Ich würde im heutigen Blog gern noch einmal über das Thema Martwerte, Marktwert-Entwicklungen, Differenzen zwischen Marktwerten und tatsächlichen Ablösesummen etc. sprechen und habe deshalb einen Blick in die Geschichte gewagt.
Mit der systematischen Erfassung und Dokumentation von Marktwerten für Profifußballer wurde im Oktober 2004 begonnen. Die heute weltweit als Standard etablierten Fußball-Marktwerte wurden von der Plattform Transfermarkt eingeführt. Zwar gab es bereits ab dem Jahr 2002 erste punktuelle Marktwertschätzungen innerhalb der Community, fest in einer eigenen Datenbank hinterlegt und mit einer nachvollziehbaren Historie für die Spielerprofile ausgestattet wurden die Werte jedoch erst ab Herbst 2004. Was damals als reines Hobby-Projekt mit wenigen Bundesliga-Spielern startete, hat sich bis heute zu einer globalen Referenzgröße entwickelt, die von Vereinen, Beratern und Medien aktiv genutzt wird.
Nun denn, was lernen wir daraus? Zuerst einmal: Die sogenannten Marktwerte einzelner Spieler und daraus resultierend ganzer Mannschaften gibt es noch gar nicht so lange und im Grunde war die „Erfindung“ von Marktwerten eine Art Spielerei eines Hobby-Projekts, welches sich im Laufe der Zeit verselbstständigt hat. Darüber hinaus liegen der Erfassung der Marktwerte sämtlicher Spieler keinerlei beweisbare wissenschaftliche Erkenntnisse zugrunde, sondern es ist nichts anderes als pure Glaskugelvermutung von einigen Dauergäste in den TM.de-Foren, die selbst mit großer Wahrscheinlichkeit nie gegen einen echten Ball getreten haben, die aber der Meinung sind, sie könnten den (Markt)-Wert eines Spielers, den sie im Leben nie haben spielen sehen, durch blanke Behauptung festlegen. Ich zitiere erneut, um es noch einmal zu verdeutlichen:
Die Marktwerte auf Transfermarkt.de werden nicht durch einen festen Algorithmus berechnet, sondern basieren auf einem Community- und Expertenansatz. (An dieser Stelle würde ich gern die bereits sezierten „Experten“ hinterfragen wollen).
Das Prinzip
- Kein Algorithmus: Es gibt keine automatische Formel. Der Wert ist ein Erwartungswert und kein garantierter Verkaufspreis.
- Die Community: Registrierte Nutzer diskutieren im Forum „Marktwerk-Analyse“ über Vorschläge und begründen diese mit Daten und Argumenten.
- Moderatoren und Admins: Diese leiten die Diskussionen und legen auf Basis der Community-Vorschläge die neuen Werte fest.
- Freigabe: Die Geschäftsführung prüft und finalisiert die erstellten Marktwerte.
Mit anderen Worten: Amateure und selbsternannte „Experten“ meinen, den (Markt)-Wert eines Spielers bestimmen zu können. Die Realität sieht dagegen komplett anders aus, denn der eigentliche Marktwert eines Spielers ist der Preis, den ein Verein zu zahlen bereit ist, alles andere ist und bleibt das Produkt der feuchten Träume von Gestalten mit zuviel Tagesfreizeit. Ein Beispiel: Wenn Kühnes Werte Verein bereit ist, für einen Vieiria € 9 Mio. zu bezahlen, dann ist exakt das der tatsächliche Marktwert dieses Spielers, denn kein anderer Verein wollte offensichtlich mehr auf den Tisch legen. Irgendwelche Spielereien von bezahlten Hofschranzen und Pseudo-Experten, die meinen, die Schwarm-Dummheit bei Transfermarkt.de hätte den Wert des Spielers aus unerfindlichen Gründen auf € 17 Mio. taxiert und Blech-Auge Klaus Kroster hätte in diesem Fall dem Verein € 8 Mio. eingespart, sind unvorstellbarer Bullshit, denn offenbar wollte niemand mehr für den Schwalbenlauch abdrücken. Wenn ein Spieler von seinem ehemaligen Verein keinen neuen Vertrag bekommt (aus welchen Gründen auch immer) und kein Verein muss eine Ablösesumme berappen, um den Menschen unter Vertrag zu nehmen, dann hat er einen Marktwert von exakt 0 Euro. Mit viel gutem Willen könnte man das möglicherweise ausgezahlte Handgeld als Grundlage für eine Art Marktwert heranziehen, wenn man denn wüßte, wie hoch es ausfiel.
Also: Diese ganze Spielerei mit Marktwerten etc. ist am Ende des Tages nichts anderes als Beschäftigungstherapie für Leute mit zuviel Langeweile, aber in Ermangelung an eigenem Recherchewillen nimmt die Abteilung Hofbericht natürlich sogar diesen Mumpitz zum Anlass, ihre Propaganda unters Volk zu streuen. Man könnte natürlich noch weiter gehen und hinterfragen, ob nicht nur der angegeben Marktwert absoluter Heckmeck ist, sondern inwiefern die von den Vereinen an die Medien übermittelten Transfersummen tatsächlich der Realität entsprechen, aber wollen wir die PR-Schranzen heute nicht noch tiefer in die Scheiße drücken.
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In eigener Sache
Nein, dies ist kein Aufruf und dies ist auch keine Bitte oder gar ein Gebettel, dies ist ein Ausdruck der Enttäuschung und es mir wichtig, mir an dieser Stelle einmal Luft zu verschaffen, weil mich das Verhalten einfach nur anwidert. Dieser Blog existiert seit nunmehr 14 Jahren, ich selbst habe in dieser Zeit exakt 4.053 Blogs selbst geschrieben. Immer per Hand, immer inkl. Recherche, niemals KI-generiert, was bei anderen Blogs inszwischen zur Tagesordnung gehört. Hier in diesem Blog könnt ihr Themen, Inhalte, Einschätzungen und Meinungen lesen, die ihr nirgendwo anders in der Welt der Hofberichterstattung lesen könnt und in den allermeisten Fällen liege ich mit meinen Einschätzungen auch noch richtig. Dieser Blog ist kostenlos, frei verfügbar und zu 100% ohne irgendwelche nervigen Banner oder anderer Idioten-Werbung. Auch ich könnte diesen Blog von oben bis unten mit Werbung zukleistern, sodass er nur noch unter Zuhilfenahme eines Addblockers erträglich wäre, aber ich verzichte darauf. Ich schreibe diesen Blog nicht nur selbst, ich moderieren ihn auch noch allein und zwar mit Augenmaß, ihr müsst euch hier nicht mit Schwachmaten wie Hirnlosen, Toilettenreiniger oder demFurzler abärgern. Ich habe heute mal nachgeschaut, in den letzten 4 Wochen wurde dieser Blog von 34.500 aktive Usern besucht und es gab im gleichen Zeitraum 352.000 Interaktionen in diesem Blog. Und das wirklich Traurige: Es sind immer die gleichen 5-10 Leser, die ab und an mal etwas spenden. Allein im letzten Monat sind über 34.000 Leser gekommen, haben gelesen, gelernt und sind anschließend zu McDonalds gefahren, um für € 25 Scheiße zu bestellen. Ernsthaft, es war nie das Ziel, mit diesem Blog reich zu werden, aber die meisten Leser sollten sich in Grund und Boden schämen. ENDE
„… Die Illusion ist Wirklichkeit geworden und je wirklicher sie wird, desto stärker wird sie auch begehrt…“
– Kapitalismus vom feinsten
Wo du recht hast, hast du recht – sowohl als auch. Das Konto bei der Haspa existiert noch? PayPal nutze ich nicht.
Natürlich
Im ersten Kader der Klopp-Zeit steht mit Mika Baur ein Spieler von Celtic Glasgow, mit Felix Keidel ein Spieler aus Elversberg (Der Verein ohne eigenen Bahnhof), mit Vitali Janelt ein gebürtiger Hamburger aus Brentford, der Kühnes Werte Verein zu schlecht war. Und aus St. Ellingen? Nichts. Noch nicht mal Bimbo Romburg, den die Abteilung Hofbericht verweifelt in die Nationalmannschaft schreiben wollte.
Und wann bürgert man endlich Bakary „Kanu Cross Jatta“ Daffeh ein?
Tatsächlich hat der Verein für Werte und Haltung nur sieben Spieler mit deutschem Pass im Kader, Remberg ist der einzige Stammspieler, die meisten eher Füllmaterial. Fun Fact: der Zauberer mit Hang zu Gleichgewichtsstörungen, sobald ein Gegenspieler in der Nähe ist, hat noch kein Spiel für Portugal gemacht – vielleicht hat er ja eine halbdeutsche Großmutter.
Sagen wir ein Spieler wird auf 18 Millionen geschätzt.
Ein Verein kauft ihn für 9 Millionen.
Und plötzlich hat der Verein 9 Millionen „gespart.“
Cool. Aber nö.
Der Verein hat schlicht und einfach 9 Millionen ausgegeben.
Gespart hätte er 9 Millionen, wenn ein anderer Verein nachweislich bereit gewesen wäre, 18 zu bezahlen und der Verkäufer trotzdem gesagt hätte: Was soll’s, ihr bekommt ihn für die Hälfte, weil er ja nur zu euch will und euch so liebt.
Alles andere ist ungefähr so, als klebe ich auf meinen alten Opel ein Schild „Wert: 40.000 Euro,“ verkaufe ihn für 8.000 und gratuliere mir selbst anschließend zu 32.000 Euro Ersparnis.
Bei Vereinen ist es noch genialer:
Man braucht dafür weder einen Käufer, noch ein Angebot, demnach keine Transaktion, also kein tatsächlich geflossenes Geld.
Damit lässt sich natürlich hervorragend bilanzieren, solange man die lästige Realität aus der Rechnung heraushält.
J. Edgar hat Plan.
Und der ist so simpel wie perfide:
Erfolg ist am angenehmsten, wenn man ihn nicht erst erzielen, sondern ihn einfach schätzen kann.
Für den eigenen Erfolg arbeiten?
Zeit und Energie investieren?
Wofür?
Ne ne, sollen die ganzen anderen dämlichen Vereine das mal machen, wir bleiben bei uns.
Wir stehen brutal zusammen.
Und genau deshalb wird es eine fantastische Saison!
Ich könnte mir vorstellen, dass der HSV daraus bilanziell noch einen draufsetzt. Also den 9 Millionen, abgeschrieben über die Vertragslaufzeit, 18 Millionen an vermeintlichem Vermögenswert bilanzieren. Bin kein Betriebswirt, abee ähnliches hatte ich in einem hörenswerten Podcast mit dem Finanzvorstand der Eintracht mal gehört.