Meinung
Hach, was für eine Überraschung. Nachdem Co-Trainer Doofy Gilmore gestern noch vor der versammelten Weltpresse meinte vermelden zu müssen, dass man sich zwar einig wäre, aber noch nichts unterschrieben sei, verkündet Kühnes Werte Verein heute Vollzug. Aber glaubt eigentlich irgendjemand mit einem IQ oberhalb der Zimmertemperatur, dass man gestern Abend in einer Nacht und Nebel-Aktion blitzeschnelle die Kugelschreiber gezückt hätte? Im Leben nicht, diese Verträge für dieses sogenannte Funktionsteam liegen seit Wochen unterschrieben in den Schubladen und man wollte lediglich auf den richtigen Jubel-Moment warten, um den dürstenden Ultras die frohe Botschaft vermelden zu können. Problem dabei: Dieser Moment will einfach nicht kommen und nun wurde die Gefahr immer größer, dass irgendjemand aus dem Verein die Wahrheit leakt und die Spinner wie das aussehen lässt, was sie sind: Lügner und Betrüger, allen voran Doofy Gilmore, der während der Pressekonferenz zum Köln-Spiel die Öffentlichkeit ganz offen belogen hat. Period. Doch stellen wir doch einfach mal die einzig relevante Frage: Warum verlängert ein Verein den Vertrag mit seinem Übungsleiter nach dem dritten Spieltag? Warum nicht nach Ende der ach so erfolgreichen Saison? Warum nicht in der Winterpause, wenn abzusehen ist, wohin die Reise geht? Und warum eine Vertragsverlängerung um 3!!! Jahre? Der letzte KSV-Trainer, der 3 Jahre und länger im Amt war, war Frank Pagelsdorf zwischen 1997 und 2001, das ist ein Vierteljahrhundert her. Ach natürlich, man wollte nicht direkt nach Ende der abgelaufenen Saison verlängern, weil der neue Sportvorstand, Sachbearbeiter Krüger, sich erst noch ein umfassendes Bild von den überragenden Fähigkeiten des feisten Labermichels machen musste. Nun, nach 0:2, 0:5 und 0:5 ist der Denkprozess bei Herrn Krüger abgeschlossen und man ist sich sicher. Und das wollen sie den Leuten allen Ernstes verkaufen?
Transformation abgeschlossen
Wenn man so drauf ist, müsste man dem KSV gratulieren, denn mit tatkräftiger Unterstützung der gekauften Abteilung Hofbericht ist die Transformation von einem Fußballverein zu einer Sekte im MAGA/Scientology-Style endgültig abgeschlossen. Betrachtet man nur die Überschriften der üblichen Verdächtigen, weiß man, worauf ich hinaus will.
- Darum bleibt Polzin für den HSV der richtige Mann (Mopo)
- Der Polzin-Vertrag ist kein Aktionismus, sondern konsequent (Kicker)
- Polzin bekommt seinen neuen HSV-Vertrag (Bild)
- Polzin schreibt eine Ernst-Happel-Geschichte: Wie er die Wende schaffen will (Kampagnenblatt)
Jubel, Trubel, Heiterkeit, auf jeden Fall kein auch nur im Ansatz kritisches Wort dazu, das muss aus der Süddeutschen kommen, was erneut ein peinliches Bild auf die Hamburger Arschkriecher wirft. Doch viel bezeichnender als dieses absurde Verhalten ist die Art und Weise, wie der ehemalige Verein aka geisteskranke Liebessekte die Vertragsverlängerung selbst kommuniziert.

Jeder normale Verein hätte getextet: „Gemeinsam für den KSV“ oder vielleicht „Gemeinsam für unsere Zukunft“, aber das wäre nicht im Sinne der Sekte, denn hier schreibt man „Gemeinsam gegen Alle“ (zumindest wäre es so richtig gewesen, aber dafür reicht es bekanntlich nicht) und man signalisiert überdeutlich, worum es geht und vor allem auch, worum es nicht geht. Es geht darum, aufzuzeigen, dass man anders ist als alle anderen, gemeinsam gegen den Rest der Welt, gemeinsam gegen Unrecht und Sklaverei, wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Kühnes Werte Verein, in dem die Ultras ungestraft Polizeiuniformen verbrennen und Fans des eigenen Vereins prügeln dürfen, inszeniert sich selbst als der Rächer der Enterbten, der Kämpfer für das Gute, als die letzte Bastion der Gerechtigkeit. Kühnes Werte Verein – der Robin Hood der deutschen Fußballklubs. Wir in St. Ellingen sind kein Verein, wir sind eine Weltanschauung! Das alles ist nicht nur verstörend, es ist krank, zutiefst krank. Denn im gleichen Atemzug werden langjährige Mitgliedern, die sich in sozialen Medien und Blogs kritisch zum Verein äußern, gezwungen, aus dem Verein auszutreten, jahrelangen Dauerkarteninhabern, die den Widerspruch zwischen Wertegelaber und Prügelorgien amsprechen, wird die Dauerkarte entzogen. Das alles ist nicht nur Sekte, das ist extremes nordkoreanische Verhalten, welches nur aus einem Grund in dieser Form durchgezogen werden kann: Weil es von der bezahlten Abteilung Hofbericht gedeckelt wird.
Betrachtet man die bedröppelten und zutiefst traurigen Gesichter von unabhängigen 😀 😀 Journalisten-Simulanten, weiß man, woher der Wind weht.


Aber gut, „Gemeinsam gegen Alle“, aber wer genau sollen „Alle“ eigentlich sein? Die sportlichen Gegner? Spielen doch eigentlich keine Rolle mehr, denn um Sport, Erfolg, Entwicklung etc. geht es in St. Ellingen doch schon längst nicht mehr. Hier geht es um Haltung, um Werte, die man zwar erwähnt, aber nicht lebt. Es geht um eine Art Klassenkampf, aber gegen wen? Gegen die Kritik, die es nicht mehr gibt? Am Ende des Tages kämpft man nur noch gegen einen Blog, den keiner liest und das erklärt dann „Gemeinsam gegen Alle“? Bei aller Liebe, aber ihr habt komplett den Verstand verloren.
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Die Vertragsverlängerung lässt in mir den Verdacht aufkommen, dass Frau Krüger auf jüngere, rotbäckige, speckbäuchige Männer steht.
Der Schein trügt.
Dieses Wagenburgverhalten ist äußerst peinlich und unangenehm. Erinnert an Cottbus in den 90ern unter Ede Geyer. Wenn das der Maßstab für den großen, ruhmreichen Weltverein ist: Herzlichen Glückwunsch! Bei den Klippschülern kommt es aber sicher gut an.
Es muss ja nicht falsch gewesen sein, dass sich Frau Krüger vor einer Vertragsverlängerung erst ein eigenes Bild machen wollte. Nur stellt sich dann die Frage, wie es dann jetzt dazu kommen konnte. Mannschaft nicht austrainiert, wild zusammengewürfelt, plan- und erfolglos. Einen Vertrag verlängert man, wenn man für die Zukunft überzeugt ist, nicht, weil man die Vergangenheit beschönigen. Und woher soll diese Überzeugung gerade kommen? Der Trainer phrasiert sich um Kopf und Kragen! Und dann für drei Jahre…Lächerlich, wenn nicht sogar vereinsschädigend!
Normalerweise wäre so eine zutiefst antidemokratische und meinungsfreiheitsverachtende Aufforderung, gemeinsam gegen Alle zu sein, für einen Verein, der sich Werte und Haltung auf sämtliche Fahnen geschrieben hat, die totale Bankrotterklärung. Nicht so beim Hamburger Sport-Verein, wo sportlicher Erfolg keine Rolle mehr spielt, stattdessen die Transformation in eine autokratisch geführte Sekte oberste Priorität hat. Insofern verwundert es dann auch nicht, dass die Propaganda-Abteilung solche Sprüche raushaut. Nicht mehr meins. ENDE
Aber was wäre eine Vorzeige-Sekte ohne ihre fanatischen Jünger? Ein zutiefst verstörendes Beispiel hat sich im dafür prädestinierten Insolvenzblog eingenistet und verbreitet dort seine krankhaft paranoiden Wahnvorstellungen und fabuliert davon, wie man sich als wahrer HSV-Fan zu verhalten hat. Besonders schwer tut sich Chef-Choleriker Alexandar der Unbedeutende mit Meinungen, die nicht seiner verblendeten Ideologie entsprechen.
Tief im Tunnel seiner selektiven Wahrnehmung droht Alexandar jedem Andersdenkenden an, ihn bei einem Zusammentreffen bekehren zu wollen und schreckt dabei auch nicht vor unverhohlenen Gewaltandrohungen zurück. Als Folge seiner geistigen Verwirrung und getrieben von Halluzinationen unterstellt er anderen Kommentatoren einen „Beleidigungssturm von Alex mir gegenüber“, obwohl ich mich gerade in einem Austausch mit einer anderen Person befand, die die Mechanismen der Liebes-Sekte im Leben auch nicht mehr kapieren wird. Und dann rotzt der Spasti seinen unmaßgeblichen Scheißdreck ungefragt in unseren Dialog, der sich zu meinem Erstaunen gerade auf einem guten Weg zu einem Diskurs befand, und macht alles zunichte.
Ehrlich gesagt, der Kasper tut mir leid. Möge er weiter sinnlos wüten, die Herren Köncke, Papenfuß, Esselsgroth, Ehlers und Konsorten frohlocken mit jedem seiner Wutausbrüche, denn sie wissen ganz genau: Das größte Kapital des HSV ist die Dummheit seiner Fans. ENDE
Ich vermute, man lässt Frau Krüger ins offene Messer laufen. Polzin wird in wenigen Monaten gefeuert, Freddy Krüger gleich mit (wegen der falschen Polzin Einschätzung) und den Job bekommt dann das Diamantenauge Costanix
Sehr „überraschend“ diese Entwicklung 😂
Der Zeitpunkt lässt nur erahnen, dass Boldt vielleicht gepetzt hätte, weil er ja unbedingt Fave haben wollte. Ansonsten hätte man sicherlich auf den St. Nimmerleinstag gewartet, bis der erste Sieg eingefahren wird.
Krüger ist eh nur Statistin, ein Schmadtke hätte schon mehrere Nervenzusammenbrüche erlitten, hätte er sich den Dilettantismus hier angetan, oder er wäre bereits entlassen worden, weil er sich auf das Wesentliche konzentriert und personell kräftig aussortieren aufgeräumt hätte. Gilt natürlich für alle seriösen Verantwortliche.
Hätten die Verantwortlichen von Mönchengladbach nach dem Fehlstart mit dem Übungsleiter um 3 Jahre verlängert anstatt ihn zu entlassen, dann hätten vermutlich die Fans die Geschäftsstelle gestürmt und die lokale Presse wäre ebenfalls auf die Barrikaden gegangen.
Der Werte-Kapitän spricht
Wer weiß heute werden sie vielleicht n Punkt oder sogar n Sieg holen und sich dafür feiern dass das alles nur wegen des tollen Zeichens passiert ist anstatt die Realität zu sehen das Köln tendenziell auch eine Mannschaft für unten ist und man da auch einfach Mal nicht untergehen kann
Von welchen Kritikern und Widerständen labern diese geisteskranken Hofschranzen eigentlich?
Das Ergebnis ist der Treppenwitz des Jahres
Naja, 70% Ballbesitz Tiki-Taka Schönheit von Köln in der 1. Halbzeit – ohne Ertrag.
Der Sieg geht schon in Ordnung, Köln war desaströs schwach vor der Kiste.
Überzeugend war es nicht aber so ist Fussball eben…
Köln schlägt sich trotz drückender Überlegenheit in der 1. HZ selbst – und der Abo-Drücker von Sky verkündet überschwänglich, dass die Krise der Sportfeinde Stellingen beendet sei.
Eventifizierung essen Verstand auf.
Wie neulich vermutet: der hsv erstolpert sich gegen schwache Kölner einen Sieg. Daka und Vieira zeigen ihre Schauspielkunst. Poulsen wird nach der Halbzeit eingewechselt und schnappt in der 85. Minute nach Luft wie der Fisch auf der Sandbank.
Der Polzineffekt trägt den KSV zum Heimsieg. Geschickt wechselt der Übungsleiter zur Pause auch das 2:0 ein – denn ein Spiel lesen, das kann er.
Krügners und Costas „Wahgnis“, das gar kein Wagnis sondern gelebtes Vertrauen in den gemeinsamen Weg war, zahlt sich aus. Ärgerlich ist, dass die Länderspielpause jetzt das Momentum wieder etwas herausnehmen wird. Aber auch Hoffenheim hat seine Probleme, da sollte man den nächsten Dreier einfahren können.
Genau das und noch viel mehr wird uns morgen auch Sportjournalist Marcus Scholz im ManchmalIrgendwasMitSport1 – Doppelpass bestätigen.
Wir gegen alle! Mit 1887% gegen alle Pester!
El Ouahdi (bis 76.): Deutet immer wieder an, was in ihm steckt. Auch die Capaldo-Moves bringen Spaß: Ohne Sinn und Verstand im Vollsprint über den ganzen Platz zu rennen, zu grätschen und sich dann vom Publikum feiern zu lassen. Note: 3. (Kampagnenblatt)
Wir sind endgültig in der Klapsmühle angekommen