Es bleibt dabei, dieser „Verein“ und sein gesamtes Umfeld ist und bleibt eine einzige große Freakshow, die nur deshalb noch nicht krachend in sich zusammengestürzt ist wie ein marodes Zirkuszelt, weil die Abteilung Hofbericht und allen voran das Kampagnenblatt ihre schützende Hand über den Mumpitz hält. Würden die Schmierlappen die Situation so beschreiben, wie sie ist, würden sie die Transfers als das kennzeichnen, was sie sind, in Hamburg würde sich der schwarze Trauerlappen mit den neongelben Streifen noch besser verkaufen. Aber – das Kampagnenblatt liefert zuverlässig und die Hüpfer fressen den Propaganda-Dreck wie ausgehungerte Trüffelschweine. 

HSV will Verteidiger Warmed Omari

Der Nationalspieler des afrikanischen Inselstaats Komoren hat in Rennes keine Zukunft mehr und kam deshalb für deutlich weniger Geld auf den Markt als die anderen Kandidaten. Hinter dem 25-Jährigen liegt eine schwierige Saison beim französischen Topclub Olympique Lyon, an den Omari zuletzt verliehen war. In der Liga kam er nur zu einem Kurzeinsatz über sieben Minuten. (Kampagnenblatt)

Ein normaler Journalist würde jetzt schreiben: Sorry, aber was soll der Bullshit? Der Nationalspieler der Komoren 😀 😀 😀 hat in der abgelaufenen Saison 7 Minuten!!! gespielt, was will man mit dem? Das Kampagnenblatt schweigt. 

Sollte man sich jedoch erneut nicht einigen können, und der HSV ein weiteres Angebot im ähnlichen finanziellen Rahmen bekommen, dürften die Hamburger weiterhin bereit sein, Königsdörffer zu verkaufen. Königsdörffer wird die nächsten Tage wohl erst mal nutzen, um den Schock zu verdauen. Eine Extraeinheit mit Favé kann dabei bestimmt eine gern genommene Ablenkung sein. (Kampagnenblatt)

Wie jetzt? Sie sind unfassbar froh, dass der Wechsel geplatzt ist und freuen sich wie eine Kohorte Schnitzel, dass er wieder dabei ist, aber sie würden ihn doch gern verkaufen? Und natürlich, sobald Lucien Favè Ramschfisch Knorpeltiger zweimal um Trainingsplatz 3 gescheucht hat, ist all der Kummer verflogen, die Millionen, die er in Nizza hätte kassieren können, spielen keine Rolle mehr und die rote Flagge, die über seinem Namen hängt und alle zukünftigen Interessenten abschrecken wird, ist nicht mehr existent. Wie schön muss einen KSV-Welt sein, in der es nur Gewinner gibt.

Es ist offiziell: Der HSV ist als erster Club in der Geschichte der Bundesliga bereits drei Wochen vor Saisonstart abgestiegen. Darauf haben sich zumindest die meisten der über 400 Personen (oder Chat-Bots), die den HSV-Beitrag zur 1:5-Niederlage in Freiburg auf Instagram kommentiert haben, geeinigt. (Kampagnenblatt)

Absolut. Jemand, der nicht bei jedem Volksparkfurz automatisch zu hüpfen beginnt, muss zwingen ein Chat-bot sein. Oder einer australischen Troll-Fabrik entspringen. Oder AfD-Wähler sein, das geht ja gar nicht anders. FAKE NEWS. Das Kampagnenblatt als Karolin Leavitt der KSV-Sportpresse, ich würde ja, wäre ich J. Edgar Huwer, ab sofort rote Basecaps mit der Aufschrift „Make KSV great again“ in Auftrag geben, in China soll man so etwas günstig produzieren lassen können. 

Allerdings ist der französische Europa-League-Teilnehmer genauso wenig ein Gradmesser wie der ebenfalls im zweithöchsten europäischen Wettbewerb spielende SC Freiburg. (Kampagnenblatt)

Wollen wir gar nicht erst mit dem Weltklasse-Team von Sturm Graz oder dem Champions League-Sieger aus Kopenhagen anfangen, gegen diese mit absoluten Superstars gespickten Mannschaften hat der junge KSV extrem gut ausgesehen.

Was den Fans stattdessen Mut machen sollte: Nur eine Woche nach dem Lyon-Spiel zeigte sich der HSV defensiv schon deutlich verbessert – und diese Zeilen schreibt jemand, der das Spiel wirklich gesehen hat. Die Abstimmung zwischen Keeper Peretz und seinen Vorderleuten, allen voran Daniel Elfadli, Guilherme Ramos und Jordan Torunarigha klappte 70 Minuten lang nahezu reibungslos, im Mittelfeld bewies Jonas Meffert, der die Kapitänsbinde trug, Übersicht und sortierte seine Nebenleute. Und vorne deutete Dompé-Vertreter Alexander Rössing-Lelesiit an, warum er als „Supertalent“ (Polzin) gehandelt wird. (Kampagnenblatt)

Tja, aber was nützt es, wenn man bei dem Spiel anwesend war, aber 1. der Blindenhund durchgehend gewinselt hat und 2. man auf gar keinen Fall die Wahrheit schreiben darf, sondern den Lesern das Märchen von tollen Verein VERKAUFEN muss und will.

Dennoch: Die Entscheidung, gegen starke Gegner zu testen, um in der Vorbereitung Woche für Woche die Schwachstellen aufgezeigt zu bekommen, war richtig. Denn genau dafür ist die Sommerpause da. Die Ergebnisse sind dabei zweitrangig, was zählt, ist die Art und Weise. Und die hat in Freiburg in vielen Phasen gepasst. (Kampagnenblatt)

Das stimmt, besonders für die Psyche und die Moral ist es essentiell, wenn man sich eine Klatsche nach der nächsten holt und in über 5 Stunden gerade einmal 2 Tore (jeweils per Elfmeter) erzielt, sich aber 12 Dinger einfängt. Das stählt und bereitet auf den harten Bundesliga-Altag vor. Ich frage mich ja immer wieder, wie man sich als Journalisten-Simulant fühlen muss, wenn man sich zur bezahlten Crack-Nutte eines lächerlichen Klubs macht, aber diese Lutscher in der Redaktion des Kampagnenblatts würden auch eine logische Erklärung und etwas Positives erkennen, wenn Costa Cordalis eine glühende Kippe vergessen und die tropfende Volksparkruine abfackeln würde. Endlich ist sie da, die Chance auf eine neue Arena. 

Einfach nur lächerlich