Eines steht fest: Bei keinem anderen Verein führen Wahrheit und Fiktion einen derart erbitterten Krieg gegeneinander wie bei Kühnes Werte Verein. Das, was bei anderen Klubs als normal gilt, ist in St. Ellingen grundsätzlich maximaler als die Erfindung des Milchpulvers, jeder noch so dämliche Scheißdreck wird gnadenlos überhöht, „Gesetze des Marktes“ gelten für alle anderen, nicht für den KSV. Möglich ist diese mehr als weltfremde Sichtweise durch die Arbeit des bekannten Propaganda-Netzwerks, die Abteilung Hofbericht, die keine Fragen stellt, außer vielleicht „Merlin, wieviel Bock hast du auf der Spiel?“ Schauen wir uns heute doch einmal einige „Fälle“ an, bei denen die Realität mit dem, was am Ende umgesetzt wird, weniger als gar nicht korrespondiert.

 

„Der KSV kocht auf dem Transfermarkt“. Irgendein Arschloch ist auf die verblödete Idee gekommen, die Aktivitäten des Vereins in die Nähe einer Kochschule zu verfrachten, deshalb schrieb oder kreischte in Folge jedes Social Media-Kackgesicht: „Was kocht der KSV denn da“? Nun, was er dort kochte, ist an dieser Stelle mehrfach beschrieben worden, ein Verein, der nach 7 Jahren in der 2. Liga ein Jahr Bundesliga spielt, verknallt mal eben mehr als € 30 Mio. auf dem Transfermarkt und das Beste: Keiner fragt, wie er sich das leisten kann.

 

Der KSV setzt auf seinen eigenen Nachwuchs und fördert die Durchlässigkeit. Für’n Arsch. Ich halte jede Wette, dass keiner der Spieler Nandja, Stange, Lemke und sogar der gekaufte Amoako auf mehr als jeweils 400 Einsatzminuten kommen werden. Vor jedem dieser Spieler stehen mindestens 2 etablierte Maltafüße.

 

„Wir verändern unsere Saisonziele nicht und bleiben demütig“. Klar, so läuft das nur in St. Ellingen. Man rotzt zig-Millionen raus, die man nicht hat, aber man möchte sich nicht daran messen lassen. Nicht, dass noch ein Hüpfer auf die seltsame Idee kommt und meint, nach diesen Investitionen sollte doch mehr möglich sein als der bloße Klassenerhalt. Nö, Druck wollen Klaus Kroster und Doofy Gilmore auf jeden Fall verhindern und Abteilung Hofbericht hilft.

 

 

 

Die Fußballwelt der käuflichen Spezial-Experten ist sich einig: Kein Verein hat geiler gearbeitet als der KSV. Doch was hat man eigentlich geholt bzw. was steht noch bevor? Man holte Schwalbenkönig Vieiria zurück und der darf nun beweisen, dass er keine Schwalbe für einen Sommer war. Man holte einen marokkanischen Rechtsverteidiger, der nicht verteidigen kann. Man holte einen norwegischen Linksverteidiger aus der zweiten englischen Liga und einen gescheiterten Stürmer, der gerade aus genau dieser Liga abgestiegen war. Man holte einen 27-jährigen Kreuzbandpatienten, dessen beste Saison 5 Jahre her ist und man holte einen Innenverteidiger, der in England gescheitert ist, der aber deutschen Abstiegskampf kennt. Man kaufte den Dänen Grönkohl und hofft, das er gesund bleibt. Darüber hinaus noch eine arbeitslosen Marokkaner und einen Franzosen aus der zweiten französischen Liga. Und natürlich kehrt im November Doper Vuskovic nach 4 Jahren ohne Leistungssport stärker denn je zurück. Für all den Mumpitz legte man unter Garantie mehr als € 35 Mio. auf den Tisch, aber was holte man nicht? Man holte nicht einen Bundesliga-Spieler! Tatsache ist, dass man bis zu € 35 Mio. für HOFFNUNG, aber nicht für Qualität auf den Tisch legte, aber in den Augen der käuflichen Experten ist das die größte Leistung, die je ein Sportchef hingelegt hat.

 

Die Frage, die natürlich niemand stellt, lautet: Wie sieht eigentlich die Zukunft aus? € 35 Mio.-Stunts wie in diesem Jahr kann sich der KSV nur einmal leisten, irgendwann muss man auch mal einen oder zwei Spieler mit signifikantem Gewinn verkaufen. Nur,wer sollte das sein? Paris Dakar? Müffi, das Geruchsgespenst? Alphons Grönkohl oder Vieiria, die schon diesmal keiner wollte? Oder vielleicht eine der Nachwuchsraketen, die keine Einsätze bekommen werden? Halt, ich weiß es, es ist Torwart-Titan Zander Tankfick, der bestenfalls in 3 Pokalrunden spielen wird. Nach wie vor hat man im Volkspark nicht einen Spieler, mit dem man in Zukunft richtig Geld machen wird. Aber vielleicht kann man ja Schnecke Adelheid nach Singapur verschleudern.