„Wir sind schlau, wir sind Fans vom KSV…“. Wer kennt ihn nícht, diesen vollkommen verunglückten Versuch einer Erklärung, warum man sich seit gefühlten 50 Jahren von einer Vereins-Simulation verarschen lässt. Dabei wäre es doch durchaus mal einen anderen Versuch wert, nämlich herauszukriegen, wovon genau diese rosa Hüpfer jetzt eigentlich wirklich „Fans“ sind. In dem folgenden Video stellt eine junge Frau eine durchaus berechtigte Frage, eine Frage, die sich viele der Volkspark-Taliban unter Garantie noch nie gestellt haben. „Wovon bin ich eigentlich Fan?“.
Also? Ist der junge Mann, der sich den Luxus geleistet hat (im Gegensatz zu 1888% aller St.Ellingen-Orks) nachzudenken, jetzt dumm? Nein, ist er nicht, denn er ist in der Lage, weiterhin eigenständig zu denken. Erneut die Frage: Wovon seid ihr eigentlich Fans? Von Dopovic oder Brother (Air) Vuskovic? Und wenn der eine nach Ablauf seiner Sperre nach Osasuna geht, seid ihr dann immer noch Fan von ihm? Und wenn der kleine Bruder erst zurück nach Tottenham und dann zu Borussia Dortmund wechselt, um im nächsten Jahr in der tropfenden Volksparkruine in der 88. Minute das 3:2 gegen den KSV zu köpfen, seid ihr dann immer noch Fan von ihm? Oder verbrennt ihr dann den Clowns-Lappen mit Vuskovic-Beflockung? Wohl kaum. Also – wovon seid ihr „Fans“. Ach klar, vom Verein KSV. Nur, was ist dieser Verein? Seid ihr Fans der Schachabteilung, der Rollstuhlbasketballer oder der Darts-Devision? Unter Garantie seid ihr das nicht, ihr seid Fans der Profifußball-Abteilung, der vom Verein ausgegliederten AG. Doch,was ist diese AG eigentlich? Diese AG besteht aus Aufsichtsräten, die ständig wechseln und die bekanntermaßen vom Profifußball soviel Ahnung haben wie ich von transsexuellen Kabukitänzern. Diese AG besteht aus Vorständen und Trainern, die alle 2 Jahre anders heißen, spätestens. Bin ich dann zuerst Fan von Tom Walter, um Sekunden später Fan von Gimli Baumbart zu werden und weitere 6 Monate später bin ich dann Fan von Doofy Gilmore? Und bin ich auch dann noch Fan vom gnatzigen Steffen, wenn der als Trainer von Union Berlin gegen den KSV spielt? Bin ich erst Fan von Gespenst Johann Schönlauch, aber wenn der nach Vancouver verschleudert wird, bin ich es nicht mehr? Bin ich Fan von Daffeh, jedenfalls solange, bis Daffeh mit Abfindung verschenkt wird?
Halt, jetzt weiß ich, ihr seid Fan der tropfenden Volksparkruine, aber die steht erst seit 2000, wart ihr vorher keine Fans? Oder noch besser, ihr seid Fans von dem, wofür der KSV steht. Aber wofür steht er eigentlich? Ich beschäftige mich seit mehr als 50 Jahren mit diesem Verein, habe selbst 8 Jahre für den Verein gespielt, schreibe seit 13 Jahren einen Blog über diesen Verein und ich kann euch sagen, wofür dieser Verein (bzw. die ausgeliederte AG) steht. Für jahrzehntelanger Mißwirtschaft, für sportliche Debakel und Peinlichkeiten, für Selbstoptimierung und Abzocke, für einen mehr als überfälligen Abstieg, für 7 Jahre in der Liga der Maltafüße und dem Status des Zweitliga-Dinos und – für gesteuerte und bezahlte Propaganda. Euch wird von den Hofberichterstattern ein Verein verkauft, der nicht existiert. Euch werden Werte angedreht, während prügelnde Vollwichser Fans des eigenen Vereins schlagen, Fernzüge vollkacken, Polizeiuniformen verbrennen, andere Zuschauer durch Pyros gefährden und irgendwas von „Freiheit“ orken. Tatsache ist, dass dieser Verein keine Werte hat, die künstliche erzeugte Wagenburg war in der Lage, nahezu sämtliche „Aufstiegshelden“, die Wochen zuvor noch auf Mottowagen während einer Loveparade um die Alster kutschiert wurden, herzlos und durch die kalte Küche zu entsorgen. Wo war eurer Aufschrei?
Jetzt habe ich die Lösung, ihr seid Fan der Raute (im Herzen). Also ungefähr so wie die Fans von Werder Bremen und Borussia Mönchengladbach, denn deren Vereinswappen ziert ebenso eine Raute. Was ist denn diese Raute eigentlich? Tatsächlich ist sie nichts anderes als ein künstlich erzeugtes Symbol mit den Vereinsfarben, aber ein künstlich erzeugtes Symbol war eine Hakenkreuzflagge auch, wenn auch die Swastika darin ein mehr als 10.000 Jahre altes Zeichen darstellt. Meine Frage: Wärt ihr auch KSV-Fans, wenn das Vereinssymbol keine Raute wäre, sondern vielleicht ein Kreis oder ein Dreieck? Eure Raute hat ja noch nicht einmal einen Bezug zu der Stadt Hamburg, im Gegensatz zum Vereinssymbol des FC St. Pauli übrigens. Eure Raute ist austauschbar, auch andere Vereine haben die Vereinsfarben Blau-weiß-schwarz, darauf seid ihr jetzt stolz? Im Ernst? Also – wofür bezahlt ihr € 100 für ein Spiel gegen Werder Bremen? Warum kauft ihr für € 120 das Trikot mit der Beflockung eines Spielernamens, der in drei Wochen schon für einen anderen Klub kicken könnte? Ich erkläre es euch: Weil ihr einem von gekauften Fanboys kreierten und künstlich erzeugten Hologram einer Vereins-Simulation hinterherlauft. Weil ihr an etwas glauben wollt, was nicht existiert.
Und weil ihr am Ende des Tages noch nicht einmal erklären könntet, warum ihr eigentlich einer AG hinterher rennt, die euch jedes Jahr wieder verarscht. Eure Dummheit und eure Ahnungslosigkeit ist das größte Kapital dieses Vereins. Und bevor ihr mich jetzt mal wieder auf Facebook bepöbelt, beantwortet euch doch erstmal selbst die Frage, wovon und warum ihr eigentlich KSV-Fans seid. Oder startet doch mal einen Selbstversuch, auch wenn es schwerfällt. Ignoriert einfach mal für einen Monat sämtliche Produkte der Hofberichterstatter und guckt dann, ob ihr immer noch glühende Anhänger seid. Aber vielleicht ist die Beantwortung der Frage auch viel einfacher als man glaubt, vielleicht seid ihr ganz simpel Fan davon, KSV-Fan zu sein, weil es auch ein Gefühl der Zugehörigkeit gibt, obwohl ihr ganz tief drin genau wisst, dass der Verein auf euch scheißt.
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Am Ende des Tages ist man Fan von etwas, das man selber nicht erreichen kann.
Sportlichen Erfolg – auch wenn der im Fall des 🐇🦚 schon mehr als 40 Jahre zurück liegt.
Am Ende des Tages ist man Fan von etwas, das man selber nicht vorweisen kann.
Tradition – auch wenn die im Fall des 🐇🦚 von den aller wenigsten sich im Stadion benannt werden kann.
Am Ende des Tages ist man Fan von etwas, das einen großen wirtschaftlichen Erfolg nachweisen kann.
0 Euro Nettoverschuldung – auch wenn im Fall des 🐇🦚 keiner von den hohlen Hüpfer erkennt, wo hier die Lüge liegt.
Am Ende des Tages ist man Fan von etwas, das eine schönerer Heimstatt hat, als man selber.
Volksparkstadion – auch wenn im Fall des 🐇🦚 auf den Tribünen zukünftig niemand mehr hüpfen darf, ohne dass das feuchte Gemäuer einzustürzen droht.
Am Ende des Tages ist es offensichtlich egal, von welchem Fussballverein, wo auch immer auf der Welt, man Fan ist.
Finanziell gesunder, traditionsreicher, erfolgreicher Fussball in tollen Stadien gibt es ganz selten.
Auch wenn im Fall des 🐇🦚 die Gazetten in der Handestadt so tun, als ob die Goldenen Zeiten nie Enden werden!
Herrje…
Der invalide Fussballrentner kommt ohne nachnominierten Einsatz für die dänische Nationalmannschaft verletzt nach Hamburg zurück und wird seinen Posten als Kapitän und Motivator zukünftig aus der Reha und noch nicht einmal von der Tribüne aus leisten.
https://toralarm.bild.de/18/de/69158260418baeaaac0ea55e/
Verletzt im Training? Das waren mir immer die Liebsten. Der Typ ist doch Sportinvalide.
Man muss sich diesen Bericht durchlesen und auf der Zunge zergehen lassen: „Wegen der Verletzungsgeschichte des 31-Jährigen gab es eine bestimmte Absprache. „Wir sind sehr eng im Austausch mit der Nationalmannschaft, was seine Steuerung angeht, weil das natürlich bei ihm immer ein Thema ist“, sagte Polzin am Mittwochmittag und sprach von „zwei Meetings“, die der HSV mit Dänemarks Athletiktrainern abgehalten habe, „um das bestmöglich hinzubekommen“ – um also das Risiko einer weiteren Blessur auf das absolut Mindeste zu reduzieren. Am Abend setzte es dann jedoch die bittere Botschaft.
Damit auch der letzte Hohlhüpfer beim KSV versteht wie aberwitzig dieser Transfer ist dröseln wir das kurz auf. Der KSV verpflichtet einen (Halb-) Invaliden, schafft es nach genau 4 Monaten!!!! den Spieler für 60 Minuten spielfähig🤣🤣🤣 auf den Platz zu bekommen, dann kommt der dänischen Not geschuldet eine völlig überraschende Einladung zur N11 und der Spieler verletzt sich bei der ersten Trainingseinheit wieder.
Allein diese Aussage: „um also das Risiko einer weiteren Blessur auf das absolut Mindeste zu reduzieren“ muss doch auch dem Letzten aufzeigen das dieser Spieler nicht mehr für Leistungssport geeignet ist, der Mann ist ein körperliches Wrack!!!
Zudem sollte diese Personalie auch dem Letzten in aller Deutlichkeit aufzeigen, was hier schon jahrelang beschrieben wird, das das Leben beim KSV tatsächlich einer einzigen Wohlfühloase gleicht. Bestimmt wird bei der dänischen N11 während 2 aufeinanderfolgenden Quali-Spielen nicht sonderlich intensiv trainiert, aber der KSV Königstransfer verletzt sich trotzdem dabei. Jeder mit normalem Verstand muss spätestens jetzt erkennen wie beim KSV trainiert und die Spieler in Watte gepackt werden.
Die Verantwortlichen für diesen Transfer, der den KSV für den 2-Jahres Vertrag mindestens 6-8 Millionen kosten wird, müssten eigentlich spätestens nach Bekanntwerden einer solchen Personalie fristlos gefeuert werden.
Aber wie wir hier alle wissen wird mit dem Hauptverantwortlichen dieses Dilemmas in Kürze der Vertrag langfristig verlängert, das kann man sich beim besten Willen nicht vorstellen. Treffenderweise muss ich hier mal wieder mit folgendem Kühne Zitat enden: „Nur die Luschen bleiben in Hamburg hängen.“
Ich bin Fan vom HSV
weil ich emotionales Chaos einfach mag. Andere machen Yoga, ich schaue dem HSV beim Selbstmanagement zu.
Denn wer braucht schon Meditation oder Therapie, wenn man die wöchentliche HSV-Pressekonferenz hat? Solange dort wieder über „strukturelle Veränderungen“ gesprochen wird, muss ich mich nicht mit meinen eigenen beschäftigen. Der Verein ist quasi mein persönlicher Burnout-Puffer: Er lenkt zuverlässig von allem ab, was wirklich wichtig wäre.
Ich bin Fan, weil der HSV ist meine legale Möglichkeit ist, alles rauszulassen. Wut, Enttäuschung, Existenzangst — alles kann in 90 Minuten raus, ohne dass ich dabei Geschirr zerstöre. Ich kann mich aufregen, beleidigt schweigen oder in Capslock twittern – und am Ende nennt man das „Leidenschaft“. Großartig.
Ich bin Fan, weil es privat oder beruflich hakt, deshalb schiebe ich einfach alles auf den Verein. Ein bisschen Selbstverlagerung schadet ja nicht. Die Vereinsführung liefert schließlich regelmäßig Material, das einem die eigene Unordnung wunderbar spiegelt: schlechte Kommunikation, planloses Handeln, vernebelte Zuständigkeiten. Es ist fast rührend, wie sehr der HSV mein Innenleben nachspielt.
Aber es sind die Kleinigkeiten. Wenn der Verein mal wieder eine Trainerentscheidung hinauszögert oder einen Spieler holt, der „entwicklungsfähig“ ist, dann bin ich nicht einfach verärgert. Ich fühle mich existenziell betrogen. Weil jede dieser Entscheidungen sinnbildlich steht für: „Wir haben nichts gelernt.“ Der HSV ist quasi die perfekte Metapher für den menschlichen Fortschritt – immer angekündigt, nie vollzogen.
Ich bin Fan, weil ich’s nicht mehr anders kann. Empörung ist zur Routine geworden. Der Ärger über das Management ist mein emotionaler Grundrauschen-Filter. Wenn ich mal zufrieden bin, fühlt es sich falsch an. Also warte ich lieber auf die nächste Personalposse oder das nächste Interview, das alles wieder ins Lot bringt. Der HSV ist mein emotionaler Heimathafen — chaotisch, aber vertraut.
Fazit:
Ich bin Fan, weil der HSV das Versprechen ist, dass Hoffnung unsterblich ist – egal, wie oft sie stirbt.
Weil ich mich in seiner Planlosigkeit wiedererkenne. Und weil es einfach schön ist zu wissen: Irgendwo in Hamburg sitzt jemand, der noch weniger Struktur im Leben hat als ich.
Das war… Satire
Ich habe den Blog mal aus Neugierde bei ChatGPT hineinkopiert ,weil ich auch Schwierigkeiten habe die Frage für mich selbst zu beantworten:
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Das ist ein sehr pointierter, ja fast polemischer Text aus dem HSV-Arena-Blog – und er beschäftigt sich mit einer spannenden und zugleich unbequemen Frage: Warum ist man eigentlich Fan eines Vereins?
Der Autor nutzt den HSV (bzw. KSV) als Beispiel, um grundsätzliche Mechanismen des „Fan-Seins“ zu kritisieren. Seine Hauptthesen lassen sich in etwa so zusammenfassen:
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🧩 1. Die Frage nach dem „Wovon“
Der Autor stellt provokant fest: Viele Fans wissen gar nicht, wovon sie eigentlich Fans sind.
Nicht von den Spielern (die ständig wechseln).
Nicht vom Trainer (der bald entlassen wird).
Nicht vom Vorstand (der kaum Bezug zum Sport hat).
Vielleicht von einem Symbol (der Raute) – aber das ist austauschbar und künstlich.
→ Also: Was bleibt da eigentlich übrig?
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💼 2. Kritik an der Kommerzialisierung
Er argumentiert, dass die HSV-AG (also die ausgegliederte Profiabteilung) letztlich ein Unternehmen ist, das Fans als Kunden betrachtet – und deren Ahnungslosigkeit und Loyalität ausnutzt.
Das Fan-Sein wird hier also als eine Form von Selbsttäuschung gesehen: Man glaubt, an etwas „Echtes“ zu glauben, folgt aber einem Marken-Konstrukt.
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🧠 3. Psychologie des Fan-Seins
Trotz aller Kritik kommt der Text am Ende auf etwas Menschliches:
Vielleicht sind Fans einfach Fans des Fan-Seins – des Gefühls der Zugehörigkeit, der Gemeinschaft, des „Dabeiseins“.
Man bleibt dabei, obwohl man weiß, dass man enttäuscht wird – so wie man zu einer Familie gehört, auch wenn man sich über sie ärgert.
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❤️ 4. Interpretation
Im Kern ist das also weniger ein Anti-HSV-Text, sondern eine gesellschaftliche Kritik am modernen Profifußball und seiner Beziehung zu den Fans:
Fußballvereine sind längst Unternehmen mit Marketingstrategien, Zielgruppen und „Fanbindung“ als Produkt.
Fans dagegen suchen Emotion, Identität, Zusammenhalt – Dinge, die sich nicht kaufen lassen.
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💬 Fazit / Antwort auf die Frage:
> „Warum ist man Fan von einem Verein?“
Weil man:
dazugehören will,
sich mit einer Idee identifizieren möchte,
Emotionen sucht (Leidenschaft, Stolz, Hoffnung, Schmerz),
und weil man selten rational, sondern emotional entscheidet.
Der Blogtext entlarvt diese Emotion aber als manipulierbar – und fordert die Leser auf, selbstkritisch zu hinterfragen, ob ihr „Fan-Sein“ wirklich mit einem Verein zu tun hat, oder eher mit einem Bedürfnis in ihnen selbst.
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Bei mir war es wohl am ehesten unter Punkt 4 Leidenschaft und Identifikation. Das hat sich nach den ersten Stadionbesuchen wohl verfestigt. Abwärts ging es dann bei mir als mangelnde Leistung bzw . Einstellung der Spieler quasi zu einem Dauerzustand wurden und das der Fokus des Vereins sich immer weiter vom sportlichen entfernt hat . Dazu die dauerhaft fehlende Perspektive.
Vielen Dank für den Blog ,wirklich sehr interessant sich mal selbst zu hinterfragen .
So ist das, wenn man letztlich nur ein Symbol verherrlicht:
Ich war auch mal Fan von Schwarz-Weiss-Blau. Das Symbol war ein stilisierter Flugzeugpropeller und das Unternehmen heißt BMW. Damals gab es Fahrzeuge mit Typenbezeichnungen wie 325i und die 25 stand für einen soliden, robusten, zuverlässigen, laufruhigen Sechszylinder Motor mit 2,5 Liter Hubraum. Da war also tatsächlich drin, was draufsteht. Heute bringt der selbe Laden einen 318i raus, der nur 1,5 Liter Hubraum hat und seine Leistung aus völlig überzüchteten drei Zylindern holt. Die Dinger halten nicht mehr lange, laufen weniger ruhig. Der Laden hat also alles herunterentwickelt, was sein Produkt einst ausgemacht hat. Da ist selbstverständlich jede Fanliebe und Gefolgschaft dahin. Genau so sollte es mit dem KSV und anderen Clubs sein, die Ihre Identität verraten haben.
Interessante Frage, die ich mal aus meiner Sicht (ja klar, aus welcher auch sonst) zu beantworten versuche.
Ich denke, ich bin Fan von Menschen, deren Lebensleistung etwas besonderes und außergewöhnliches geschaffen hat.
Da ist es relativ unerheblich, aus welchem Bereich diese außergewöhnlichen Ergebnisse resultieren.
– Robert Hare hat im Bereich Psychopathie Maßstäbe gesetzt, die noch heute Gültigkeit haben. Ganz großartig!
– C. G. Jung, der gezeigt hat, dass es Spiritualität und Psychologie eine Einheit sein können.
– Erich von Däniken, der allen Widerständen zum trotz seinen Stiefel durchgezogen hat, und das bis heute. Inhaltlich stimme ich sowieso mit ihm überein.
– Terry Pratchett. Für meinen Geschmack der größte Wortkünstler und fantasievollste Weltenbauer, den es gab. Dicht gefolgt von Walter Moers.
– Sir Walter Scott und sein Ivanhoe. Der König und Meister der mittelalterlichen Romane. Mit einem Wortschatz ausgestattet, der seinesgleichen sucht. Und einer Schreibweise, die direkt in die Welt von Richard Löwenherz hineinzieht.
– Sir Anthony Hopkins. Gründe sind klar.
– Jamie Oliver. Die erste Kochshow deren Rezepte auch noch nachvollziehbar waren und sind. Bin dabei geblieben. In dem Zusammenhang zu nennen sind auch Gordon Ramsay und Heston Blumenthal.
– H.P. Lovecraft, weil Horror zuvor und danach nie wieder so bildgewaltig, spannend und heftig geschrieben wurde.
Es gäbe noch so einige mehr, aber das ist meine Auswahl des Tages.
All diese Menschen haben was phänomenales, was spektakuläres und was bleibendes geleistet.
Das finde ich beeindruckend. Daher bin ich Fan von diesen Leuten.
Wenn ich das jetzt mal auf Fußballvereine ummünze, dann kann ich feststellen, ich bin kein Fan im eigentlichen Sinne, auch nicht von Werder. Ich fiebere mit. Vielleicht leide ich auch mit. Ich ärgere mich. Ich freue mich.
Aber Fan sein ist für mich etwas anderes, etwas tieferes.
Etwas, das man nicht einfach ablegt, wie ein Trikot, wenn der Spieler woanders unterschrieben hat.
Fan sein bedeutet auch nicht einer Scheinwelt zu huldigen, nur weil die viel glorreicher ist als das eigene Leben, nur um dann feststellen zu müssen, dass diese Scheinwelt noch nicht mal glorreich ist, sondern nur ein Haufen erfolgloser Müll.
Dies alles ist nur meine Ansicht. Die muss niemand teilen, oder auch nur gut finden.
Alter, kurz fassen ist echt nicht so mein Ding.
Es gab eine Zeit, da stand ich in der Westkurve, Blog E, inmitten von Löwen, mit denen ich ohne Kontrolle ins Stadion kam. Schon damals interessierte mich nur eins: sportlicher Erfolg, den ich selbst bei den Finals von „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin 3 Jahre hintereinander erlebt hatte.
Und plötzlich wirbelte da so eine Lichtgestalt namens Kevin Keegan auf dem Rasen und brachte eine unfassbare Energie mit, gepaart mit fußballerischer Klasse und einem unbändigen Siegeswillen. Und mit der Mighty Mouse wurden Tore erzielt, Siege eingefahren und Meisterschaften gewonnen. Das war mein HSV, davon war ich Fan.
Das ging einige Jahre so weiter und dann war es 1987 vorbei. Mit dem kleinen Engel gab es nochmal ein kurzes Aufleben dieser Erinnerungen, aber eben keine Titel. Seitdem hat sich der HSV kontinuierlich zu einem widerlichen Arschlochverein entwickelt. Brüllen, Saufen und Orken ohne jeglichen sportlichen Erfolg beelendet mich nur noch. Es ist vorbei. ENDE
Über dieses Thema könnte man wahrscheinlich mehr Worte schreiben als Münchhausen Gehirnzellen hat …. Ganz objektiv muss man feststellen, dass die „Liebe“ zum Verein bei den Anhängern des KSV anscheinend noch blinder und irrationaler ist als bei anderen Clubs.
Bestes Beispiel: Yussi 🤕. Da wird ein Sportinvalide, der seit längerem nichts mehr gerissen hat, für etliche Millionen rekrutiert, und wird vom ersten Tag lang nur behutsam an seine Belastungsgrenze gesteuert, bis er beim ersten Training außerhalb der Comfort Zone „KSV“ sofort verletzt ausfällt.
Statement des Trainers vor ein paar Wochen: „Es war aus meiner Sicht definitiv die richtige Entscheidung. Wir stehen zu dieser Entscheidung. Sie war gut und sie hilft der Mannschaft“.
Das ist doch nur noch Satire, und die Hüpfer: Feiern das.
Ich kann mich noch gut an Cardoso erinnern. 5 Jahre HSV, davon 3 Jahre verletzt oder waren es 4?
Naja, „Kapitän“ Yussi war von Anfang an nur als PR- Aktion geplant.
Ich glaube nicht das sie mehr als eine gelegentliche Rolle als Rasenmaskottchen für ihn vorgesehen haben.
Red Bull lacht sich wohl immer noch ins Fäustchen das sie für ihn auch noch Geld bekommen haben…