3.825

Lustige Zahl irgendwie, oder? Und nein, das ist nicht die Postleitzahl des Ortes, in dem ich lebe, das ist die Anzahl der Blogs, die ich selbst in knapp 13 Jahren geschrieben habe. Meistens Abends, als ich noch in Deutschland gelebt habe, damit ihr am nächsten Morgen etwas zum lesen und diskutieren habt. Meistens Morgens hier in Australien, damit ich es um ca. 8 Uhr deutscher Zeit freischalten kann. 3.825 Blogs, zuzüglich ca. 100 sogenannte „Gastblogs“ machen im Schnitt 303 Blogs pro Jahr, über 13 Jahre. Über 13 Jahre fast jeden Tag ein neuer Blog und das Ganze, und das ist das eigentliche Thema, ohne Gesülze über mögliche Aufstellungen, Auswechslungen, Spielerbenotungen etc. und dies unterscheidet diesen Blog eben von absolut allen anderen Blogs, Podcasts usw., die sich zu 90% mit genau diesen Themen auseinandersetzen. Insolvenzblog?  Immer wieder Aufstellung, jeden Tag, öder gehts nicht mehr. Das habe ich auch mal gemacht, als ich 15 war. Wie kann man als erwachsener User jeden Tag 14 Stunden lang darüber rumsülzen, ob nun Rotzfisch Königstiger oder Glatzel/Mützel im Sturmzentrum stehen sollte, wen mit einem IQ oberhalb von 8 interessiert das? Wenn ich etwas lese wie z.B. von Mongo-Tom bevorzugt: „Wie wäre eure Wunschaufstellung, schreibt es doch mal in die Kommentare“ erinnere ich mich an meine ersten 3 Tage im Kindergarten, da haben wir auch geraten, was es morgen als Nachtisch gibt.

 

 

Ich frage mich dann immer, was mir das bringt. Bin ich enttäuscht, wenn Anzeigenhauptmeister Doofy Gilmore meinen Expertenrat nicht annimmt und doch wieder Mickelbierschiss auf rechts setzt? Fühle ich mich bestätigt, wenn das Bramfelder Rotbäckchen einen Torwartwechsel vollzieht, was genau das war, was ich in den letzten 14 Wochen jeden Tag 17 Mal in einen unmaßgeblichen Idiotenblog gehustet habe? Ich frage mich, wie es um die intellektuellen Fähigkeiten dieser Patienten bestellt ist, die 7 Tage die Woche immer-die-gleiche-Scheiße absondern, immer die gleichen Themen durchkauen, immer die gleichen hohlen Phrasen wiederholen? Wird das nicht irgendwann öde? Wenn nicht, muss man schon bemerkenswert verblödet sein und außerdem über deutlich zuviel Tagesfreizeit verfügen. Wie komplett gestört muss ich sein, wenn ich in meiner Dreckskarre irgendwo zwischen Wiesbaden und Frankfurt an einer Ampel stehe und während der Rotphase meine, irgendwelchen sinnbefreiten Schwachsinn mit Hilfe meines Aldi-Handys in einen Spackenblog zu tackern? Was stimmt mit solchen Menschen nicht? 

 

 

3.825, ohne die Zuhilfenahme von KI oder ähnlichem Scheißdreck. Einige von euch haben ja bereits den einen oder anderen Gastblog eingereicht, sich viel Mühe gegeben und dieses Forum dadurch bereichert und die Meisten dieser Gastautoren haben sich anschließend unter Garantie gesagt: „Okay, einmal hat das jetzt Spaß gemacht, aber jeden Tag? Das wäre mir zu stressig und außerdem: Woher sollte ich die Themen nehmen?“ Ich erinnere mich mich an die Zeit, als ich kurz vor meiner Abreise nach Australien den Blog an zwei User übergeben wollte und diese dann auch einige Blogs verfasst hatten. Ich fragte dann, ob sie das dauerhaft machen wollten und nach wenigen Tagen war die Antwort: „Ne, das wird mir zu viel. Außerdem stresst es mich zu sehr, wenn ich mich selbst unter Druck setze, weil ich meine, unbedingt etwas veröffentlichen zu müssen.“  Konnte ich verstehen, denn es ist wahrlich nicht leicht, jeden Tag ein Thema zu finden, wenn man auf den üblichen Mumpitz verzichtet. Denn woraus besteht denn so etwas wie der Insolvenzblog tatsächlich? Zwei Tage vor dem nächsten Spiel: Vorberichterstattung. Frage nach Aufstellungen. bla bla. Dann der Spieltag mit Bericht und Spielerbenotung. Dann zwei Tage nach dem Spiel: Nachberichterstattung bla bla. Und dann fängt der Schrott von vorn an. Atom-Gähn. Mittlerweile werden 80% der Blogs auch noch KI-generiert, wen interessiert das? Mich jedenfalls nicht.

 

Jetzt wieder möglich – spenden via Paypal

http://paypal.me/Ulrichhetsch