Wenn man über den KSV und seinen Atom-Kaderplaner Klaus Kroster eines sagen kann, dann, dass er einen ganz genauen Plan hatte. Nicht. Denn betrachtet man die abgelaufene Transferperiode plus die des letzten Winters, so kann man nur zu einem Schluss kommen: Man hatte weniger als nichts geplant. Man gab als Zweitligist im Winter € 6,5 Mio. für zwei milchgesichtige Wundertüten aus, die eine Tüte ist offenbar ein Verteidigungs-Blindfisch ohne Perspektive und die andere Tüte hat den Körper eines 14-Jährigen und sollte lieber noch ein paar Jahre auf die B-Jugend-Weide. Doch warum hat man diesen Höllenstunt durchgezogen? Wie üblich, weil man zeigen wollte, dass man es auch kann. Wenn etablierte Vereine für Kinder aus England und Frankreich Mondsummen ausgeben und eine Wette auf deren Zukunft eingehen, dann kann der große KSV das schon lange. Oder eben zu spät. Dann holt man mit Turnbeutelringer den neuen Abwehrchef, aber schnell kristalisiert sich heraus, dass der vielleicht eber der Abwehrchef der Regionalliga-Truppe sein sollte. Desweiteren kauft man für knapp € 5 Mio. zwei defensive Knochenbrecher, um nach 2 Ligaspielen zu erkennen, dass mindestens einer davon überflüssig ist. Vorn verhandelt man monatelang mit David Silke, um sich dann von Red Bull ein malades Auslaufmodell andrehen zu lassen, dass auch noch doppelt soviel kostet, aber selten spielen kann. Und wollen wir wirklich nochmal über das Nizza-Abenteuer von Ramschfisch Knorpeltiger sprechen?
Man könnte diese Liste des Graues noch wochenlang weiterschreiben, aber heute wollen wir mal in die Zukunft schauen. Was bleibt nach der aktuellen Saison eigentlich noch, wenn man den harten Gang zurück in die Liga der Maltafüße antreten muss? Los gehts.
Leihspieler, die nach der Saison wieder weg sind
Peretz, Glubschaugenwilli, Omari, Vuskovic, Vieira
Spieler, die aktuell verliehen sind, die sogar für die 2. Liga untauglich sind
Suhonen, Agyekum
Spieler, deren Verträge 2026 auslaufen
Feuer Hernandes, Ramos, Mikelbrencis, Meffort, Ramschfisch Knorpeltiger
Der Kader für die Zweitliga-Saison 2026/27 sehe also wie folgt aus:
Tor: Hermann, Dickes
Abwehr: Turnbeutelringer (mit Bundesliga-Vertrag), Elfadli, Sumoringer, Muheim, Knatterbach, Hefti
Mittelfeld: Bambi Lumumba (mit Premier League-Gehalt), Capaldo (mit Bundesliga-Vertrag), Romburg (mit Bundesliga-Vertrag), FairEi
Sturm: Dompteur, Rössler-Lilifee, Foulsen (mit Bundesliga-Vertrag), Baldè (untauglich), Daffeh ( 😀 ), Phillipe (mit Bundesliga-Vertrag), Glatzel/Mützel, Tahiti
Aus 30 mach 19. 19 Spieler, bei denen einige (Glatzel, Dompteur, Foulsen) jenseits der 30 sind, 6 Spieler mit Bundesliga-Verträgen, die man sich in der zweiten Liga nicht leisten kann, die man aber auch nicht verkauft bekommt. Hinzu kommt der Abstiegs-Blues und keine gewachsene Mannschaftshierarchie. Ach ja, die Zusatzeinnahmen in der Bundesliga durch höhere TV-Gelder gehen für die Gehälter der „Arsenal-Stars“ drauf. Die können planen im Volkspark…
Ach ja, ich habe (also ich selbst nicht) da noch so ein KSV-Youtube-Opfer gefunden, die schießen aus dem Boden wie die Knollenblätterpilze. Aber spannender als das, was der graue Vogel da von sich gibt, ist die Tendenz, denn die Stimmung scheint gewaltig zu kippen. Eine echte Mamutaufgabe für die Abteilung Hofbericht
Zum Video – Der Sievi ist aber alt geworden?
Bis zum Punkt: „Ich liebe diesen Trainer.“ konnte man ja noch mitgehen. Da habe ich abgeschaltet. 🫣
Und ich liebe doch alle, alle Menschen, also erst recht den süß guckenden Zauberlehrling. Und wenn dann in zwei Wochen die Saison losgeht, wird durchgestartet!
Der Kommentar unter dem Video von thorstenkootz9558 – bezeichnenderweise ein Anhänger des Testspielgegners – kommt der Sache schon recht nahe.
Ich sehe es genauso. Der KSV wird kollabieren. Jetzt müsste gehandelt werden. Spielsystem, Laufwege, Umschaltspiel, Zweikämpfe alles unter aller Sau.
Polzin hofft auf irgendetwas, na denn man tau.
Ein Wechsel auf der Trainerposition
Ist alternativlos. Machen sie nicht haben ja die Verträge ohne Sinn und Verstand verlängert. Wie steht man da?
Keiner greift ein, keiner korrigiert alle untergetaucht. Stille auf allen Ebenen.
Der einzige der scheisse labert ist unser Zauberlehrling.
Wunderbar, weiter so. 18. Platz sicher,
Lachnummer der Nation sicher, Tasmania freut sich.
Man könnte meinen, Merlin Polzin habe in seiner heimischen Schublade zwischen Kassenbons und alten Panini-Stickern irgendwo auch einen Spielplan des HSV versteckt – gefunden hat ihn allerdings noch niemand. Weder Fans, noch Gegner, noch der HSV selbst.
Die bisherigen Testspiele verliefen so, wie man’s aus Hamburg kennt: Energisch begonnen, selbstbewusst angekündigt, und dann so gründlich in den Sand gesetzt, dass man inzwischen überlegt, im Volkspark eine eigene Strandbar zu eröffnen. Gegner aus dänischen Provinzdörfern und niederländischen Drittligastätten machten kurzen Prozess und ließen Polzins Mannschaft aussehen wie eine Gruppe Touristen, die zum ersten Mal einen Ball sieht.
Zum „Konzept Polzin“: Offiziell handelt es sich um eine neue Form von „fluidem Chaosfußball“. Spieler laufen viel, wohin allerdings, entscheidet jeder selbst. Verteidigen ist optional, Standardsituationen wirken, als würden sie von der Losfee der DFB-Pokal-Auslosung entworfen. Immerhin: Überraschungsmomente sind garantiert. Für alle.
Und die Medien? Während auf dem Platz das Tiki-Taka an Taka-Tuka-Land erinnert, haben einige Hamburger Gazetten bereits das Champions-League-Logo auf die neuen HSV-Trikots photoshoppt. „Wenn Polzin so weitermacht, muss Real Madrid zittern“, heißt es voller Ernst in Kommentarspalten – während der HSV gerade gegen SC Germania Schluchtrup im Test ein 0:3 kassiert hat.
Fazit:
Merlin Polzin ist der Postmodernist unter den Trainern. Philosophie statt Punkte, Stilmittel statt Strategie. Er demonstriert: Man kann auch ohne Konzept Geschichte schreiben – zumindest für die Kabarettbühne. Der HSV ist mit ihm entweder auf dem direkten Weg ins Konzert der ganz Großen, oder auf dem direkteren Weg zurück in den Zweitligakeller. Aber keine Sorge: Die Schlagzeilen für beides sind schon vorbereitet.
„Ein Wechsel auf der Trainerposition ist alternativlos.“
Wer soll denn kommen? Kein fähiger Trainer würde den HSV als Karriereschritt sehen. Im Gegenteil. Also entweder Söldner (ganz neutral und rein geschäftlich: 1-2 Jahresgehälter „mitnehmend“), Rentner (aka letzte Station oder känger vereinslos) oder Bekloppte (die sich nicht den Umgang des HSV mit seinem Personal angesehen haben). Dann kann man es auch so lassen… Außer für ein mediales Strohfeuer als Palisade für den Vorstand natürlich.
Leute wie Magath will man nicht, da sie das strukturelle Problem versuchen würden anzugehen. Damit bleibt die Titanic auf Kurs…
Wie frustrierend muss das Ganze für die HSV Verantwortlichen sein?
Man arbeitet jeden Tag und gibt alles, aber es langt einfach nicht. Man ist meilenweit von den eigenen Zielen weg. Wie lange kann das ein Mensch aushalten?
Das Spiel gegen die Bayern wird in die Geschichtsbücher eingehen. Ganz sicher.
Jetzt wimmern die ersten Vollpfosten schon nach Robert Glatzel, der sogar in der 2. Liga nichts mehr gerissen hat. Wie verzweifelt muss man sein
Ich bin sicher es gibt einen schlauen Plan hinter der Sache:
– Bereits lang eingeschiente Transfers am allerletzten Tag verkünden und damit die Fußballwelt überraschen.
-Ein neues, völlig innovatives Spielsystem entwickeln (ohne Verteidigung und ohne Offensive).
Die Außenstehenden kapieren es einfach nicht. Für die sieht es aus wie Dilettantismus.
Die letzten Transfers des KSV in den vergangenen Wochen lesen sich ein bisschen wie eine Mischung aus „Shopping Queen“ und „Pleitegeier Deluxe“: Es wird viel geschaut, noch mehr probiert, und am Ende fragt man sich, ob der Verein wirklich einen Kader zusammenstellt – oder einfach den Flohmarkt hinterm Volksparkstadion plündert.
Die große KSV-Logik-Show
– Warum teure Stürmer verpflichten, die treffen, wenn man auch Spieler holen kann, die schon beim Medizincheck müde werden?
– Warum gestandene Profis an Land ziehen, wenn der KSV das gleiche Abenteuergefühl haben kann, wie wenn man ein Überraschungsei öffnet: „Spielzeug oder Schokolade? Stammspieler oder Tribüne?“
– Warum Ruhe in den Verein bringen, wenn man mit jedem neuen Transfer das Chaos erst so richtig dekorieren kann?
Glanz und Glamour
Die KSV-Neuzugänge werden in Hamburg mittlerweile fast wie neue Netflix-Serien angekündigt: große Trailer, viel Hoffnung, und nach drei Folgen merkt man: na ja, vielleicht wird’s doch nix mit dem internationalen Durchbruch. Dafür hat man ja immerhin noch die Erinnerung an die Pressekonferenz.
Am Ende bleibt…
…der Hamburger SV wie immer ein Verein, bei dem selbst Transfers keine Spieler sind, sondern Teil eines Unterhaltungsprogramms. Andere Clubs kaufen gezielt. Der KSV kauft Geschichten fürs Feuilleton.
Wie konnte man nur den Vertrag mit dieser Luftpumpe Polzin verlängern ? Der in der 2. Liga gerade mal ein gutes Spiel über 90 Min gegen Ulm gemacht hatte. Wobei in der Anfangsphase den Ulmern ein Elfer verwehrt wurde.
Danach kam nur noch Quark. Mit Glück und ohne Verstand stolperte man in die Bundesliga. Nun wird klar: Doofy hat keinen Plan. Ist völlig überfordert und hofft auf Panikkäufe.
Ich weiss nicht, was schlimmer ist: die Hilflosigkeit dieses Azubis oder das tatenlos Zusehen vom Honigkuchenpferd und des AR.
Ich bin gespannt auf die Erklärungsversuche nachdem man zweistellig oder ganz knapp darunter gegen Bayern verloren hat. Und erst Recht nach einer weiteren Niederlage gegen Heidenheim. Es wird nicht langweilig. Soviel steht fest.
Pressemitteilung des Hamburger SV
Hamburg, September 2025
Der Hamburger SV blickt nach einer intensiven Vorbereitungsphase unter Cheftrainer Merlin Polzin voller Optimismus in die laufende Spielzeit. Auch wenn die Ergebnisse auf dem Papier für Außenstehende „durchwachsen“ wirken, so zeigen sie doch den konsequenten Weg, den der Verein eingeschlagen hat: Radikale Konzeptfreiheit als Stilmittel moderner Fußballkultur.
Testspielergebnisse:
Die fünf Niederlagen gegen internationale Spitzenmannschaften wie den Drittligisten aus Utrecht oder die Hobby-Auswahl aus Dänemark haben uns klar signalisiert: Wir sind auf Champions-League-Niveau sichtbar, da Gegner bereits in Freundschaftsspielen alles aus sich herausholen müssen, um bestehen zu können.
Spielidee und Konzept:
Während andere Vereine noch in starren 4-4-2- oder 3-5-2-Systemen denken, hat Polzin das 4-„mal-sehen-was-passiert“-3 etabliert. Dieses unberechenbare Modell fordert Gegner wie Zuschauer gleichermaßen und stellt sicher, dass kein Spiel auch nur ansatzweise vorhersehbar verläuft. Fußball soll schließlich Unterhaltung sein – und genau dafür steht der HSV.
Mediale Wahrnehmung:
Zahlreiche Fachmedien in Hamburg und darüber hinaus verorten den HSV bereits in den Finalrunden der Champions League. Diese Einschätzung teilen wir ausdrücklich. Schließlich haben wir in den vergangenen Wochen eindrucksvoll bewiesen, dass wir auch in Rückstandssituationen kreativ reagieren können – sei es mit gewagten Dribblings in die eigene Hälfte oder riskanten Rückpässen aus 40 Metern.
Ausblick:
Der HSV geht mit gutem Gefühl in die Saison. Unser Motto lautet: Wenn wir das Tor nicht treffen, dann haben wir immerhin die Latte für uns gewonnen. Schritt für Schritt marschieren wir nach Europa – notfalls über Umwege, Tabellenrechner oder die Spielkonsole.
„Wir sind überzeugt, dass unser Weg der richtige ist. Mit Mut, Improvisation und ein bisschen Magie werden wir den Volkspark in die Champions League zaubern.“
Stefan Cunts
Danke. Genial. Tränen in den Augen vor Lachem.
„Fabio Vieira im Fokus: Welche Position passt am besten?“
(Moin Vollspack)
Die stolpernde Vier, oder die fallende Zehn. Oder irgendwo anders.
Ist aber auch egal, Polzin wird ihn schon irgendwo hinstellen. 🙂