HSV-Fanvorfälle: Gewalt, Pyro und Polizeieinsätze (ca. 2000–2025)

Einleitung

Diese Übersicht fasst dokumentierte Vorfälle rund um Fans des Hamburger SV zusammen –
insbesondere Gewalt, massive Pyrotechnik und größere Polizeieinsätze. Der Fokus liegt
auf den Jahren 2024 und 2025, ergänzt um markante Vorfälle der vergangenen zwei
Jahrzehnte. Es handelt sich nicht um eine vollständige Polizeistatistik, sondern um
eine Sammlung öffentlich berichteter Ereignisse (Presse, DFB-Sportgericht, Polizei).

1. Verbrannte Polizeiuniform im HSV-Block (Volkspark, März 2024)

• Datum / Wettbewerb: 03.03.2024, 2. Bundesliga
• Spiel: Hamburger SV – VfL Osnabrück
• Ort: Volksparkstadion, vor allem Nordtribüne
In der HSV-Kurve wurde während der Partie ein Polizei-Uniformhemd (in Berichten teils
als Pullover oder Hemd beschrieben) hochgehalten und angezündet. Die Aktion war klar
gegen die Polizei gerichtet und stand im Kontext eines eskalierenden Konflikts zwischen
Teilen der HSV-Fanszene und den Sicherheitsbehörden.
Die Polizei leitete Ermittlungen ein, unter anderem wegen öffentlicher Aufforderung zu
Straftaten. Der Hamburger Innensenator bezeichnete die Uniform-Verbrennung später als
„unerträglich“ und sprach von einem zunehmenden Hass auf die Polizei. Der HSV distanzierte
sich offiziell von der Aktion.

2. Pyro-Angriff auf einen Imbiss im Rostocker Stadion (Februar 2024)

• Datum / Wettbewerb: 17.02.2024, 2. Bundesliga
• Spiel: Hansa Rostock – HSV (2:2)
• Ort: Ostseestadion, Gästeblock
In der Halbzeit griff eine Gruppe HSV-Anhänger im Gästeblock einen Imbiss-Stand im
Stadion an. Es wurden zunächst pyrotechnische Gegenstände auf den Stand geworfen, danach
wurde der Cateringbereich verwüstet und teilweise geplündert. Drei Mitarbeitende des
Imbissbetriebs wurden verletzt (unter anderem Kopfplatzwunde und Knalltrauma).
Die Polizei ermittelt unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs. Beide Vereine
(Hansa und HSV) verurteilten die Vorfälle öffentlich.

3. Großrazzia im HSV-Fanzug in Hamburg-Bergedorf (Februar 2024)

• Datum / Kontext: Rückreise nach Hansa Rostock – HSV, Nacht 17./18.02.2024
• Ort: Hamburg-Bergedorf, Regionalzug mit HSV-Fans
Auf der Rückfahrt nach Hamburg stoppte die Bundespolizei in Bergedorf einen Zug mit
HSV-Fans. Rund 855 Personen wurden über mehrere Stunden kontrolliert. Ziel war, eine
Gruppe von 50–60 mutmaßlichen Gewalttätern zu identifizieren, die zuvor bei einem
anderen Anlass (u.a. Angriff auf gegnerische Fans in Mannheim) aufgefallen waren.
Die Polizei meldete 31 identifizierte Gesuchte sowie mindestens eine Festnahme wegen
Angriffs auf Polizeibeamte. In der Fanszene wurde der Einsatz als „Kollektivbestrafung“
gewertet und trug deutlich zur weiteren Eskalation des Verhältnisses zwischen Polizei
und Teilen der HSV-Ultras bei.

4. Anti-Polizei-Choreo und Stadiondurchsuchung (Februar 2024)

• Datum / Wettbewerb: 25.02.2024, 2. Bundesliga
• Spiel: HSV – SV Elversberg (1:0)
Bei diesem Heimspiel zeigte die Nordkurve eine aufwendige Choreo mit klar polizeifeindlichen
Botschaften, etwa „Niemals Freund, niemals Helfer – ganz Hamburg hasst die Polizei“ und
weiteren Motiven, in denen ein blutender Polizeihelm dargestellt wurde.
Die Choreo sorgte bundesweit für Schlagzeilen. Vertreter von Politik und Polizei übten scharfe
Kritik. Der Verein stellte klar, dass man sich von Gewalt und bestimmten Motiven distanziere,
während Teile der Ultras die Aktion als Ausdruck von Unmut über aus ihrer Sicht unverhältnismäßige
Polizeieinsätze bezeichneten.
Wenige Tage später wurde das Volksparkstadion durchsucht; dabei wurden Material und Banner
beschlagnahmt. Es folgten weitere Ermittlungen wegen möglicher Straftatbestände in Zusammenhang
mit den gezeigten Symbolen und Parolen.

5. Weitere Vorfälle mit HSV-Fans 2024–2025 (chronologische Übersicht)

5.1 DFB-Pokal in Freiburg (Oktober 2024)
• Datum / Wettbewerb: 30.10.2024, DFB-Pokal 2. Runde
• Spiel: SC Freiburg – HSV (2:1)
• Ort: Europa-Park-Stadion, Freiburg
Im HSV-Block wurden zahlreiche pyrotechnische Gegenstände gezündet. Medienberichten zufolge
wurden auch Pyros in Bereiche mit Sitzplätzen bzw. in andere Zuschauerbereiche geworfen.
Das DFB-Sportgericht verhängte daraufhin eine Geldstrafe in Höhe von 46.500 Euro gegen den HSV.

5.2 Massenschlägerei mit Kölner Fans vor der „Rutsche“ (Januar 2025)
• Datum / Kontext: 18.01.2025, vor dem Ligaspiel HSV – 1. FC Köln
• Ort: Hamburg-St. Pauli, Umgebung der Kneipe „Rutsche“
Vor dem Topspiel gegen den 1. FC Köln kam es auf St. Pauli zu einer massiven Auseinandersetzung.
Eine größere Gruppe von etwa 150 teils vermummten HSV-Hooligans griff Kölner Fans an, die sich
vor einer Kneipe aufhielten. Berichtet wurde von Schlägen und Tritten, teilweise auch gegen
am Boden liegende Personen; unter den Betroffenen befanden sich auch Frauen und ältere Fans.
Die Polizei ging dazwischen, trennte die Gruppen und stellte zahlreiche Personalien fest. In den
Folgewochen wurden weitere HSV-Hooligans identifiziert. Es steht die Forderung nach umfassenden
Stadion- und Bereichsverboten im Raum.
5.3 Pyro in Berlin, Münster und auf Schalke – Sammelstrafe 2025
• Spiele:
– Hertha BSC – HSV (Berlin)
– Preußen Münster – HSV (Münster)
– FC Schalke 04 – HSV (Gelsenkirchen)
In allen drei Partien wurden im HSV-Block umfangreich pyrotechnische Artikel gezündet. In Münster
flog mindestens ein Böller in den Heimbereich, auf Schalke sorgten Rauchkörper und Blinkfackeln
für eine kurze Unterbrechung des Spiels. Das DFB-Sportgericht fasste mehrere Vorfälle zusammen und
verhängte 2025 eine Gesamtstrafe von über 120.000 Euro gegen den HSV.
5.4 Angriff auf das Bordbistro im ICE (Mai 2025)
• Datum / Kontext: 04.05.2025, Rückreise nach einem Auswärtsspiel in Darmstadt
• Ort: ICE auf der Strecke, Zwischenstopp Hannover
Auf der Rückreise von einem Auswärtsspiel versuchten HSV-Fans, das Bordbistro des ICE zu stürmen.
Zugpersonal wurde geschubst, bedroht und beleidigt. In der Folge wurde der Zug in Hannover gestoppt.
Der Bahnsteig wurde teilweise gesperrt, die Polizei stellte Personalien zahlreicher Beteiligter fest
und leitete Ermittlungen wegen Körperverletzung, Bedrohung und weiterer Delikte ein.
5.5 Freundschaftsspiel in Kopenhagen (Sommer 2025)
• Datum / Wettbewerb: Juli 2025, Testspiel
• Spiel: FC København – HSV
Beim Gastspiel in Kopenhagen inszenierte der HSV-Anhang eine große Pyroshow mit Bengalos und Rauch.
Der Vorfall sorgte vor allem in deutschen Medien deshalb für Aufmerksamkeit, weil die Liste der
Pyro-Strafen des HSV in den Vorjahren bereits sehr lang war. Konkrete Strafen durch den DFB stehen
bei reinen Auslandsfreundschaftsspielen häufig nicht im Vordergrund, die Bilder fügten sich aber
in das bekannte Muster ein.
5.6 Bundesliga-Derby gegen den FC St. Pauli (August 2025)
• Datum / Wettbewerb: 30.08.2025, Bundesliga
• Spiel: HSV – FC St. Pauli
• Ort: Volksparkstadion und Umfeld
Das eigentliche Spiel verlief weitgehend friedlich, allerdings wurden in der HSV-Kurve zahlreiche
St.-Pauli-Utensilien (Schals, Fahnen etc.) verbrannt. Zudem versuchten größere Gruppen, nach dem
Spiel geschlossen auf den Kiez zu ziehen, was die Polizei aus Sicherheitsgründen weitgehend
unterband. Die Lage wurde als angespannt, aber kontrollierbar beschrieben.
5.7 Böllerwürfe in Köln (November 2025)
• Datum / Wettbewerb: 02.11.2025, Bundesliga
• Spiel: 1. FC Köln – HSV (4:1)
• Ort: RheinEnergieSTADION, Köln
In der Halbzeitpause wurden aus dem HSV-Block Böller auf das Spielfeld geworfen. Außerdem kamen
Rauchbomben und weitere Pyrotechnik zum Einsatz. Der Anpfiff der zweiten Halbzeit verzögerte sich.
Der Stadionsprecher verurteilte die Aktion, viele Kölner Fans reagierten mit Pfiffen. Gegen den HSV
wurden DFB-Ermittlungen eingeleitet, eine deutliche Geldstrafe ist zu erwarten.
6. Rostock 2022 und weitere harte Vorfälle

Ein besonders heftiger Vorfall liegt etwas vor dem hier betrachteten Zeitraum, ist aber für das
Gesamtbild der HSV-Fanszene wichtig:
• Datum / Wettbewerb: 15.05.2022, 2. Bundesliga
• Spiel: Hansa Rostock – HSV (Saisonfinale, 3:2)
• Ort: Ostseestadion, Rostock
Rund um diese Partie kam es zu erheblichen Ausschreitungen. Insgesamt wurden mindestens 14 Personen
verletzt, darunter 12 Polizeibeamte. Aus dem Stadionbereich heraus flogen Gegenstände auf
Einsatzkräfte, es wurden Steine und ein Feuerlöscher geworfen. Außerdem setzten Fans umfangreich
Pyrotechnik ein. Auch auf der Anreise war es bereits zu Zwischenfällen gekommen, etwa Steinwürfen
auf einen Zug.

7. Ältere HSV-Pyro- und Gewaltvorfälle (Auswahl)

7.1 Abstieg 2018: Pyro beim Gladbach-Spiel
• Datum / Wettbewerb: 12.05.2018, Bundesliga
• Spiel: HSV – Borussia Mönchengladbach (1:2)
Im letzten Bundesligaspiel vor dem ersten Abstieg zündete ein harter Kern in der Nordkurve massenhaft
Bengalos. Einige Fackeln landeten auf dem Rasen, der Rauch beeinträchtigte zeitweise das Spiel.
Gegen einzelne Beteiligte wurde später unter anderem wegen schweren Landfriedensbruchs ermittelt;
in einem bekannten Fall konnte ein Täter anhand seiner Kleidung identifiziert und zu Bewährung
verurteilt werden.

7.2 „Randalemeister“ 2018/19
In der Saison 2018/19 war der HSV nach Auswertung mehrerer Portale der „Strafenmeister“ im deutschen
Profifußball. Insgesamt summierten sich die DFB-Strafen auf knapp 300.000 Euro, vor allem wegen
Pyrotechnik, unsportlichen Banners und wiederholter Vorfälle bei Heim- und Auswärtsspielen.
Besonders teuer waren die Stadtderbys gegen den FC St. Pauli.
7.3 Stadtderbys gegen den FC St. Pauli
Sowohl am Millerntor als auch im Volkspark kam es in den späten 2010er-Jahren und Anfang der 2020er
immer wieder zu massiven Pyroshows und hitzigen Szenen. Beim Derby 2019 am Millerntor zündeten beide
Fanlager so umfangreich Pyrotechnik, dass der DFB sechsstellige Strafen gegen beide Clubs verhängte.
Später kam es bei Derbys auch zu Tumulten vor dem Stadion und einzelnen Übergriffen zwischen den
Fanlagern sowie auf die Polizei.
7.4 DFB-Strafen als „Chronik der kleineren Scharmützel“
Seit den frühen 2000er-Jahren ist der HSV nahezu durchgängig in der Pyro-Statistik des DFB vertreten.
Die Strafentabelle listet regelmäßig fünfstellige Beträge pro Saison, etwa für:
• Pyro in Auswärtsblöcken (z.B. Berlin, Braunschweig, Darmstadt, Kiel, Heidenheim).
• Raketen und Böller, die in Richtung Spielfeld oder andere Zuschauerbereiche abgefeuert wurden.
• Relegationsspiele (z.B. in Fürth, Karlsruhe oder gegen Hertha), in denen jeweils weit über 100
pyrotechnische Gegenstände gezündet wurden.
Diese offiziellen Strafen bilden viele kleinere und mittelgroße Vorfälle ab, die medial nicht immer
groß ausgeschlachtet wurden, aber das Bild einer Fanszene zeichnen, in der Pyro und konfrontativer
Stil eine dauerhafte Rolle spielen.
8. Einordnung

• Die Mehrheit der HSV-Fans ist friedlich. Die genannten Vorfälle gehen auf einen
oft wiederkehrenden Kern von Ultras und Hooligans zurück.
• Gleichwohl haben sich über die Jahre klare Muster etabliert:
– sehr hohe Pyro-Bereitschaft (auch in riskanten Varianten),
– immer wieder Auseinandersetzungen mit gegnerischen Fans,
– ein zunehmend konfrontatives Verhältnis zur Polizei, das sich in Bannern, Gesängen, Aktionen
wie der Uniformverbrennung und gewaltsamen Vorfällen widerspiegelt.
• Gerade die Jahre 2024 und 2025 zeigen nochmals eine deutliche Zuspitzung: Rostock-Imbiss,
Bergedorf-Razzia, Anti-Polizei-Choreo, Uniformverbrennung, Massenschlägerei vor dem Köln-Spiel
und weitere Pyro-Exzesse machen den HSV in diesem Zeitraum zu einem der auffälligsten Vereine
in Deutschland, was Gewalt- und Risikoereignisse rund um Fanverhalten betrifft.

 
 
Datum Wettbewerb Spiel / Kontext Ort Art der Ausschreitungen Verletzte (bekannt) Polizeieinsatz / Folgen
18.01.2025 2. Bundesliga Hamburger SV – 1. FC Köln (Topspiel) Hamburg-St. Pauli Rund 200 HSV-Hooligans greifen vor dem Spiel friedliche Köln-Fans vor einer Kneipe in der Friedrichstraße an; teils vermummte Angreifer, massive Schlägerei. (Sport1.de) Mind. 2 Leichtverletzte, weitere möglich. Großeinsatz der Polizei, Fanlager werden getrennt, ca. 200 HSV-Fans werden gestellt, Personalien festgestellt und erkennungsdienstlich behandelt. (BILD)
08.02.2025 2. Bundesliga Hertha BSC – 1. FC Kaiserslautern (Topspiel) Raststätte an der A9 (Richtung Berlin) Auf der Anreise geraten FCK-Fans an einer Autobahn-Raststätte in eine heftige Auseinandersetzung, es kommt zu Schlägereien und Würfen von Gegenständen. (Sport1.de) Zahl nicht exakt genannt, einzelne Verletzte. Polizei greift mit starken Kräften ein, trennt die Gruppen und dreht einen Zug mit 219 FCK-Fans um; mehrere Identitätsfeststellungen. (Sport1.de)
22.02.2025 3. Liga Hansa Rostock – Dynamo Dresden Rostock (Ostseestadion) In der Halbzeit zünden Hansa-Fans massenhaft Pyrotechnik und schießen/fallenlassen Bengalos in den Dresdner Block und Richtung Ordnungskräfte; dichter Rauch, teils Panik. (WAZ) Laut Polizei 33 Zuschauer, 13 Polizisten und 5 Stadionmitarbeiter verletzt (v.a. Rauchgas, Verbrennungen, Knalltrauma). (DIE ZEIT) Einsatz zahlreicher Polizeikräfte; Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung, Landfriedensbruch und Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz; DFB leitet Verfahren gegen beide Vereine ein. (DIE ZEIT)
20.03.2025 3. Liga Alemannia Aachen – Hansa Rostock Aachen (Tivoli) Hansa-Anhänger richten im Gästeblock massive Sachschäden an (herausgerissene Sitze, zerstörte Einrichtungen), Pyrotechnik; teils aggressive Auseinandersetzungen mit Ordnern. (https://www.ran.de) Keine oder nur vereinzelte Verletzte öffentlich benannt, Schwerpunkt auf Sachschäden. Polizei nimmt Ermittlungen wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch auf; später wird bekannt, dass ein Polizist privat an den Krawallen beteiligt gewesen sein soll, Innenminister zeigt sich „schockiert“. (RND.de)
17.08.2025 DFB-Pokal, 1. Runde FV Illertissen – 1. FC Nürnberg Illertissen Nach dem Spiel versuchen Teile des Nürnberger Anhangs den Innenraum zu stürmen; es kommt zu Rangeleien mit Ordnern und Polizei, Flaschenwürfe und Schubsereien. (new-facts.eu) Mindestens ein Zuschauer mit Kopfverletzung, mehrere Fans mit Reizungen durch Pfefferspray. (new-facts.eu) Polizei setzt Pfefferspray ein, drängt Fans zurück und leitet Ermittlungen u.a. wegen Landfriedensbruch ein. DFB prüft sportgerichtliche Konsequenzen. (new-facts.eu)
20.10.2025 2. Bundesliga Karlsruher SC – 1. FC Kaiserslautern (Südwest-Derby) Karlsruhe (Wildpark) Nach der 2:3-Niederlage suchen KSC-Fans am Zaun des Gästeblocks die Konfrontation mit FCK-Fans; es kommt zu Schlägereien am Zaun und im Umlauf. (Süddeutsche.de) Mindestens 6 Verletzte: 2 Ordner schwer, 3 weitere Ordner und 1 Polizist leicht verletzt. (Süddeutsche.de) Polizei und Ordnungsdienst beenden die Auseinandersetzungen, mehrere Personen werden vorläufig festgenommen, Ermittlungen wegen verschiedener Delikte laufen. (Süddeutsche.de)
25.10.2025 Bundesliga (Auswärtsspiele) Fans des FC St. Pauli (unterwegs nach Frankfurt) und VfL Wolfsburg (unterwegs nach Hamburg) Hannover Hbf Etwa 50 Fans beider Bundesligisten treffen zufällig aufeinander; es kommt zu Flaschenwürfen, Einsatz von Baustellenabsperrungen als Wurfgeschosse und körperlichen Angriffen. (RND.de) Mehrere Verletzte, genaue Zahl nicht genannt. (RND.de) Bundespolizei trennt die Gruppen, stellt Pyrotechnik und Schutzbewaffnung sicher, nimmt Daten von rund 150 Personen auf. Über 200 St.-Pauli-Fans wird für das Spiel in Frankfurt ein Stadionverbot (Begehungsverbot) ausgesprochen. (RND.de)
01.11.2025 (morgens) Bundesliga/2. Liga (Reisetag) Fans von Borussia Dortmund (auf Rückreise aus Augsburg) und Schalke 04 (im Sonderzug nach Karlsruhe) Köln Hbf Am Bahnsteig kommt es zu einer verabredungsähnlichen Massenschlägerei („Drittort-Schlägerei“) zwischen jeweils etwa 340 Anhängern; ein Schalke-Fan löst im Zug die Notbremse, zahlreiche Personen stürmen auf den Bahnsteig, es wird massiv geschlagen und getreten. (DIE ZEIT) Ein Polizist verletzt, weitere Verletzte unter Fans möglich, aber nicht genau beziffert. (DIE WELT) Bundespolizei setzt Schlagstöcke und Pfefferspray ein, trennt die Gruppen und drängt sie in die Züge zurück; keine sofortigen Festnahmen, aber Ermittlungen u.a. wegen gefährlicher Körperverletzung, Landfriedensbruch und Missbrauch der Notbremse. (DIE WELT)
01.11.2025 (Nachmittag) 2. Bundesliga Hertha BSC – Dynamo Dresden (Hochrisikospiel) Berlin (Olympiastadion) Großaufgebot (über 1000 Polizisten, Wasserwerfer, Hunde) wegen erwarteter Krawalle; vor und im Stadion Pyrotechnik im Gästebereich, eine größere Auseinandersetzung im Stadion kann „im letzten Moment“ durch Polizei verhindert werden. (Tagesspiegel) Konkrete Opferzahlen sind nicht veröffentlicht, Polizei spricht von einem insgesamt „vergleichsweise ruhigen“ Einsatz trotz Zwischenfällen. (Tagesspiegel) Polizei meldet 30 Festnahmen, u.a. wegen tätlicher Angriffe, Körperverletzung und Widerstand; Ultras kritisieren den harten Polizeieinsatz (Hundestaffeln im Stadion, massive Präsenz vor der Kurve). (Tagesspiegel)
 
HSV 24/25
 
Jahr Datum Spiel / Kontext Ort Vorfall (HSV-Fans) Polizei / DFB-Reaktion
2024 17.02.2024 2. Liga: Hansa Rostock – HSV (2:2) Rostock Gruppe HSV-Fans beschießt einen Imbiss-Stand mit Pyro, plündert und verwüstet ihn; drei Mitarbeiter verletzt. Ermittlungen wegen schweren Landfriedensbruchs, Verletzte vor Ort versorgt.
2024 17./18.02.24 Rückreise Rostock–Hamburg, Regionalzug HH-Bergedorf Bundes- und Landespolizei stoppen Zug, kontrollieren ca. 855 HSV-Fans auf Suche nach Gewalttätern. 31 gesuchte Personen identifiziert, ein Fan wegen Angriffs auf Polizei festgenommen, zwei leisten Widerstand.
2024 25.02.2024 2. Liga: HSV – SV Elversberg (1:0) Hamburg, Volkspark Nordtribüne zeigt Choreo mit Bannern „Niemals Freund, niemals Helfer – ganz Hamburg hasst die Polizei“. Scharfe Kritik aus Politik, HSV distanziert sich und kündigt Konsequenzen an.
2024 28.02.2024 Folge des Elversberg-Spiels Hamburg, Volkspark Polizei durchsucht Stadion wegen ultra-kritischer Polizei-Banner (u.a. blutender Polizeihelm). Banner beschlagnahmt, Ermittlungen laufen, erneute öffentliche Debatte um Ultras und Polizei.
2024 03.03.2024 2. Liga: HSV – VfL Osnabrück (1:2) Hamburg, Volkspark Im HSV-Block wird ein Polizei-Uniformhemd verbrannt, weitere Protestbanner gegen Polizei und Verein. Ermittlungsverfahren u.a. wegen öffentlicher Aufforderung zu Straftaten; HSV verurteilt Aktion deutlich.
2024 30.10.2024 DFB-Pokal 2. Runde: SC Freiburg – HSV (2:1) Freiburg HSV-Anhänger zünden zahlreiche Pyros, teils werden Gegenstände in andere Zuschauerbereiche geworfen. DFB-Sportgericht verhängt 46.500 € Geldstrafe wegen unsportlichen Verhaltens der Anhänger.
2025 18.01.2025 Vor Bundesliga-Spiel HSV – 1. FC Köln HH-St. Pauli („Rutsche“) Ca. 150 vermummte HSV-Hooligans greifen Kölner Fans vor einer Kneipe an, auch Frauen werden attackiert. Polizei trennt Gruppen, mehrere Verletzte, Personalienaufnahme; später mind. 22 HSV-Hooligans identifiziert, Forderung nach Stadionverboten.
2025 25.01.2025 Liga: Hertha BSC – HSV Berlin Im Gästeblock werden zahlreiche Bengalos und Rauchtöpfe gezündet. Fließt später in ein DFB-Urteil ein: HSV muss für mehrere Pyro-Vorfälle insgesamt 123.180 € zahlen.
2025 07.02.2025 Liga: Preußen Münster – HSV Münster HSV-Fans zünden Pyrotechnik, ein Böller fliegt in den Heimbereich. Ebenfalls Bestandteil der 123.180-€-DFB-Strafe; der DFB betont die Gefährdung Unbeteiligter.
2025 19.04.2025 Liga: FC Schalke 04 – HSV Gelsenkirchen Im HSV-Block werden viele Rauchkörper, Blinkfackeln und Batterien gezündet; Spiel muss kurz unterbrochen werden. DFB-Sportgericht führt Spiel in Gelsenkirchen als gravierenden Teil des 123.180-€-Urteils gegen den HSV.
2025 04.05.2025 Rückreise vom Auswärtssieg in Darmstadt ICE vor Hannover HSV-Fans versuchen Bordbistro im ICE zu stürmen, Zugpersonal wird körperlich angegangen, bedroht und beleidigt. ICE in Hannover gestoppt, Bahnsteig gesperrt, Identitäten festgestellt; Ermittlungen wegen Körperverletzung und Beleidigung.
2025 Juli 2025 Testspiel FC København – HSV Kopenhagen HSV-Ultras inszenieren eine große Pyro-Show im Gästeblock (Bengalos, Rauch etc.). Kritische Berichte in Medien, möglicher DFB-Nachgang vor dem Hintergrund der Pyro-Historie.
2025 30.08.2025 Bundesliga-Derby: HSV – FC St. Pauli Hamburg, Volkspark / Kiez Spiel weitgehend friedlich, aber HSV-Ultras verbrennen St.-Pauli-Utensilien; größere Gruppen wollen auf den Kiez ziehen. Polizei unterbindet Marsch größerer Gruppen, bewertet Lage dennoch als angespannt; Polizeipräsident verweist auf Gewaltpotenzial und drängt auf Stadionverbote.
2025 02.11.2025 Bundesliga: 1. FC Köln – HSV (4:1) Köln Aus dem HSV-Block werden in der Halbzeit Böller aufs Spielfeld geworfen, dazu Rauchbomben und weitere Pyro gezündet; Anpfiff der 2. Halbzeit verzögert sich. Stadionsprecher verurteilt Aktion („geht gar nicht“), Kölner Fans pfeifen; DFB-Ermittlungen und hohe Strafe für HSV erwartet.
 
 
 
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| Jahr | Datum        | Spiel / Kontext                              | Ort                    | Vorfall (HSV-Fans)                                                                                          | Polizei / DFB-Reaktion                                                                                 |
|——|————–|———————————————–|————————|————————————————————————————————————-|——————————————————————————————————–|
| 2024 | 17.02.2024   | 2. Liga: Hansa Rostock – HSV (2:2)           | Rostock                | Gruppe HSV-Fans beschießt einen Imbiss-Stand mit Pyro, plündert und verwüstet ihn; drei Mitarbeiter verletzt.| Ermittlungen wegen schweren Landfriedensbruchs, Verletzte vor Ort versorgt.                            |
| 2024 | 17./18.02.24 | Rückreise Rostock–Hamburg, Regionalzug       | HH-Bergedorf           | Bundes- und Landespolizei stoppen Zug, kontrollieren ca. 855 HSV-Fans auf Suche nach Gewalttätern.         | 31 gesuchte Personen identifiziert, ein Fan wegen Angriffs auf Polizei festgenommen, zwei leisten Widerstand. |
| 2024 | 25.02.2024   | 2. Liga: HSV – SV Elversberg (1:0)           | Hamburg, Volkspark     | Nordtribüne zeigt Choreo mit Bannern „Niemals Freund, niemals Helfer – ganz Hamburg hasst die Polizei“.    | Scharfe Kritik aus Politik, HSV distanziert sich und kündigt Konsequenzen an.                          |
| 2024 | 28.02.2024   | Folge des Elversberg-Spiels                  | Hamburg, Volkspark     | Polizei durchsucht Stadion wegen ultra-kritischer Polizei-Banner (u.a. blutender Polizeihelm).             | Banner beschlagnahmt, Ermittlungen laufen, erneute öffentliche Debatte um Ultras und Polizei.          |
| 2024 | 03.03.2024   | 2. Liga: HSV – VfL Osnabrück (1:2)           | Hamburg, Volkspark     | Im HSV-Block wird ein Polizei-Uniformhemd verbrannt, weitere Protestbanner gegen Polizei und Verein.       | Ermittlungsverfahren u.a. wegen öffentlicher Aufforderung zu Straftaten; HSV verurteilt Aktion deutlich. |
| 2024 | 30.10.2024   | DFB-Pokal 2. Runde: SC Freiburg – HSV (2:1)  | Freiburg               | HSV-Anhänger zünden zahlreiche Pyros, teils werden Gegenstände in andere Zuschauerbereiche geworfen.       | DFB-Sportgericht verhängt 46.500 € Geldstrafe wegen unsportlichen Verhaltens der Anhänger.             |
| 2025 | 18.01.2025   | Vor Bundesliga-Spiel HSV – 1. FC Köln        | HH-St. Pauli („Rutsche“)| Ca. 150 vermummte HSV-Hooligans greifen Kölner Fans vor einer Kneipe an, auch Frauen werden attackiert.    | Polizei trennt Gruppen, mehrere Verletzte, Personalienaufnahme; später mind. 22 HSV-Hooligans identifiziert, Forderung nach Stadionverboten. |
| 2025 | 25.01.2025   | Liga: Hertha BSC – HSV                       | Berlin                  | Im Gästeblock werden zahlreiche Bengalos und Rauchtöpfe gezündet.                                           | Fließt später in ein DFB-Urteil ein: HSV muss für mehrere Pyro-Vorfälle insgesamt 123.180 € zahlen.    |
| 2025 | 07.02.2025   | Liga: Preußen Münster – HSV                  | Münster                 | HSV-Fans zünden Pyrotechnik, ein Böller fliegt in den Heimbereich.                                          | Ebenfalls Bestandteil der 123.180-€-DFB-Strafe; der DFB betont die Gefährdung Unbeteiligter.           |
| 2025 | 19.04.2025   | Liga: FC Schalke 04 – HSV                    | Gelsenkirchen           | Im HSV-Block werden viele Rauchkörper, Blinkfackeln und Batterien gezündet; Spiel muss kurz unterbrochen werden.| DFB-Sportgericht führt Spiel in Gelsenkirchen als gravierenden Teil des 123.180-€-Urteils gegen den HSV. |
| 2025 | 04.05.2025   | Rückreise vom Auswärtssieg in Darmstadt      | ICE vor Hannover        | HSV-Fans versuchen Bordbistro im ICE zu stürmen, Zugpersonal wird körperlich angegangen, bedroht und beleidigt.| ICE in Hannover gestoppt, Bahnsteig gesperrt, Identitäten festgestellt; Ermittlungen wegen Körperverletzung und Beleidigung. |
| 2025 | Juli 2025    | Testspiel FC København – HSV                 | Kopenhagen              | HSV-Ultras inszenieren eine große Pyro-Show im Gästeblock (Bengalos, Rauch etc.).                           | Kritische Berichte in Medien, möglicher DFB-Nachgang vor dem Hintergrund der Pyro-Historie.            |
| 2025 | 30.08.2025   | Bundesliga-Derby: HSV – FC St. Pauli         | Hamburg, Volkspark / Kiez| Spiel weitgehend friedlich, aber HSV-Ultras verbrennen St.-Pauli-Utensilien; größere Gruppen wollen auf den Kiez ziehen.| Polizei unterbindet Marsch größerer Gruppen, bewertet Lage dennoch als angespannt; Polizeipräsident verweist auf Gewaltpotenzial und drängt auf Stadionverbote. |
| 2025 | 02.11.2025   | Bundesliga: 1. FC Köln – HSV (4:1)           | Köln                    | Aus dem HSV-Block werden in der Halbzeit Böller aufs Spielfeld geworfen, dazu Rauchbomben und weitere Pyro gezündet; Anpfiff der 2. Halbzeit verzögert sich.| Stadionsprecher verurteilt Aktion („geht gar nicht“), Kölner Fans pfeifen; DFB-Ermittlungen und hohe Strafe für HSV erwartet. |
 

 Ist das schon Krieg?

BVB – VfB am 22. November 2025 + Überfall auf VfB-Fanbus (A3, Rasthof Siegburg)

Spiel: Borussia Dortmund – VfB Stuttgart, Bundesliga, 22.11.2025 (3:3)
Ort des Vorfalls: A3, Rasthof Siegburg West / später Rastplatz Logebachtal West

Hier waren nicht Dortmund- und Stuttgart-Fans direkt aufeinander los, aber der Vorfall hängt zeitlich mit dem Spiel zusammen und wird in vielen Berichten mit „nach dem Dortmund-Spiel“ verknüpft:

  • Nach dem 3:3 in Dortmund fuhren VfB-Fans mit dem Bus Richtung Süden. Parallel waren Eintracht-Frankfurt-Fans nach dem 4:3-Sieg in Köln auf der A3 unterwegs.

  • Am Rasthof Siegburg West soll ein Bus voller VfB-Fans von mutmaßlichen Eintracht-Hooligans regelrecht überfallen worden sein:

    • Der Bus wurde laut Medien von mehreren PKW/Großraumtaxis umzingelt,

    • rund 40 vermummte Angreifer warfen Flaschen und Pyrotechnik auf den Bus,

    • VfB-Fans wurden aus dem Bus gezerrt und geschlagen, ein Fan wohl bewusstlos geprügelt.

  • Der Busfahrer flüchtete trotz beschädigter Türen und stoppte erst am Rastplatz Logebachtal West, wo Polizei und Rettungsdienst die VfB-Fans versorgten; mindestens ein Verletzter kam ins Krankenhaus.

Formal ist das eine Hooligan-Attacke auf einem Rastplatz nach Dortmund – Stuttgart, auch wenn die Tätergruppe aus Frankfurt kam.