„Wer die Medien kontrolliert, kontrolliert den Verstand“ (Jim Morrison, 1969)

 

Der KSV kam am ersten Spieltag der Rückrunde im Heimspiel!! gegen Borussia Mönchengladbach nicht über ein 0:0 hinaus. Zur Erinnerung: Die Gladbacher hatten sich am Mittwoch davor eine lustige 1:5-Klatsche in Hoffenheim abgeholt, während der KSV durch den Schnee-bedingten Ausfall des Leverkusen-Spiels ausgeruht in die Partie gehen konnte. Und jetzt einige Pressestimmen zu diesem trostlosen Kick…

 

 Der HSV machte im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach fast alles richtig. (Kampagnenblatt)

Unglaubliche Leistung (Spox)

…der erste Durchgang war hinsichtlich der Kontrolle und Dominanz der vielleicht beste dieser Bundesliga-Spielzeit (Kicker)

Das war fußballerisch das beste HSV-Spiel dieser Saison. Dieses Spiel war ein Schritt nach vorn. Und zwar ein nicht so unwichtiger. (KI-Schorle Münchhausen)

Hätte ich noch etwas länger gesucht, ich hätte mit Sicherheit noch mehr dieser kreischenden Erfolgsmeldungen gefunden. Man bedenke – der KSV hatte nicht gegen die Bayern im eigenen Stadion einen 2:1-Sieg erkämpft, man hatte gegen ein Team mit einem Torverhältnis von 23:29 Treffern ein 0:0 erstümpert. Ich habe das Spiel, aus bekannten Gründen, natürlich nicht sehen können, aber ich hatte unmittelbar nach Abpfiff Kontakt zu einigen Zeugen dieser Vorstellung, einige waren live im Stadion, andere haben die Begegnung live auf SKY verfolgt. All die Beobachtungen von Leuten, die wirklich etwas von der Materien verstehen, klangen nahezu identisch.

Die ersten 30 Minuten waren ok, der KSV spielte mit Energie nach vorn, blieb aber im Abschluss wie gewohnt kläglich. Danach verflachte die Partie immer mehr und war in der 2. Hälfte größtenteils auf Zweitliganiveau. Am Ende hätte der KSV mit ein wenig Pech auch noch verlieren können, die Chancen des KSV waren allesamt keine 100%igen.  

Nun wird auch dem größten Skeptiker aufgefallen sein, dass hier irgendwas nicht stimmt und es stellt sich die Frage, warum man seitens der Abteilung Hofbericht eine absolute Durchschnittspartie verkaufen muss wie das Finale der Champions League zwischen Real und Arsenal, das am Ende 4:3 ausgeht. Die Antwort darauf besteht aus mehreren Teilen. Zuerst einmal hat Berufs-Wichser Kai Schiller vom Kampagnenblatt einen Teil der Antwort geliefert, als er ungeniert zugab, dass man „nicht gegen seine Leser schreiben könnte“, also mit anderen Worten: „Schreib den Leuten eine Geschichte, die sie lesen wollen, völlig egal, ob sie der Realität entspricht oder frei erfunden ist.“ Der zweite Teil der Antwort ergibt sich aus der aktuellen Situation um diesen sogenannten „Verein“, der gerade Schlagzeilen macht, indem er versucht, mit tatkräftiger Unterstützung der hiesigen Medienpartner den Ruf des ehemaligen Sportvorstandes zu zerstören, immerhin werden dafür sogar KSV-finanzierte Hetztransparente präsentiert. Dies wirft, betrachtet man in den sozialen Medien die Meinungen vieler Fans, ein überaus schlechtes Licht auf den KSV, entsprechend muss mit lächerlichen Jubelmeldungen gegengesteuert werden und was ist einfacher, als Leuten, die sich für den Sport im Grunde einen Scheißdreck interessieren und nur zum Hüpfen in die tropfende Volksparkruine pilgern, das Märchen vom erfolgreichen Klub vorzulügen. 

Wer allerdings den vorläufigen Höhepunkt dieses Schmierentheaters verpasst hat, dem wird hier geholfen. 

Bacardi Daffeh (bis 84.): Er war taktisch die richtige Wahl. Sein Tempo war als Absicherung wertvoll, seine Robustheit wichtig. Problem bei ihm ist und bleibt das Spiel mit dem Ball. Zu oft verschleppt er gefährliche Angriffe, wie er nicht flankt, sondern noch. Mal kurz passen will (um eben nicht wie so oft hinter das Tor zu flanken). Note: 3,5 (Quelle: KI-Schorle Münchhausen)

 

Kurz zur Erinnerung: Das Spiel heißt FußBALL und nicht „Joggen um die Alster“. Wie komplett gekauft muss man sein, wenn man einem Bundesliga-Profi, der mehr als eine Million Euro pro Jahr kassiert, Probleme mit dem Ball attestiert, ihn aber dennoch nicht als komplett untauglich erachtet?

 

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