„Wie langweilig muss das eigene Leben sein, wenn man sich immer wieder an einem Verein abarbeitet, den man nicht leiden kann…“

Ich frage mich immer wieder, wie unendlich dünn angerührt man sein muss, wenn einem nichts anderes einfällt, als diese immer gleiche Platte aufzulegen, wenn einem nicht passt, was jemand anderes sagt. Der Inhalt dessen, was publiziert wird, wird an dieser Stelle gar nicht in Frage gestellt, es ist vielmehr die Motivation des Schreibers, die nervt. Denn offenbar darf in der Welt dieser Vollpfosten nur jemand zu Themen rund um den KSV Stellung beziehen, der entweder bezahlter Fanboy oder Mitglied der gestörten Liebessekte ist. Jemand, der nicht zu einer der beiden Kategorien zu zählen ist, hat kein Recht sich zu äußern und tut er es doch, muss ihm wohl „zu langweilig sein“ oder „er ist verbittert“ oder „er hat ansonsten keine Probleme“. So funktioniert die Welt, in der andere Meinungen totgeschlagen werden. „Dir muss als Demokrat ja unglaublich langweilig sein, wenn du dich an der Krankheit des dementen Republikaners Donald Trump abarbeitest. Du muss ja ein unfassbar langweiliges Leben haben, wenn du auf den Klimawandel hinweist, obwohl du in einem Land lebst, dass aktuell noch nicht maßgeblich bertroffen ist“. Alter, ist das behindert.

 

Das Geilste ist: Die Argumente selbst werden überhaupt nicht bezweifelt, er ist die Motivation des Autoren, die in Frage gestellt wird. „Du hast schon so oft Unwahrheiten verbreitet…“. Lustig, weil immer dann, wenn ich um Aufklärung bitte, wie diese Unwahrheiten denn ausgesehen haben sollen, bekomme ich keine Antwort und wenn, dann bestenfalls im Hirnlosen-Style. „Du hast vor 6 Jahren mal geschrieben, dass…“ Wow, das ist ja der Hammer. Bedauerlich, dass es jemanden gibt, der sich traut, Vorhersagen zu treffen, während der Rest der hüpfenden Zeitzeugen immer nur nachträglich jubeln oder pöbeln können. Es ist übrigens keine Lüge, wenn man sich traut, etwas zu prognostizieren, was dann möglicherweise nicht zu 100% eintrifft, es ist Mut. Mut, auch mal falsch zu liegen. Allerdings habe ich meine Art der Kommunikation mit diesen Gestalten im Laufe der Jahre angepasst. Während ich mir früher noch öfter die Mühe gemacht habe, auf hirnfreie, argumentlose Sprüche zu antworten, kriegen diese Vögel heute vielleicht noch einen Spruch gedrückt, bevor sie gesperrt werden.

 

Und nein, das hat nichts damit zu tun, dass man mit Kritik nicht umgehen kann, es ist vielmehr ein Learning aus 13 Jahren Blog. Diese Leute wollen nicht kommunizieren, sie wollen nicht in die Situation kommen, in der sie zugeben müssten: „Okay, damit hast du natürlich Recht“, sie wollen pöbeln, beleidigten, herabwürdigen. Brauche ich das? Muss ich mich von irgendwelchen Keyboard-Terroristen anlabern lassen? Von Spackos, die irgendwo im Saarland leben und mir erzählen wollen, wie dieser Verein funktioniert? Die aus purer Gefolgschaft alles niederknüppeln, was nicht im Takt hüpft, weil sie denken, dann wären sie wahre Fans? Sicher nicht.