Als ich das gestern zufälig gelesen habe, habe ich zuerst an einen Witz gedacht. Oder Fake News. Aber nein, das stimmt tatsächlich. 

Der Sportjournalist Sebastian Wolff hat gemeinsam mit dem Comedian Chris Tall das Buch „Hamburger SV – Eine Liebeserklärung“ geschrieben. Um seine Liebe zum Verein der ganzen Welt – oder zumindest der HSV-Welt – offenzulegen, verfasste der Comedian mithilfe von Journalist Sebastian Wolff ein Buch mit dem Titel „Hamburger SV – Eine Liebeserklärung“.

Zuerst einmal: Ich habe in meinem Leben noch nie den Namen „Chris Tall“ gelesen, das muss wirklich ein absoluter Comedy-Superstar sein. Aber der Umstand, dass ein Kicker-Journalist ein Buch mit dem Titel „Hamburger SV – Eine Liebeserklärung“ verfasst, sei es nun als Ghostwriter oder Co-Autor, das macht selbst mich fassungslos. Wie in Gottes Namen will der häßliche Eierkopf Seb Wolff jemals wieder als ernsthafter, objektiver und kritischer Journalist verstanden werden, wenn er Liebeserklärungen über einen Verein verfasst, über den er berichtet? Dieser Vogel hat nun endgültig auch den allerletzten Rest seiner ohnehin schon nicht mehr vorhandenen Glaubwürdigkeit verspielt, vielleicht sollten in Zukunft alle Journalisten-Simulanten, die sich auf der Pressetribüne der tropfenden Volksparkruine tummeln, im Daffeh-Trikot auftreten. 

 

Weiter im Text….

 

„Es geht nur, wenn man einen Schritt mehr macht und noch härter trainiert. Das wird eine Herausforderung. Es wird anders“, sagt Polzin. (Kampagnenblatt)

Genau, noch härter als sonst. Deshalb war Rotzfisch Königstiger wahrscheinlich auch so überrascht von der Mainzer Trainings-Intensität, im Vergleich mit den Jogging-Einheiten geleitet von Doofy Gilmore. 

 

 

 

 

 

„Wir brauchen Jungs, die vorne marschieren, die Zielspieler sind, die schon nachgewiesen haben, dass sie treffen können, und über das Profil verfügen, das wir brauchen: Tempo, Tiefgang, aber gleichzeitig auch eine Präsenz im Strafraum des Gegners und eine gewisse Körperlichkeit.“ (Doofy Gilmore im Kampagnenblatt)

Schon klar, Speckbacke, aber warum holt man solche Stürmer dann nicht im Juli und vor allem: Warum führt man die entsprechenden Gespräche dann nicht schon im Frühjahr, sondern wartet, bis alle Vorbereitungs-Trainingslager abgeschlossen sind und am Ende eh nur noch die Bückware übrigbleibt? Richtig, weil ihr mehr labert als arbeitet.