Merlin Polzin ist ein Meister darin, vor großen Momenten die richtigen Worte zu finden. Und dabei muss es nicht immer um Fußball gehen. Spätestens seit der TV-Dokumentation über die Rückkehr des Hamburger SV in die Fußball-Bundesliga weiß man, was eines der Erfolgsgeheimnisse von Trainer Merlin Polzin ist: Der 35-Jährige trifft je nach Situation den richtigen Ton, ist ein Meister der emotionalen, mitreißenden Ansprachen – die zum Beispiel am vergangenen Sonnabend, beim 2:1-Sieg des HSV gegen den 1. FC Köln, wieder ihre Wirkung entfaltet haben. (Kampagnenblatt)

 

Nein, das ist nicht ein von einer KI generierter Idiotentext, das ist die Meinung des Chefredakteurs des Hamburger Kampagnenblatts. Und falls sich jemand gefragt hat, wie es sein kann, dass gekaufte Hofschmierer wie Schiller, Jacobs und Walther jeden Tag ihre kranke Propaganda unters hüpfende Volk streuen können und offenbar keinerlei Kontrolle von oben unterliegen, hier ist die Antwort: Der Chef selbst ist der krankeste Fanboy von allen. Um es vielleicht nochmal deutlich zu machen – wir reden nicht von einem Jürgen Klopp mit 1.079 Ligaspielen als Cheftrainer und einem Punkteschnitt von 1,83 auf dem Buckel. Wir reden nicht von einem Pepp Guardiola mit 1.001 Ligaspielen und einem Punkteschnitt von 2,35 auf der Haben-Seite, wir reden von einem austauschbaren Labermichel mit exakt 59 Ligaspielen und einem Punkteschnitt von 1,37. Wir reden von einem Trainer, der noch absolut überhaupt nichts bewiesen hat, der in dem Moment, in dem er bei Kühnes Werte Verein vor die Tür gesetzt wird, vor einer ungewissen Zukunft steht. Als schönen Beweis dafür kann man die Väter der Sekte, Judas Boldt und Tom Walter heranziehen, denn was ihr Volksparkgelaber in Kiel respektive Hangover wert ist, kann jeder jedes Wochenende bestaunen. Dieses permanente PR-Gelaber von Familie und dass Liebe wichtiger als Punkte sei, das funktioniert eben nur dann, wenn der Mumpitz von den angeschlossenen Printhäusern unterstützt wird. Hinzu kommt, dass niemand wirklich begreift, was Propaganda-Minister Haider eigentlich mit „großen Momenten“ meint. Wenn ein Trainer nach drei katastrophalen Spielen, 0 Punkten, 0:12 Toren und einer erneut desaströsen ersten Hälfte in der Halbzeitpause zu seiner Mannschaft spricht und diese Mannschaft dann ein 2:1 mit mehr Glück als Verstand über die Zeit marmelt, dann war das ein „großer Moment“? Ernsthaft jetzt? Aber wir sind noch längst nicht fertig…

 

 

 

 

Dahinter steckt eine besondere Verbindung zwischen der Mannschaft, dem Trainerteam und den Ultras, die in den vergangenen Jahren gewachsen ist. Der Leitsatz „Gemeinsam gegen alle“ aus einem Fanlied, das der HSV auch bei der Vertragsverlängerung mit Polzin und Co. vor dem Spiel aufgegriffen hatte, hat auch mit dem Wertekodex der Castaways zu tun, den diese Gruppe in den vergangenen zehn Jahren entwickelt hat. Zu dieser Identität gehört mittlerweile auch der enge Draht zur Mannschaft und zum Trainerteam. Merlin Polzin und sein Co-Trainer Loic Favé, die beide aus der Fanszene des HSV kommen, nutzen diese Nähe ganz gezielt auch immer wieder, um im Volksparkstadion eine Energie zu schaffen, die eine „Magie“ auslösen kann, wie es Polzin nach dem Sieg gegen Köln formulierte. Die Castaways wollen in jedem Fall daran arbeiten, die Stimmung im Volksparkstadion weiter zu optimieren. „Wir sind wieder ein Verein, der sympathisch ist. Wir sind ein sehr vernünftiger Haufen geworden, als gesamte Tribüne. Daran wollen wir anknüpfen“, sagte der HSV-Fan am Wochenende. Das Köln-Spiel am Sonnabend war für diese Worte ein guter Beleg. (Kampagnenblatt)

 

Was für ein abartiges Selbstbild, diese Gewalttäter meinen tatsächlich, sie seien ein „vernünftiger Haufen“, der den Verein wieder „sympatisch gemacht“ hat? Auf welchem geisteskranken Planeten lebt ihr Idioten eigentlich? Der KSV gehört zu den meistgehassten Vereinen Deutschlands, der „vernünftige Haufen“ verbrennt Polizeiuniformen, scheißt in Fernzüge, prügelt Kölner Rentner und Fans des eigenen Klubs ins Krankenhaus und mein ernsthaft, sie hätten den Drecksklub zum einem „sympathischen Verein“ geschlagen? Hinzu kommt, dass es ihnen gelungen ist, einen vorbestraften Gewalttäter zum Präsidenten zu putschen, aber klar, das ist natürlich mehr als vernünftig und sympathisch. Das Einzige, was ihr seid, ihr kaputten Gestalten, ihr seid eine Sekte. Eine Sekte, in der jeder, der nicht für euch ist, gegen euch sein muss („Gemeinsam gegen Alle“). In der man gezwungen wird, aus dem Verein auszutreten, wenn man es wagt, sich kritisch zu eurer Scheiße zu äußern, eine Sekte, die jede Kritik an ihren Handlungen unterbindet, indem sie Mitgliedern, die nicht mithüpfen wollen, die Dauerkarte einzieht. Ihr seid das, was in den USA MAGA ist, nicht mehr und nicht weniger und ich bin froh, rechtzeitig aus dem geisteskranken Klüngel ausgetreten zu sein. Bleibt nur noch abzuwarten, ab wann der „vernünftige Haufen“ dem magischen Co-Trainer aus der aktiven Fan-Szene vorschreibt, welchen Spieler (z.B. Daffeh) er aufzustellen und wen er zu degradieren hat, denn das ist der Preis für diese geisteskranke Allianz.

 

Dieser Laden ist so derartig krank, dass einem das Kotzen kommt, wenn man drüber nachdenkt.

 

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