Wer kennt sie nicht, all die rührseligen Geschichten, welche von der umtriebigen Abteilung Hofbericht jedesmal dann in Umlauf gebracht werden, wenn ein neuer, atom-spektakulärer Transfer vermeldet wird, der Kühnes Werte Verein auf ein völlig neues Level heben wird und der in spätestens zwei Jahren durch seinen zu erwartenden Verkauf nach England, Saudi-Arabien oder Senegal die neue Spezial-Arena allein finanzieren wird. „Hat schon als Kind in KSV-Bettwäsche“ geschlafen“ ist dabei so ausgelutscht wie Münchhausens Bekenntnis, er wäre unabhängig und kritisch, also müssen neue Superlative ersponnen werden. Was musste ich neulich lesen? Der Vater von Müffi, dem Geruchsgespenst, ist bekennender KSV-Fan seit Magaths 1:0 in Athen und hat seinen Sprößling förmlich angefleht, doch bitte alle anderen Wahnsinns-Angebote in den Wind zu schlagen und für deutlich weniger Salär bei seinem Herzensverein in St. Ellingen anzuheuern. Ich bin übrigens zu 1888% sicher, dass Schwalbenlauch Vieiria sowohl bei der Vereinsführung von Arsenal London wie auch bei seinem Lieblings-Inder in Notting Hill hinterlegt hat, dass er sich Angebote anderer Vereine erst gar nicht anhören wird, er hat sein Herz an der Elbe verloren. KSV oder nichts, ansonsten beendet er seine durchwachsene Karriere und baut in Albufeira Oliven an. Basta. Wenn man jedoch ehrlich ist und all diese Verkaufs-Märchen ignoriert, weiß man, welche Gründe einen Spieler zu einer Unterschrift beim KSV motivieren könnten.

 

  • Er hat kein besseres Angebot
  • Er hat überhaupt kein anderes Angebot
  • Er hat ein Angebot, würde bei diesem Verein aber nur als Backup eingeplant sein

 

Ende der Fahnenstange. Kein Berufs-Fußballspieler wechselt aus nostalgischen Gründen zu einem Verein, bei dem er weniger verdient als bei einem anderen Angebot. Die durchschnittliche Karrieredauer eines Lizenzspielers liegt bei ca. 10 Jahren, in dieser Zeit muss er seine Schäfchen im Trocknen haben, für Fußball-Romantik, „Herzensvereine“ etc. ist überhaupt kein Raum, dies sind nichts anderes als Verkaufs-Sprüche der ansässigen Pressevertreter. Bei denen hat sich übrigens eine vergleichbare Entwicklung durchgezogen, aus Journalisten wurden Journalisten-Simulanten, aus Journalisten-Simulanten wurden Verkaufsschreiber aka Pressenutten. Man verkauft sein Geschreibsel an den Höchstbietenden, allein schon aus Mangel an Alternativen, denn soviele Jobs als Pressesprecher gibt es auf der Welt nicht.

 

Am Ende sind wir da angekommen, wo das Ganze hingehört. Profisport im Allgemeinen und Profifußball im Besonderen ist ein Geschäft, ein Produkt, nichts anderes. Als bekennender Produktverkäufer (früher Journalisten-Simulant) muss ich das mir anvertraute Produkt natürlich so positiv wie möglich anbieten, wenn ich das Produkt kritisiere, mindere ich seinen (und meinen) Wert und wer scheißt schon in den eigenen Kühlschrank. All das könnte man sogar so akzeptieren, wie es ist, wenn nicht immer noch eine nicht geringe Anzahl von komplett verblödeten Dauerkarten-Junkies und Trikot-Käufern die Schmonzette von der KSV-Bettwäsche fressen würden. Sie wollen glauben, dass für Spieler X „ihr“ Verein etwas Spezielles darstellt und wenn dann jemand wie Rotzfisch Königstiger ablösefrei geht, um lieber für Mainz 05 zu stolpern, glauben sie immer noch daran, dass Kühnes Werte Verein für den gebürtigen Berliner „etwas Besonderes“ war.

 

Diese „Gesetze“ gelten übrigens nicht nur für den KSV. sondern für so gut wie jeden anderen Verein. Habe ich als Spieler ein Angebot von Bayern, gehe ich nicht nach Stuttgart, habe ich ein Angebot von Stuttgart, gehe ich nicht nach Freiburg usw. An der Weiterführung der Treue-Märchen wird all das natürlich nichts ändern, denn das Produkt muss verkauft werden. Jemand wie ich, der das zahlende Publikum durch realistische Wahrheitsnenennung verunsichert, ist schlecht fürs Produkt. Ich lasse Zweifel an der Sinnhaftigkeit entstehen und wer will das schon? Die Inhaber des Produktes wollen unkritische Gläubige, hüpfende Gefolgsleute, die keine Fragen stellen, die ohne zu fragen kaufen. Also werden wir auch weiterhin großartige Geschichten von Spielern lesen, die für den KSV ein deutlich besseres Angebot abgelehnt haben (Daffeh und Saudi-Arabien, Glatzel sowieso usw.),weil sie mit dem KSV die Ziele des Vereins erreichen wollten. Jedenfalls solange, bis sie dann mit Abfindungen versehen vom Hof gejagt werden. Kein Spieler der Welt ist so naiv, dass er nicht weiß, dass auch ihm genau das passieren kann.

 

Zum Schluss…

 

…das Letzte!

 

Wer ist der Wendehals, der übelste Populist, die widerlichste schleimige Dreckskreatur im gesamten KSV-Kosmos? Richtig, es ist Eierkopf Sebastian Wolff vom Ficker.

 

Der Kicker, zwei Tage vor dem historischen Spiel gegen Mainz 05: „Zentral besser, vorn variabler, hinten ein Joker mit Fragezeichen“

 

Der Kicker am Tage der Mainz-Klatsche: „Vieiria allein kann diesem KSV nicht helfen“

 

Vielleicht noch ein paar Daten aus der Hölle gefällig?

 

Stichwort Laufleistung

 

  • FC Augsburg: 123,32 km
  • SV Elversberg: 114,81 km
  • Werder Bremen: 125,7 km
  • VfB Stuttgart: 118,9 km
  • Kühnes Werte Verein: 107.7 km

 

Ach ja, wer von euch noch ein wenig Geld übrig hat, sollte es unbedingt diesen vertrauensvollen Herren überlassen.

 

 

 

 

Jetzt wieder möglich – spenden via Paypal

 

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