„Ransi schafft es immer wieder Räume zu finden durch überladen der Situation, was die Halb- oder die Außenspur angeht. Dadurch schafft er es seine Gegenspieler zu binden. Dadurch sorgt er dafür dass Pressingabläufe beim Gegner nicht wie geplant stattfinden können, als wenn man jetzt starr in der Position steht. Das macht er auf sehr, sehr hohem Niveau, hat eine gute Verbindung aufgebaut zu den jeweiligen Spielern mit den unterschiedlichen Spielerprofilen. Deswegen ist er für uns ein ganz wichtiger Bestandteil für unser Offensivspiel, der im Training tagtäglich für gefährliche Situationen sorgt, sehr sehr viele Tore schießt. Am Anfang der Woche habe ich ihm gesagt, dass mir sein Spiel gut gefällt, er für uns viel Gefahr erzeugt und es nur eine Frage der Zeit ist, bis die angesprochenen 3 cm dem ersten Bundesligator nicht mehr im Weg stehen, deshalb ist das Spiel mit dem Ball ausschlaggebend,auch gepaart mit dem Tempo und dem Tiefgang, was für uns sehr sehr wichtig ist und nichtsdestotrotz zeigt er auch gegen den Ball, Vorgeben der Pressinghöhe im Auslösen der Pressingvariante, beziehungsweise der unterschiedlichen Varianten wie wir auch gegen den Ball agieren wollen definitiv dass er nicht mehr der kleine, junge Ransi ist, der vor ein Paar Jahren vom HSV verpflichtet wurde, sondern definitiv einen großen Schritt gemacht hat. Und deshalb ist er sehr sehr wichtig für uns und ich würde mich freuen, wenn er bald auch seinem Waffelritual nachkommt nachdem er getroffen hat. Und da versuchen wir alle ihn bestmöglich einzusetzen, aber ich bin mir sicher, dass das bald passieren wird.“ (Anzeigenhauptmeister Doofy Gilmore)

 

Ich habe den Mumpitz insgesamt viermal gelesen und noch immer habe ich nicht verstanden, was die rotbäckige Comicfigur eigentlich damit sagen will, außer vielleicht: „Mit der Aufstellung eines nach seinem geplatzten Transfer nach Nizza ganz offensichtlich mehr als bocklosen Ramschfisch Knorpeltiger mache ich genauso viel richtig, wie mit der Ernennung eines dänisch-tansanianischen Dreiviertel-Invaliden zum Kabinen-Kapitän und zur vereinsinternen Stimmungskanone, also quasi zum Tony Marshall der Müllverbrennungsanlage“. Denn – Sinn macht der Quatsch nicht und wenn man noch so verzweifelt versucht, einen Mannschaftssport als Raketenwissenschaft zu verkaufen. Sicher, der Fußball hat sich verändert, er ist schneller geworden, athletischer und garantiert auch taktischer, aber es ist immer noch Fußball und keine Quantenphysik. Ganz offensichtlich ist nämlich Rotzfisch Königstiger nicht der einzige KSV-Angestellte mit einem „Waffelritual“, denn scheinbar hat der überforderte Übungsleiter einen an der Selbigen. Jeder, der selbst man unter vernünftigen Bedingungen außerhalb des Schulhofs (oder einer staubigen Straßen in Gunjur) gekickt hat, weiß, dass sich ein normaler Trainer bis zu einem gewissen Punkt vor (oder hinter, wie man will) seine Mannschaft stellt und keinen Spieler öffentlich zur Schlachtbank führt. Es sei denn, er heißt Knatterbach. Oder Öztunali. Oder Daffeh. Oder Schönlauch. Oder Meffort. Oder Hefti. 

Ich habe den oben stehenden Text über private Kontakte einem Trainer mit A-Lizenz zugeschickt, der selbst schon in der höchsten deutschen Spielklasse trainiert hat (nicht beim KSV) und ihn nach seiner Meinung gefragt. Antwort: „Es ist nicht zu ertragen. Die Spieler werden sich ihren Teil denken“ und genau das ist das Problem. Doofys weltfremdes Dauergeschwafel dient vielleicht dazu, ihn irgendwelchen Vollpfosten als mega-intellektuellen Laptop-Trainer zu verkaufen, aber die Spieler selbst verdrehen nach der 4. Aussage dieser Art und der 3. mit hoher Fistelstimme gekreischten Kabinenansprache die Augen und schalten ab. Ich sehe vor meinem geistigen Auge bereits Auszüge aus der KSV-Spieler-Whatsappgruppe, wenn einige altgediente Recken tippen: „Ach Gott, Professor Merle dreht mal wieder am Rad“. Braucht ihr noch eine Erfolgsstory, eine Woche nach dem „Befreiungsschlag“?

 

 

Who the hell is Schöningen, dürften sich die hochgelobten Campus-Insassen wohl gefragt habe, die man immerhin mit den Profis Knatterbach und Öz-Tuna-li „verstärkt hatte. Nun, Schöningen ist der Aufsteiger mit einem Gesamtmarktwert von € 585.000 (Knatterbach € 600.000), der immerhin schon 9 Punkte gesammelt hat, während die zukünftigen Weltfußballer vom KSV mit 7 Punkten auf dem vorletzten Rang dümpeln. Eine einzige große Erfolgsstory.

 

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