicht leisten kann. 2018 reloaded. 

P.S. Mongo-Tom ist ein Schwachkopf. Aber ich habe eine durchaus ernstgemeinte Frage: Was habe ich als interessierter Fan, als Fußballanhänger eigentlich vom „Trainingsbericht“ eines ganz offensichtlichen Fanboys, der noch nie ein Training einer Profimannschaft gesehen hat, der keinerlei Vergleichsmöglichkeiten hat, der anders ausgedrückt nicht einmal ansatzweise eine Ahnung hat, was er dort sieht? Außer Mumpitz wie „Spieler X hat mir heute gut gefallen“. Die Antwort ist: Diese sogenannten Trainingsberichte sind wertlos. Dann schreib lieber über Himbeermarmelade, Mongo.

Denn durch unnötiges Extra-Training Verletzungen zu riskieren, ist nie gut. Vor allem aber nicht in der Vorbereitung, denn da verpasst der verletzte Spieler viel mehr als mitten in der Saison.

Bittte, schreibt mir eure Kommentare doch endlich in Form eines Laugenbrötchens. 

P.P.S. Wer bis hierhin immer noch nicht genug gekotzt bzw. gelacht hat, dem sei das neue Ausweichtrikot empfohlen. Offensichtlich reichte dem Sektenverein der Clownslappen und das ostfriesische Nationaltrikot (weiße Raute auf weißem Grund) noch nicht, nun hat man mit „Bonbons im Glas bei Nacht“ nachgelegt. Das Ding mit Daffeh-Beflockung und man sollte am nächsten Baum aufgeknüpft werden.

ENDE