Nachdem die Aufstiegs-Festwochen verhallt und die Mottowagen nach der Loveparade um die Alster abgeschmückt waren, begann die Abteilung Hofbericht mit der systematischen Aufbereitung der anstehenden Bundesliga-Saison und diese wird nun in jeder (Leistungs)-Phase von der aktuellen Hofberichts-Entschuldigung begleitet, denn die Wahrheit darf in St. Ellingen schon lange nicht mehr verbreitet werden, um den Fortbestand der Liebessekte nicht zu gefährden. Das, was dort proaktiv betrieben wird, ist mit dem Begriff „gekaufte Fanboys“ bereits seit Jahren nicht mehr ausreichend gewürdigt, ist schlicht und ergreifend geisteskranke Sektenbildung. 

Phase 1.

„Kühnes Werte Verein ist Aufsteiger und muss sich nach 7 Jahren in der zweiten Liga erstmal an die Bundesliga gewöhnen. Jeder erstolperte Punkt ist wie ein Sieg“

Kompletter Bullshit. Der KSV hat sich nach dem Aufstieg eine Mannschaft zusammengeliehen, deren Marktwert mit € 146 Mio. über den Marktwerten der Teams aus Heidenheim (€ 63,55 Mio.), St. Pauli (€ 66,35 Mio.), Union Berlin (€ 122,65 Mio.), Köln (136,45 Mio.) und Mainz (€ 142,85 Mio.) liegt. Man steht also aktuell da, wo man laut Marktwert stehen muss, nicht mehr und nicht weniger. Lustig wird es natürlich dann, wenn man nach der Saison Spieler wie Vieiria, Vuskovic und Co. wieder verliert und von vorn anfangen muss, besonders dann, wenn der Sportchef Klaus Kroster heißt, der seine Expertise erst neulich wieder durch Spieler wie Downs, Ukulele und Co. nachgewiesen hat. Ach ja, von der Aufstiegsmannschaft, die sich „erst an die Bundesliga gewöhnen muss“, sind gerade noch Feuer Hernandes, (ab und zu) Michelbierschiss, Tränensack Muh Miroheim und Chancentod Rotzfisch Königstiger übriggeblieben. 

 

Phase 2.

„Der KSV spielt ja so einen erwachsenen Fußball“

Bullshit, der KSV profitiert von der Schwäche der Liga. Ich hatte dies neulich schon mal in einem Blog verdeutlicht: Erst kommen die Bayern, dann kommt lange nichts. Dann kommen Teams wie Dortmund, Leipzig, Leverkusen, Stuttgart und Frankfurt, die aber jederzeit gegen jedes andere Team der Liga verlieren können. Und danach kommt nur noch Schrott. 

 

Phase 3.

„Der KSV begeistert die Liga“

Bullshit, der KSV hat in noch nicht einem Spiel sportlich begeistert, das sind die feuchten Träume von Nosferatu Hesse und friends. Kühnes Werte Verein hat so viele Punkte aufgrund von Schiedsrichterentscheidungen (z.B. Bayern, Köln etc.) geholt, wie kein anderer Verein. 

 

Phase 4.

„Der KSV kann keine englischen Wochen“.

Was für ein Bullshit. Andere Teams wie z.B. Mainz spielen zusätzlich zur Liga und dem Pokal noch international und laufen trotzdem mehr als der KSV. Und warum kann eine austrainierte Truppe eigentlich nicht alle 4 Tage ein Spiel absolvieren, können andere doch auch.

 

Phase 5.

„Der KSV ist erschöpft, nun zählen nur noch Punkte“

Bullshit, wovon denn erschöpft? Von der Belastungssteuerung? Den Vogel an Schwachsinnigkeit schießt natürlich Arschloch Speckschorle Münchhausen ab.

Man hatte über weite Strecken das Gefühl, dass die Mannschaft gerade ein wenig Tribut zollt für die intensive Spielweise der vergangenen Monate. Das aggressive Pressing, die hohe Laufbereitschaft, die vielen Zweikämpfe – all das hat Kraft gekostet

Der HSV steht heute dort, wo er steht, weil diese Mannschaft über einen langen Zeitraum hinweg nahezu permanent an ihren 100 Prozent gespielt hat – und oft sogar darüber hinaus. Die Intensität dieser Saison war enorm. Viel Pressing, viel Laufarbeit, viele Zweikämpfe, ein enormes Arbeitspensum Woche für Woche. So etwas kostet Kraft. Und irgendwann fordert diese Spielweise ihren Preis.

Jetzt scheint genau dieser Moment gekommen zu sein. Müdigkeit, kleinere körperliche Probleme, dazu kommen Ausfälle – mal verletzungsbedingt, mal durch Sperren

 

Kommen wir doch mal zu den Fakten: Kein Team in der Bundesliga läuft weniger als der KSV (2.997 km),  bei den Sprints liegt man auf Platz 16, genauso wie in der Fairness-Tabelle. Dieses lächerliche Gelaber über eine ausgebrannte Truppe ist nichts anderes als das Pfeifen im dunklen Walde, weil man Schiss hat, es könnte trotz des „erwachsenen Fußballs“ und der unfassbaren Entwicklung doch noch in die Hose gehen. Und wollen wir doch bitte nicht alle die anderen lustigen „Feinheiten“ vergessen, mit denen uns Hofberichterstatter und Sektierer täglich beglücken, vor allem dann, wenn man wieder nicht gewonnen wurde. Mieser Schiri, schlechtes Wetter, hinterhältige Ansetzung, gegnerische „Tretertruppe“, zu lange (oder zu kurze Nachspielzeiten), manipulierter VAR, fiese DFL, nur eines liest man nicht:

Dass Kühnes Werte Verein einfach nur scheiße gespielt hat, mies eingestellt war, dass Doofy Gilmore wieder einmal falsch aufgestellt und zu spät gewechselt hat. Dass man mehr die Belastung steuert und deshalb nicht austrainiert ist. Dass man dies schlechtesten Ausdauerwerte der Liga hat. Und dass man am Ende von nichts anderem profitiert als von zwei Leihspielern, die nach dieser Saison weg sind. 

Jetzt wieder möglich – spenden via Paypal

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