Das klingt wirklich bitter

Bambi Lumumba: Nachdem ihm El Mala in der Anfangsphase noch davongelaufen war, stimmte sein Stellungsspiel in der Folge besser. Offensiv-Impulse gingen vom wichtigsten Aufbauspieler der Kiezkicker aber zu wenig aus.

Mickelbierschiss:  Ersetzte Capaldo in solider Manier, erst in der Schlussphase entwischte ihm einmal der eingewechselte Linton Maina.

Muheim: Offensivmomente hatte der Linksverteidiger so gut wie gar nicht. Wenn St. Pauli mal in der gegnerischen Hälfte auftauchte, dann über rechts.

Philippe: Täte gut daran, vor einem Flankenversuch mal den Kopf hochzunehmen. Das würde die Chance erhöhen, dass nicht alle seiner Hereingaben verunglücken.

Glatzel:  Fügte sich nahtlos in die Offensive ein. Und das war nicht positiv zu verstehen – bis er am Ende doch die entscheidende Flanke schlug.

Bimbo Romburg: Spielte ungewohnt viele Fehlpässe, sodass der Verbindungsspieler zwischen Defensive und Offensive zu einem Trennungsspieler mutierte. Kann das viel besser.

Rotzfisch-Königstiger: Nach Tor gegen Dortmund landete der Blindfisch in Köln wieder auf dem Boden der Tatsachen, bekam aber auch kaum brauchbare Zuspiele.

Rössler-Lilifee: Ohne Impulse.

Vieira: Ganz, ganz, ganz schwach. Behauptete sich in kaum einem Zweikampf, fabrizierte dann noch einen Angelo-Stiller-Gedächtnis-Freistoß vor dem 0:1. Überraschend war nur, dass er nicht früher ausgewechselt wurde.

Tja, und jetzt wundert ihr euch, gell? Wie kann der Lachs denn jetzt schon wissen, wie das Kampagnenblatt die „KSV-Stars“ bewerten wird, wenn die doch noch gar nicht gespielt haben? Kann er gar nicht, denn die Namen stimmen wohl, aber die Bewertungen stammen aus dem Drecksblatt und betreffen die Namen der Spieler Dzwigala, Smith, Pyrka, Sinani, Oppie, Fujita, Kaars, Metcalfe und Pereira Lage, also die Akteure, die gerade ein 1:1 in Köln erzielt hatten, während der KSV an gleicher Stelle mit 4:1 abgeschlachtet worden war. Ich stelle einfach mal die Frage: Wann habt ihr das letzte Mal solche Bewertungen für die Stolperjochen aus St. Ellingen gelesen? Muss wohl in den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts gewesen sein. Denn wenn der KSV in der 97. Minute ein vollkommen ungerechtes 1:1 gegen Dortmund macht, darf man am nächsten Tag im Kampagnenblatt Begriffe wie „Spektakel“, „Daffeh Traumcomeback“ (gegen Kiel) oder „Die Volksparkruine bebte“ genießen. Inzwischen ist es derart unfällig daneben, dass es selbst dem Dümmsten auffallen sollte, was da getrieben wird. Hinzu kommen noch die Frust-Aussagen vom genervten Übungsleiter Blessin. „Wenn wir über einen Fair-Play-Gedanken reden, verstehe ich nicht, dass es einige Teams mit den Balljungen nicht hinbekommen. In der ersten Halbzeit lagen die Bälle noch draußen, in der zweiten waren sie auf einmal weg.“ Wenn exakt das Gleiche vom Spiel des KSV in der Domstadt passiert wäre, die gesamte Abteilung Hofbericht hätte nach Blut geschriehen und eine Eingabe bei der DFL verlangt, hier klingt es nach einem Trainer, der nach Ausreden sucht.

Ja, ich weiß, Schiller, ihr könnt nicht gegen eure Leser schreiben. Ihr verdreckter Abschaum.

 

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