Der HSV steht vor der Verpflichtung eines neuen Torhüters. Er soll Heuer Fernandes perspektivisch als Nummer eins ablösen können. Seit Wochen ist klar, dass der Bundesligist noch in dieser Transferperiode einen neuen Torhüter holen wird. Nun hat der HSV den Peretz-Ersatz gefunden. Die Hamburger sind sich mit Rosenborg BK über einen Transfer von Sander Tangvik einig. Der 23-Jährige soll fest verpflichtet werden und ist im Anflug nach Hamburg, um dort am Mittwoch den Medizincheck zu absolvieren. (Kampagnenblatt)

Na endlich mal wieder, möchte man sagen. Der Wievielte ist es eigentlich in der unsäglich Ära des Klaus Kroster? Ich habe nachgezählt, es ist Nr. 8.  Daniel Peretz (Bayern), Fernando Dickes (Leipzig), Hannes Hermann (HSV U19), Marko Johansson (Malmö FF), Matheo Raab (Kaiserslautern), Leo Oppermann (HSV II), Sven Ulreich (Bayern) und nun halt Sander Tangvik von Rosenheim Trontberg. Das sind die Atom-Torhüter, die „Herausforderer“ für Frodo Feuer Hernandes, die Spezial-Talente, die neuen Manuel Neuers. Man könnte auch den 17-jährigen Colin Popelbaum (viele Grüße an Vater Oliver, den Lutscher) noch hinzunehmen, dann wäre die Geschichte rund. Gern zitiere ich von der Homepage von Kühnes Sport Verein.

Der Hamburger SV steht für die Entwicklung von jungen, talentierten Torhütern für die eigene Profimannschaft. Dies ist das zentrale Ziel der HSV-Torwartausbildung. Damit diese Vision gelingt und der HSV nachhaltig Torhüter für die Top-Ligen entwickelt, gibt es ein klares Konzept als Basis der Ausbildung. Für die inhaltliche Umsetzung, die Vernetzung der einzelnen Altersbereiche und Standorte, sowie die organisatorische Abstimmung im täglichen Ablauf, sind die Torwartverantwortlichen Sven Höh (Head of Goalkeeping & Torwarttrainer Profis), Tino Dehmelt (Campus) und Hannes Neitzel (Norderstedt) zuständig. (https://www.hsv.de/nachwuchs/nlz/torwartausbildung)

 

Und nein, das ist keine Satire, die meinen das ernst. Problem ist nur: Wechselt man als junger Nachwuchstorhüter nach St. Ellingen, hat man 90% seiner Profi-Karriere bereits in die Tonne getreten, denn hier wechseln sie die Bankdrücker von Morgen so schnell wie andere Profis ihre Unterhosen wechseln. 

KSV über Fernando Dickes

„Unser Torwart-Scouting hat seine Entwicklung in den letzten Jahren eng verfolgt. Wir sind glücklich, dass sich nun die Möglichkeit einer Verpflichtung ergeben und Fernando sich für den HSV entschieden hat“, sagt Costa, und HSV-Vorstand Stefan Kuntz ergänzt: „Wir sehen in Fernando sehr großes Potenzial, das wir nun gemeinsam weiterentwickeln wollen

KSV über Hannes Hermann

„Hannes ist ein entwicklungsfähiger Torwart, der über mehrere Jahre sehr gute Leistungen im Juniorenbereich abgeliefert und zudem auch schon für die deutsche Junioren-Nationalmannschaften sein Können unter Beweis gestellt hat“, begründet Direktor Profifußball Claus Costa den Schritt der Vertragsverlängerung und ergänzt: „Durch das regelmäßige Profi-Training und seine ersten Einsätze bei unserer U21 in der Regionalliga hat Hannes auch bereits seine ersten Erfahrungen im Männerbereich gesammelt. Diesen Weg wollen wir kontinuierlich gemeinsam fortsetzen.

KSV über Marko Johansson

„Wir haben einen Torwart gesucht, der entwicklungsfähig ist und zugleich auch schon Erfahrungen gesammelt hat. Das trifft beides auf Marko zu“

KSV über Matheo Raab

„Wir freuen uns, dass sich Matheo bewusst für den HSV entschieden hat und die Qualität unseres Torwartteams noch einmal weiter erhöht“. 

KSV über Leo Oppermann

„Leo hat sich konstant weiterentwickelt und zeigt große Lern- und Leistungsbereitschaft. Er hat noch großes Entwicklungspotenzial und wir sehen ihn in den kommenden Jahren als festen Bestandteil unseres Torwartteams.

 

Und was ist nun aus all diese Helden geworden, nachdem sie beim KSV während ihrer gesamten Müllverbrennungskarriere wahlweise Bank oder Tribüne gewärmt haben? Hermann und der dünne Dickes dürfen demnächst zugucken, wenn Tankvik die Aufwärmarbeit für Feuer Hernandes übernimmt. Raab ist Ersatzkeeper bei Union, Johansson ist inzwischen bei Tractor FC in der Persian Gulf Pro League gelandet, Ulreich ist wieder in München, Peretz in Southampton, Oppermann zweiter Keeper beim Zweitligisten in Bielefeld. Fazit: Töte deine Karriere und gehe zum KSV. Keine Ahnung, was diese Mega-Torwarttrainer dort in der Otto Waalkes-Akademie veranstalten, aber Torhüter bilden sie weder aus noch machen sie sie besser.

 

Jetzt wieder möglich – spenden via Paypal

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