Teil 1

Es ist noch gar nicht solange her, aber da ich um die Geschwindigkeit der Zeit weiß, erlaube ich mir, nochmal kurz zurückzublicken. 

„Viel abbekommen“, um bei Rembergs Wortwahl zu bleiben, habe Königsdörffer vor allem in den sozialen Netzwerken. „Jeder hat gegen ihn geschossen – oft zu Unrecht, weil er viel für die Mannschaft arbeitet, läuft und ackert. Natürlich wird man als Stürmer an Toren gemessen. „Ich denke, das Tor wird ihm einen Push geben, den er sich mit am meisten verdient hat“, sagte Remberg.  (Kampagnenblatt)

Tja schade, aber der Push bei „Kritik-geht-mir-am-Arsch-vorbei-Königstiger“ blieb leider aus, denn nach dem Treffer gegen Heidenheim kam in den darauffolgenden Spielen noch ein Doppelpack gegen Union Berlin, dann nichts mehr, obwohl Rotzfisch bei jedem Spiel in der Startelf stand. Aber man darf eben auch nicht vergessen, wie extrem geil der Mann anläuft, das hat schon Klasse. Unglücklicherweise fungiert Ramschfisch Knorpeltiger als Stürmer und einen Stürmer (ausschließlich) an der Qualität seiner Anläufe zu messen ist ungefähr so, als würde man einen Innenverteidiger, dessen Gegenspieler in jedem Spiel treffen, dafür lobpreisen, dass er so tolle Diagonalpässe spielt. Es geht in erster Linie um Kernkompetenzen, aber das darf man innerhalb der Liebessekte nicht mehr laut aussprechen, sonst bekommt man umgehend mit den Partnern aus der Abteilung Hofbericht zu tun. Von denen wurde der malträtierte Königstiger bis aufs Blut verteidigt, die Fakten hat man natürlich wieder einmal ignoriert. 

 

 

Teil 2

KSV um Punkt betrogen. Nach dem Dortmund-2:3 des HSV wurde über die Szene kaum gesprochen. Aber: Der Aufsteiger wurde beim BVB um einen Punkt betrogen. (Bild)

Aber latürnich, wie sollte es auch anders sein. Es lag nicht daran, dass Dortmund einfach in der 2. Halbzeit den KSV an die Wand spielte. Es lag nicht daran, dass Doofy Gilmore wieder einmal klassisch vercoacht hatte und es lag auch nicht an den eindeutigen Werten der Begegnung (xGoals 6,00 gegen 1,52, Torschüsse 24 gegen 4 usw.), es lag nur und auschließlich daran, dass der parteiische Unparteiische Kühnes Werte Verein vorsätzlich um einen mehr als verdienten Punkt gebracht hatte. Diese himmelschreiende Ungerechtigkeit muss als solche benannt werden und wenn es schon kein Anderer macht, machen es eben Nosferatu Hesse und Bubak Meloni, die stinkenden Hofschranzen. Aber wo wir schon beim Thema „Doofy Gilmore“ sind…

 

Teil 3

Soziale Netzwerke sind schon lange nicht mehr das, was ihr Name verspricht: sozial. Wer sich die Kommentare unter spieltagsbezogenen Beiträgen des HSV durchliest, braucht ein dickes Fell. Gerade nach sieglosen Spielen muss man gar nicht lange suchen, um auf Beleidigungen zu stoßen. Die meist anonymen Pöbler haben sich besonders auf den noch torlosen Stürmer Damion Downs eingeschossen. Seit der 2:3-Niederlage in Dortmund ist eine weitere Person zur Zielscheibe geworden: Merlin Polzin. Plötzlich wird Polzin, dem Aufstiegsmacher, der den HSV ins Bundesliga-Mittelfeld geführt hat, die komplette Trainertauglichkeit abgesprochen. Es fallen diffamierende Begriffe wie „Officer Doofy“, ein geistig behinderter Hilfssheriff aus dem Film „Scary Movie“.  ( 😀 😀 😀 😀 )

Natürlich muss sportliche Kritik weiterhin erlaubt sein. Sie kann sogar die Basis dafür sein, sich zu verbessern. Wenn die Kommentare allerdings ins Persönliche gehen, schießen manche HSV-Fans im Netz über das Ziel hinaus. Das Argument, ein Fußballer verdiene verhältnismäßig viel Geld und müsse damit klarkommen, greift zu kurz. Wie viel Hass muss ein Profi und sein Trainer also ertragen? Die klare Antwort: gar keinen.

HSV-Hass im Netz: Wie sieht die Lösung aus?

Wer Hass entdeckt, der sollte dagegen vorgehen. Und zwar unabhängig davon, ob man selbst betroffen ist. Es braucht klare Grenzen bei Beleidigungen – nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern auch oder gerade in der anonymen Welt des Internets. Ein erster Anfang wäre es, wenn jeder Kommentarschreiber versucht, sich den Spiegel vorzuhalten, um sich zu hinterfragen, für welche Werte er oder sie stehen will. Was würde es mit einem selbst machen, wenn man nicht Absender, sondern Adressat der eigenen Kommentare wäre?

 

 

Ach so, „wer Hass entdeckt, der sollte dagegen vorgehen“. Endlich der Aufruf des Kampagnenblattes, andere zu denunzieren, das hat ja lange genug gedauert. An dieser Stelle möchte ich „Herrn“ Walther und seine Kollegen Laux, Schiller und Jacobs auf die Fälle Hoffmann, Jansen, Wüstefeld, Kuntz etc. hinweisen, als es das Kampagnenblatt war, welches KSV-Mitarbeiter öffentlich zum Schafott führten und gesellschaftlich zu zerstören versuchten. Wo war da eigentlich der Aufschrei dieser perversen Schmierlappen, sich doch bitte zu mäßigen und den eigenen Hass zu kontrollieren. Nö, sowas gilt nur für wohlgelittene Partner der Hofberichterstatter, alle anderen kann man gern und jederzeit den Wölfen zum Fraß vorwerfen. Eines jedoch zeigt dieses aktuelle Verhalten der Hofschranzen überdeutlich: Die Lunte ist kurz geworden und die Angst geht um. Während man vor einigen Wochen noch von einem KSV berichtete, der „die Liga begeistert“ und der so ungeheuer erwachsen geworden war, befindet man sich nun im permanenten Verteidigungmodus, nie ein gutes Zeichen. 

 

 

Für Kühnes Werte Verein hätte ich einen einen kostenlosen Spartipp: Bei einer Mitarbeiteranzahl von 600 Gestalten könnte man reichlich Kohle einsparen, wenn man die Medienabteilung einfach dichtmacht, diese hat sich überholt. Einfach einen Koordinatoren mit Stellvertreter benennen, der die Informationen zwischen Verein und Medienpartnern Mopo, Kicker, BILD und Kampagnenblatt regelt, alles andere machen die Hofberichterstatter. 

Gern geschehen.

 

Jetzt wieder möglich – spenden via Paypal

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