Sowohl inhaltlich wie auch vom Stil unterscheidet sich Kühnes Werte Verein mittlerweile in nichts mehr vom dementen Kinderschänder aus Washington D.C., das Prinzip ist immer das gleiche: Mit Hilfe der Hofberichterstatter baut man ein Traumszenario auf, schürt irgendwelche abstrusen Hoffnungen, die sich bei genauerem Hinsehen als Rohrkrepierer, Standard-Nummern und einfach nur als dümmliche Propaganda erweisen, passend natürlich zum Intellekt des angestrebten Endverbrauchers. Wie bereits im letzten Blog dargestellt, gibt es absolut nichts, keine echte Meldung, mit der der KSV aktuell punkten kann, stattdessen geht ein „Aufstiegsheld“ nach dem anderen von der Fahne. Was tut man also? Man produziert „gute Nachrichten“, verkauft diese als Weltsensation und wenn der hüpfende Schwachkopf genauer hinschaut, merkt er, dass er wieder einmal verarscht wurde. 

 

Für einen kurzen Moment lebte der Traum von einem festen Transfer von Fabio Vieira. Als der HSV am Montag zur Mittagszeit einen Tweet veröffentlichte, war die Aufmerksamkeit der Fans sofort geweckt. „Picked another diamond“, schrieb der Club bei X und heizte die Spekulationen mit dem berüchtigten Augen-Emoji zusätzlich an. Die Ankündigung von „Diamanten“ dient dem HSV seit diesem Sommer als roter Faden, um über Neuigkeiten in der Kaderplanung zu informieren. Dementsprechend aufgeregt war die treue Followerschaft.

Entscheidend ist ein Detail des beigefügten Fotos. Neuzugänge, wie zuletzt Albert Grönbaek und Kofi Amoako, kündigt der HSV mit einem blauen Hintergrund auf der Karte an. Vertragsverlängerungen, wie zuletzt bei Daniel Heuer Fernandes, werden dagegen mit einem goldenen Hintergrund versehen. Wer diesen Geheimtipp berücksichtigt, kann Transfers frühzeitig erkennen.

Und am Montag? Da blitzte die goldene Farbe auf. Statt Vieira oder Baum verkündete der HSV wenig später die Vertragsverlängerung von Torwarttalent Hannes Hermann bis 2029. Auf diese Personalie deutete ein weiteres Detail auf dem Foto hin. Unter der Raute stand „10 Jahre“ in schwarzen Lettern auf goldenem Hintergrund. Hermann ist seit zehn Jahren beim HSV.

 

 

So läuft das jetzt also in St. Ellingen, man verlängert mit dem 4. Torhüter, der in seinem Leben niemals die Nr. 1 in der tropfenden Volksparkruine werden wird (und er weiß das), verleiht ihn unmittelbar danach in die 3. Liga und verkündet voller Stolz: „Picked another diamond“. Die Tatsache, dass dieser „Diamond“ nicht mal als Rosenquarz aus Madagaskar durchgeht,spielt erst dann eine Rolle, wenn der entzückte Vollpfosten im zu engen rosa Trikot merkt, dass er (wieder einmal) verscheißert wurde. Schnappatmung ausschalten und weitersaufen. Dieser Verein ist im Jahr 2026 nichts anderes mehr als eine unechte Traumfabrik, die einzig und allein dazu angelegt ist, den Idioten die letzten Kröten aus der Tasche zu leiern, siehe ein Jubliäums-Trikot nach dem nächsten, ein Wahnsinnsbuch, eine Atom-DVD oder besser noch, ein Schenkungs-Fond. Und auch das hat dieser Verein mit dem orangenen Windelträger gemeinsam: Völlig egal, was drin ist, Hauptsache, es bringt Kohle. Mal gucken, wann der KSV den Taco Tuesday kopiert. 

 

Und so können wir uns in den nächsten Wochen auf die nächsten absoluten Sensationsmeldungen freuen, die von der Abteilung Hofbericht begierig verbreitet werden.

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Spezial-Nuklear-Sonderdeal, eingetütet und verpackt von Skeletor Klaus Kroster

Der KSV verschenkt Unterschiedstrinker Jan-Schluck Cointreau ablösefrei nach Münster, der Verein übernimmt in der nächsten Saison 2/3 seines Gehalts, außerdem wird eine Abfindung in Höhe von € 300.000 fällig

Unfassbarer Win-win-win-win Deal für Kühnes Werte Verein

Aufstiegsheld und Mr. Zweite Liga, Robert Glatze(l), wechselt mit sofortiger Wirkung zum VfL Wolfsburg, der KSV konnte eine sensationelle Abslösesumme in Höhe von € 800.000 zzgl. eventueller Prämien aushandeln. (Glatzel dazu: „Fick dich, Doofy Gilmore“)