Ja, ich bin alt. Ich stamme aus einer Zeit, in der es noch Rechtsverteidiger gab (meine erste Position in meinem ersten Pflichtspiel) und der trug grundsätzlich die Nummer 2. Der Spielmacher im offensiven Mittelfeld hatte die 10, der Libero (heute nennt man es „Führungsspieler in der Abwehrkette) trug die 5, der Linksaußen die 11. Auf der Ersatzbank saßen die Spieler mit den Nummern 12 bis 16 oder so. Man spielte teilweise im WM-System, später dann mit einem 4-3-3. Diese Zeiten scheinen, oberflächlich betrachtet, vorbei zu sein und dennoch gewinnt immer noch die Mannschaft, die nach 90 Minuten mindestens ein Tor mehr als der Gegner geschossen hat und es gewinnt in 90% der Fälle das Team, welches mehr gelaufen ist und mehr Zweikämpfe gewonnen hat als der Gegner. Irgendwie komisch. Heute kann man in Echtzeit sogenannte „xGoals“ oder „xAssists“ ermitteln, doch wer dabei ein „Goal“ oder einen „Assist“ als solchen ermittelt, bleibt im Dunkeln. Nicht selten lese ich diese Werte (abgegebene Totschüsse gehören auch dazu) und dann erzählt mir jemand, der das Spiel gesehen hat, dass die Mannschaft, die laut Kicker 17 Torschüsse verzeichnet, bestenfalls zweimal aufs Tor geschossen hat.
Also fragt man sich: Was soll der Mumpitz? Warum muss ich verzweifelt einen eigentlich einfachen Sport wie den Fußball künstlich verwissenschaftlichen? Muss man so tun, als müsste man mindestens Kernphysik studiert haben, um Begriffe wie die folgenden inflationär zu benutzen?
In der modernen Fußballtaktik gibt es neben den Schienenspielern (Flügelverteidiger, die die gesamte Seite beackern) und Wandspielern (physisch starke Stürmer, die Bälle festmachen) zahlreiche spezialisierte Spielertypen.
Falsche Neun: Ein Mittelstürmer, der sich tief in das Mittelfeld fallen lässt, um Gegenspieler herauszuziehen und Räume für nachrückende Spieler zu schaffen.
Abkippender Sechser: Ein defensiver Mittelfeldspieler, der sich zwischen die Innenverteidiger fallen lässt, um den Spielaufbau zu unterstützen.
Invasive Außen: Flügelspieler, die nicht an der Außenlinie bleiben, sondern mit dem Ball in den Strafraum ziehen.
Diametrale Sechser: Zwei defensive Mittelfeldspieler, die sich in ihren Bewegungen ergänzen, wobei einer offensiver und einer defensiver agiert.
Box-to-Box-Achter: Ein zentraler Mittelfeldspieler, der sowohl in der eigenen als auch in der gegnerischen Box defensiv und offensiv aktiv ist.
Halbverteidiger: Ein Innenverteidiger in einer Dreierkette, der auch Außenpositionen besetzt.
Hängende Spitze: Ein Stürmer, der hinter dem klassischen Mittelstürmer agiert.
Abkippender Spielmacher: Ein Spielmacher, der sich weit zurückfallen lässt, um das Spiel vor dem Gegner aufzubauen.
Halbschwuler Zahnzwischenraumspieler: Flankt wie Daffeh und läuft wie Lasogga.
Hm. War Manfred Kaltz jetzt eigentlich ein Rechtsverteidiger der alten Schule oder bereits ein Schienenspieler? War Horst Hrubesch eigentlich gar kein Kopfballungeheuer, sondern schon 1982 ein Wandspieler? Bei aller Liebe, für mich ist das alles nichts anderes als gequirlte Scheiße, mit der man versucht, dem Sport etwas Modernes oder Kompliziertes zu verpassen, dabei hat sich im Grunde weniger als nichts verändert. Halt doch, etwas hat sich verändert. Inzwischen gibt es den sogenannten „Video-Schiedsrichter“, der nicht selten ein zuvor lautstark bejubeltes Tor zurücknimmt, weil einer der Angreifer um Sackhaaresbreite im Abseits gestanden haben soll, gleichzeitig erkennt der gleiche „Videoschiedsrichter“ aber nicht, wenn sich ein Glatzel billig wie eine Cracknutte im Hoffenheimer Strafraum fallenlässt und anschließend auch noch dummerhaft Rot für Torhüter Baumann fordert. Nun ja, vielleicht lag es ja an der falschen „Pass-Temperatur“, ihr habt doch nicht mehr alle Nadeln an der Tanne.
Aber wo wir schon bei abhanden gekommenen Nadeln an zukünftigen Weihnachtsbäumen sind….
Pessimisten, die noch immer das drohende Abstiegsszenario für den HSV heraufbeschwören, haben allem Anschein nach schon länger keine Spiele des FC St. Pauli (seit sieben Spielen sieglos) oder des VfL Wolfsburg (nur ein Rückrundensieg) verfolgt.
Über weite Strecken der Saison begeisterte der HSV mit einer intensiven und kompakten Spielweise sowie einer großen Lust zu verteidigen. (Pressefotze Stefan Walther im Kampagnenblatt)
Walther, du gekauftes Stück hüpfende Fan-Scheiße, ich habe mit diversen Leuten gesprochen, die Spiele von Kühnes Werte Verein live gesehen haben, „begeistert“ war nicht einer. Vielleicht würde es helfen, wenn einer der Vuskovic Brothers dir mal gegen deine grinsende Fresse tritt um zu erkunden, ob der Hohlraum zwischen den Ohren hallt. Wie scheiße muss ein bezahlter Journalisten-Simulant sein, wenn er sich über andere Vereine lustig macht, um seinen Auftraggeber in einem besseren Licht darzustellen. Es hat viele Gründe, warum der KSV nicht mehr mein Verein und der Fußball nicht mehr mein Sport ist. Einer davon ist diese lächerliche Verwissenschaftlichung eines einfachen und deshalb so spannenden Spiels, ein anderer sind bezahlte Hofschranzen, die den Leuten 24/7 Lügen verkaufen und Märchen andrehen, um bloß nicht die Gunst eines Pleitevereins zu verlieren. Ein dritter Grund sind selbstgerechte, dauerlabernde Milchtüten wie Doofy Gilmore, die sich selbst als Laptoptrainer identifizieren, die aber von einem Happel oder einem Zebec nicht mal ein Autogramm bekommen hätten.
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Ich persönlich glaube, das Geld einfach Schmeißfliegen anzieht. Und genauso ist es beim Fußball: hinter den xGoals steckt doch ein Dienstleister, wie damals hinter dem Packing-Wert (wer erinnert sich noch?). Der Unterschied: Packing musste man erklären, xGoals nicht, da stellt sich jeder was drunter vor. Clever gemacht! Und noch ein Gedanke dazu: wenn sich beim Fußball nichts verändert, bräuchte man ja auch keine teuren Lehrgänge und keine Dienstleister mit neuen Methoden. Somit induzieren die neuen technischen Möglichkeiten einfach Veränderung, und die (öffentliche) Stimmung trägt das Ihre dazu bei. Denn wer möchte schon als „veraltet“ gelten?
Alter Wein in neuen Schläuchen.
Ich habe vom Spiel des HSV gegen Hoffenheim nicht gesehen. Nach dem, was ich gelesen habe: „Ausgeglichenes Spiel“, „Duell auf Augenhöhe“ etc. wundere ich mich über diese Bewertung des nicht als HSV-kritisch bekannten kicker:
Die Partie war einseitiger und eindeutiger, als es das Ergebnis aussagt, Hoffenheim dominierte einen engagierten, aber limitierten HSV fast nach Belieben.
Dazu wird von einem sehr schmeichelhaften Elfmeter für den HSV geschrieben.
Zitat:“Halt doch, etwas hat sich verändert. Inzwischen gibt es den sogenannten „Video-Schiedsrichter“, der nicht selten ein zuvor lautstark bejubeltes Tor zurücknimmt, weil einer der Angreifer um Sackhaaresbreite im Abseits stand“
Meiner Meinung nach, ist es hier aber nicht der dfb, dem das deshalb eingefallen ist, weil er das Spiel gerne komplizierter machen wollte. Letztlich ist es die Umsetzung der Entwicklung. Ganz früher, als die Fernsehbilder noch schwarz-weiss waren, waren es die Fans, die Entscheidungen des Schiedrichters beanstandeten. Okay, hötte man sagen sollen. Das gehört zum Fussball dazu, die Meinungen gehen auseinander. Schwamm drüber. Dann kam das Fernsehen mit neuer Technik und bewies sozusagen, dass der Schiedrechter unrecht hatte, was aber die Fans eigentlich noch mehr aufbrachte. Damals waren die Bilder noch so unscharf, dass die Sackhaaresbreite nicht auffiel. Inzwischen ist jeder Zentimeter des Spielfeldes vermessen und die Technik macht es möglich. Allerdings wie gesagt, ich sehe es in der Entwicklung der Zuschauer aus dem Wunsch heraus ein faires Spiel zu sehen, ist es nun übergenau geworden und man hat den Eindruck das es damit nicht wirklich fairer geworden ist. Ich hätte nichts dagegen, wenn wir zurück zum Ausgangspunkt kommen. Der Schiedsrichter entscheidet zusammen mit seinen Assistenten. Keine imaginären Linien, keine Computergrafik… fertig. Aber will der Zusachauer das ?
Die gequirlte Scheiße braucht man um zu verkaufen.
Manni K. schlägt heute noch bessere Flanken als die Wüstensandale. Und wenn es sein muss sind seine Flanken in den Oberrang auch besser, als die von Bacardi Jutta.
Und Hrubesch würde den Kopfball vom Samstag zu jeder Tages und Nachtzeit sicher in die Maschen versenken. Wüstensandale und Hrubesch am Kopfballpendel. Ein Traum!
Nein, ich habe nix gegen die Wüstensandale. 🤣
Die Vermessung des Spiels, verbunden mit einer geradezu kulthaften Technikgläubigkeit, rückt das Irrationale, Archaische, das, unter Anderem, diesen Sport ja so populär gemacht hat, in den Hintergrund. Es gibt praktisch keine Reportage, in der die „Experten“, wenn sie nicht gerade, das Spielgeschehen ignorierend, mit ihrem „Fachwissen“ prahlen, nicht zwanghaft darauf hinweisen, dass eine Führung verdient oder eben glücklich sei, aufgrund der Statistiken. Das Runde muss ins Eckige, diese zeitlose Fußballweisheit wird beständig ignoriert, selbst Trainer, die es besser wissen müssten, entschuldigen sich schon für Siege, wenn der Gegner dreimal mehr aufs Tor geschossen hat, wobei ja auch Flankenversuche, die nahe der Eckfahne ins Toraus trudeln – Baka läßt grüßen – als Torschuss gelten. Dass ein guter Torhüter, der klare Chancen vereitelt, eben kein Glücksfaktor, sondern Teil der Mannschaft ist, wird auch oft ignoriert – „Glückliche Führung, da können sie sich bei ihrem Torhüter bedanken.“ Der VAR könnte eine gute Sache sein, aber wenn sie, gerade in Deutschland, auch realitätsfernen, inkompetenten Bürokraten, die womöglich noch parteiisch sind, in die Hände fällt, wird sie zum Ärgernis. Den Nordkurvenfans ist das alles egal – denen geht es ums Event, um sich selbst.
Du hast vollkommen Recht. Dieser Abschaum wie Stefan Walter ist nicht zu ertragen. Die loben den KSV in die 2. Liga zurück. Wie kacke muss man sein ?
Und was die neuen Bezeichnungen betrifft will man doch bloß zeigen wie hip und aktuell man ist. Ich finde das alles nur albern. Aber scheinbar ist das in die Zeitenwende mit inbegriffen. Ätzend.
Hamann, der nach seiner aktiven Karriere absolut nichts mehr gerissen hat, sollte in die gleiche geschlossene Einrichtigung wie Trump eingeliefert werden
Ich stimme dir da vollkommen zu. Dazu kommt noch anderes wie die vollkommen unsozialen Anstoßzeiten um 20:45 Uhr, bei denen man ob des taktischen Ballgeschiebes irgendwann vor Langeweile einschläft. Ich schau mir den Kram nicht mehr an.
Hier das was Walther wirklich hätte schreiben müssen.
Der HSV bleibt wahrscheinlich in der Liga weil St. Pauli und Heidenheim, deren GEMEINSAMAER Etat auf Höhe des KSV liegt, etwas schlechtere Ergebnisse erzielen. Und der VFL Wolfsburg nach Jahrelanger Inkompetenz im Management Bereich endlich die verdiente Quittung bekommt.
Mich ekelt diese Hofberichterstattung nur noch an. Das ist wie von Fans für Fans. Mit Journalismus hat es nichts mehr zu tun. Man möchte seine letzten Abonnenten mit HSV Hintergrund nicht vergraulen und die Zugänge zum Verein behalten. Wie manche das immer noch nicht verstanden haben.
Willkommen in der Klapsmühle, das trifft es perfekt: Nicht mehr mein Sport, nicht mehr mein Verein, nicht mehr das Umfeld, in dem ich mich aufhalten möchte. Faulheit, Arroganz, Inkompetenz und grenzenlose Verblödung sind zu Grundtugenden des HSV-Kontinuums sowie des vorherrschenden Zeitgeistes geworden. Zu viele Bekloppte um einen herum, man kommt sich vor, wie im ersten Zombie-Film.
Apropos Zombie: Shy Killer hat eine sehr gelungene Transformation vollzogen: Von einer langhaarigen Crackhure mit Sprachfehler zu einer kurzgeschorenen Crackhure mit Sprachfehler. Der Knastaufenthalt scheint ihm gutgetan zu haben. ENDE
Der Mai ist im Fußball etwas ganz Besonderes. Und wir haben maximal Bock auf diese Phase“, (Doofy Gilmore)
Ja, das merkt man maximal.
Übersicht mit KI
Merlin Polzin verdient als Trainer beim Hamburger SV geschätzte 600.000 Euro pro Jahr. Er liegt damit laut Berichten am unteren Ende der Gehaltsrangliste für Bundesliga-Trainer der Saison 2025/26. Sein Vertrag beinhaltet zudem Prämien, wobei er zu den am niedrigsten bezahlten Cheftrainern im Oberhaus zählt.
Hamburger Abendblatt +3
,,,und die Sahara-Sandale verdient = oder mehr. Dabei die Laufzeit des Vertrages nicht berücksichtigt.
Ist ja ein richtiger Schnapper unsere Rotbacke.