Sicher, Profifußball ist Show, ist Entertainment, ist schon längst nicht mehr Leistungssport bei Überbezahlung aller Beteiligten, das hat inzwischen wohl jeder begriffen. Aber das, was auf der KSV-PK vor dem Spiel gegen den 1. FC Köln abgelaufen ist, ist eine abartige, perverse, verlogene Freakshow. Auf der Bühne sitzt ein Phrasenmäher, im Publikum gekaufte und gestörte Fanboys und Hofberichterstatter, wer auf eine ernsthafte und kritische Frage wartet, sollte lieber „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ angucken. Ernsthaft, man ist ja einiges gewohnt aus der Sektenhochburg St. Ellingen, aber das heutige Feuerwerk ist bisher unerreicht. Gern zitiere ich die schönste Aussagen von Pinocchio Doofy Gilmore…
- Auf der anderen steht: Wenn du über 70 Minuten in Leipzig so ein Spiel hinlegst und gut in die Spielphasen kommst, war ein deutlich anderes Gesicht zu sehen als in der Vorwoche. Das Mainz-Spiel war desaströs. Aber ich werde nicht zulassen, dass wir die vergangene Woche in Grund und Boden reden. Wir haben viele Dinge gut umgesetzt, die wir uns vorgenommen haben. Wir wollen einen Zahn zulegen. Das wollen wir am Samstag zeigen.
- Köln ist eine Mannschaft, die sich über viel Intensität auszeichnet. Wenn der Ball auf die Zielspieler geschlagen wird, gehen sie brutal nach.
- Wir sind maximal unzufrieden mit den Ergebnissen und welche Leistungen wir teilweise gezeigt haben. Aber es versteckt sich keiner und sucht Ausreden
- Die Spieler sagten sich: Wir haben nicht nur für uns verloren, sondern für alle, die uns unterstützen. Diese Verbundenheit zu spüren, ist für mich als Trainer ein gutes Zeichen
- Die Verbundenheit in unserem Verein und innerhalb der Mannschaft ist außergewöhnlich. Jeder fühlt sich schlecht, weil es ihnen nicht egal ist und es für sie kein normaler Job ist.
- Für mich war es – wie für alle anderen HSVer auch – ein besonderer Moment. Es war sehr emotional, das sowohl auf dem Platz als auch in der Kabine mitzuerleben. Es hat gezeigt, welche Geschlossenheit der HSV hat und welches Bild wir nach außen zeigen wollen
Passend zu diesen MAGA-Sprüchen kommen dann natürlich auch die Reaktionen der sogenannten „Fans“, man hat inzwischen das Gefühl, man ist auf einer Veranstaltung der US-Republikaner mit Steve Miller als Hauptredner.

„Gemeinsam gegen alle“ ist eben keine inhaltsleere Rhetorik, muss man noch mehr wissen? Wer nicht für uns ist, ist gegen uns, wer nicht Blau, weiß, schwarz (und nicht schwarz, weiß, blau, Schiller, du Vollidot) trägt, ist ein erklärter Feind und kein sportlicher Gegner, wer kritische Fragen stellt oder gar Fakten benennt, muss bekämpft werden. Diese „Werte“ übermittelt dieser abgefuckte Scheißverein jeden Tag und diese „Werte“ übernehmen die Sektierer ohne jeden Zweifel. Und was macht Eierkopf Sebastian Wolff vom „Fachblatt“ 😀 😀 Kicker daraus? Klare Botschaften vom HSV-Coach. Absolut unfassbar, Special Officer Doofy knallt ein Feuerwerk an Plattitüden raus und der Kicker spricht von „Klaren Botschaften“, es ist inzwischen pure Comedy. Aber nicht nur, dass Doofy Scheiße labert, er lügt auch noch wie gedruckt.
Es ist noch nichts unterschrieben? Wie weit wollt ihr die Leute eigentlich noch verarschen? Natürlich sind die Verträge längst unterzeichnet, man wollte nach dem Kantersieg gegen Mainz mit dem Megaphon in die Nordkurve und sich für die Verlängerung mit dem Kulttrainer aus den Reihen der Ultras abfeiern lassen, leider hatten die Mainzer etwas dagegen. Jetzt versucht man sich von Niederlage zu Niederlage weiterzulabern und wird wahrscheinlich verkünden, wenn man gegen Köln das erste brutal maximal spektakuläre Saisontor erzielt hat. Doofy war ganz klar angehalten, das Thema Verträge erneut zu platzieren, aber beim Lügen ist er ebenso Amateur wie auf der Trainerbank. Aber – wir haben den Höhepunkt der Freakshow immer noch nicht erreicht, liebe Blogfreunde.
Mein erster Gedanken war: Sind das bereits die ersten Sesamstraßen-Effekte? Was kommt als Nächstes? Pu, der Bär? Peter Lustig? Die haben doch echt nicht mehr alle Latten am Zaun. Aber Hauptsache, die Sekte lebt und man steht zusammen gegen die Endgegner. Diese heißen Leistung und Erfolg.
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Es ist so traurig und gleichzeitig lustig, wie trotzdem immer noch Leute meinen, man könne TN der Pressekonferenz zu ernsthaften Fragen animieren.
Frederik Zaniolo – ein Name den man sich merken muss!
Mein Eindruck ist ja, je mehr man das Verschworensein der Mannschaft betont (ich kann mir vorstellen, dass mancher Neuzugang sich fragt, wo er denn hier gelandet ist…Sportlich bisher nicht konkurrenzfähig, aber alles am Abfeiern samt unnötiger Vertragsverlängerung mit dem Trainerteam inkl. Showtraining statt „richtigem“ Training in der kurzen Trainingswoche vor einer dreiwöchigem Pause, aber nach einem desaströsen Start), je mehr man die Verbundenheit zwischen Mannschaft und Fans unterstreicht, je größer ist die Angst, dass dieses Gebilde bald Riss bekommen könnte, bevor es auseinanderbricht. Der Trick, ein bodenloses Spiel wie gegen Mainz zum Maßstab zu nehmen, um ein etwas besseres, aber immer noch über weite Strecken dürftiges Spiel gegen eine angeschlagene Mannschaft mit hoher individueller Qualität als Fortschritt zu verkaufen, ist ja nicht unüblich, aber auch recht hilflos. Wieso fragt von den Einzellern keiner, was der Trainer z.B. dem Tempo der Kölner um El Mala, Moore und Maina oder der Körperlichkeit von Ache entgegensetzen will (durchaus ähnliche Spielanlage wie Mainz, dazu mit Krauß und Shkiri bissige Spieler im zentralen Mittelfeld) oder wie er die eigene Defensive zu stabilisieren gedenkt, wenn doch offensichtlich ist, dass die qualitativ ohnehin fragwürdige Innenverteidigung überfordert ist, wenn die „Schienenspieler“ zu offensiv agieren und Räume auf außen öffnen (El Mala freut sich sicher schon auf den vielen Rasen vor sich, wenn El Ouahdi in der gegnerischen den Ball verliert und Remberg und Capaldo im Rückwärtsgang nicht hinterherkommen…).
Im Übrigen ist es keine Haltung, selbst die schlechtesten Leistungen noch frenetisch zu bejubeln. Man muss eine Mannschaft, die gerade eine Klatsche kassiert hat, nicht aus der Kurve jagen. Dazwischen gibt es viel Raum, Aufmunterung ja, aber nicht jeden Schrott begeistert beklatschen – so könnte aber den Spielern der Eindruck entstehen, dass alles Paletti ist und die Fans nicht mehr erwarten. Das endet dann in einer nächsten Stufe der Wohlfühloase und ist auch nicht leistungsfördernd – etwas öffentlicher Druck darf schon sein.
Sport1 findet die kranke Frage mit den Sahne-Mäusen übrigens außerordentlich kreativ und lustig. Man stelle sich eine solche Idiotenfrage einmal mit einem Trainer Magath vor. Oder Happel. Oder auch Klopp. Die hätten den Schwachkopf doch gefragt, ob er in Behandlung ist.
Der Reporter der Süddeutschen fragt auf der PK: „Was fehlt euch denn noch für 90 Minuten wettkampftauglichen Bundesligafußball?“ Antwort Polzin: „Gar nichts fehlt uns.“ Das ist der endgültige Beweis, dass dieser Möchtegerntrainer in einer Scheinwelt lebt.
Diese Frage dürfte normalerweise niemals gestellt werden, wenn es eine professionelle und (auch so ein Modewort im Fußball) „intensive“ Vorbereitung gegeben hätte.
Es wäre plausibel gewesen, den Vertrag nach erfolgtem Klassenerhalt zu verlängern – allerdings nur um ein weiteres Jahr, bis Sommer 28, und unter der Bedingung, dass die Klasse gehalten wird – mit Polzin auf der Bank, bei Entlassung Polzins in dieser Saison Ungültigkeit der Verlängerung bei Klassenerhalt unter einem anderem Trainer. Eine der wenigen sinnvollen Entscheidungen Boldts war es, die Laufzeit des Vertrags mit Hecking erfolgsabhängig zu gestalten – mit dem Nichtaufstieg endete dieser, der HSV zahlte ausnahmsweise mal keine Abfindung.
Das ist ja schon fast dramatisch tragisch.
Da hat man ne sexy Vertragsverlängerung in der Schublade und braucht eigentlich nur noch eines:
einen passenden Moment.
Kann ja nicht so schwer sein, oder?
So gut, wie es bei Kühnes Sekten Verein gerade läuft, muss das doch easy going sein.
Also dann: Nach Mainz vielleicht?
Ach ne. 0:5.
Alles tutti, dann eben nach Leipzig.
Auswärts, anderes Gesicht, brutale Entwicklung, ausverkauftes Haus, geiler Support und so. Dosenkicken.
Ergebnis: auch 0:5.
Tja, hm.
Aber hey, nicht aufgeben, irgendwann muss doch mal eine gute Nachricht vorbeikommen, an die man das Ding dekorativ dranhängen kann.
Bis dahin ist natürlich „noch nichts unterschrieben.“
Ich stelle mir gerade vor, wie irgendwo im Volkspark so`n Dödel mit der fertigen Pressemitteilung vor dem Rechner sitzt, seit zwei Wochen ununterbrochen F5 drückt und murmelt:
„Irgendwas. Gebt mir einfach irgendwas.“
Ein Tor würde ja sogar reichen.
Sieg? Äh…. ja.
Also vielleicht 1:4 gegen Köln? Vertragsverlängerung! Vertrauen! Kontinuität! Gemeinsamer Weg! Haltung! Werte!
Beim KSV reicht leider eine simple Vertragsverlängerung nicht, unabhängig davon, wie maximal bescheuert sie ist.
Nein, da muss schon etwas mehr bei rumkommen.
Der Mob will ne richtig krasse Aufführung.
Den richtigen Moment, die richtige Geschichte, die richtigen Untertitel.
Aber dann, Auftritt des Regisseurs mit dem Namen Realität.
Der hat miese Laune, ist ziemlich unkooperativ und verweigert einfach die verdammte Jubelszene.
Und nun?
Liebe ist sowieso wichtiger als alles, von daher was soll’s. Die Saison wird… das übliche halt.
Wer sowas von sich gibt, gehört weggesperrt. ENDE
Bezeichnend dieser YouTube-Kommentar, belegt er doch, was man eh schon über die Sektenmitglieder auf „der Nord“ dachte:
„@1973-t2y vor 3 Tagen
Haben sie letzte Woche schon vielen Fans die was auf der Nordtribüne gesagt haben gesagt, endweter sie gehen alle die in der Nordtribüne stehen mit Oder es wird die jenigen werden sehen was dann passiert.
Mein Mann und Freunde sind fast 42 Jahre Mitglied und Dauerkarten Inhaber Nordtribüne die haben es miterlebt
lezte Woche.
Naja wenn ein Präsident ein Ultra war und der arokande polzin auch dann stehen sie zusammen, auch bei Abstieg
Der hsv lernt einfach nicht,mit Kuntz wäre das hier anders verlaufen.“
Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=l5qvjJ2a5cQ&lc
Im Winter kann ja Herr Kroster mit den eingesparten 30 Mio auf dem Festgeldkonto nochmal „kochen“ und nachlegen, falls es bis dahin nicht besser wird.
Frl. Krüger:
Vertrauen bedeutet nicht, dass Ergebnisse zweitrangig werden, sondern basiert auf kritischer Auseinandersetzung. Umso bewusster und aus voller Überzeugung verlängern wir die Verträge
Egal was es an Punkten und Toren gibt, daraus resultierend Fernsehgelder und Wertsteigerung von Spieler etc.
Wir wollen Liebe, Liebe
Zum Niederknien komisch, wie ein Blog, den keiner liest, Geisteskranke wie Analexander und seine Paranoia-Armee triggert. Allein das ist mehr als Grund genug, morgen noch härter zuzutreten 😂😂😂😂😂😂😂
Gestern noch hat Doofy Gilmore der Welt dummdreist ins Gesicht gelogen, als er verkündete, es sei nichts unterschrieben. Heute nun die Wahrheit. Selbst der Vorgang einer Vertragsverlängerung zeigt dss verlogene Gesicht dieser Scheiß-Selkte.
Also der Hürner von der SZ hat gleich zwei Mal kritisch gefragt, tut er überhaupt oft und so schreibt er auch. Das sollte man der Vollständigkeit halber schon sagen (und man erinnere an die Berichterstattung im Fall Kuntz)
Traurig genug, dass einer von einer süddeutschen Tageszeitung zeigen muss, wie Journalismus geht.
Jetzt hat man also endlich unterschrieben.
Ist ja auch richtig, man ist ja zufrieden mit dem Weg der letzten Zeit, und an den aktuellen Dellen muss man eben bei sich bleibend arbeiten.
Außerdem kann Jonas jetzt den Favre nicht mehr abwerben! (Welche Premiumtschornalisten auch immer damit um die Ecke kamen, geben bitte den Presseausweis ab)
Und wer Grammatik mag, die Sätze „Wir haben nicht nur für uns verloren, sondern für alle, die uns unterstützen. Diese Verbundenheit zu spüren, ist für mich als Trainer ein gutes Zeichen“ liest und nicht lacht, der hat auch fertig…
Die BL ist der reinste Witz…
Gegen Bayern wird es zweistellig…
Rotbacke wird es uns schon erklären, dass man brutal gesehen hat wie man sich gegen eine dreistellige Niederlage erfolgreich gewehrt hat, während Tante Krüger auf einer Ebene mit Max Eberl Käfer-Häppchen verspeist.
Selten solches Versagen auf allen Ebenen im Profifußball gesehen.