Romano wurde im Jahr 2022 als eine der zuverlässigsten Quellen zum Transfergeschehen im Fußball überhaupt bezeichnet. Seine Bekanntheit und Reputation wird zunehmend zu Marketingzwecken von Fußballvereinen genutzt, beispielsweise bei der Präsentation von neuen Spielern.

Mal ernsthaft, wie krank ist das eigentlich? Vielleicht kann sich der Eine oder Andere von euch noch an die sogenannten „guten alten Zeiten“ erinnern, an Zeiten, in denen der Sport wichtiger war als die Show. In der die Saison wichtiger war als die Transferphase. Als Sportjournalisten Berichterstatter und keine gekauften Vereins-Supporter waren, die sich dafür bezahlen lassen, indem sie Gerüchte unters Volk streuen, die zum Plan eines planlosen Vereins passen. Denn wie läuft der Quatsch eigentlich mittlerweile? Der Verein spielt einem der sogenannten (inzwischen scheint das ja so etwas wie eine Berufsbezeichnung zu sein) „Transferexperten“ ein Gerücht zu, um in den Augen der Öffentlichkeit ein bestimmtes Bild zu erzeugen. Dieser „Transferexperte“, der wie oben zu erkennen ist, inzwischen für seine Dienste bezahlt wird, twittert den Blödsinn umgehen, die Nachricht geht viral. Sie wird von diversen Zeitungen und ganz besonders in den sozialen Medien aufgegriffen und natürlich wird darauf hingewiesen, dass die Quelle dieses gesteuerten Bullshits ein sogenannter „Transferexperte“ ist, also muss das Gerücht zu einem hohen Prozentsatz der Wahrheit entsprechen. Dabei ist der Kern der Nachricht nichts anderes als das, was der Verein gestreut haben möchte, nur, dass der Verein nicht als Absender draufsteht. 

Ich glaube, viele der zumeist dünn angerührten „Transfer-Verfolger“ haben immer noch nicht realisiert, was dort eigentlich tatsächlich passiert. Sie denken, da gibt es besonders investigative Journalisten-Simulanten, die bessere Kontakte haben als alle andere, die irgendwo lauern und Dinge aufschnappen, die sie eigentlich nicht aufschnappen sollten. Mitnichten, es sind Informations-Weiterträger, Gerüchte-Verbreiter, die tatsächlich nichts anderes tun als die Propaganda der Vereine zu verbreiten.

 

Das Online-Forum „Reddit“ zieht einen Schlussstrich! Auf der Unterseite „Reddit Soccer“ dürfen ab sofort keine Beiträge von Transfer-Guru Fabrizio Romano (33) verbreitet werden. In einer Stellungnahme der Social-Media-Seite heißt es, dass die Entscheidung gefallen sei, Romano fortan vollständig als Quelle zu verbietenDabei ist Romano als der größte Transfer-Experte im Fußball bekannt. Auf Instagram hat er rund 48 Millionen Follower, auf X sind es etwa 28,5 Millionen. Sein Spruch „Here we go“, wenn ein Transfer fix ist, ist in der Fußballbranche und der Medienberichterstattung weithin bekannt. In der Stellungnahme begründet „Reddit“, warum Romano als Quelle ab sofort grundsätzlich verboten ist. Darin werden u.a. die wachsende Unzufriedenheit in der Community mit den Beiträgen von Romano angeführt. Weiter heißt es, „dass Romano nach Ansicht der Moderatoren zunehmend fragwürdige journalistische Praktiken anwende“. (BILD)

 

Schon irgendwie gestört, dass ein Mann, der in diesem Artikel als „Transfer-Guru“ bezeichnet wird, das bezahlte Verbreiten von Vereins-Propaganda zum erfolgreichen Geschäftsmodell gemacht hat und sich dann plötzlich einige Menschen exakt darüber echauffieren. Was haben die denn gedacht? Das Romano oder „Plettigoal“ eine Glaskugel besitzen, in der sie das lesen können, was alle andere nicht können? Völliger Bullshit, diese „Transfer-Gurus“ transportieren Gerüchte, für deren Verbreitung sie bezahlt werden. Diese Gerüchte werden dann durch die sozialen Medien gespielt, bis dann irgendwann Arschpisser wie Toilettenreiniger in einem irrelevanten Insolvenzblog posten, dass „Transfer-Guru X“ gerade vermeldet hat, dass….

 

Sorry, mir waren die alten Zeiten lieber.

 

Ach ja, erinnert ihr euch noch an die Bücher „Football Leaks“ von Rafael Buschmann? Ich hatte damals mehrfach mit Buschmann gemailt und ein Interview mit ihm gemacht. Und jetzt stelle ich zwei Fakten nebeneinander. 

1. Der Verband Deutscher Sportjournalisten zeichnete Buschmann mehrfach für seine Recherchen aus.[47] Darunter sowohl für einen Text über Rechtsradikale im Ordnungsdienst von Borussia Dortmund[48] als auch für eine Reportage über ein von Spielerberatern ausgebeutetes afrikanisches Fußballtalent

2. Früher berichtete er über Fußballprofis, heutzutage vertritt er deren Interessen. Der ehemalige SPIEGEL-Investigativjournalist Rafael Buschmann arbeitet als Spielerberater. Rafael Buschmann ist Head of Strategy and Communications der Spielerberatungsagentur Eurosportsmanagement. Das seit 2010 im Fürstentum Liechtenstein ansässige Unternehmen engagiert sich nach eigenen Angaben „leidenschaftlich für Fußballer“, indem es „sowohl auf dem Spielfeld als auch in allen lebenswichtigen Bereichen neben dem Fußball Unterstützung und Beratung“ bietet.

 

Noch Fragen?

 

Zum Schluss…

…das Letzte!

 

Es gibt irgendeinen Furz in Hamburg, es gibt Kameras und Presse? Keine Frage, Präsident Deoroller und der Schatzmeister der KSV Fußball AG sind anwesend.

 

 

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