Vielleicht kann mir einer von euch weiterhelfen, denn mir erschließt sich diese Logik nicht (warum wohl?): Wenn ich aus Australien (und davor 10 Jahre aus Hamburg) einen kritischen KSV-Blog schreibe, dann habe ich offenbar zuviel Langeweile, keine Freunde, Freude schon gar nicht. Ich bin verbittert, ich bin voller Hass, natürlich voller Neid (worauf eigentlich?), ich führe ein so derart ödes Leben, dass ich mich an diesem überaus erfolgreichen Werteverein abarbeiten muss. Logik: Über den Verein berichten und sich mit dem Verein auseinandersetzen darf man nur dann, wenn man bedingungslos mithüpft, jede Scheiße bejubelt etc. 

 

 

Ich glaube eher, dass es irgendwie zu einer Therapie gehört, dass ein weit entfernt lebender Typ jeden Tag was über einen Verein schreibt, den er verachtet. Vermutlich ist das eine Art Zwangsstörung. Ich habe da eher Mitleid – wer möchte sich schon jeden Tag mit etwas beschäftigen, dass man nicht mag. (Kommentar auf Facebook)

 

Wenn aber irgendein verstrahlten Kasper in New York oder Mexiko City im rosa Trikot mit Daffeh-Beflockung rumturnt, dann wird ihm nicht unterstellt, er hätte scheinbar zu viel Zeit, keine anderen Hobbies, ein ödes Leben o.Ä. Dann ist er der weltgrößte Super-Fan, der selbst am Arsch der Heide für seinen Verein zittert. Ach ja, man darf einen Schwarzen wie Daffeh auch nicht mehr als Schwarzen bezeichnen, dann ist man Mitglied der Gestapo und unter Garantie mindestens Rassist und AfD-Wähler. Das schreiben übrigens die Gleichen, die Ludovit Reis beim Heimspiel gegen Werder Bremen standrechtlich verbrennen möchten. Die Mitglieder dieser geisteskranken Sekte merken nicht mal, wie doppelmoralisch sie unterwegs sind, aber dann haben wir noch den hier…

 

Ludovit Reis war ein wichtiger Spieler für den HSV. Dafür gebührt ihm Dank. Jetzt spielt er für die anderen. Dafür darf er im Volksparkstadion die volle sportliche Ablehnung zu spüren bekommen. Nein, das sollte er sogar!  (Münchhausen Scholz)

Das muss man sich mal vorstellen – ein Journalisten-Simulant, ein Insolvenzblogger, der bei seinen Gläubigern € 250.000 Schulden hat, fordert bekanntermaßen gewaltbereite und zutiefst gestörte Idioten auf, einen ehemaligen „Aufstiegshelden“ niederzumachen und zwar nur deshalb, weil er jetzt für den „falschen“ Verein arbeitet. Wir reden über „Menschen“, die Fans anderer Verein zusammenschlagen und Polizeiuniformen verbrennen und ein Arschloch wie Speckschorle Münchhausen fordert diese Leute zu Aktionen auf. Exakt das kommt dabei raus, wenn auf der Pressetribüne nur noch bezahlte Fanboys und Liebeserklärungs-Autoren sitzen.

 

 

 

Zum Thema Reis vielleicht noch ein Satz: Was hätte die Sekte gefeiert, wenn der geliebte Aufstiegsheld ohne Ablöse zurück nach St. Ellingen gekommen wäre. „Was für ein geiler Deal – letztes Jahr € 6 Mio. kassiert und jetzt kriegt man „Ludo“ kostenlos zurück. Klaus Kroster kann zaubern“. Schon irgendwie seltsam, dass Reis „für nass“ lieber an die Weser statt an die Elbe wechselte.