Vor der ersten Bundesliga-Saison seit 7 Jahren meinte Schutzpolizist Stefan Cunts in Zusammenarbeit mit Klaus Kroster, den gesamten Kader auf links drehen und als Kirsche auf der Torte mit einem dauerlabernden, selbstverliebten Anzeigenhauptmeister Doofy Gilmore verlängern zu müssen. Ein „normales“ Vorgehen wäre sicherlich gewesen, große Teile des Aufstiegsteam, dessen große Stärke der Zusammenhalt war, bei der Stange zu halten, das bestehende, eingespielte System zu erhalten und punktuell mit einigen Bundesliga-erfahrenen Spieler zu ergänzen, aber selbstverständlich muss der Doku-KSV es ganz anders machen als die anderen Kinder. 

Natürlich kann man eine selbst in der zweiten Liga wackelige Viererkette auflösen, eine komplett neue, völlig Bundesliga-unerfahrene Dreierkette implementieren, aber dann muss es auch klappen.

Natürlich kann man mit einem dauerquatschenden, sich an sich selbst aufgeilenden Trainerlehrling in die erste Bundesliga-Saison seit 7 Jahren gehen, aber dann muss es auch klappen.

Natürlich kann man den besten Torschützen der letzten Saison ablösefrei gehen lassen, weil man ihm die Klausel für eine automatische Verlängerung um ein weiteres Jahr aus dem Vertrag entfernte, aber dann muss man auch den Plan für ein upgrate haben und kein körperliches Wrack holen.

Natürlich kann man für die neue Saison neue Kapitäne ernennen, aber dann sollten es auch welche sein, die 1. immer spielen und 2. der deutschen Sprache mächtig sind.

Natürlich kann man in der Winterpause zwei unbekannte Milchtüten für € 6,5 Mio. kaufen, aber dann müssen sie auch sofort funktionieren.

Natürlich kann man den besten zentralen Mittelfeldspieler der Aufstiegssaison verkaufen, aber dann muss man ihn auch adäquat oder besser ersetzen.

Natürlich kann man sich einen Torhüter vom deutschen Meister für ein Jahr leihen, ihn dann aber auf die Bank zu setzen, ist Schwachsinn.

Natürlich kann man halb Frankreich aufkaufen und Aufstiegshelden absägen, aber dann muss man auch Ergebnisse liefern.

Natürlich kann man nach München fahren und großkotzig erklären, man hätte einen ausgeklügelten Plan, wie man den Bayern wehtun kann, aber dann darf man sich dort nicht abschlachten lassen.

 

 

 

Diese Liste ließe sich endlos fortsetzen, die „revolutionären“ Maßnahmen, mit denen der KSV meinte, Fußball-Deutschland zeigen zu müssen, dass man den Sport neu erfindet, greifen allesamt nicht, sondern entwickeln sich durch die Bank zu Rohrkrepierern. Hinzu kommt, dass man mit dem FC St. Pauli die Nemesis vor der eigenen Haustür hat, denn die Kiezkicker zeigen dem selbstverliebten Stadtrivalen, wie man es macht und das tut doppelt weh. Derweil dreht sich der mediale Wind in beängstigender Geschwindigkeit, die Schonfrist ist vorbei. Auszüge

 

HSV kassiert erwartbare Niederlage beim FC Bayern, doch es kommen Zweifel an der Bundesligatauglichkeit auf. Was den Chefs missfällt. 

Wie Kane und seine Bayern den HSV aber speziell in den ersten 30 Minuten regelrecht herspielten, muss den Verantwortlichen im Volkspark zu denken geben

So schlimm stand es noch nie um den HSV zu diesem Zeitpunkt eines Spiels.

Selbst erfahrene Profis wie Miro Muheim schauten bei den ersten beiden Gegentoren nur zu. Wären die Bayern auf dem Gaspedal geblieben, hätte der HSV wohl zweistellig verloren.

Gerade Vuskovic kann die Abläufe und die Laufwege seiner Mitspieler nach nur drei Trainingseinheiten noch gar nicht verinnerlicht haben. Doch der HSV hat schon zu einem frühen Zeitpunkt der Saison keine Zeit mehr, sich und das neue System einzuspielen.

Es wird nun Zeit, nicht nur vom Ergebnis her ein gutes Spiel zu machen.

(Kampagnenblatt)

 

Die erste Abrechnung mit dem KSV

Die erwartete Klatsche bei den Bayern (mitsamt Negativ-Rekord) hat sich der HSV abgeholt, den Saisonstart zieren miese Gesamt-Statistiken. Jetzt warten auf den Aufsteiger die ersten Schlüsselspiele der Saison. Die Schonfrist ist vorbei.

(BILD)

 

KSV-Noten in München: Mehrmals die 5 für die Verlierer aus Hamburg

(Mopo)

Polzin erlöste den Debütanten zur Halbzeit, und der für Soumahoro gekommene Daniel Elfadli zeigte, dass Erwachsenenfußball zwingend nötig ist, wenn der Kampf um den Klassenerhalt nicht so aussichtslos enden soll wie der Vergleich mit den Bayern.

Ein Kardinalproblem des HSV ist es, dass Polzin seit dem Vorbereitungsbeginn Widerspenstigkeit predigt, seine Formation aber im Gewand von Chorknaben daherkommt.

Die Ableitung aus der zweiten Hälfte von Remberg, der erklärte, „wir können Stolz sein, wie wir versucht haben, zurückzukommen“, könnte sich freilich als Irrglaube erweisen.

(Kicker)

Ticktack, Ticktack….

 

Man beachte bitte den Unterschied

„Wir haben in der zweiten Halbzeit ein anderes Gesicht gezeigt, auch wenn der FC Bayern einen Gang zurückgeschaltet hat“,

„Wichtig war, dass wir die Halbzeitansprache mit Inhalt und Energie gefüllt haben“

„In der zweiten Halbzeit waren wir aggressiver, kompakter, haben dem Gegner weniger Raum gegeben und konnten auch offensiv Situationen kreieren“

(Kühnes Sport Verein, Tabellen-17., einen Punkt, 0:7 Tore, nach einer 0:5-Klatsche in München)

 

„Es war nicht unser bestes Spiel.“

„Wir sind nicht gut in die Partie gekommen, waren nicht zu 100 Prozent in den Zweikämpfen. Erst in der zweiten Hälfte waren wir besser in den direkten Duellen, haben auch bessere Entscheidungen getroffen.“

(FC St. Pauli, Tabellen-4., 7 Punkte, 7:4 Tore, nach einem 2:1-Sieg gegen Augsburg)

 

Hamburger Show Verein vs Hamburger Leistungsverein