Wer erinnert sich noch? Es ist einige Monde her, da wurde dem FC Bayern München das wenig schmeichelhafte Etikett des „FC Hollywood“ verpasst, bei den Münchnern war immer etwas los, besonders lustig für den Boulevard natürlich. Problem: Obwohl die Bayern für reichlich Schlagzeilen außerhalb des Platzes sorgten, gewannen sie trotzdem so gut wie alles. Nun, in St. Ellingen reicht es für Hollywood nicht ganz, aber den Titel „FC Babelsberg“ hat der Verein von der Müllverbrennungsanlage sowas von sicher. Denn im Volkspark geht es seit so vielen Jahren um absolut alles, nur nicht um Fußball, Aufstiege, Siege, Pokale oder gar Titel.

Es geht um Pyro, verbrannte Polizeiuniformen und saftige Strafen. Es geht um angebliche Nachhaltigkeit, Frauenquote und vollgekackte Fernzüge. Es geht um Identitätsbetrüger, Dopingsünder und Rallyeweltmeister. Es geht um verschwundene Rucksäcke, Liebe und Pflaumenkuchen. Es geht um Dokumentationen, Loveparade und Rathausbalkone. Es geht um Trikotfarben, Finanzen und Mobbing-Aktionen. Es geht um Hofberichterstattung, gekaufte Journalisten-Simulanten und Fanboys. Es geht um Prügelattacken gegen eigene Fans, sowie Frauen und Rentner. Es geht um Abgreifer, Abzocker und Selbstoptimierer. Es geht um Euphorie, Peinlichkeit und Realitätsverlust. Es geht um Geschichten, nicht um Ergebnisse. Es geht um Illusion, nicht um Realität und es geht um Märchen statt um Wahrheiten. Es geht um Beiräte, Ehrenräte und gefakte Wahlen. Es geht um die Show, nicht um den Sport. Es geht um die Verbreitung von Hoffnung und nicht um strategisches Arbeiten. Es geht um Kickbacks und nicht um sinnvolle Transfers, es geht um Namen, nicht um Leistung. Es geht um umgetretene Kleinkinder, nicht um Aufrichtigkeit. Es geht um eine große Fresse und Arroganz, nicht um echte Größe. Es geht um eine Sekte, nicht um einen Verein, es geht um Feinde, nicht um Gegner. Es geht darum, sich selbst über andere zu erheben und nicht, um einem sportlichen Gegner mit Respekt zu begegnen. Es geht um Tradition ohne Tradition, es geht um einen großen Verein ohne jegliche Größe. Es geht um verbreitete Gerüchte, nicht um Beweise und Gerichtsurteile. Es geht um Verkäufe, nicht um Inhalte. Es geht um Kühne, AG und Bilanzbetrug, aber nicht um hanseatisches Kaufmannstum. Es geht um Doppelmoral, Geheuchel und Scheinheiligkeit und nicht um Aufrichtigkeit. Es geht darum, dass ein Sieg im Stadtderby wichtiger ist als der Klassenerhalt. Es geht um den Kauf von Invaliden-Rentnern mit Namen, nicht um Nachwuchsförderung. Es geht um SA-Verhalten und Faschismus, nicht um Haltung. Es geht um feige und rückgratlose Vorstände, nicht um Entscheider, die zu ihren Worten stehen. Es geht um vorbestrafte Gewalttäter im Präsidium, nicht um Visionen. Es geht um das Bild, nicht um den Fußball. 

 

Deutlich steiler ist die These von Ex-Profi Timo Gebhart. Er geht all-in: „Der HSV spielt nächste Saison in der Champions League!“ Keine Rechenschieber-These, sondern Bauchgefühl! (BILD)