Wer kennt noch Hans Leyendecker?
Hans Leyendecker (* 12. Mai 1949 in Brühl) ist ein deutscher Journalist. Er gilt als einer der profiliertesten investigativen Journalisten und deckte seit 1982 viele politische Affären in Deutschland und im Ausland auf (Wikipedia)
Dieser Hans Leyendecker hat vor mehr als 15 Jahren einen bemerkenswerten Artikel in der Süddeutschen Zeitung veröffentlich (Dank an Tim Struppel), der die Machenschaften, Zusammenhänge, Abhängigkeiten und vor allem auch die damit verbundene Glaubwürdigkeit des (deutschen) Sportjournalismus auf erschütternde Art und Weise beschreibt. Glücklicherweise ist dies mein Blog, ich betreibe ihn allein und bezahle ihn selbst, ich bin von niemandem abhängig und bin niemandem Rechenschaft schuldig, insofern entscheide ich allein, was an dieser Stelle zum Thema gemacht wird und was nicht. Das ist der große Vorteil der Unabhängigkeit – man muss niemandem gefallen und niemandem nach dem Mund schreiben, ich werde also den heutigen Blog diesem Artikel von Hans Leyendecker widmen, allein schon aus dem Grund, weil ich es tausenmal wichtiger finde, als über die nächste Aufstellung zu fabulieren oder ob Bacardi Daffeh eine neue Frisur trägt. 2010 also. SKY war erst im Jahr zuvor aus PREMIERE hervorgegangen, die Zeitungen und Zeitschriften konnten mit Anzeigenwerbung noch Geld verdienen und so eine Kacke wie eine Club-Weltmeisterschaft oder eine WM in Saudi Arabien war kaum denkbar. Umso erschreckender, dass bereits damals die Günstlingswirtschaft blühte, eine (Vereins)-Hand die andere (Journalisten)-Hand cremte und so etwas wie objektive Berichterstattung nicht mehr existent war. Und eines ist mal sicher, seither ist es hundertmal schlimmer geworden. Ich zitiere aus einem 15 Jahre alten Werk….
In keinem anderen Journalismusbereich haben sich so symbiotische Verhältnisse zwischen Akteuren und Beobachtern entwickelt. Man kennt sich, man duzt sich, und in aller Regel schützt man sich auch. In dieser Journalistensparte gibt es „Fairplay-Preise“: Wer wessen Parasit ist, bleibt oft unklar.
„Unter den Kollegen arbeiten Duzmaschinen, Promoter, Lokalpatrioten, Schwärmer, Verniedlicher, Schönfärber – und die, die ihren Job ernst nehmen“, stellte Jens Weinreich, Sportchef der Berliner Zeitung, in einem Aufsatz für das Fachblatt Message fest.
Insbesondere auf den Pressetribünen in den Fußball-Stadien sitzen eine Menge Jubler, die es, anders als die anderen Fans, über die Absperrung geschafft haben – so berichten sie denn auch.
Es geht ihnen buchstäblich um Sieg oder Niederlage, Triumph oder Desaster. Der Verein ist ihre Welt. Wer kritisch fragt, kann rasch zum Außenseiter werden. Wer kritisch schreibt, gilt manchem als Nestbeschmutzer. Denn angeblich sitzen doch alle in einem Boot.
Die Sportberichterstattung weitet sich immer mehr aus, und die journalistischen Grenzverletzungen nehmen zu. Der Einzug des Kommerz-Fernsehens hat den Sportjournalismus gewaltig verändert und oft – wie Boxen, Fußball oder Motorsport zur Ware gemacht.
Sie jazzen die Veranstaltungen hoch, über die ihre Sportjournalisten dann berichten. Man redet das eigene Produkt nicht kaputt.
„Immer dabei sein – nie dazugehören“, dieser Satz von Hanns-Joachim Friedrichs ist die Binse auf Medienkongressen. Nicht so im Sport: „Wenn Sie heute nicht dazugehören, sind Sie auch nicht mehr dabei“, sagt Sportreporter Waldemar Hartmann, der Abadei der ARD.
Oft fehle es an der erforderlichen kritischen Distanz – „kritische Objektivität wird immer mehr zum Fremdwort“.
https://www.sueddeutsche.de/sport/sportjournalismus-wer-zahlt-schafft-an-1.927349
Soviel dazu. Wie gesagt, der Artikel ist 15 Jahre alt und im Lauf dieser Jahre haben sich all diese Phänomen vervielfacht. Im Grunde müsste doch im Jahr 2025 jeder Konsument lauthals auflachen, wenn irgendeiner der debilen Vollpfosten immer noch von der „ach so kritischen Hamburger Sportpresse“ fabuliert, von einem Blättchen, welche „Unruhe in den Verein bringen möchte“ oder erklärt, dass hätte „schließlich das Kampagnenblatt geschrieben, das muss dann doch wahr sein“. Nein, Freunde des tibetanischen Tempeltanzes, wahr ist nur, was der Verein zu schreiben erlaubt. Wahr ist das, was die Presseabteilung freígibt. Wahr ist das, von dem die Entscheider im Verein wollen, dass es die verblödeten Konsumenten für wahr halten. Spätestens an dieser Stelle müsste sich doch eigentlich jeder die Frage stellen: „Warum lese ich die Kacke eigentlich noch? Warum kaufe ich das Kampagnenblatt oder warum bezahle ich für ein Abo, denn tatsächlich bekomme ich die exakt gleichen Informationen auf der Homepage des Vereins“. Und doch tun sie es. Und obwohl sie wissen (müssten), dass sie 24/7 beschissen und belogen werden, kaufen sie Dauerkarten, Trikots und andere Devotionalien. Aber denken wir doch noch ein kleines Stückchen weiter.
Was bedeutet denn nun eigentlich diese erwiesenermaßen nicht vorhandene journalistische Freiheit, die nicht existierende Unabhängigkeit, diese unmittelbare Symbiose zwischen Verein und Schreiber eigentlich für die Wahrheitsgehalte in Geschichten über Daffeh, Vuskovic, Boldt und und und? Im Glücksrad-Style möchte ich lösen: Es bedeutet, dass hier nicht etwa unabhängige Journalisten-Darsteller Fakten präsentieren, sondern dass gekaufte, vereinsnahe, der Medien-Abteilung unmittelbar angeschlossene Hofschranzen ganz bewusst und gesteuert Propaganda verbreiten, Denkprozesse manipulieren, Gerichtsentscheidungen zu beeinflussen versuchen. Alles natürlich im Sinne des Medienpartners, nicht im Sinne eines Lesers, der an der Wahrheit interessiert war. Oder mit anderen Worten: Man kann die gesamte „Berichterstattung“ über diese Fälle (Daffeh, Vuskovic etc.) im Klo runterspülen.
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Auf diese Rufmord-Kampagne sind die Brechmittel immer noch stolz
Ich glaube die Mopo-Schmierer haben heute früh den Blog gelesen und daraufhin gleich nochmal eine Spitze gegen Hr. Wüstefeld gesetzt:
Thomas Wüstefeld, der es beim HSV vor wenigen Jahren zügig vom Gesellschafter über den Aufsichtsrat bis in den Vorstand geschafft hatte und nach mehreren Unstimmigkeiten dann auch ganz schnell den gleichen Weg wieder zurückging, hat im Kosovo einen neuen Job gefunden. Beim Erstligisten KF Drenica ist der 56-Jährige ab sofort als neuer Präsident tätig. Er soll laut Vereins-Homepage für eine „nachhaltige sportliche und finanzielle Entwicklung“
Um dann im Nachsatz mit folgendem Text nachzulegen: „In Hamburg wurde kürzlich immer noch von der Staatsanwaltschaft gegen ihn ermittelt.“
Der gute Hr. Wüstefeld wollte im Verein tatsächlich etwas verändern, was wohl viele ihre Traumjobs in der Wohlfühloase gekostet hätte, da muss man dann schnellstmöglich eine Hetzkampagne gegen solche Leute inszenieren, initiiert vom größten Versager der letzten Dekaden Judas Boldt samt der gekauften Hofpresse. Diese Schundblätter braucht kein Mensch, mögen sie bald den Bach runtergehen!
„Wer mit Bild „im Aufzug nach oben fährt, der fährt auch mit ihr im Aufzug nach unten“.
Dieser schöne Satz von Döpfner gilt nicht nur für die Bild.
Tatsächlich können Abwischblatt, Fischeinwickelpapier und Co. auch Trainer, Sportchefs und und und nach oben helfen, aber auch für deren Absturz sorgen wenn es mal nicht so rund läuft.
Also macht man lieber gemeinsame Sache um länger am Trog bleiben zu dürfen.
Es ist einfach nur widerlich und ekelerregend. Pressefreiheit und unabhängigen Journalismus scheint es in bestimmen Bereichen nicht mehr zu geben. Döpfner und seine BILD ist eine besonders fiese Spezies. Es ist ja bekannt, dass dieses Revolverblatt gegen alles hetzt, was links des linken Flügels der CDU steht.
Zurück zum Fussball: Besonders enttäuscht bin ich vom Kicker. Die für mich jahrzehntelang aus neutralem Blickwinkel über die Bundesliga berichteten. Zumindest betrifft dies nicht mehr den KSV. Auch hier mutierte man zum Hofbericherstatter.
mit den Begriffen „Korruption“ und „Sportjournalismus“ findet man weitere fundierte Texte, teils auch schon älter. Das Problem ist inzwischen auch in anderen Sparten und Lebensbereichen so präsent, dass es in weiten Teilen der Öffentlichkeit schon gar nicht mehr als Problem wahrgenommen wird. Unabhängige Blogs, Initiativen, zum Beispiel zum Thema „anders wirtschaften“, „Kritik an Lobbyismus“, „alternative Lebensentwürfe“, werden dann gerne in die Nähe von Verschwörungserzählungen gerückt, als Spinnereien abgetan.
Viele Menschen sind nicht mehr in der Lage sich ihr eigenes „Bild“ zu machen. Anstelle selber die Augen aufzumachen vertraut man auf das, was einem BILD und Co vorsetzen. Nach 7 Jahren 2. Liga , kontinuierlich sinkender Einnahmen und Verringerung des Marktwertes präsentieren Verein und Hofbericht eine Geschichte eines finanziell gesunden Vereins und kaum einer fragt sich wie das überhaupt sein kann. Vermeintliche „Megastars“ können keinen vernünftigen Pass zum Mitspieler spielen und jeder kann das Woche für Woche live sehen, doch lieber glaubt man das was man gerne sehen möchte und nicht das was wirklich ist. „Flankengötter“ die dem Stadionbesucher die Pommes aus der Hand schiessen, „Standardkönige“ die keine Ecke treten können usw usf. Seit Jahren geht das jetzt schon so doch die Leute wollen einfach für dumm verkauft werden.
Schauen wir doch mal:
„Nach Abendblatt-Berichten…“
„Wie zu hören ist…“
„Dem Vernehmen nach…“
„Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautet …“
„Nach Angaben von Beteiligten …“
„Wie mehrere Quellen übereinstimmend berichten …“
„Hinter vorgehaltener Hand ist zu hören …“
„Offiziell bestätigt ist es zwar nicht, doch…“
„Nach internen Dokumenten, die unserer Zeitung vorliegen …“
„Es heißt, dass …“
„Inoffiziell wird darüber gesprochen, dass…“
„Gerüchten zufolge …“
„Aus vertraulichen Unterlagen geht hervor…“
Usw.
Falls ich was wesentliches vergessen habe, bitte hinzufügen.
Gehe ich also recht in der Annahme, dass diese Floskeln immer dann verwendet werden, wenn
a) der Stein des Anstoßes, hier der Verein, besonders gut dastehen soll,
b) Insiderwissen suggeriert wird, um zu verdeutlichen, wie unheimlich nah dran man an den Informationsquellen doch ist,
c) jede Kritik umschifft werden muss,
d) die Meinung der relevanten Zielgruppe nach Belieben gesteuert wird,
e) und am Ende das Produkt Fußball, hier das Produkt KSV in glorreichen Farben verkauft werden soll?
Ist doch super. Da passen die Auftraggeber, also die Funktionäre des KSV ganz hervorragend zu den Schmierlappen der Hofberichterstattung. Korrupt, käuflich, Ergebnis: eine Katastrophe für echte Fans.
Für die Hüpfer ist alles in Butter. Solange man in der Druckerschwärze ganz viel rosa erkennen kann, ist die Welt Tutti-Frutti.
f) Speckschorle Münchhausen mal wieder Scheiße labert. Der feiste Lügenbaron hat den Bums nämlich perfektioniert. ENDE
Der insolvente Speckblogger ist schon wieder im Comedy-Modus
Aus dem Fremdgeldvernichter Blog
Denn auf der Position der Innenverteidiger hat der HSV zwar Quanitätat
..der ist schon im Karnevalmodus
Täte Tata…
Zuviel Holsten anscheinend…
Woher genau weiß die feiste Sau das eigentlich, Bambi Lumumba hat doch noch nie gespielt
er ist doch täglich, oft sogar zweimal, beim Training und führt danach Insidergespräche mit den Trainern und anderen unabhängigen Sportjournalisten.
immerhin der Nachweis, dass der Text selbst und nicht von KI verfasst wurde – es sei denn, die Fehler wurden nachträglich eingebaut, um eben genau diesen Eindruck zu erwecken. Allerdings dürfte der Insolvenzblogger selbst dazu zu, nun ja, arbeitsscheu sein.
Schorle:
„[…] Gerade jetzt zeigt sich, ob die Kaderplanung wirklich so clever war, wie Claus Costa und Stefan Kuntz immer wieder betont haben […].“
😂 Extra Daumen hoch für die Weitsicht des Costa Cordalis und das total tolle Grinsen von Cunts.
Zu den Einlassungen über FairEi fällt mir nichts mehr ein.
Aber hey, der Kader ist ja so breit und sinnvoll zusammengestellt, da geht was!
Allerdings, und zwar der Verein straight Richtung 2. Liga.