Vielleicht passiert es ja irgendwann und es wird ein besonderer Pulitzerpreis verliehen. Ausgezeichnet wird die Redaktion, die es geschafft hat, durch pure Hofberichterstattung einen unterdurchschnittllichen Bundesligisten in der Liga zu halten. Favoriten wären ohne außerstädtische Konkurrenz BILD, Mopo, Kampagnenblatt und Kicker, aber selbst Insolvenzblogger Speckschorle Münchhausen hätte durch aus Außerseiterchancen. Man muss sich das wieder einmal aller Deutlichkeit reinziehen: Vor der Partie gegen das Barcelona Deutschlands, den FC Augsburg, der sein letztes Heimspiel vor der Länderspielpause mit 2:5 gegen den VfB Stuttgart verloren hatte, schrieben die Hofschranzen von einem Schlüsselspiel. Ein möglicher Matchpoint zum vorzeitigen Klassenerhalt, eine nahezu einmalige Chance. Dann murmelt man sich mit viel Glück zuhause ein müdes 1:1 zusammen, aber was stört es die Medienpartner. 

 

Dieser Punkt kann am Ende Gold wert sein – wahrscheinlich sogar der, der reicht, um den direkten Abstieg zu vermeiden. Jetzt geht es darum, sich auch noch rechtzeitig vom Relegationsplatz abzusetzen. Denn wenn diese Energie bleibt, wenn diese Mentalität konserviert wird, dann ist da noch einiges drin (Münchhausen Scholz). 

Diese Energie, diese Mentalität, es ist zum Niederknien. Aber gucken wir uns doch mal ein paar Daten an.

 

Nein, das ist kein Druckfehler, der KSV lief in dieser Partie tatsächlich 103,77 km. Mal zum Vergleich: Die Topteams aus Dortmund (116,93) und Bayern (124,94 km) schienen wohl 12 oder vielleicht 13 Spieler auf dem Platz gehabt zu haben und zwar zeitgleich. Und – diese Mannschaften hatten reichlich Akteure, die unter der Woche für ihre Länder international spielen mussten, während sich die meisten Stolperjochen von Kühnes Werte Verein die letzten 2 Wochen die Falten aus dem Sack geprügelt haben. Aber klar, jetzt werden irgendwelche Vollpfosten und Briefmarkenlutscher wieder kommen und erklären, dass der KSV ja 25 Minuten mit 10 Spielern agieren musste, weil die Nr. 5 der Kloppertabelle, Mu Miroheim („Die anderen Teams treten wie die Pferde“) vorzeitig duschen gehen durfte. Und ja, ich glaube auch, dass allein Miroheim in den letzten 25 Minuten 20 km abgerissen und sich für einen Platz im Olympia-Endlauf über 5.000 m qualifiziert hätte. 103 km, in einem Heimspiel und Münchhausen labert tatsächlich etwas von Energie und Mentalität. Aber gucken wir nochmal genauer hin.

 

Alle statistischen Werte, auch außerhalb der Laufleistung (Augsburg 106 km) sprechen gegen den KSV, aber was interessiert die Hofschmierer denn Fakten, die müssen Stimmung verkaufen und das tun sie. In den nun anstehenden Spielen in Stuttgart, in Bremen, gegen Hoffenheim, in Frankfurt, gegen Freiburg und in Leverkusen werden wir alle Zeuge, was „noch drin ist“. Aber Apropos „drin“ und verkaufen. 

 

 

 

 

Nein, das ist kein Witz. Der KSV verkauft tatsächlich ein alkoholische Getränk, welches u.a. aus dem vollgespissten Aufstiegsrasen gebraut wurde, kein Wunder also, dass die Plörre so „würzig“ schmeckt. Demnächst im Fanshop erhältlich sind übrigens  2.000 Flaschen mit „original Aufstiegsluft“, gezapft am Tage des Triumphs gegen Ulm. Kosten: Müde € 24,99. Greift zu, liebe hirnlosen Sektierer. Fakt ist, dass der KSV-Fanshop immer mehr an diesen hier erinnert:

https://www.trumpstore.com/collections/maga-collection

 

Zum Schluss…

…das Letzte.

Das feiste Rotbäckchen Doofy Gilmore bringt in der 46. Minuten 80er-Jahre Pornostar Philippe, um ihn in der 95. Minute!!!! für Leih-Stange wieder auszuwechseln. Was für ein Idiot.

Ach ja, Statistiken. Spätestens morgen belegt der energetische KSV Platz 18 in der Laufleistungstabelle, bereits heute Platz 18 in der Fairness-Tabelle. 

 

Jetzt wieder möglich – spenden via Paypal

http://paypal.me/Ulrichhetsch