Mal folgendes Szenario angedacht. Der KSV verliert zuhause gegen Dortmund (wahrscheinlich), Heidenheim verliert in Leverkusen (auch wahrscheinlich), Gladbach gewinnt zuhause gegen Köln (durchaus möglich), St. Pauli siegt in Freiburg (könnte durchaus sein) und Mainz überrascht in Frankfurt (warum nicht?) – dann stünde der KSV auf Platz 17. direkter Abstieg. Dann hätte man 4 Spiele in Serie verkackt, hätte eine veritable Krise und stünde vor dem Auswärtsspiel in Augsburg vor dem ersten Schicksalsspiel der Saison, denn danach kommen noch Vereine wie Stuttgart, Frankfurt, Leverkusen, Hoffenheim, Freiburg und Werder Bremen und in keines dieser Spiele ginge der KSV als Favorit. Doch was macht Anzeigenhauptmeister Doofy Gilmore? Er labert in epischer Breite davon, wie spektakulär sich sein Trümmerhaufen doch entwickelt hat (natürlich sein Verdienst), er schwärmt von den sensationellen Laufwegen von Chancentod Rotzfisch Königstiger, er sieht Dinge, die nur er allein sieht, sorry, seine Stichwortgeber aus der Abteilung Hofbericht sehen die natürlich auch. Man könnte es auch anders ausdrücken: Man lügt sich im Volkspark wieder einmal in die eigene Tasche, denn was all die Gilmore-Hüpfer nicht sehen – the trend is your enemy. 

Während der KSV nicht etwa eine Entwicklung erfährt, sondern sein anfängliches Euphoriepulver nach Loveparade und Jubel-Doku verschossen hat, stabilisieren sich die Mitkonkurrenten um die Abstiegsplätze. Heidenheim ist wahrscheinlich in dieser Spielzeit einfach nur zu schlecht besetzt, aber sowohl Gladbach, wie auch Mainz, Augsburg und Wolfsburg spielen bisher weit unter ihren Möglichkeiten, St. Pauli ebenfalls. Der KSV nicht, denn der hatte seine leistungstechnischen Saisonhöhepunkt bereits gegen den FSV aus Mainz. Normalerweise wäre es eine gute Aufgabe eines Übungsleiters darauf hinzuweisen, was die Stunde geschlagen hat, anstatt sich bei jeder Gelegenheit selbst zu loben und Traumschlösschen zu bauen, aber es gibt ja auch keinen Journalisten-Simulanten, der darauf hinweist, dass man bisher 8 Punkte gegen Mannschaften geholt hat, die die Tabellenplätze 1, 2, 7, 10, 12, 15, 16, 17 und 18 belegen. Also zurück zur Frage: Wie lange noch, Doofy?

Wie lange will man sich Pulver in die Äuglein streuen, anstatt Tacheles zu reden? Wie lange will man einen Rotzfisch Königstiger durchschleppen? Wie lange will man behaupten, Käpt’n Ahab Foulsen wäre als König der Massagebank eine Bereicherung für das Team? Und vor allem: Wie lange will man sich ernsthaft mit dem Gedanken beschäftigen, mit Klaus Kroster ausgerechnet mit demjenigen verlängern zu wollen, der für diesen Trümmerkader verantwortlich ist? Was für ein Glück, dass es immer noch die Medienpartner von der Abteilung Hofbericht gibt.

 

 

Ja, das stimmt. Wer Fakten benennt, wer berechtigte Kritik übt, der beteiligt sich an einer HETZJAGD gegen die Wagenburgsekte und wird unmittelbar von den gekauften Medienpartnern abgestraft. Fox News 2.0

 

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