Im Grunde weiß jeder, der weiter als von 12 bis Mittag denken kann, was tatsächlich hinter den Sprüchen und Werten von Kühnes Werte Verein steckt, aber es macht dennoch Spaß, diesem Blender-Klub von Zeit zu Zeit den Spiegel vorzuhalten. Ich zitiere deshalb erneut aus dem berühmt berüchtigten Leid(t)bild des KSV…

Spieler, die unseren Werte- und Leistungsanspruch in besonderem Maße erfüllen, binden wir langfristig in unserer Bundesliga-Mannschaft als identitätsstiftende und integrative Leistungsträger. (Anmerkung der Red.: Wahrscheinlich meint man Identitätsbescheißer Daffeh damit?)

 Wir stellen eine konzeptionelle und personelle Durchlässigkeit bis ins Profiteam sicher. Es ist unser ausdrückliches Ziel, langfristig mehrere Spieler aus unserem eigenen Nachwuchs in unsere Bundesliga-Mannschaft zu integrieren und ihnen damit eine wesentliche Rolle innerhalb unserer Fußball-Identität zukommen zu lassen.

Wir verschaffen uns umfassende Marktkenntnis und Expertise. Für unsere Bundesliga-Mannschaft fokussieren wir uns auf Spieler zwischen 18 und 23 Jahren, die ihren Leistungshöhepunkt noch vor sich haben und deren Wert während der Vertragslaufzeit zunimmt. Für unser Nachwuchsleistungszentrum rekrutieren wir regionale, nationale und internationale Top-Talente, die wir wertsteigernd ausbilden.

(https://www.hsv.de/fileadmin/user_upload/Bilder_HSV.de/Unser_HSV/Verein/Ueber_HSV_alt/Ueber_HSV/HSV-Leitbild.pdf)

Ach ja, „langfristig mehrere Spieler aus dem eigenen Nachwuchs“ 😀 😀 😀 Köstlich, wirklich. Wer genau sollte das sein? Agyekum? Hermann? Yalcinkaya? Baldè? Stange? Sanne? Belemè? Megeed? Krahn? Zumberi? Oppermann? Suhonnen? Rohr? Alidou? Heil? Behrens? Knost? Drawz? Opoku? Pfeiffer? Steinmann? David? Ferati? Kwarteng? Ambrosius? Ito? Janjicic? Arp? Das sind nämlich die „Spieler aus unserem eigenen Nachwuchs“, die seit 2017/18 den Sprung vom Nachwuchs in den Profikader geschafft und ihre Weltkarriere begonnen haben. Ehrlich, ich denke Vereine wie Stuttgart, Leipzig, Freiburg, Köln oder auch Schalke reiben sich verwundert die Augen und fragen sich, wie die das da in St. Ellingen hingekriegt haben. Nun ja, die hatten ja auch Atom-Scout Klaus Kroster und Nachwuchs-Guru Horst Hrubesch auf ihrer Seite, kein Wunder also, dass sich der KSV allein aus dem Haufen der hauseigenen Perlen saniert hat. Und was die Rekrutierung von „lokalen und nationalen“ Talenten betrifft, ist die Wahrheit fast noch trauriger.

 

 

Irgendwie scheint der 18. Platz der Stammplatz der St. Ellinger Blendgranaten zu sein, denn immerhin ziert man diesen Platz auch in der Tabellen der Laufleistung und in der Fairness-Tabelle, man weiß also Bescheid. 4 deutsche Spieler mit gerade einmal 2916 Einsatzminuten, das ist bitter. Und es zeigt, dass dieser Werteverein seine eigenen Werte nicht nur auf sozialer und gesellschaftlicher Ebene, sondern auch sportlich mit Füßen tritt und ad absurdum führt. Aber gucken wir uns noch ein paar andere Daten an. Der KSV verfügt aktuell über einen Kader mit einem Gesamtmerktwert von € 168,78 Mio., offenbar ein Quantensprung gegenüber dem Vorjahr in der 2. Liga. Doch wie setzt sich dieser Marktwert (der ohnehin mehr als diskutabel ist) eigentlich zusammen? Und was genau hat der Verein von diesen Marktwerten? Nimmt man einfach die geliehenen Spieler aus der Gleichung, so blättert der Glanz relativ schnell ab.

Vuskovic jr. – € 60 Mio.

Vieiria – € 18 Mio.

Downssyndrom – € 6 Mio.

Glubschaugenwilli – € 2,5 Mio.

Okulele – € 5 Mio. 

Grönbaek – € 5 Mio.

Und – schwupps – werden aus € 168,78 Mio. noch genau € 72 Mio. und damit würde man auf einen Abstiegsplatz stehen, unabhängig davon, dass man einen Großteil dieser Spieler nach der Saison eh wieder abgibt und entsprechend neu aufbauen muss. Aber das ist nur ein Teil der Wahrheit, denn beim KSV stehen noch diverse Spieler mit zum Saisonende auslaufenden Verträgen auf der Matte. Feuer Hernandes (Marktwert: € 1,2 Mio.), Michelbierschiss (€ 3 Mio.), Megeed (€ 150.000), Rotzfisch Königstiger (€ 4 Mio.) sind insgesamt € 8,35 Mio. wert, also Geld, welches der KSV nicht als Transfereinnahmen rechnen kann, im Gegenteil. Will man dieser Spieler halten, werden Signings-Fees fällig, von Gehaltserhöhungen ganz zu schweigen. Aber – man kann sich ja noch auf so viele großartige Leihspieler freuen, die allesamt in der Ferne den nächsten Leistungssprung vollzogen haben. Nimmt man all diese Leihspieler und Spieler mit auslaufenden Verträgen zusammen und addiert die phantastischen Leihbolzer, hat der KSV bereits jetzt einen unfassbaren Kader für die nächste Saison zusammen.

Tankfick, Hermann, Dickes, Dopovic, Turnbeutelringer, Elfadli, Omari, Nandja, Miroheim, Knatterbach, Romburg, Lumumba, Capaldo, Rössler-Lillifee, Dompteur, Baldè, Philippe, Daffeh, Stange, Glatzel (sehr unwahscheinlich), Foulsen, Poreba, FairEi, Sumohorror, Suhonen, Agyekum, Tahiti. Wow, was würde nichtmal für die 2. Liga reichen. Man fragt sich nur, mit welchem Spieler der KSV eigentlich Transfererlöse erwirtschaften möchte. Aber – alles kein Problem, schließlich hat man mit Chef-Denunziant Skeletor Klaus Kroster den weltbesten Sportdirektor im Volkspark. 

 

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