Der zweite Bundesliga-Sommer wird zum Fluch.
Nach Platz 13 in der Vorsaison ist die Erwartung plötzlich höher. Der HSV muss nicht mehr überraschen – er muss liefern. Genau dieser Druck frisst die Mannschaft auf. Der Kader ist besser, aber nicht breit genug.
Die Analyse von Get Football News sieht insbesondere auf der rechten Wingback-Position wenig Tiefe. Eine Verletzung von Bakery Jatta – und schon wird aus einer Baustelle ein Krater. Der Vuskovic-Abgang hinterlässt eine riesige Lücke.
Sebastiaan Bornauw wurde zwar als Ersatz ausgeliehen, kam bei Leeds aber zuletzt nur auf zwölf Einsätze. Wenn er nicht sofort einschlägt, wackelt die Defensive. Vorne muss es sofort funktionieren.
Mit Patson Daka und jetzt Terem Moffi wurde offensiv ordentlich nachgelegt. Das Problem: Neue Stürmer brauchen keine Eingewöhnung – zumindest nicht laut HSV-Fanlogik. Bleibt der erste Stürmer drei Spiele ohne Tor, beginnt sofort das große „Warum haben wir eigentlich…?“. Der Auftakt ist maximal undankbar.
Am ersten Bundesliga-Spieltag geht es nach Dortmund. Danach kommt Mainz ins Volksparkstadion. Ein 0:3 in Dortmund, ein 1:1 gegen Mainz – und plötzlich heißt es: „Wir stehen auf Platz 17, Polzin raus!“ Der HSV wird zum Opfer seiner eigenen Erwartungen.
Genau hier liegt das schönste Abstiegsargument: Die Mannschaft ist zu gut, um entspannt gegen den Abstieg zu spielen, aber nicht gut genug, um sich früh abzusetzen. Also hängt man ab Spieltag 8 im Tabellenkeller. Und dann kommt die HSV-Dramaturgie.
Winterpause: Platz 16.
Januar: „Jetzt greifen wir an.“
Februar: drei Niederlagen in Folge.
März: Trainerdiskussion.
April: Tabellenplatz 17.
Mai: Relegation wäre schon ein Erfolg.
Letzter Spieltag: 2:2 nach 2:0-Führung.
Direkter Abstieg.

 

 

Die „Erstellung“ dieses Blogs hat exakt 4 Minuten gedauert, ChatGPT sei Dank. Wenn ihr so etwas in Zukunft öfter möchtet, schreibt es in die Kommentare (kotz). Hirnamöben wie Spastrup würden sich bestimmt freuen