Nach knapp 14 Jahren Blogarbeit und insgesamt knapp 35 Jahren Arbeit für diverse Verlage und Medienunternehmen dürfte meine tiefe Ablehnung gegenüber dem, was sich in Deutschland dieser Tage Journalist oder Journalismus nennt, inzwischen hinlänglich bekannt sein. Diese Ablehnung bzw. Abscheu resultiert nicht (nur) aus Gründen persönlicher Erfahrungen, sondern aus der Beobachtung dessen, was aus diesem Berufsstand geworden ist. Als jemand, der sich beruflich knapp 3 1/2 Jahrzehnte im Medienbereich tummelte, hatte ich bereits zu Schulzeiten eine Vorstellung von dem, wofür Journalismus stehen sollte. Es waren und sind Aufrichtigkeit, Gründlichkeit, Unabhängigkeit, Neutralität und das Abbilden der Realität und nicht dessen, was man gern als Realität verkaufen möchte. Und bereits an dieser Stelle des Blogs sind wir beim eigentlichen Knackpunkt, denn der Journalismus heutzutage ist eben keine neutrale und objektive Berichterstattung, es ist ein Nachrichten-Verkauf geworden. Es gewinnt nicht der Gründliche, sondern der Schnelle, denn der greift die „Likes“ und PI’s ab. Es gewinnt nicht mehr derjenigen, der die Dinge so beschreibt, wie sie sind, sondern derjenige, der die durchgesteckten Informationen am hübschesten und Konsumenten-freundlichsten verpackt. Und an dieser Stelle beginnt das echte gesellschaftliche Problem, welches sich von der Politik bis in den Sport durchzieht. Denn man muss sich immer wieder vergegenwärtigen, wie Meinungsbildung und Entscheidungsprozesse zustande kommen. Nehmen wir mal ein willkürliches Beispiel:
Frank aus Bochum möchte sich gern über Vorgänge bei Kühnes Werte Verein informieren, Frank hält sich für einen Fan. Welche Quellen für Informationen stehen Frank zur Verfügung? Natürlich, er kann (und höchstwahrscheinlich wird er es auch) sich in sozialen Medien „informieren“ und dort den zahllosen Schwachsinns-Seiten und Influencern folgen, aber glaubt er dann, dass er objektiv und korrekt informiert wurde. Wahrscheinlich glaubt er das wirklich. Zusätzlich kann (und wird) Frank sich durch die einschlägige Presse informieren und was das bedeutet, wissen die Leser dieses Blogs seit vielen Jahren. Hofberichterstattung, Vereins-Propaganda, Fanboy-Journalismus. („Ich hab zusammen mit Doofy Gilmore Bagles gekauft“), eventuelle Wahrheiten erfährt Fan nur dann, wenn das Kind kopfüber im Brunnen treibt.
Das Problem ist aber, dass der Konsum dieser mehr als einseitigen „Berichterstattung“ zu Verhaltensweisen führt, zu Kaufentscheidungen, Wahlverhalten, Umgang mit Personen, die eine andere Sicht auf die Dinge haben oder mit anderen Worten: Frank wurde über Jahre hinweg proaktiv sediert und zum Sektenmitglied geformt. Er hat absolut keine Ahnung mehr, was tatsächlich abläuft, aber er will es auch gar nicht mehr wissen, denn er fühlt sich in der Sektenblase, in der eine große glückliche Familie vorgespielt wird, deutlich wohler als unter Menschen, die ihn mit unbequemen Wahrheiten konfrontieren. Irgendwann ist Frank dann soweit, dass er zu denen gehört, die die Formel „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“ (und damit gegen den Verein) aktiv lebt und alles wegbeißt und in den sozialen Medien bepöbelt, was nicht dem entspricht, was er tagtäglich von seiner Sekte serviert bekommt und von der entsprechenden Presse unterstützt wird. Ein paar Beispiele dafür, wie sehr die Abteilung Hofbericht (nicht nur in Hamburg) inzwischen jede Gegenwehr aufgegeben und sich flächendeckend zum Sprachrohr der Vereine gemacht hat.
Hannover 96 holt Ex-KSV-Vorstand Boldt als Sportgeschäftsführer
Fast auf den Tag vor zwei Jahren feuerte Kühnes Werte Verein den Berufsintriganten, zwei Jahre ohne Job, obwohl er sich selbst über seine Presse-Kumpels ständig bei irgendwelchen Vereinen ins Spiel brachte. Boldt schaffte es als Vorstand in Hamburg, 5 Jahre lang trotz Top3-Etat den Aufstieg in die Bundesliga zu verhindern, verschaffte dem greisen Alt-Gambier und Antifußballer Daffeh einen Rentenvertrag bis 2029 und holte in seiner Zeit Graupen ohne Ende. Nun geht er also zum Dauer-Zweitligist Hangover 96, aber nicht als Vorstand wie in Hamburg, sondern nur noch als GF. Aber macht auch nur ein Medium dieses Fass auf? Stellt auch nur ein Blättchen auch nur eine einzige kritische Frage? Mitnichten.
Trotz Wolfsburg-Interesse: Walter bleibt Trainer in Kiel
Für mich ist es nach wie vor ein absolutes Rätsel, wie jemand wie Tom Laszlo Walter immer wieder einen Blöden finden kann, der ihm in der Fußball-Branche einen Job gibt. Walter ist mit seinem selbstgerechten und behinderten „Walter-Ball“ überall gescheitert, wo er gearbeitet hat. In Kiel, in Stuttgart, in Hamburg, bei Hull City. Jedesmal, wenn Walter die Biege machte, stellte sich wie von Geisterhand der Erfolg ein, aber anstatt diese Fakten zu thematisieren, wird eher noch behauptet, dass es der primitive Bartfick war, der den Erfolg eingeleitet und unglücklicherweise die Lorbeeren nicht mehr abgreifen konnte. Wenn man diesen Schwachsinn nur oft genug wiederholt (und das machen die Schmierlappen), dann glauben es die sedierten Hüpfer irgendwann und verbreiten den Unfug weiter.
Dieter Hecking wird Geschäftsführer Sport beim VfL Wolfsburg
Manchmal denkt man, man lebt in einer Simulation. Vereinsgärtner Schnappi HecKing wurde im November 2024 als Retter zum VfL Bochum geholt und stieg mit dem Verein aus der Bundesliga ab. Im März 2026 holte ihn der abstiegsbedrohte VfL Wolfsburg und Schnappi schaffte es, sich mit den Wölfen aus der Bundesliga zu verabschieden. Doch was passiert? Anstatt einen kompletten Re-Start zu beginnen, befördert ihn der VW-Verein auch noch zum Geschäftsführer Sport. Doch gibt es auch nur eine kritische Stimme dazu? Zweifelt irgendjemand diese Maßnahme an? Natürlich nicht, das machen die schreibenden Medienverkäufer erst dann, wenn der VfL auf Platz 16 der zweiten Bundesliga steht.
KSV verlängert vorzeitig mit Feuer Hernandes
Kurz zu den Fakten: Der Mann wird im November 34, hatte noch einen laufenden Vertrag bis Juli 2027 (hatte sich durch den Klassenerhalt automatisch verlängert) und man hat mit Zander Tankfick bereits den designierten Nachfolger für teures Geld geholt. Warum wartet man in St. Ellingen nicht einfach die nächste Saison ab und fragte sich dann, ob man dann erneut mit einem dann fast 35-jährigen Zwergenkeeper verlängern möchte? Und vor allem: Warum stellt nicht ein einziges Medium diese auf der Hand liegende Frage? Stattdessen wird die vorzeitige Vertragsverlängerung bei der Abteilung Hofbericht gefeiert, als hätte man einen 19-jährigen van der Verrat ein zweites Mal für kleines Geld bekommen.
Kathleen Krüger wird KSV-Sportvorständin
Bis wenige Tage vor der Verkündung kannte keine Sau in Hamburg Herrn Krüger, auch die Journalisten-Simulanten hatte keine Ahnung, wer die Dame war und ob sie überhaupt existiert. Dabei hätte man aufgrund der Tatsache, dass Krüger in München nur und ausschließlich als eine bessere Assistentin tätig war und in Hamburg plötzlich den Vorstand (ich werde nie Vorständin schreiben) geben soll, durchaus mal die eine oder andere Frage nach der Qualifikation stellen können, aber das passiert nicht. Stattdessen wird hektisch gekreischt, weil es gelungen ist, jemand aus München zu verpflichten, als wäre allein dieser Umstand ein Garant für Erfolg und Qualität.
Auf dem Rasen plant der Club weitgehend ohne seinen Kapitän (Kampagnenblatt über Ahmed Foulsen)
Im Grunde eine unfassbare Aussage. Da hatte sich Blech-Auge Klaus Kroster den Sportinvaliden Jar Jar Foulsen von RB Leipzig aufschwatzen lassen, dem maladen Alt-Tansanianer wurde ein Vertrag mit Mondgehalt vorgelegt, der Mann wurde umgehend zum Kapitän befödert. Ergebnis: 321 Spielminuten, ein Tor, 4 gelbe Karten. Und vor allem die Erkenntnis für die zweite (und letzte) Saison, man würde „auf dem Rasen“ nicht mit ihm planen. Ja, verdammte Scheiße, wo plant ihr Lutscher denn sonst mit dem Mann? Auf der Massagebank? Für € 3,5 Mio. pro Jahr? Eigentlich gibt es 638.742 Gründe, diesen Transfer und dem Umgang damit medial zu hinterfragen, aber das passiert nicht und weil es nicht passiert, wird die Arbeit von Skeletor Kroster auch nicht angezweifelt und weil sie nicht angezweifelt wird, kann der Loser einfach immer so weiterwurschteln.
Was will ich damit sagen? Die Art und Weise, wie über diese Personalien berichtet wird, bestimmt und beeinflusst das Bild bei den Fans aka Kunden maßgeblich und führt dazu, keinerlei kritische Gedanken mehr zuzulassen. Per se ist alles supi endgeil, alles macht maximalen Sinn, die Entscheider spielen 24/7 4 D-Schach. Das gesamte Fußball-Business (und etwas anderes ist es nicht mehr) handelt nur noch davon, schnell möglichst hübsche Geschichten zu erzählen, der Erste und der Lauteste dabei zu sein, die eigene Existenz zu sicher und Kohle zu scheffeln. Vielleicht ist es mein Problem, dass mir das einfach zuwenig ist. Denn eines verstehen diese Menschen nicht: Die Art und Weise, wie die Medien berichten bzw. eben nicht berichten, bestimmt die Art und Weise, wie die Kunden/Fans denken. Und weil sie so denken, wie sie es tun, handeln Verbände und Vereine so, wie sie es tun. Am Ende bestimmt also die Art und Weise der Berichterstattung, wie sich der Fußball entwickelt und meiner Meinung nach entwickelt er sich in eine komplett falsche Richtung. Immer teurer, immer mehr Spiele, immer mehr Wettbewerbe, immer weniger Spannung und Qualität. Es wirkt so, als wollte man seitens der Medien, der Vereine und der Verbände die Kuh solange melken, bis sie zusammenbricht.
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Herrgott, was ist das bloß für ein geltungsgeiler Dummschwätzer
(Doofy Gilmore)
Sicher meint er damit, wenn man ihm „innen im Schiff“ ans Bein pisst. Das tut offenbar niemand, denn in der wirklich neuen HSV-Familie haben sich alle lieb.
Ich lese den Namen Kuntz, auch wenn er da nicht geschrieben steht. Dementsprechend ist er dann auch über die Reling gegangen.
Gerade eben läuft das Finale um die A-Juniorenmeisterschaft der U19 zwischen Hoffenheim und Köln und vergangene Woche spielte im Finale des DFB Pokals der U19 Wolfsburg gegen Stuttgart, welche das Finale gewannen. Deswegen habe ich mich gefragt, wann denn eine U19 des KSV zuletzt einen Titel gewonnen hat. Alles wie bei den Senioren schon Ewigkeiten her und daran sieht man deutlich, wie beschissen auch die KSV Jugendarbeit ist. Es ist die vorgelebte Anspruchslosigkeit genauso wie bei den sog Profis. Selbst Altherren- und Thekenmannschaften in der Kreisliga haben da mehr Motivation auch mal etwas zu gewinnen und wenn es auch nur ne Blechschale ist.
Bartfick Tom Walter hat es auf den Punkt gebracht: „Liebe ist stärker als Ergebnisse.“ Sportlich ist vom Hasivau nichts mehr zu erwarten, es ist vorbei.🤑 ENDE
Liebe hat er gesagt, Sektentreue hat er gemeint.
Es ist ja sehr wahrscheinlich, dass man Doofy einen Coach zur Verfügung gestellt hat, um ihn bei seinem Versuch zu unterstützen, ein echter Trainer zu werden. Dessen Sprüche hat Doofy dann fleißig auswendig gelernt und spricht sie nun öffentlich nach und ust ganz doll stolz auf sich…
mit allem d`accord, aber bei JB muss man berücksichtigen, dass der Profibetrieb bei H96 in eine GmbH ausgelagert wurde, also kann er dort nicht Vorstand, sondern nur „Geschäftsführer Sport“ sein.
Das ist zwar vom Titel her „weniger“, von den Befugnissen und dem Geld her aber egal .
Da nich für 😉
Stimmt. Aber Judas wollte doch eigentlich nach dem Zweitligisten KSV eine Stufe höher aufsteigen, also Bundesliga oder Italien, Spanien oder England. Nun ist er bei Dauer-Zweitligist Hangover96 gestrandet. Und das, wo er doch eigentlich jetzt den Karriereberater für Nachwuchskicker machen wollte.
Der Aufsichtsratsvorsitzende der KGaA, Martin Kind, der sich ja auch finanziell engagiert (hat), dürfte nicht so pflegeleicht sein wie der AR des „großen“ HSV. Sportdirektor Becker ist auch ein anderes Kaliber als Boldts Buddy Klaus Kroster. Ob sich die Hannoversche Presse so leicht vor den Karren des „sensiblen Regenjoggers“ spannen läßt wie die Hofschranzen in Hamburch, wird sich zeigen.
Pickelfresse: Scholle, wir haben eigentlich keine Zeit, deinen Blog zu reparieren, aber wir kennen da eine Webagentur, mit der wir kooperieren, die nehmen nur 125 € die Stunde, da müsstest du dich drum kümmern und das investieren.
Münchhausen: Ich denke gar nicht dran, dafür gebe ich kein Geld aus. Dann müssen die (2 Mio. Follower, d. Red.) eben mal einige Zeit auf den Blog verzichten.
Pickelfresse: Aber Scholle, es ist doch dein Blog.
Aufgelegt. Direkt danach schreibt der Insolvenzblogger eine Mail an Mongo-Tom:
Münchhausen: Wir geben weiterhin keine Kommentare ab und antworten auch nicht auf Nachfragen. Auf die dummen Sprüche von den ganzen Spastis hab ich kein Bock.
Mongo-Tom: ?
ENDE
aus dem 11Freunde-Liveticker zum Länderspiel:
„Nun das „heute Journal“. Hamburg wird sich nicht für die Olympischen Spiele bewerben. Was mich ehrlicherweise nicht überrascht. Alles, was der Stadt an neunstelligen Eurobeträgen für außergewöhnliche Sportereignisse zur Verfügung steht, muss logischerweise in eine zweite Leihe von Luka Vuskovic fließen.“