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Der Grund, warum soviel fachfremde „Experten“ in den Fußball strömen, ist meiner Meinung nach recht unspektakulär: das Geld.
Es dürfte kaum eine Branche geben, in der es so leicht ist, mit wenig Aufwand und Expertise schnell reich zu werden. Das zieht unweigerlich immer Gestalten an, die das System auszunutzen verstehen.
Und wenn nun so ein sog. Experte daherkommt und mit tollen Grafiken und Power-Point-Präsentationen die nicht gerade hellsten Köpfe in den Vereinen beeindruckt, ist schwuppdiwupp der gut bezahlte Beraterposten im Sack.
Und so spinnt sich das Netz immer weiter, denn dann wird der nächste Buddy als Experte für ein anderes Themenfeld installiert usw. und so fort.
Du hast es ja selbst schon mehrmals thematisiert: warum turnen da über 300 Leute auf der Geschäftsstelle herum plus externe Berater? Weil das Geld dafür vorhanden ist.
Aber dieses Phänomen wird jeder kennen, der mal in einem größeren Betrieb gearbeitet hat. Da laufen externe Berater rum, wo man sich die ganze Zeit fragt, was die da eigentlich den ganzen Tag treiben.
Als Gegenthese könnte man einwerfen, dass die „Verwissenschaftlichung“ den Fussball schneller, taktischer und damit insgesamt spielerisch attraktiver gemacht hat. Man stelle sich vor, die kettenrauchenden, zuspätkommenden Diven der 80er Jahre hätten mit ihren damaligen Fussball – Fähigkeiten professionell und mit entsprechendem Staff trainiert.
Natürlich zieht die Möglichkeit, hier unfassbar viel Geld zu verdienen (kein Vergleich mehr zu den 80ern und davor) auch entsprechende Gestalten an. Dann liegt es eben am Verein, sich gut zu überlegen, wen man einstellt. Dafür wiederum wäre ein ehemaliger Profi, der den Verein und seine DNA verinnerlicht hat, wertvoll. Allerdings weniger in schaltender Funktion, sondern eher als Instanz (z.B. Präsident).
Ich lese oft, dass der Fußball so viel schneller geworden ist. Das mag für die Top 10 Europas vielleicht sogar stimmen, wenn der Ball ohne Ballannahme rollt. Wenn ich Bundesliga schaue, sind die Spiele für mich nicht schneller oder besser. Wenn Spieler schneller laufen können wird nicht automatisch der Fußball besser. Was Taktik angeht geht es dann sogar Richtung Schach und Langeweile. Mit Ausnahme ganz weniger Top Clubs ist der Fußball nicht attraktiver geworden und es gibt heute wie damals extrem viel Fallobst. Was nützen 20 Minuten Tempo wenn die Mannschaften sich danach hinten rein stellen? Ist es attraktiver wenn der FC St. Pauli oder Heidenheim gegen eine Weltelf spielen? Nein, der Fußball ist nicht besser als zu Happel’s Zeiten. Er hat sich nur verändert, vom Sport zum Showgeschäft mit viel Potential zum Taschen stopfen.
Warum findet eigentlich jeder Verein irgendwann mal wieder einen wie „El Mala“, nur der HSV nie?
Weil es weder eine Strategie, Konzept etc noch ein funktionierendes Scouting gibt. Man ist da anderen Vereinen um ein Jahrzehnt hinterher. Lieber bleibt man „bei sich“ anstelle von anderen, welche es nachweislich besser machen zu lernen. Inkompetenz gepaart mit Arroganz.
Der verlinkte Bericht zum FC Bayern unterstreicht eindeutig die Anregungen von Grave, selbst beim absoluten Branchenprimus aus München kann man die ehemaligen „Legenden“ nicht mehr in den Verein einbinden. Bedingt durch die exorbitant gestiegenen Verdienstmöglichkeiten der letzten 20-25 Jahre haben es die Spieler einfach nicht mehr notwendig sich nach Ihrer aktiven Karriere weiterhin mit „täglicher Arbeit“ zu beschäftigen. Die Antwort von Schweinsteiger an Hoeneß unterstreicht dies doch deutlich so frei nach dem Motto: „Ich stehe doch nicht mehr jeden Morgen auf um weiterhin irgendwo täglich vor Ort sein zu müssen, moderiere ich lieber mit Fr. Sedlaczek alle 8 Wochen ein Länderspiel, kassiere dort auch noch schön ab und hab dann wieder 8 Wochen Ruhe.“
Hinzu kommt natürlich auch noch das es die von früher bekannte Vereinstreue gar nicht mehr gibt, es bleibt doch kein Spieler mehr länger als 3 Jahre bei einem Verein, daher kann sich auch keine engere Verbindung und Treue zu einem Verein aufbauen um in Anschluss an die aktive Zeit weiterhin in irgendwelcher Funktion für den Verein zu arbeiten.
Diese langjährige Vereinstreue gibt es doch nur noch beim FC Bayern, weil der Verein den Spielern über 8-10 Jahre auch absolute Spitzengehälter bezahlen und die Spieler somit langfristig an sich binden kann. Aber siehe Artikel auch dort ist es nicht mehr möglich die Spieler anschließend an den Verein zu binden.
Ein weiterer sicher nicht zu unterschätzender Grund ist die Internationalisierung in den Vereinen, schaut man sich bei den meisten Mannschaften die Kader an, stehen doch überall zwischen 50-70% ausländische Spieler unter Vertrag, deutsche doch zumeist nur noch um irgendwelche Mindestvorschriften und Klauseln zu erfüllen. Diese Spieler übernehmen dann, verständlicherweise, lieber irgendwelche Jobs in ihren Heimatländern.
All diese Punkte erleichtern meiner Meinung nach eindeutig den Einzug der Ahnungslosen, bestimmt nicht zum Nutzen des Fußballs.
Klasse Wortbeitrag (mal wieder), danke Grave! Es kommt immer mehr zu einer Entfremdung, der Profisport ist zu einer melkenden Wollmilchsau verkommen an der sich viele Artfremde bereichern. Ferner wird die Schere zwischen Top und Durchschnittsclubs immer größer. Sieht man sich die aufwendigen Europaligen an kann einem der Spaß vergehen. Es finden eine Menge Spiele statt die sportlich kaum von Wert sind, warum soll ich als Zuschauer dafür Geld ausgeben? Die Zuschauerzahlen sind dabei auch gar nicht mehr so wichtig, was zählt sind die Medieneinnahmen: WM, CLUB-WM, EUROPAMEISTERSCHAFT, NATIONS-LEAGUE, CL, EL, CONL, LANDESPOKAL und MEISTERSCHAFT! Brot und Spiele, Mahlzeit!
Interessantes Thema! Ich versuch mich auch mal an einer Meinung dazu.
Vorab, ist schon klar, dass man mein folgendes Beispiel nicht eins zu eins übertragen kann, aber ich nehme das auch nur zum verdeutlichen.
Kochen zum Beispiel war vor 30 oder 40 Jahren auch noch anders. Und davor ebenfalls.
Bocuse, Ducasse, Adria, Robuchon und zig Leute mehr haben das Kochen auf ein ganz neues, komplexes und teilweise kompliziertes Level gehoben. Und machen das teilweise auch heute noch.
Fehling, Amador, Blumenthal, Redzepi… die Liste ließe sich ewig fortsetzen.
Da gibt es Food Pairing, Sensorik, Aromenlehre und, Achtung, jetzt kommt’s dicke:
Flavor Mapping,
Umami Boosting,
Fat-Washing,
Ferment Forward,
Texture Pairing,
Aroma Layering,
etc.
Natürlich schmeckt ein Topf Spaghetti mit Tomatensoße toll. Ein Butterbrot auch. Und wer hat früher schon Saucen gemacht, in dem man das Rostgemüse tomatisiert?
Der Trick ist halt, die Dinge werden dadurch besser. Nicht alle, aber viele. Die Sache mit dem Rostgemüse ist einfach nur Mega. Die Saucen werden zehnmal besser. Mehr Tiefe und viel mehr Geschmack. Dazu Farbe und automatische Bindung.
Ein Butterbrot kann toll sein, aber wenn man ein Sandwich davon macht, und mit Rucola, Paprikastreifen, selbst gemachter Remoulade oder Spread, Serranoschinken oder italienischer Mortadella, vielleicht auch Chorizo aufmotzt, hat man etwas, was ein anderes Level beschreibt. Was nicht heißen soll, dass das gute alte Butterbrot deswegen out ist. Wer hätte jemals gedacht, dass etwas Zimt für Muscheln in Weißweinsauce einfach der Burner ist.
Was ich sagen will, ist, die Dinge entwickeln sich weiter. Immer und überall. Ob das immer gut ist, oder ob man damit klarkommt, steht auf einem anderen Blatt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass meine Oma mit Tomatenmark nicht so ganz viel anfangen konnte. Oder mit Ruccola.
Trotzdem war ihr Essen eine Sensation, aber eben etwas anders als heute.
So, das waren jetzt meine zwei Pfennig.
P.S.: Grave, mich könnte mal deine Einschätzung interessieren:
Ich hab das Gefühl, dass Doofy Gilmore am Ende des Tages nur eine Sprechpuppe ist. Ein dümmlicher Lakai, der zu allem ja und Amen sagt und ansonsten die Fresse hält. Den man vor die Kameras setzen kann, der medienwirksam in der Kabine die Mannschaft ankreischt, um Einsatz und Herzblut zu simulieren, und der generell als Prügelknabe herhalten kann, wenn der Zeitpunkt gekommen ist.
Vielleicht kann der Typ tatsächlich nichts mit dem portugiesischen Megastar anfangen, einfach, weil er ihn nicht braucht. Womöglich hat er das sogar kommuniziert, Honigkuchenpferd und Klaus Kroster war das aber wumpe, denn man konnte ja von Arsenal Spieler kriegen. Das freut das eigene Ego und die hüpfenden Ultras, die dann natürlich schön die Fresse halten und sie nur zum jubeln oder pöbeln aufreißen.
Okay, das war es jetzt aber auch.
Kleine Anmerkung selbst Escoffier tomatieresierte und ich in meiner lange, lange zurückliegenden Lehrzeit auch. War aber noch Escoffier
Ooohhh, ein Koch ist unter uns! Einer der Berufe, die ich, ohne Scheiß, total beeindruckend finde. Dafür muss man echt gemacht sein.
Escoffier hab ich in meiner winzigen Aufzählung ja total vergessen. Okay, der darf natürlich nicht fehlen. Dass der wusste dass man mit Tomatenmark wahre Wunder bewirken kann, bleibt irgendwie nicht aus. Wusste ich allerdings nicht. Wieder was gelernt.
P.P.S.: Tschuldigung, ist wirklich echt lang geworden.
Ist das nicht traumhaft mit diesem Fan Schweigen für 12 Minuten? Kein Gegrunze und Georke aus der Nord. Herrlich, der eintönige Singsang ist aus.
Die heutige Thematik in ihrer ganzen Absurdität schwarz auf weiß aus dem Live-Ticker des kicker:
16′ Wie wenig vor den Toren los ist, zeigt ein Blick auf die berüchtigte x-Goals-Statistik: Beim HSV liegt der Wert noch immer bei exakt 0, bei Stuttgart sind es 0,09.
Stuttgart hatte null Bock auf Fußball am heutigen Sonntag.
Die Söldnertruppe vom KSV darf sich für schlechten Fußball am Ende noch belohnen lassen.
Mützel/Glatzel und Viera die Helden des Tages und für die nächsten Wochen.
Das Wettwichsen um aller Rautenträger nimmt jetzt neue Formen an. Ich kriege das KOTZEN !!!
Fußball ist irgendwie ungerecht. Man muss sich nur die beiden Spiele der Hamburger Vereine dieses Wochenende anschauen.
Die Liga ist der Witz des Jahres
Das spricht mir aus der Seele!
So eine Witzveranstaltung in der Bundesliga. Im Prinzip ja schon im letzten Blog ausführlich beschrieben.
Ohne den ungerechtfertigten Platzverweis hätte der KSV nicht gewonnen.
Die DFL meinte es gut mit dem KSV. Wie schon Mainz und Dortmund kam heute auch eine Mannschaft mit einem EL Spiel in den Beinen in die tropfende Ruine. In der Rückrunde wird das aber anders aussehen. Da haben dann die international spielenden Vereine in der Winterpause nachgerüstet und auch Mannschaften wie St Pauli und Heidenheim werden die Liga nicht einfach abschenken.
Ganz toll, Herr Hoeneß
Das war dumm von ihm. Belastung hin oder her aber seine Nationalspieler hätte er von Beginn an spielen lassen müssen.
„Ihr beschissenen Pfeifen. Ihr habt heute nichts weiter erreicht als das Land zu schwächen.“
Irgendwie kam mir der Spruch von Col. Jessup gerade in den Sinn. Dieser Sieg verlängert das Leiden nur unnötig, denn es hat sich ja nichts geändert: Sprechpuppe Merle hat einen Dachschaden und muss weg. In diesem Sinne … ENDE
ChatGPT (sinnvoll eingesetzt – also nicht so wie vom tumben Speckschorle im Inso-Bolg) hat auch für Wenig-Cineasten wie mich ’ne Antwort parat:
Der Satz stammt aus dem Film „A Few Good Men“ („Eine Frage der Ehre“) und wird vom Charakter Colonel Nathan R. Jessep gesagt.
Das Original-Zitat lautet (etwa):
“You fuckin’ people. You have no idea how to defend a nation. All you did was weaken a country today […]. That’s all you did.”
Zumindest kann man dem HSV den Kampfeswillen nicht absprechen. Immerhin. Und diesmal vor allem Schwein gehabt. Denn das war einfältig, unnötig und vielleicht sogar etwas arrogant vom Schwaben. Selbst schuld, der Schwabe.