Die Bankrotterklärung

„,,,Es wird dabei von den Initiatoren dieser Kampagne suggeriert, dass die Handlungsfähigkeit unseres Vereins zukünftig nur noch auf diese Weise gewährleistet werden kann und zahlreiche andere Vereine den HSV sportlich und wirtschaftlich aufgrund „modernerer“ Strukturen weit abgehängt hätten. Diese Auffassung teilen wir nicht…“

 

„…Die vollkommene Souveränität des e.V. insgesamt sowie als Herr über die Profiabteilung, die Verhinderung der Installierung dubioser Geschäftemacher im AR und vor allem den Erhalt von 100 Prozent der Anteile am Verein inklusive der Profis sowie des Mitspracherechts…

 

„,,,Eine Verhinderung der Ausgliederung wehrt die Gefahr externer Unternehmen ab, die vom HSV profitieren wollen…“

 

(Quellen: Website HSV-notforsale.de sowie Facebook-Page HSV-Not for Sale)

 

Liebe Leser, ich habe an dieser Stelle aufgehört, ich hätte noch 12.638 weitere „Argumente“ dieser Art auflisten können. Die Frage wäre nur: Wozu noch ?

Immer und immer wieder laufen mir in den letzten Wochen und Monaten die gleichen Sprüche vor die Füße.

„Ich will nicht, dass die Seele meines Vereins verkauft wird..“

„Ich will nicht, dass die heilige Mitbestimmung der Mitglieder angetastet wird (wird sie im Übrigen gar nicht)..“

„Ich will nicht, dass das Tafelsilber des Vereins verramscht wird..“

Mit rausgehauenen Kernsätzen wie diesen wird vielfach versucht, Mitgliedern, die sich nicht so intensiv mit Vereinsrecht und Strukturen beschäftigen möchten, Ängste zu vermitteln. Es wird suggeriert, dass „ihr“ HSV nach einer eventuellen Ausgliederung der Profi-Abteilung nicht mehr derselbe wäre wie jetzt. Da bliebe die Frage, was mit den Fans derer Vereine passiert ist, die sich für eine Ausgliederung entschieden haben.

Spielt Borussia Dortmund jetzt in Grün ?

Sind die Bayern wieder ins Olympia-Stadion zurückgekehrt  ? (Danke Fiete)

Darf Werder Bremen nicht mehr gegen den HSV spielen ?

Lustig übrigens: Die „Ultras“ des FC Bayern München wurden erst nach der Ausgliederung der Profi-Abteilung gegründet.  🙂

Aber noch viel entscheidender als all diese Parolen, Plattitüten und Propaganda-Sprüche ist die unumstößliche Tatsache, dass die Verfechter des Struktur-Erhalts um Jahre zu spät dran sind.

Es tut mir leid, Freunde, aber eurer heiliges „Tafelsilber“ wurde schon vor Jahren verramscht.

Ihr habt Angst, dass Vereinskapital wie Grundstücke, Trainingsplätze oder gar die Arena zum Zwecke des Liquiditätserhalts veräußert werden ? Nun, da muss ich euch enttäuschen, das ist bereits geschehen.

Als der HSV dringend einen Kredit benötigte, um mit dem Kauf von Rafael van der Vaart die sportliche Leistungsfähigkeit zu steigern und die Klasse zu halten, sprang Milliardär Klaus-Michael Kühne ein und gewährte dem Verein einen Kredit. Wie jeder private Kredit musste auch dieser mit einer Sicherheit gedeckt werden und so entschied der Aufsichtsrat des HSV, eine Millionen-hohe Grundschuld an der Arena an Herrn Kühne zu übertragen.

„…darüber hinaus lastet auf dem Stadiongrundstück eine weitere Grundschuld in Höhe von EUR 6.000.000 zugunsten von Herrn Kühne…“

(Quelle.hsv-anleihe.de)

Um es einmal mit einfachen Worten zu wiederholen: Ein Aufsichtsrat mit den Herren Ertel, Hunke, Floberg, Klüver, Erhardt und Co. hatten keine Probleme damit, sich von Herrn Kühne Geld zu leihen und dafür das Stadion als Sicherheit zu geben.

Die nächste Frage wäre eigentlich, wie man ein Objekt als Sicherheit anbieten kann, dass einem noch nicht mal gehört. Aber bitte.

Für mich ist dieser Umstand die Bankrotterklärung eines Argumentationsversuches, der im Grunde nichts anderes als scheinheilig ist. Ausgerechnet die Personen, die Zukunftsängste vor Verramschung, Scheichs, Ausverkauf und „dubiosen Geschäftemachern“ schüren, haben zugestimmt, bereits vor Jahren einen Teil des Tafelsilbers zu übertragen.

 

Für Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund sind Fußball-Romantiker und Kritiker des Profi-Geschäfts zu einem Ärgernis geworden. Am Fußball „nervt mich nur, und daran muss man arbeiten, dass man den Menschen immer wieder erklären muss, dass Fußball ohne die wirtschaftlichen Möglichkeiten zu betrachten, auf der Ebene, auf der wir uns befinden, nicht mehr funktioniert“, sagte der BVB-Geschäftsführer dem Internetportal „derwesten.de“.

 

 

 

Von | 2013-12-29T10:38:34+01:00 29. Dezember 2013|Allgemein|16 Kommentare

16 Comments

  1. Pascal 29. Dezember 2013 um 10:03 Uhr

    das mit der Stadionsicherheit wusste ich noch nicht. Das stellt doch die Arbeiten des Aufsichtsrats nochmal auf eine ganz andere Position…

    Und Watzke hat zu 110% recht wie ich finde

    19.01.2014 – it’s time to change

  2. Fiete 29. Dezember 2013 um 10:32 Uhr

    Gut, daß es nochmal bekannt gemacht wird, daß der jetzige AR eine Grundschuld an Herrn Kühne vergeben hat. Ich dachte bisher, das wäre allgemein bekannt.
    Aber, Gravesen, in deiner Argumentation herrscht ein gravierender Fehler: Die 60er haben im Grünwalder Stadion gespielt, die Bayern waren im Olympiastadion heimisch 😛

    Immer das Geschnacke von Seele, mitbestimmung usw, das geht mir schon länger auf den Keks. Wenn ich sehe, wie wir inzwischen durch die schlechte Führung des HSV in Abhängigkeiten durch andere abgerutscht sind, so sehe ich HSVPlus als einzige Massnahme, um wieder selbstbestimmt agieren zu können.
    Und das ist es doch, was uns fehlt: Wir reagieren nur noch auf andere. Wir kaufen Spieler, weil wir sonst absteigen, Spieler werden nur abgegeben, wenn andere es wollen, nicht weil wir es wollen, der SpoDi wird entlassen, weil andere es wollen usw usw. Es tut mir in der Seele weh, zu sehen, wie der HSV von anderen nur noch am Nasenring vorgeführt wird.
    Es wird Zeit, daß wir wieder handlungsfähig werden, daß wir wieder agieren und nicht nur reagieren. Es wird Zeit, daß wir sagen, wohin der Weg geht und nicht die Banken, die DFL oder sonst wer.

  3. Frank Hillebrecht 29. Dezember 2013 um 10:34 Uhr

    …. die Darstellungen klingen sehr plausibel und einleuchtend. Wenn die dargelegten „Fakten“ der Realität bzw. Wahrheit entsprechen – sieht so einiges anders aus.
    Zur objektiven Meinungsbildung trägt dieser „Bericht“ absolut bei!

  4. Christoph Nebgen 29. Dezember 2013 um 11:12 Uhr

    Welche genaue Bedeutung hat eigentlich, dass für Herrn Kühne eine Grundschuld am Stadion bestellt wurde? Eine Grundschuld dient gemeinhin der Absicherung einer Forderung – damit man für den Fall der Uneintreibbarkeit dieser Forderung einen Gegenwert erhält. Das ist sinnvoll, wenn sich die Sicherheit leicht zu Geld machen lässt, wie z. B. eine Wohnimmobilie.

    Wer aber würde ein Stadion kaufen und wozu? Der FC St. Pauli? Der hat ein eigenes Stadion. Die Stadt? Die ist froh, dass sie das Stadion los ist – das ist in der Unterhaltung nämlich ganz schön teuer und man kann es einem Bundesligisten nur genau 17-mal pro Jahr vermieten. Und sonst? Hm. Vielleicht ist die Grundschuld für Herrn Kühne gar nicht so viel wert, wie mancher vielleicht denkt.

    • Fiete 29. Dezember 2013 um 11:44 Uhr

      Das Stadion hat durchaus einen Wert, also einen Verkehrswert. Der ist nicht so hoch, wie der Herstellungswert, aber die 6Mio bekommt Kühne allemal raus.

      • Michael Greve 29. Dezember 2013 um 12:56 Uhr

        Dabei sollte man nicht vergessen, daß es eine erstrangige Grundschuld zu Gunsten der HSH Nordbank gibt (Nominal: €75 Mio., heute wohl noch ca. €40 Mio valutiert). Erst wenn diese vollständig bedient würde, bekäme Herr Kühne weitere Erlöse aus seiner nachrangigen Grundschuld. Verkehrswert des Stadions ist natürlich vorrangig von der Nutzung abhängig. Mit anderen Worten: spielt dort eine Mannschaft aus den Top 5 der Bundesliga mit regelmäßiger Präsenz in den europäischen Wettbewerben und kommt das eine oder andere Open-Air-Konzert hinzu, ist es deutlich mehr wert als wenn dort ein unbedeutender Verein spielt, der kaum die Betriebskosten einspielen kann. So haben auch die bösen, bösen Banken und andere Kapitalisten ein genuines Interesse an einem wettbewerbsfähigen HSV. Das ist ja durchaus nicht bei jedem so, der sich „HSV“ auf die Fahnen schreibt und die Monstranz reinen, weil tumben Gewissens vor sich her trägt wie bei einer Prozession.

  5. Jürgen Wunderlich 29. Dezember 2013 um 11:16 Uhr

    Da sieht man doch wieder wie scheinheillig unser jetziger A.R.ist .Ich persönlich habe mir meine eigene Meinung gebildet,und werde am 19.1.2014 meine gültige Stimme dafür abgeben.So kann und darf es nicht weiter-gehen.

  6. braveheart 29. Dezember 2013 um 14:15 Uhr

    Zu dem Thema, keine Anteilsverkäufe, „die vollkommene Souveränität des eV insgesamt, sowie als Herr im Profi-Bereich“ usw., passt auch gut diese Entzauberung aus dem Wertpapierprospekt 2ter Teil, S. 77:
    „6.2.3.2 HSV-Vermögensverwaltungs GmbH
    An der HSV-Vermögensverwaltungs GmbH ist die HSV Sport AG (s. Ziffer 6.2.3.1) zu 99 % beteiligt. Das restliche 1 % der Anteile hält die SPORTFIVE GmbH & Co. KG für die Dauer des Agenturvertrags mit dem Emittenten und der HSV-Arena KG (s. Ziffer 6.5.1.7) treuhänderisch für die HSV Sport AG.
    Sämtliche Gesellschafterbeschlüsse der HSV-Vermögensverwaltungs GmbH mit Ausnahme der Bestellung und Abberufung des Geschäftsführers bedürfen der Einstimmigkeit. Vor diesem Hintergrund ist die HSV Sport AG für die Beschlussfassung in der Gesellschafterversammlung der HSV-Vermögensverwaltungs GmbH auf die Mitwirkung der SPORTFIVE GmbH & Co. KG angewiesen.“
    Es wurde bekanntlich ein neuer S5 Deal ausgehandelt, der uns zwar den Wegfall des 12,4 Mio S5-Darlehens einbrachte, aber der aktuelle Vorstandsbericht spricht nicht vom Wegfall der 1% Beteiligung. Wir müssen also davon ausgehen, dass dieses Vetorecht einer gewinnorientierten Beteiligungsfirma weiterbesteht. Abgesegnet vom aktuellen AR um M. Ertel, B. Floberg, U. Klüver und J. Hunke. Weiß nfs sowas nicht ? Und wenn doch, würden sie ebenso protestieren wie zb damals bei Viagogo ?

  7. braveheart 29. Dezember 2013 um 15:11 Uhr

    Ach, und wo wir schon dabei sind, zum Thema: „Verhinderung dubioser Geschäftemacher im AR“ … zumindest jetzt müssen wir schon mit extern bestellten GF leben, die operativ entscheiden (s. Wertpapierprosekt, S. 78):
    „Die SPORTFIVE GmbH & Co. KG hat das Recht, einen Geschäftsführer zu benennen, der von der Gesellschafterversammlung der HSV-Arena Verwaltungs GmbH zu bestellen ist; er kann nicht gegen die Stimmen der SPORTFIVE GmbH & Co. KG abberufen werden. Die Bestellung von mehr als zwei Geschäftsführern bedarf eines einstimmigen Gesellschafterbeschlusses der HSV-Arena Verwaltungs GmbH.“
    Wenn ich mich daran erinnere, dass unser AR V M.Ertel auf der MV zur Entlassung Agnesens entschuldigend vortrug (sinngemäß): „… der AR war jetzt zum Handeln gezwungen, wegen dem Maulwurf, der sei verantwortlich. Man hätte die Entscheidung pro/ contra Arnesen gerne zum eigentlich geplanten, späteren Zeitpunkt im Herbst getroffen.“ Da fragt man sich, was brauchen wir überhaupt noch einen AR bei uns ?

    Und dann hier noch, die aktuellen (davon gehe ich auch mal aus, da im Vorstandsbericht an uns Mitglieder nichts anderes veröffentlich wurde) Rechte externer für sage und schreibe 40.000 DM (S.77 WP Bericht):

    „6.2.3.3 HSV-Stadion KG
    Komplementärin der HSV-Stadion KG ist die HSV-Vermögensverwaltungs GmbH (s. Ziffer 6.2.3.2); sie ist am Kapital der HSV-Stadion KG nicht beteiligt. Kommanditisten der HSV-Stadion KG sind die HSV Sport AG (s. Ziffer 6.2.3.1) mit einer Einlage von DM 3.960.000,00 und die SPORTFIVE GmbH & Co. KG mit einer Einlage von DM 40.000,00. Der Kommanditanteil der SPORTFIVE GmbH & Co. KG wird von dieser für die Dauer des Agenturvertrags mit dem Emittenten und der HSV-Arena KG (s. Ziffer 6.5.1.7) treuhänderisch für die HSV Sport AG gehalten.
    Sämtliche Gesellschafterbeschlüsse der HSV-Stadion KG bedürfen der Einstimmig- keit. Vor diesem Hintergrund sind die HSV-Vermögensverwaltungs GmbH als nicht stimmberechtigte Komplementärin und die HSV Sport AG als Kommanditistin für die Beschlussfassung in der Gesellschafterversammlung der HSV-Stadion KG auf die Mitwirkung der Mitkommanditistin SPORTFIVE GmbH & Co. KG angewiesen.“

    Da nehme ich dann doch viele lieber einige Strategische Partner ohne Veto etc. Rechte, dafür aber mit viel mehr Geld für uns.

  8. Gravesen 29. Dezember 2013 um 17:42 Uhr

    Jarchow:

    Diese Frage haben schon viele Bundesligisten beantwortet. Wir machen einen Umsatz von 140 Millionen Euro. Das hat nichts mehr mit einem gemeinnützigen Verein zu tun. Dennoch ist bei uns noch alles unter einem Dach. Das wird auf Dauer nicht funktionieren. Wir werden eine Entscheidung treffen müssen. Wie die aussieht, werden wir im neuen Jahr sehen.

    (Quelle: Welt.de)

  9. Waton 29. Dezember 2013 um 18:45 Uhr

    Liebe Freunde,
    Ich schreibe nicht oft.
    Aber hatten wir nicht früher mal eine eigene Handball-Bundesliga-Mannschaft die dann ausgegliedert wurde, hatten wir nicht mal eine Volleyball-Mannschaft die sogar Deutscher Meister wurde, hatten wir nicht mal eine tolle Schach-Mannschaft die in der Bundesliga spielte, und bis vor kurzen hatten wir eine Fussball-Damen-Mannschaft die in der Bundesliga spielte und wegen Euro 100,000.- zurückgenommen wurde?
    Habe gerade vor ein paar Tagen gelesen, dass die Fussball- Bundesliga-Damen-Mannschaft FCR Duisburg dem MSV Duisburg beitreten, die spielen mit der Profi-Herren-Mannschaft nach vielen Problemen in der Dritten Liga und haben aber nun Eur 100,000,- (mehr oder weniger) über um die Damen-Bundesliga-Mannschaft mit durchzuziehen?
    Da kann doch irgenwas nicht stimmen und nicht erst seit heute, oder?

    • oldiehamburg 29. Dezember 2013 um 19:21 Uhr

      Ich lege Wert darauf, dass wir auch eine ausgezeichnete Damenmannschaft im Volleyball hatten.

      • Waton 30. Dezember 2013 um 00:13 Uhr

        Hatten.
        Wo ist sie jetzt?

  10. Jakob B. 30. Dezember 2013 um 01:07 Uhr

    Ultras-Diktatur beim HSV – geht es noch um Fussball?
    99% der HSV-Fans geht es tatsächlich um Fussball. Das bekomme ich recht oft zu hören und zu lesen.
    Sie möchten mit ihren ganzen Familien, Kindern, Freunden tollen spannenden Fussballtag erleben. Ist das denn so?
    Ich behaupte nein. Es sind ganz sicher nicht 99%. Diese Zahl liegt weit darunter.
    Ich behaupte, neben den faschistoid organisierten Ultras, die was mich angeht, in allen Stadien Hausverbot haben sollten und einige dieser Menschen in einem Gefängnis, einer Besserungsanstalt oder Irrenanstalt besser aufgehoben wären, kommen noch die dazu,
    – die sich abreagieren wollen,
    – die sich Frust von der Seele brüllen wollen,
    – die, die das Gefühl „zu einer Gruppe dazugehören“ haben wollen,
    – die, die einfach Mitläufer sind und nicht in der Lage sind, eigenes Gehirn einzuschalten
    – die, die meiner Meinung nach, auch immer die ersten bei Lynchjustiz und gewaltigen Ausschreitungen dabei sind.
    Ich hallte es mit political correctnes genau wie die „da oben in 22c und der Nordtribüne“ mit „Kommerz und meinem Geld“ und damit auch mit meiner Person.
    Obwohl, die da oben in 22c regelmässig flächendeckend andere Mitglieder, Fans, Besucher und Sponsoren damit beleidigen, gehen nach wie vor Massen in die Stadien/das Stadion. Es sind genau die, auf die sie „scheissen“, die es möglich machen, dass die Tickets GERADE DA OBEN PREISLICH ERSCHWINGLICH sind. Das ist klar und nicht erst seit Honess´ Brandrede.
    Ich bin ein typischer Event-Fan. Ich möchte mich im Stadion ablenken, mit meiner Mannschaft mitfiebern und auch leiden wenn es mal für ein Sieg nicht reicht. Was ich nicht will ist Gewalt, Hass, Fremdenhass und scheinbar endlose Intoleranz.
    Was ich (beim HSV) auch nicht will, sind Leute auf Schlüsselpositionen, die genau die oben beschrieben mit wenig Intelligenz ausgestatteten anführen, auch noch diesen Verein führen.
    E.V. Eingetragener „gemeinnütziger“ Verein. Vielleicht sollten sich die Herren Ertel, Jarchow und Co mal ins Gedächtnis rufen was dieses Wort bedeutet.
    Aber was erwarte ich von mit so wenig (sozialer) Kompetenz und Intelligenz ausgestatteten sowie rückgratlosen Menschen wie Ertel, Jarchow und Liebenau. Die, die die Gewalttäter decken, sind genauso schlimm wie die, die Gewalt verüben. Ich mache da kein Unterschied. Das hat auch nichts mit Denunziation zu tun.
    In Hamburg bzw. HSV-Umfeld soll keiner erwarten, dass dieser Typ des Menschen sein Stuhl freiwillig räumt.
    Mit das Schlimmste an dem ganzen Desaster:
    Diese Leute haben auch noch Deckung von solchen Leuten, wie den Mitarbeitern des Hamburger Abendblattes, dessen Niveau kritisch, gefühlt jeden Monat, nach unten korrigiert werden muss.
    Keine kritischen Worte von Journalisten. Auch hier kein Rückgrat vorhanden um ganz klar die Leute der Öffentlichkeit vorzustellen. Die Ertels, Jarchows und Liebenaus wollen die Öffentlichkeit? Gern. Aber dann soll bitte auch mal gezeigt werden was u.a. auf der Tribüne los ist.
    Eine Frau des NDR zeigt Mut und Rückgrat und zählt diese Leute an. Sie ist meine persönliche Heldin.
    Sie, die Abendblatt-Mitarbeiter, wirken in ihren Blogs und Kommentaren wie Schlangen die sich umher wenden. Bloß keinem auf die Füsse treten, ich brauche den ja noch. Ob bei fragwürdigen Weihnachtsfeiern (wurde die NDR-Mitarbeiterin auch eingeladen oder nur die Linientreuen?) Themen wie „Wer war schlechtester Trainer“ von professionellem Journalismus zeugen? Und dann auch noch wird das alles in der Öffentlichkeit rumposaunt und die Menschen verletzt. Ekelhaft kann ich nur sagen.
    Nein, die Herren des Abendblattes haben in letzten Tagen gezeigt, wessen Geisteskinder sie sind. Nimmt man die Texte als Basis, sind die Herren für mich: dumm, arrogant, ignorant.
    Sollte ich Zeit haben und beim Training vorbeischauen, werde ich den Herren Journalisten meinen Ausweis zeigen und danach meine Meinung sagen. Sie sind nicht im Stande sich selbst zu hinterfragen und warum sie so ein Beruf ausgesucht haben. Nun, mir ist klar warum. Ein mal pro Woche Fussi gucken, alle zwei mit Vollverpflegung, ohne Folgen inkompetente Fragen stellen, Käffchen beim Training trinken und danach bisschen oberflächlichen Blödsinn formulieren, und ab und zu einfach mal kommt Mobbing dazu (Arnesen und Spieler). Das wird auch sehr gut bezahlt.
    Gäbe es in Hamburg zwei drei (Sport)-Journalisten, die diese Bezeichnung verdienen, wären Ertel und Jarchow nie an diese macht-Positionen gekommen.
    Das aktuelle Konstrukt aus der Führung, Medien, und den Chaoten ist wie ein Spinnennetz. Wenn Du an keinem der Enden ziehst, oder zu schwach bist, fällst Du rein und die Fressen (feuern) Dich.
    Ein System, dass in meinen Augen absolut undemokratisch, unseriös und für mich undurchsichtig ist.

    Die SC-Traditionalisten wollen mir was von Tradition erzählen? Von mir aus. Wenn ich mir Geschichten aus den 50ern oder 60ern anhöre, dann erzählt keiner was von gewalttätigen brandstiftenden Kriminellen auf der Tribüne sondern von Menschen, die zwar auch mal gepöbelt haben, aber sich unter Kontrolle hatten.
    Die 83er wollen den HSV verändern. Das sind die, die die letzten Titel geholt haben, also die die SC-Tradition aufgebaut haben. Was kann man dann immer noch nicht verstehen?

    Beim HSV gibt es nun eine Mischung, die schlimmer (fast) nicht sein kann.
    Ein gemeinnütziger Verein wird geführt von egoistischen, rückgratlosen, inkompetenten, verlogenen und intriganten Menschen, die sich bewusst sind, dass sie auf ganzer Linie versagen. Sie wollen nicht abdanken um als totale Versager in die Geschichte des Vereins eingehen. Machtgier und Geltungssucht trifft auf diese Herren absolut zu. Unbequeme Fragen werden nicht beantwortet. Es ist ganz klar, dass man versucht mit allen Mitteln noch den Turnaround zu schaffen. Es fehlt leider an den o.g. Kompetenzen. Auf allen Ebenen. Den Turnaround werden sie niemals schaffen. Trainer und Spieler sehen ganz klar was los ist. Die werden sich nicht den Hintern aufreissen. Nein, sie steigen ab, zucken mit den Schultern und suchen sich neue Vereine. Denen ist es völlig egal. Bei den Gehältern, den Chefs wäre es mir auch.
    Keine Diktatur gibt freiwillig die Macht ab. Von wegen Demokratie – ich nenne es Diktatur. Darf ich das sagen oder muss ich paar vermummte Leute erwarten oder übertreibe ich?
    Fangen wir mal damit an, dass der AR-Chef sowie seine Freunde an Demagogie nicht zu überbieten ist. Die Mitglieder werden belogen sobald die Herren den Mund aufmachen. Die Wahrheit wird auf absurdeste Art und Weise verdreht, die jeden Menschen mit etwas Verstand schmunzeln lassen sollte. Ich behaupte, dass sie sich so sehr verrannt haben, dass sie die Realität tatsächlich aus den Augen verloren haben und das zu einem durchaus ernsthaften psychischen Problem für einige werden kann.
    Es werden auch hier Menschen mit anderen Vorstellungen über die Zukunft, beleidigt, und bedroht Schals in Toiletten gestopft. Was ist das? Was sind das für Leute?
    Es werden Mitglieder, Fanclub-Vorsitzende unter Druck gesetzt und gewarnt und haben den SC-Befehlen folge zu leisten.
    Demokratische Wahlen beinhalten Briefwahl. Demokratie beinhaltet nicht die Ausgrenzung anderer Menschen durch Verhinderung von Briefwahlen.
    Mitschriften von Versammlungen werden manipuliert, es werden kritische Passagen „vergessen“.
    Die Versammlungen an sich werden manipuliert.
    Tut mir leid. Aber dieser HSV hat absolut nichts mit Demokratie zu tun. Mir dreht sich der Magen, wenn ich diese Herren dieses Wort aussprechen höre.

    Ich habe heute auch noch das Interview mit Herrn Hunke gelesen und für mich ist klar geworden, wer so redet benötigt Anerkennung und Aufmerksamkeit. Also es ist schon wirklich bemitleidenswert, wie sich inzwischen der ältere Herr Hunke da präsentiert. Selbstmitleid ist was ich dort erkenne. „Ich habe so viel Zeit geopfert und ihr erkennt es nicht an“. Nun Herr Hunke, würde ich ihm gern entgegnen, in dem Alter solltest Du wissen, dass die Menschen undankbar sind. Wenn du etwas für eine Gemeinschaft oder Gruppe machst, erwarte niemals Dankbarkeit. Und schon gar nicht, wenn man so viele Fehler zu verantworten hat wie Du Herr Hunke. Du bist nicht lernfähig und Du solltest jetzt noch dein Gesicht waren und abdanken. Im Sommer bist Du ein Absteiger-Aufsichtsrat.
    Aber wer will es denen verdenken: Gehen sie jetzt oder werden rausgeworfen, ist die Schande perfekt. Man will so lange es nur geht an der Macht bleiben um den Abendblatt (Sport) zu kontrollieren. Denn eines darf man nicht vergessen. Die so seriösen Abendblatt-Mitarbeiter treten hart nach. Später. Wenn man sich nicht wehren kann.

  11. ky 30. Dezember 2013 um 15:16 Uhr

    @ Jakob B. 1.07 h:
    Weltklasse, endlich eine Zusammenfassung, die auch und gerade die Machenschaften der Hamburger Presse beleuchtet.
    Sportreporter werden ja auch die, die investigativen Journalismus nicht können, die ihre „events“ brauchen, um Stimmen einzufangen, und dann daraus sinnentleerte Pseudo-Interviews zu basteln.
    Aber auch die TV-Medien sind nicht besser, siehe DoPa oder Sky-Verschleierung strittiger Szenen der Bayern…
    Wir haben ja aber auch einen „Medien-Direktor“ namens Jörn Wolf, und wofür der sein Geld bekommt, außer bei Pressekonferenzen die Getränke kalt zu stellen, entzieht sich meiner Kenntnis.
    Sollte HSV+ kommen, wofür ich inständig bete, müssen auch die ganzen Nasen, die von den Führungszwergen eingestellt wurden, mit entlassen werden. Aufräumarbeit über Jahre, neue Erfolge (EL-Quali etc.) ggf. in 3-5 Jahren…

  12. JustMe 30. Dezember 2013 um 15:52 Uhr

    @Jakob B.
    es bringt doch nichts diese Personen aufzufordern darüber nachzudenken. es wird nichts bringen, du kannst doch ein hund nicht sagen das er miauen soll. Sie sind wie sie sind, und das einzige ist was man dagegen machen kann, ist sie aufzuhalten. Nicht mit worten sondern mit taten. Mir wird zu viel gelabert, als gehandelt.
    zu kreuzer:
    „kreuzers Vorstoß bei dem Spieler, der noch bis 2015 in Berlin unter Vertrag steht, hat in Berlin zuletzt für Unmut gesorgt. Preetz erklärte: „Der Kollege ist sehr PLAUDERIG. Lasogga kommt im Sommer zu Hertha zurück.“ http://www.spox.com/de/sport/fussball/bundesliga/1312/News/causa-pierre-michelle-lasogga-oliver-kreuzer-sucht-gespraech-mit-michael-preetz-hertha-bsc-hsv.html

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