Nein, ich kann alle be(un)ruhigen: Wir schreiben nicht den 1. April.

Vier Monate hat es gedauert, nun ist die Suche abgeschlossen: Der HSV hat einen Nachfolger für Ex-Manager Stefan Kuntz gefunden. Genauer gesagt: Eine Nachfolgerin: Kathleen Krüger (40) wird neue Sportvorständin beim HSV. Die ehemalige Teammanagerin des FC Bayern München, zuletzt Leiterin Organisation und Infrastruktur beim deutschen Rekordmeister, kommt nach Hamburg. (Kampagnenblatt)

 

Waren schon die von der spektakulären Headhunter-Agentur vorschlagenen Namen wie Kehl, Reuter und Beiersdorfer der vorläufige Gipfel der Kreativ- und Ahnungslosigkeit, nun die ehemalige Teammanagerin des FC Bayern als Vorstand, oh sorry, natürlich Vorständin Sport zu verpflichten, ist nichts anderes als der nächste PR-Gag aus St. Ellingen. Dieser Verein ist schon längst kein erfolgsorientierte Sportklub mehr, er ist nun noch eine lächerliche Verkaufsorganisiation für Fan-Artikel. Im Volkspark „leistet“ man sich etwas, um den Anschein zu erwecken, „anders“ als die anderen Kinder zu sein. Man leistet sich einen unfähigen greisen Stolperjochen aus Gambia und schwächt die Mannschaft. Man leistet es sich, vier Jahre auf einen überführten Dopingsünder zu warten, um das Sektengefüge nicht zu gefährden. Man leistet sich einen vorbestraften Gewalttäter als e.V. Präsident, eine rotbäckige Witzfigur als Trainer, weil er aus der Kurve kommt. Man leistet sich einen Rat der Durchwinker aka Aufsichtsrat ohne ein Milligramm an sportlicher Expertise, das ist übrigens das Kontrollgremium einer Fußball AG. Und man leistet sich den Luxus, seit Jahren ohne einen Vorstandsvorsitzenden zu operieren. Aber Vorsicht, liebe Leute, jetzt bitte keine Kritik an der werten Frau Freddie Krüger, das wäre nämlich ebenso sexistisch wie die Kritik an dem Daffeh-Inklusionsprojekt rassistisch motiviert war. 

 

 

Was lernen wir? Wieder einmal war der Name des abgebenden Vereins wichtiger als die Qualifikation des Kandidaten. Frau Krüger hat keinerlei Erfahrung als Sportvorständin (mir rollen sich die Fußnägel bei diesem Begriff auf), sie war Teammanagerin und hat an der Seitenlinie die Tafel mit den Rückennummern hochgehalten. „Organisation und Infrastruktur“ ist ungefähr so, als redete man über den „Direktor NLZ und Sportstrategie“ oder den „Direktor  Unternehmensentwicklung“. Kennt die jemand? Die Herren heißen Christoph Rohmer und Michael Scharold, gern geschehen. Wenn man einen ehemaligen Teammanager als Sportvorstand, ach verdammt, Sportvorständin holt, warum hat man dann nicht an Jörn Wolf gedacht? Oder vielleicht gleich an Tom Mickel? Aber der Spaß geht weiter…

 

Wie das Abendblatt erfuhr, hatte der HSV auch bei Eintracht Frankfurts Markus Krösche und Stuttgarts Fabian Wohlgemuth angeklopft. Obwohl beide sicher schwer zu bekommen gewesen wären, soll Krüger die Aufsichtsräte mit ihrer Kompetenz und ihrem Konzept überzeugt haben. (Kampagnenblatt)

Hach ja, ich hatte auch mal bei Claudia Schiffer angeklopft, aber am Ende wurde mir dann leider nur Helga Feddersen angeboten. Wird vielleicht, nur vielleicht, ein Muster deutlich? Dortmund, Frankfurt, jetzt Bayern, Boldt aus Leverkusen, beim KSV zählt nicht der Kandidat, es zählt seine Vereins-Vergangenheit. Auf einen Sportchef aus Elversberg würden die Schwachmaten aus St. Ellingen höchstens dann kommen, wenn der Kandidat ein umformierter Transgender-Mann im Körper eines Yeti wäre. 

 

Damit ist auch klar: Claus Costa, der zwischenzeitlich als Kandidat für eine Beförderung galt, bleibt Sportdirektor des HSV. Mit seiner neuen Chefin dürfte der 41-Jährige aber gut harmonieren: Krüger und Costa haben gemeinsam den Manager-Lehrgang des DFB durchlaufen und kennen sich gut. Zuletzt soll sie in ihrer neuen Funktion bei den Bayern auch an Transfers mitgewirkt und einen engen Draht zu Trainer Vincent Kompany gehabt haben. (Kampagnenblatt)

Unabhängig davon, dass Julia Leischick offenbar einen guten Job gemacht und die verschollene Halbschwester von Klaus Kroster gefunden hat, was ist das schon wieder für eine gequirlte Scheiße. Ich habe die Führerscheinprüfung zusammen mit einem Michael Schmidt gemacht und die Hackfresse nie wieder in meinem Leben sehen müssen. Und außerdem sollte ich Multimillionär sein und einen engen Draht zu Papst Leo haben. Diese gestrickten Zusammenhänge sind derart gestört. Ach Mensch, dürfte ich doch bloß an der nächsten Weihnachtsfeier des KSV teilnehmen. Freddie Krüger kommt mit ihrer Ehefrau, Judas Boldt mit seinem Ehemann und Tribünenadler Köncke mit seinem Schäferhund Rex. Daffeh lässt seine Gattin aus Gambia, die er dann zum ersten Mal live sieht, einfliegen, M. Vuskovic verteilt kostenlose Einwegspritzen und um Mitternacht klettert Opper Hoppenstedt auf die Bühne und tanzt seinen Namen. Aber wo wir schon beim Thema Störung sind, darf der runderneuerte Brückenpenner Kai Schiller nicht fehlen, oder?

 

Wie groß die mediale Ungeduld mittlerweile ist, haben vor allem die vergangenen Tage gezeigt. „Focus Online“ veröffentlichte ganz im Ernst eine Kolumne mit der Überschrift „Ein Stefan Kuntz fehlt dem HSV an allen Ecken“. Der Tenor des Autors: Nach den sportlichen Rückschlägen braucht es einen starken Mann, der in der Kabine „von seiner Erfahrung als Meisterspieler, Europameister, Nationalspieler“ berichtet. Weil: „So was wirkt.“

Man kann der Meinung sein, dass man nach dem (vom HSV unverschuldeten) Aus von Stefan Kuntz eine schnellere Lösung gebraucht hätte.

Unabhängig vom Saisonendspurt ist der HSV als Club so gut aufgestellt wie seit 15 Jahren nicht mehr. Dieser Erfolg hat viele Väter: Kuntz-Vorgänger Jonas Boldt zum Beispiel, der gemeinsam mit dem Trainer Tim Walter für ein neues Wir-Gefühl gesorgt hat. Natürlich Walters Nach-Nachfolger Merlin Polzin, der nach sieben langen Jahren in der Zweiten Liga den Aufstieg geschafft hat und auf dem Weg zum Klassenerhalt ist. Sportdirektor Claus Costa, dem man Spieler wie Luka Vuskovic, Albert Sambi Lokonga und Fabio Vieira verdanken darf. Und selbstverständlich Vorstand Eric Huwer, der nicht nur bei den Finanzen in den vergangenen Jahren einen sehr guten Job gemacht hat. (Kai Schiller via Kampagnenblatt)

Dieser Artikel wurde ihnen präsentiert von der „Sunshine-Gang“

Judas Boldt hat als Sportvorstand 5 Jahre in Serie den Aufstieg trotz Top 3-Etat wieder und wieder verkackt. Tom „Laszlo“ Walter hat den Aufstieg 2 1/2 durch seinen behinderten Fußball aktiv verhindert. Klaus Kroster ist unglücklicherweise nicht nur für die LEIHSPIELER Luka Vuskovic, Alfons Bambi Lumumba und Flavio Vieiria verantwortlich, sondern auch für Spezialkracher wie Rayan Philippe, Ahmed Foulsen, dem warmen Omari, Fickpalme Downs, Turnbeutelringer, Sumohorror, Rössler-Lilifee, Hefti(g), Tahiti, Richter, Poreba, Perrin, Mabuse, Karabec, FairEi, Knatterbach, Königstiger, Nemeth, Michelbierschiss, Montero und und und, aber das schreibt ShyKiller natürlich nicht. Aber – der „Erfolg“ hat viele Väter, deshalb befindet man sich ja auch wieder einmal im Spring-Blues und kämpft gegen den Abstieg, obwohl die Bundesliga schwächer denn je ist. „Vom KSV unverschuldet“ ist allerdings die absolute Endlösung der Propaganda.

Aber einen hab‘ ich noch…

Bayerns Teammanagerin Kathleen Krüger (36) hatte auf der Wechsel-Tafel die „29“ hochgehalten, die alte Nummer von Coman und nicht seine neue, die „11“. Das stiftete Verwirrung. Der Flügelflitzer fühlte sich nicht angesprochen, verließ den Platz nicht. Letztendlich stand für rund 20 Sekunden ein Spieler zu viel auf dem Rasen. (Bild)

In ihrer aktuellen Rolle beaufsichtigt sie vor allem die aufwendige Sanierung des Trainingszentrums an der Säbener Straße. Zuvor hatte sie als „Senior Leading Expert Sport Strategy & Development“ eine Stabsstelle im Vorstandsbereich Sport inne. (Merkur)

[Davor war sie „Support and Product Senior Stylistic Supervisor“ bei Jung v. Matt in Hamburg]

 

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