Wír schreiben den 9. September 2025 und wagen zwei Blicke, einen vor und einen zurück. Blicken wir zuerst zurück auf die letzten Wochen und Monate und beginnen mit der Zeit nach dem Laternenumzug auf der Loveparade um die Alster. „Der KSV ist der fleissigste Verein des Universums“ verkündete Fähnchenschwenker Speckschorle Münchhausen voller Stolz, als bekannt wurde, dass der Verein von der Müllverbrennungsanlage als erstes Team die Saisonvorbereitung starten wollte. Was dann folgte, ist selbst in der Geschichte des KSV beispiellos. Eine absolut planlose Transferperiode, Testspiel-Klatschen in Serie, Zwangs-Abschiebung von verdienten „Aufstiegshelden“, Demütigung von Vereins-Maskottchen. Die letzte Stärke des Vereins, der Zusammenhalt im Kader, wurde geopfert, man bastelte sich einen willkürlichen Flickenteppich aus beliebigen Fußball-Söldnern zusammen, viele davon auch nur geliehen. Der Zauber der Peinlichkeits-Doku ist längst verglimmt, die ersten beiden Saisonspiele kamen einem sportlichen Offenbarungseid gleich, in zwei Spielen kreierte man exakt NULL Chancen aus dem Spiel heraus. Kein Tor, in beiden Spielen als technisch unterlegene Mannschaft weniger gelaufen als der Gegner (BMG 117,49: KSV 116,01 und KSV 116,04: St. Pauli 122,83), nicht wenige behaupten, dass der Bundesliga-KSV schlechter besetzt ist als der Zweitliga-KSV, das muss man erstmal schaffen. Bereits vor Wochen hatte ich geschrieben, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die Ersten schreiben: „Dann hätten wir lieber mit der Aufstiegsmannschaft weitermachen können“, dieser Punkt ist nach 2 Spieltagen erreicht. Garniert mit einer Testspielpleite gegen die B-Mannschaft von Hannover 96, kann man die Ernüchterung in der tropfenden Volksparkruine bis nach Australien riechen – und jetzt warten die Bayern.
Der Blick in die Zukunft. Da es fraglich ist, ob man in München außer einer klatschenden Niederlage irgendwas wird holen können, kann man davon ausgehen, dass nach dem 3. Spieltag ein Punkt sowie ein runiniertes Torverhältnis auf der Habenseite zu bewundern ist und somit steht bereits am 4. Spieltag eine Art Schicksalsspiel vor der Tür. Am 20.09. erwartet man das vermeindlich schwächste Team der Liga, den 1. FC Heidenheim in Hamburg und sollte dort erneut kein Dreier gelingen, brennt im Volkspark der Baum, aber so richtig. Denn sollte man nach dem Spiel gegen Heidenheim das Tabellenende der Bundesliga zieren, werden die Fragen nach Sinnhaftigkeit der Systemumstellung und den Transfers wahrscheinlich sogar in den Schmierblättern der Hofberichterstatter lauter werden, bekanntlich „kann man nicht gegen seine Leser schreiben“ und wenn die Leser die Faxen dicke haben, wird man diese Stimmung bedienen „müssen“. Folge: Der Druck wird noch größer, die Lunte wird kürzer, die Entscheidungen extremer. Und nun mosern auch noch die Ultras. Auszüge.
„Wir kommen als ein anderer HSV zurück“, kündigte Vorstand Eric Huwer an und versprach auf der letzten Mitgliederversammlung Demut. Doch seitdem sprechen die Taten der Verantwortlichen eine andere Sprache. Trikots ohne Vereinsbezug, Businessclubs, fragwürdige Sponsorings, hohe Ticketpreise. Von Bodenständigkeit, Gemeinschaftssinn und Identifikation ist wenig zu spüren.
Wir stellen fest: die Heimspiele werden je nach tabellarischer Konstellation kurzfristig einer Kategorie zugeordnet; Preiszerstückelung einzelner Blöcke mit einer Preiskategorie A+ beim Derby und damit: tschüss, 89-Euro-Grenze. Die Versprechungen schmelzen im Shop wie unser Kontostand dahin. Das einzig klare Prinzip der Fußball-AG ist die dauerhafte Gier, uns Fans mit all ihren Methoden finanziell auszunehmen.
Unsere Sorge: Wir machen die gleichen Fehler wie vor dem Abstieg. Der Verein hebt ab – und riskiert den Absturz. Wer Champions-League-Preise verlangt, darf sich nicht wundern, wenn die Fans pfeifen, sobald auf dem Platz nicht Champions-League-Fußball geboten wird. Wer seine Identität verwässert und die Nähe zu den Menschen verliert, die den HSV ausmachen, verliert das Fundament. Dann bleiben am Ende nur noch Eventgäste und Businesskontakte.
Der Beschluss gilt auch mit Empfehlungscharakter für die AG. Wir fordern, dass die Verantwortlichen die Satzung des e.V. wahren und aufhören, kommerzielle Zwecke voranzustellen. Dass das Marketing der Fußball-AG diese Identität weiter ignoriert, zeigen die aktuellen Trikots mit abgeändertem Wappen und grellen Farben. Erste Antworten aus der Kurve gab es beim Pokalspiel in Pirmasens – und es werden weitere folgen.
Kritisch sehen wir dagegen den Anteilstausch zwischen Kühne und der Sparda-Bank sowie den verlängerten Vertrag mit Shell und die neue Partnerschaft mit Bet365. Alle drei widersprechen den zuvor aufgestellten Leitplanken. Statt Werte zu wahren, erleben wir Greenwashing und den Einzug klassischer Finanzinvestoren. Versicherungen, Banken, Ölkonzerne – die Fahnen des Vereins wehen wieder in Richtung kommerzieller Ausschlachtung. Der neue Business Club unterstreicht dies: Exklusivität, Mallorca-Reisen, Netzwerke für B2B. Das mag Einnahmen sichern, doch es entfernt den HSV von seiner Basis. Zum Thema Sponsoren werden wir bei Gelegenheit auch noch einmal gesondert ausholen.
https://nordtribuene-hamburg.de/vergessen-wir-nicht-was-wir-gelernt-haben/
Autsch, das riecht verdächtig nach Liebesentzug. Wie immer meinen gewaltbereite Freiheitskämpfer, dass ihnen der Verein gehört, sie die Regeln machen und sie diejenigen sind, die die Werte bestimmen. Aber noch mehr fürchten sich die Fernzugscheißer davor, durch ein Event- und Businesspublikum ersetzt zu werden, welches bei Bedarf auch mal pfeift, wenn es € 100 für eine Karte ausgegeben hat, aber die sportliche Darbietung entspricht eher einer Oberliga-Partie. Oder mit anderen Worten: „Wir feiern euch auch für den größten Dreck, wenn ihr uns den Rücken gegen Polizei und Staat freihaltet“. Diesen Spagat kann die „Fußball-AG“ nicht bewältigen und es ist nur eine Frage der Zeit, bis es richtig knallt. Ich hatte mir ja viel Spaß von der neuen Saison erhofft, dass dieser Spaß aber so früh beginnt, damit hatte ich nicht gerechnet.

Hamburgs Medienlandschaft und der HSV – eine Lovestory, die an Ironie kaum zu überbieten ist. Trotz des fußballerischen Chaos, das an planloses Herumrudern in einem kleinen Paddelboot erinnert, wird dem Verein weiterhin Champions-League-Fähigkeit attestiert. Man fragt sich: Trinken sie im Pressehaus tatsächlich dasselbe Wasser wie die Fans, die Woche für Woche im Volkspark sich jedes Spiel schönsaufen müssen?
Klar, es gibt ja die altbewährte Hamburger Tradition, das Glas immer halb voll zu sehen, auch wenn es längst leer ist – mit einem Schuss Optimismus und einem kräftigen Schuss Wunschdenken. Während die Mannschaft in der Bundesliga regelmäßig mit den unteren Tabellenregionen flirtet und der Marktwert eher ein Gruselkabinett als eine Investitionshoffnung darstellt, zaubern die Medien die Champions-League-Qualifikation herbei. So als würden sie das Gespenst einer goldenen Ära beschwören, während der HSV gerade mal wieder in die 2. Liga durchstartet – nicht diesmal, natürlich, aber vielleicht irgendwann, versprochen!
Man stelle sich vor, ein Redakteur schreibt am Montag voller stolzer Inbrunst: „Der HSV – auf dem besten Weg zurück ins europäische Fußball-Oberhaus!“ Und zwei Tage später stolpert die Mannschaft im Spiel gegen den Tabellenletzten so gnadenlos, dass selbst der Letzte nicht weiß, ob er lachen oder weinen soll. Was tut das Hamburger Boulevard-Feuilleton? Es schreibt weiter von „blühenden Fußballträumen“ und „dem Charme des Aufstiegs.“
Das Ganze ist wie ein poetischer Tanz auf dünnem Eis – nur dass das Eis seit Jahren brüchig ist und jeder weiß, dass der HSV irgendwann ein kühles Bad in der Realität nehmen wird. Aber die Medien lassen die Fans in ihrer Illusion zurück, tupfen noch liebevoll ein paar Tropfen Optimismus auf die Sorgenfalten und hoffen, dass keiner merkt, dass das ganze Theater längst auf Abruf steht.
In Hamburg gilt seit langem: Wer in den Medien eine Champions-League-Fähigkeit beim HSV sieht, hat entweder sein Glas zu tief ins Hafenwasser getaucht oder genießt einfach die Komödie einer tragikomischen Fußballliebe – Hauptsache, das Herz schlägt weiter, auch wenn der Verstand längst die Tabelle runterscrollt.
Ich hätte heute abgesehen vom Sportlichen, da wird sich Samstag die Unfähigkeit in einer herben Klatsche widerspiegeln, mal eine Frage bezüglich des sich nun auch bereits seit knapp 3 Monaten im Amt befindlichen neuen Präsidenten. Da ich über 600km von Hamburg entfernt lebe und (glücklicherweise)nicht so viele Presseberichte lesen kann, würde mich interessieren ob der ehemalige Vorsänger bisher eigentlich eine öffentliche Stellungnahme zu der ganzen
Kommerz/Fan/Pyro-Problematik abgegeben hat. Ich zumindest sehe in der von Grave eingestellten Mitteilung der Fangruppierung auf jeden Fall viel Konfliktstoff. Wie positioniert sich der neue Präsident zu all den Konfliktpunkten, geht er gegen seine „einstigen Mitstreiter“ vor oder lässt er denen weiterhin all die „Gewalttaten“ durchgehen.
Ich sehe in Aussagen wie: „Kritisch sehen wir dagegen den Anteilstausch zwischen Kühne und der Sparda-Bank sowie den verlängerten Vertrag mit Shell und die neue Partnerschaft mit Bet365. Alle drei widersprechen den zuvor aufgestellten Leitplanken. Statt Werte zu wahren, erleben wir Greenwashing und den Einzug klassischer Finanzinvestoren. Versicherungen, Banken, Ölkonzerne – die Fahnen des Vereins wehen wieder in Richtung kommerzieller Ausschlachtung….“ eine anmaßende Einmischung in die Vereinspolitik durch die verachtenswerteste Klientel dieses Vereins.
Diese Gruppierungen müssten doch ein für allemal eindeutig in ihre Schranken verwiesen werden anstatt weiterhin Politik machen zu lassen.
Dazu, passt ja zum kommenden sportlichen Gegner, mal wieder eine Knallhart-Aussage von Uli Hoeneß: „Was glaubt ihr eigentlich, wer euch alle finanziert? All die Leute in der VIP-Loge, denen wir das Geld aus der Tasche ziehen.“
So muss mit diesen Gruppierungen umgegangen werden, nur so kapieren diese Leute vielleicht das sie eine kleine Gruppierung sind die dem Verein mehr schadet als nutzt, Stichworte wie Imageschaden und Pyrostrafen sollten ausreichen.
P.S. Dann doch noch kurz was zum sportlichen bzw. dem Nachgang zum kommenden Spiel, ich würde jetzt schon beim Caterer genügend Würstchen und Getränke für das Grillfest am Montag bestellen.
Solche Ansagen wie von Hoeneß wird es beim HSV nie und nimmer geben. Dafür sind die handelnden Personen zu schwach. Der Verein wird dafür stillschweigend weiter die fälligen Pyrostrafen zahlen.
Zum sportlichen: nicht überraschend, sondern erwartbar, wenn man vor dem Transfer einmal die Verletzungshistorie angeschaut hätte: die erste Arsenal-Granate wird nach sowieso schon vier trainingsfreien Tagen erstmal belastungsgesteuert. Wenn da mal nicht der Schenkel zwickt…
https://hsv24.mopo.de/2025/09/09/arsenal-neuzugang-nur-individuell-so-lief-das-hsv-training.html
Hallo Grave, ich bin seit Jahren Mitleser und Fan. Na, ihr seht ihr meinen Benutzername. Kann es sein, dass die Jagd eröffnet ist?
Habe einen Link angefügt, in dem Artikel wird alles geschrieben, was du schon seit Jahren gesagt hast. https://www.ndr.de/sport/fussball/oeztunali-jatta-und-co-der-seltsame-umgang-des-hsv-mit-seinen-profis,hsv-512.html
„Wir werden uns so vorbereiten(gegen FC. B.), das wir das Spiel gewinnen können“. Zitat New Weltcoach!!
ich habs ja nicht mit dem Verein, meine Farben sind grün-weiß .. aber was meinen die Ultras mit “ zeigen die aktuellen Trikots mit abgeändertem Wappen und grellen Farben“ Wenn ich einen der Scheintoten in der Stadt sehe, sind die Farben blau, weiß und schwarz – was meinen die mit grellen Farben und abgeändertem Wappen ? Kann das mir einer erklären ?
https://shop.hsv.de/HSV-adidas-Ausweichtrikot-2526/products/11828?categoryId=2&locale=de
schön geht anders
Teilweise fehlt der blaue Grund im Wappen, dadurch ist die Raute unvollständig. Wobei die Raute ja auch gar keine Raute ist.🤠 ENDE
Hurra Dome ist wieder fit
Herr im Himmel…🤦♂️
Soviel Demut macht fassungslos!
Und ich meine nicht Diddi!
https://www.instagram.com/reel/DORQf23jMRG/?igsh=bmZqeXZyNzZtMW13
Familie Trümmerbruch findet sich witzig und ist doch nur der Bodensatz der Menschheit
Viele HSV-Fans blicken angesichts der derzeitigen Form der Bayern und den letzten Auswärtsfahrten nach München mit bangen Blicken in Richtung Samstag-Abend (18:30, Liveticker auf mopo.de). Nicht so HSV-Trainer Merlin Polzin, denn für ihn überwiegt die Vorfreude. „Wir freuen uns natürlich brutal auf das Spiel“, verriet er. „Es wird ein richtig geiles Spiel, gegen eine absolute Top-Mannschaft“, ergänzte der 34-Jährige. „Gegen eine der stärksten Mannschaften Europas zu spielen“, sei für ihn das große Ziel des HSV gewesen. „Wir haben sehr viel dafür getan, dass wir auch in einem Punktspiel gegen den FC Bayern München antreten dürfen“, so der Chef-Coach der Rothosen. Von daher bringe es nichts, jetzt Angst vor dem Gegner zu haben. Es gelte nun, die Mannschaft bestmöglich auf den Bayern-Kracher vorzubereiten. „Wir wollen den Bayern in gewissen Momenten wehtun“, gab sich Polzin kämpferisch. „Wir werden uns so vorbereiten, dass wir das Spiel gewinnen können.“
Der ist geisteskrank und dem ist nicht mehr zu helfen. 🤪
Die Zeit der Klatschen ist eben nicht vorbei, sie stand lediglich sieben Jahre still.
So ist das, wenn Du keine Lobby mehr hast in der Liga.
Selbst unser sonst so wortstarker Cheftrainer trollt sich auf die Bank. Da fällt mir ein, dass er unterbezahlt ist. Platz 18 in der Lohntabelle der Erstliga-Trainer. Ja, er sollte ruhig mehr verdienen, dann könnte er sich auch mal grade machen. Für Platz 15 müsste doch Geld genug da sein, wenn der Bankdrücker mit dem Rentenvertrag vier Millionen Sitzgeld erhält.
Werde 10 € auf den HSV setzen.
Vielleicht bin ich am Samstagabend Millionär! 😉
na klar!
https://www.youtube.com/watch?v=ezQs0sB8Q0s
Herrlich
Fantomas verlangt Daffeh als Balleroberer !!! Völlig richtig und als LA würde ich mit Owen Ansah aus der Leichtathletikabteilung kurz ausleihen
Eventuell in der Winterpause Usain Bolt anheuern! Geht’s noch? Das Spiel heißt nicht umsonst Fußball = Fuß 🦶 Ball ⚽️.
Unfassbar….