Saure Gurke war gestern, das, was seit Saisonende in St. Ellingen abläuft, ist mit dem Begriff „Tote Hose“ nicht ausreichend gewürdigt. Ich verfolge diesen Verein nun weit länger als 40 Jahre, aber so öde wie jetzt war es noch nie. Zum 1. Juli werden die Spieler Vuskovic jr., Vieiria, Okulele, Glubschaugenwilli, Michelbierschiss, Rotzfisch Königstiger, Downs und Glatze(l) von der Mannschaftsliste gestrichen, hinzu kommen mit großer Wahrscheinlichkeit Knatterbach, FairEi, Jan-Schluck Cointreau. Dafür freut sich der KSV auf die Rückkehrer Sumohorror, Tahiti, Suhonen, Agyekum, wie geil. Bisher verpflichtet wurde ein Spieler vom Fast-Zweitligaabsteiger Dresden und Alfons Grönkohl, der sich mit den Herren Foulsen und Bambi Lumumba in der nächsten Spielzeit um den Titel des am häufigsten verletzten Spielers streiten wird. Ach ja, man hat einen Poreba (Marktwert: € 2,5 Mio.) für € 1,5 Mio. nach Elversberg verscherbelt, immer noch besser als der ablösefreie Abgang von Knorpeltiger. Momentante Transferbilanz: – € 5 Mio., aber nicht ein Milligramm Verbesserung. Stattdessen hat man Lücken im Kader, die größer sind als die Fresse von J. Edgar Huwer. Doch wer nun auf Aktion hofft, hofft vergebens, denn noch nicht einmal Gerüchte sind im Umlauf. 

 

 

Für die Schmierlappen aus der Abteilung Hofbericht ist dieser Zustand maximal frustrienden, so frustrierend, dass sie sich an aufgewärmten Geschichten über Mitarbeiter abarbeiten müssen, die vor Jahrzehnten den Verein verlassen haben und man sollte dabei eines nicht vergessen: Ein Klub, der derart eng mit der hiesigen Presse verbunden ist, würde alles tun, um „positive“ Nachrichten rauszurotzen, aber es gibt sie schlichtweg nicht. Daher treiben Stilblüten wie die folgenden ihr Unwesen…

 

Verhandlungen laufen: Nächster KSV-Deal vor Abschluss (Bild)

Was dahinter steckt: KSV-Boss fliegt zur WM (Bild)

Für den KSV? Vieiria hält sich mit Star-Trainer fit (Bild)

Er sollte Vuskovic ersetzen: KSV-Kandidat kommt nicht (Mopo)

Bericht: Angeblicher KSV-Kandidat zu teuer (Mopo)

Sechs Monate nach KSV-Aus: Ex-Boss Cunts taucht überraschend bei WM auf (Mopo)

KSV geht leer aus: Offensiv-Juwel hat sich wohl entschieden (Mopo)

Kuriose KSV-Trikot-Geschichte um DFB-Star Jonathan Tah (Kampagnenblatt)

So viel KSV steckt in der WM: Es geht um 20 Namen (Kampagnenblatt)

Hätten sie es gewusst? Diese fünf WM-Stars wären fast beim KSV gelandet (Kampagnenblatt)

 

 

 

Der Letzte macht das Licht aus. Nächste Woche folgend dann Homestories über eine Klofrau, die in den 80er-Jahren beim KSV die Pissrinnen geputzt hat und die nun in Thailand 636 Baht in einer Lotterie gewann und über einen ehemaligen Security-Mitarbeiter, der 1996 eine Blinddarm OP hatte und der nun nach Helgoland umgezogen ist, um Krabbenfischer zu werden. Man muss das alles in den richtigen Kontext setzten: Kein Verein kommuniziert (angebliche) Erfolgsmeldungen so ungehemmt über seine Medienpartner und der Umstand, dass es keine Meldungen gibt, heißt nichts anderes, als dass nichts passiert. Der KSV würde normalerweise jedes noch so erfundene Gerücht über ein Interesse an einem seiner Stolperjochen ans Kampagnenblatt durchstecken, aber da ist schlicht und ergreifend nichts. Natürlich wird irgendwann noch der eine oder andere kommen und dann wird man es als „Sieg der Geduld“ verkaufen, aber das ändert nichts daran, dass der KSV, der bereits seit Monaten mit der nächsten Bundesliga-Saison planen kann, nichts auf die Reihe kriegt. Und jetzt macht das Gerücht die Runde, dass man im Volkspark wohl tatsächlich mit Pornostar Philippe als Stoßstürmer Nr. 1 planen würde, weil Glasknochen Ahmed Foulsen auch in seiner zweiten und letzten Spielzeit als € 3 Mio.-Mentor und Kabinenclown eingeplant ist. Das wird eine geile Saison. 

 

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