Fragen an die Initiative

Liebe Leser,

zuerst einmal ein frohes neues Jahr. Ich hoffe, ihr alle habt zusammen mit euren Familien einen tollen Weg ins neue Jahr gefunden, welches richtungsweisend für unseren HSV sein wird.

Wie Ende November angekündigt, werde ich in den nächsten Tagen ein abschließendes Gespräch mit Ernst-Otto Rieckhoff führen. Hierzu hatte ich euch aufgefordert, eure dringendsten Fragen bzgl. der Intiative HSVPLUS zu formulieren.

Einige dieser Fragen sind im Verlauf der letzten Wochen bereits beantwortet worden, ich habe heute alle relevanten Fragen noch einmal zusammengefasst.

Also – falls euch noch etwas auf der Seele liegt, noch könnt ihr ergänzen.

Wie sieht der genaue Zeitplan von HSV+ nach dem  19.01. aus, vorausgesetzt die  50+x %werden erreicht ?  Was passiert bis zur AOMV ? – … Ausblick 2-3 Jahre

Welche handelnden Personen wären auch bereit eine Funktion zu übernehmen?

Wer führt das Projekt nach positivem Votum nach der 1. MV und nach der AOMV?

Warum wollen sich Firmen in der alten Struktur nicht mehr engagieren? Emirates und die Techniker Krankenkasse tun es bereits – was wäre mit einer Ausgliederung konkret anders?

Könnte man Profi- und Amateurbereich auch anders trennen als durch Ausgliederung?

Welches Kapital erhofft sich HSVplus in welchem Zeitraum durch eine Ausgliederung zu erzielen ?

Wie werden diese Gelder verteilt; heißt vor für konkret werden Sie verwendet?

WO braucht der Verein just aktuell, wieviel Gelder, um wieder in die Spur zu kommen ?

Konzeptionelle Weichenstellung, sprich Philosophie der AG … Damit meine ich einhergehend mit 2. die Ausrichtung z.B. der Einkaufspolitik – Erwerb von Talenten, sprich Weiterentwicklung, oder Kauf von “fertigen” Spielern in allen Bereichen? z.B. ( m.E. – der MIX macht es…dazu Jugendarbeit mit professioneller Struktur )

Wie würden Rückholmöglichkeiten von bereits veräußerten Anteilen aussehen?

Welche Vereinspolitik soll verfolgt werden ?

In welchem Wahrscheinlichkeitsbereich bewegen sich etwaige 100 Mio. Euro Kapitalzufluss für 24,9% wirklich ?

Wie stellt sich HSV+ die Verteilung der Mitgliedereinnahmen vor ? Gehen die in der Folge der Ausgliederung komplett an den “Restverein”, also auch die Einnahmen, die die Supporters generieren ?

Wenn alle Mitgliedsbeiträge im eV verbleiben, hat der SC/FM dann über seine Beiträge eine Budgethoheit oder werden die Abteilungen des eV mit diesen Geldern unterstützt?

Soll die Abteilung Supporters/Fördernde Mitglieder im eV verbleiben oder wird es ein ähnliches Konstrukt möglicherweise in der ausgegliederten AG geben ?

Wie soll sichergestellt werden, dass die Raute als Markenzeichen im Besitz des eV verbleiben ?

Wer garantiert, dass Einnahmen aus Anteilsverkäufen nicht genauso verpuffen wie beispielsweise die aus dem Verkauf von de Jong?

Warum sollte die Quelle der aufgetriebenen Geldmittel die Qualität der Verwendung erhöhen?

Wer trägt die bisherigen Kosten von HSV+, ich meine zB die Reisekosten und das Infomaterial ?

Wissen sie , wer die Reisekosten der SC-Protagonisten trägt ?

Welche Mechanismen sollen sicher stellen, dass am Ende wirklich Fachleute hohe Positionen in der ausgegliederten Profiabteilung bekleiden?

Das gerade erst der Vertrag mit Sportfive verlängert wurde ,gibt es da Überlegungen wie der Vertrag in neuen Strukturen modifiziert werden kann oder ist es nicht Notwendig?

Bis zu 24,9% können ja Anteile an Investoren ohne Zustimmung der Mitglieder vergeben werden. Reicht eine einfache Mehrheit der Mitglieder oder ist dort ein höherer Prozentsatz erforderlich wenn ein Investor zum Beispiel 35 % erwerben möchte?

Wie muss ich mir das vorstellen das gerade zu Anfang der Neuaufstellung wirtschaftliche und sportliche Kompetenz ausgewählt wird und so vermieden wird das nur Masse und nicht Klasse die Arbeit aufnimmt?

Ein e.V. ist steuerlich begünstigt, eine AG nicht. Wird der e.V. rechtlich gesehen weiterhin alle Einnahmen verwalten und der AG sozusagen den Etat zur Verfügung stellen oder wird das über die AG laufen ?

Wie viele strategische Partner sind derzeit schon in den Startlöchern ?

Was denken die interviewten, wie viele Mitglieder erscheinen werden zur MV und AOMV ?

Wann werden die Stadionschulden, nach HSV+ Ansicht, getilgt sein, wenn HSV+ die Ausgliederung schaft?

Darf man sich auf alte Gesichter im HSV freuen, die mal hier waren (mit Ausnahme der jetzigen Unterstützer, die bekannt sind) ?

Wenn Satzungsänderungen eines Modells einzeln beschlossen würden, und alles in die Länge ziehen, damit man keine Zeit für eine Abstimmung findet, und es kommen dann eventuell noch andere Faktoren hinzu: Wie schaut der Plan einer neuen Terminfindung zur Abstimmung aus, bzw. wann wird diese ca. stattfinden?

Wieso kam es zu keinem Konsens zwischen den einzelnen Reformen ?

Wird bei der Auswahl der Investoren auch darauf geachtet, dass diese langfristig Geld durch Sponsoring investieren und nicht nur einmalig einen hohen Betrag als Investition zur Verfügung stellen (Adidas und Audi als langfristige Sponsorenpartner bei Bayern)?

Mich interessiert ob in Erwägung gezogen wird, die Profiabteilung jetzt oder später in eine gemeinnützige AG umzuwandeln.

Von | 2014-01-02T09:19:46+01:00 2. Januar 2014|Allgemein|24 Kommentare

24 Comments

  1. Fiete 2. Januar 2014 um 09:58 Uhr

    Jürgen Hunke hat ja schon „angedroht“ (versprochen würde besser passen 😉 ), er würde den HSV verlassen, wenn HSV+ durchkommt und Vorstand u Aufsichtsrat würden geschlossen zurücktreten, wenn sie die Entlastung nicht bekommen.
    Ich denke zwar weder, daß Jürgen Hunke zurücktritt, nocht daß die Gremien geschlossen zurücktreten werden, aber gesetzt den Fall, sie machen das: Wie würde es dann weitergehen?

  2. Sula 2. Januar 2014 um 10:01 Uhr

    Vielleicht noch: „Wie stehen Sie zur allgemeinen Briefwahl als weitere Möglichkeit an einer MV partizipieren zu können?“ u. „Gibt es rechtliche Beschränkungen für einen Livestream von der MV aus? Oder könnte ich als einfaches Mitglied eine Kamera aufstellen und diese dann abfilmen?(Auch auf die zukünftige Ausrichtung der MV bezogen)

  3. uh17 2. Januar 2014 um 14:43 Uhr

    was noch fehlt ist die Frage, wie sichergestellt wird, daß keiner der aktuell handelnden Personen aus dem AR und Vorstand nach Umsetzung von HSV+ noch irgendein Amt beim HSV innehaben wird.
    Man sollte sich darauf verlassen können, daß das ausgeschloßen ist!!

  4. Frank Bockelmann 2. Januar 2014 um 18:20 Uhr

    Den Wegfall der SC/Mitgliedermitbestimmung ist mir noch nicht deutlich genug.
    Frage: „Wie wird sichergestellt, dass die Mitglieder keinen oder aber nur sehr geringen Einfluss auf die Profifussball AG o.ä. nehmen können?“
    Dies ist m.M.n. unabdingbar für einen professionellen Aufbau und Betrieb einer AG.

  5. Michael Greve 2. Januar 2014 um 20:03 Uhr

    Ich habe mir den Spaß gemacht, einige Fragen des Katalogs, die auch ein HSVPLUS-Außenstehender recht guten Gewissens beantworten kann, zu erörtern:
    WARUM WOLLEN SICH FIRMEN IN DER ALTEN STRUKTUR NICHT MEHR ENGAGIEREN? EMIRATES UND DIE TECHNIKER KRANKENKASSE TUN ES BEREITS – WAS WÄRE MIT EINER AUSGLIEDERUNG KONKRET ANDERS?
    Emirates und Techniker sind Sponsoren. Sie geben im Gegenzug für Leistungen des HSV (Werbung beispielsweise) Geld als Entgelt. Sie erwerben keine Vereinsanteile, sondern sind für befristete Zeit Geschäftspartner als Dritte. Entsprechend haben sie auch keinerlei Repräsentanz in den Gremien des Vereins. Strategische Partner hingegen können auch Repräsentation in der Hauptversammlung und im Aufsichtsrat der HSV Fußball AG haben. Damit würde die HSV Fußball AG auch Anspruch und Zugriff auf ihr spezifisches Wissen in einem institutionellen Rahmen haben.
    Ich denke, die aktuellen Gremien und die sie ausmachenden Personen sowie die Prozesse, die zu den aktuellen Zusammensetzungen und vielerlei erratischen und unangemessenen Entscheidungen aus Konzeptlosigkeit geführt haben, sind vollkommen desavouiert. Und somit gibt es auch kein Interesse, in diesen Gremien unter diesen äußeren (Ansehen) und inneren (Einfluß einer ideologisierten, aber dafür inkompetenten Clique) Umständen mitzuwirken und schlimmstenfalls das Ansehen des eigenen Unternehmens zu schädigen statt es durch die Verbindung mit einem seriösen und im besten Fall sogar sportlich erfolgreichen HSV zu aufzupolieren.
    KÖNNTE MAN PROFI- UND AMATEURBEREICH AUCH ANDERS TRENNEN ALS DURCH AUSGLIEDERUNG?
    Binnenorganisatorisch wäre dies möglich, hätte aber keine rechtsverbindlichen (inclusive steuerrechtlicher) Konsequenzen im Außenverhältnis, auch eine Vermögensaufteilung fände nicht statt (Dies ist ja ungefähr die Idee des Herrn Hunke). Abgesehen davon, daß eine solche Nebeneinander-Gliederung nur im Innenverhältnis wirksam wäre und sich somit Schwierigkeiten in der Außenvertretung ergäben (welche Geschäftsführung darf welchen Teil des HSV wann gegenüber Dritten vertreten?), hätte es nachteilige Auswirkungen auf die Beschaffung von Eigenkapital durch Dritte, die 50% Schenkungssteuer auf eine Einlage in den HSV e.V. zahlen müßten. Gerade die Professionalisierung der Gremien, die HSVPLUS anstrebt, ließen sich im Rahmen einer e.V.-Satzung schwer umsetzen, da z.B. gerichtlich die Eintragung der geänderten Satzung ins Vereinsregister aufgrund von Verstößen gegen das Vereinsrecht abgelehnt werden könnte.
    WIE WÜRDEN RÜCKHOLMÖGLICHKEITEN VON BEREITS VERÄUSSERTEN ANTEILEN AUSSEHEN?
    Dies ist eine privatrechtliche Frage, also eine der Vertragsgestaltung. HSVPLUS spricht von der Ausgabe sogenannter vinkulierter Namensaktie für die Gesellschafter der HSV Fußball AG, also den HSV e.V. und etwaige Dritte. Das heißt a) die Aktien sind auf einen bestimmten Inhaber ausgestellt und b) nicht durch den Inhaber frei übertragbar. Der veräußerungswillige Inhaber braucht die Zustimmung der HSV AG zum Verkauf an einen Dritten. D.h. die Gesellschaft HSV Fußball AG respektive deren Hauptversammlung (=Präsidium HSV e.V.) kann die Übertragung ablehnen, wenn der angedachte Erwerber den Gesellschaftern aus welchen Gründen auch immer nicht zusagt.
    Ich nehme nicht an, daß HSVPLUS eine solche Frage darüber hinaus verantworten kann, da es sich um eine Initiative von Privatleuten handelt, die aber nicht namens des HSV bzw. seiner (noch zu bestellenden) Gremien sprechen kann.
    SOLL DIE ABTEILUNG SUPPORTERS/FÖRDERNDE MITGLIEDER IM EV VERBLEIBEN ODER WIRD ES EIN ÄHNLICHES KONSTRUKT MÖGLICHERWEISE IN DER AUSGEGLIEDERTEN AG GEBEN ?
    Es kann eigentlich rechtlich nicht möglich sein, daß die Supporters in die AG wechseln. Organe der AG sind nur die Hauptversammlung (also Präsidium des HSV e.V., eventuell entsandte Vertreter von Partnern, die deren Stimmenanteil repräsentieren), der Aufsichtsrat der von der Hauptversammlung der AG gewählt wird, sowie der Vorstand. Die Supporters wären in diesem Gebilde funktionslos.
    WIE SOLL SICHERGESTELLT WERDEN, DASS DIE RAUTE ALS MARKENZEICHEN IM BESITZ DES EV VERBLEIBEN?
    Dies wird allgemein in einem Grundlagenvertrag zwischen e.V. und AG geregelt. Natürlich sollte das Wappen beim e.V. verbleiben. Und da der e.V. heute Eigentümer des Wappens ist, ist er ja auch nicht genötigt, sie zu veräußern. Eine HSV Fußball AG will sicherlich das Wappen nutzen und würde dafür eine Lizenzgebühr zahlen, aber das Wappen sollte auch für den schlimmsten Fall einer Insolvenz der HSV Fußball AG nicht Teil der Insolvenzmasse werden.
    WER GARANTIERT, DASS EINNAHMEN AUS ANTEILSVERKÄUFEN NICHT GENAUSO VERPUFFEN WIE BEISPIELSWEISE DIE AUS DEM VERKAUF VON DE JONG?
    Garantien im Sinne einer Naturgesetzlichkeit gibt es nicht. Aber schon die Unterstützer von HSVPLUS aus Sport und Wirtschaft geben ein erstes Indiz, daß das Personal bei HSVPLUS professioneller ist und nach Qualifikationskriterien (siehe unten auch Ausführungen zum Aktiengesetz) ausgewählt werden wird, die bei den anderen Konzepten fehlen. Damit besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, daß Fehlentscheidungen (die sich nie ausschließen oder vermeiden lassen) deutlich reduziert werden.
    WARUM SOLLTE DIE QUELLE DER AUFGETRIEBENEN GELDMITTEL DIE QUALITÄT DER VERWENDUNG ERHÖHEN?
    Siehe vorangegangene Antwort. Geld allein löst die Probleme nicht. Aber es reduziert die Gefahr, daß weitere Fehlentscheidungen den HSV (sei es als e.V., sei es als AG) in seinem Bestand bedrohen.
    BIS ZU 24,9% KÖNNEN JA ANTEILE AN INVESTOREN OHNE ZUSTIMMUNG DER MITGLIEDER VERGEBEN WERDEN. REICHT EINE EINFACHE MEHRHEIT DER MITGLIEDER ODER IST DORT EIN HÖHERER PROZENTSATZ ERFORDERLICH WENN EIN INVESTOR ZUM BEISPIEL 35 % ERWERBEN MÖCHTE?
    Zustimmung der Mitglieder ist auch für den ersten Anteilsverkauf notwendig. Dieser ist jedoch bei HSVPLUS bereits Bestandteil des eigentlichen Ausgliederungsantrages. Auch für weitere Satzungsänderungen (und dies wäre ein weiterer Anteilsverkauf) würde dasselbe 75%-Quorum Anwendung finden wie bisher.
    WIESO KAM ES ZU KEINEM KONSENS ZWISCHEN DEN EINZELNEN REFORMEN?
    Ich denke, hier ist die Antwort relativ klar. Die Modelle von a) Liebnau, Ertel, Klüver und b) Hunke sind mit den Modellen c) HSVPLUS und d) Rautenherz per se inkompatibel, da erstere den Profifußball in einem Vereinsmodell belassen wollen, letztere hingegen in Kapitalgesellschaften ausgliedern wollen. Mit der Ausgliederung in eine AG oder KGaA unterliegen die Modelle c) und d) dann dem Aktiengesetz und nicht dem Vereinsrecht. Daraus resultieren andere Anforderungen an die Gremienbesetzungen, die dann nicht mehr dem alleinigen Gutdünken der Mitgliedschaft, sondern auch Eignungsfragen gemäß Aktiengesetz und BGH-Rechtsprechung unterlägen. Den Punkt Kapitalbeschaffung habe ich oben schon beleuchtet.
    HSVPLUS und Rautenherz sind offensichtlich nicht übereingekommen, wie weit Kapitalbeschaffung und funktionierende Kontrollen am besten austariert werden. HSVPLUS hat qua AG-Form einen Aufsichtsrat, der als Ausfluß seiner Kontrollmöglichkeiten auch Personalumbesetzungen im Vorstand nehmen kann, wenn man mit der Amtsführung unzufrieden ist. Der Aufsichtsrat einer KGaA hingegen hat nur Kontrollrechte, kann aber weder Vetos gegen Entscheidungen der Geschäftsführung im Tagesgeschäft einlegen, noch die Geschäftsführung besetzen. Dies würde immer durch den e.V. bzw. seine Vertreter geschehen. Unter Niebaum/ Meier hatte der Aufsichtsrat der BVB KGaA trotz Überblicks über die fatale Fehlentwicklung keinerlei Möglichkeit, die Geschäftsführung abzusetzen. Erst als (ausgerechnet) Homm dem e.V.-Beirat eine aufgrund der unfaßlichen Mißwirtschaft Niebaums und Meiers lebensnotwendige Liquiditätslinie (eine Maßnahme am grauen Rande des Gesellschaftsrechts) nur unter der Voraussetzung der Abberufung Niebaums und Meiers anbot, war dieser bereit zu handeln. Das AG-Modell von HSVPLUS ist insofern stringenter und mit weniger Gestaltungsmöglichkeiten (auch der Kapitalbeschaffung) versehen, bietet aber meines Erachtens auch den verläßlicheren Handlungsrahmen, weil es gesetzlich sehr reguliert, wenngleich weniger spektakulär ist.

    • HSVDONALD22B 2. Januar 2014 um 23:35 Uhr

      Respekt! Danke für die konstruktiven Antwortannahmen! Klingt logisch und schlüssig!
      Resümee: HSVPLUS wählen!

  6. Michael Greve 2. Januar 2014 um 20:16 Uhr

    @oldiehamburg: Ich glaube nicht, daß sich der (auch strafrechtlich relevante) Vorwurf der Veruntreuung gegen den HSV-Vorstand erhärten ließe. Denn es heißt unzweideutig im Emissionsprospekt der zweiten Tranche, daß eine Verwendung auch zu anderen Zwecken als dem Bau des Campus zulässig sein soll (ergibt sich eigentlich schon aus der Emission im August/ September 2012 im Vergleich zu einem (eventuellen) Baubeginn im Frühjahr 2014 – wer lässt sich ein Baudarlehen 18 Monate vor dem Baubeginn auszahlen?). Zitat Emissionsprospekt 2. Tranche::
    „Der Emittent hat unter der 6 % Jubiläums-Anleihe 2012/2019 in einer ersten Tranche bereits Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von EUR 12.500.000,00 ausgegeben. Unter diesem Prospekt bietet der
    Emittent nunmehr in einer zweiten Tranche weitere Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von weiteren EUR 5.000.000,00 an. Der Emittent beabsichtigt, auch den weiteren Netto-Emissionserlös aus der Ausgabe der unter diesem Prospekt angebotenen Schuldverschreibungen ZUMINDEST ANTEILIG zur Finanzierung des Infrastrukturprojekts „HSVCampus“ zu verwenden, das nunmehr in Abhängigkeit von dem tatsächlich erzielten weiteren Netto-Emissionserlös großzügiger als bislang geplant ausgebaut werden kann.““

  7. Trapper Seitenberg 2. Januar 2014 um 20:59 Uhr

    @oldiehamburg
    ich sehe das insofern kritisch, da es natürlich den Eindruck von einer tatsächlich angespannten finanziellen Lage weiter erhärtet. Wie aber von meinem Vorredner in seiner vorangestellten Antwort bereits umfassend und kompetent ausgeführt, sehe ich kaum Chancen, dass man tatsächlich Regressansprüche erfolgreich geltend machen könnte. Deswegen bliebe ein mehrheitliches Versagen der Entlastung für mich ein rein politisches Signal.

    HSVPlus will ggf. alle vorhandenen Verträge, also auch die mit dem aktuellen Vorstand, erfüllen, sagte EOR. Dies auch, um einen ruhigen, geordneten Übergang zu gewährleisten. Man muss m.M.n. also abwägen, ob die eigene Unzufriedenheit derart groß und einem daher das (rein) politische Signal derart wichtig ist, dass man schneller zu einer anderen personellen Besetzung kommen will, bzw. diese ggf. in Kauf zu nehmen bereit ist. Das mag auf den ersten Blick in mancherlei Hinsicht angesichts der Leistungen des davon betroffenen Personenkreises verlockend erscheinen, könnte aber auch bedeuten, dass der Übergang insofer erschwert würde, da neues Personal ggf. auch eine Einarbeitungszeit benötigen würde. Manchmal kann es sich als klüger erweisen, eine Kröte zu schlucken, als unbedingt sein Mütchen kühlen zu wollen.

  8. Peff1887 3. Januar 2014 um 09:19 Uhr

    Moin allerseits und ein geschliffenes 2014!
    Ich bin am 19.1. dabei, habe aber Bedenken, dass die Gegner von HSV+ die Veranstaltung soweit in die Länge ziehen, dass es nicht zu einer Abstimmung kommt. Denn bei aktuell 13.000(?) Anmeldungen kommen sicherlich viele Mitglieder von auswärts hinzu, die vermutlich mehrheitlich pro HSV+ sind. Diese würden sicherlich nicht noch einmal Anreise und damit verbundenen Zeit- und Kostenaufwand auf sich nehmen.
    Ich hoffe, damit völlig falsch zu liegen, aber, um es als Frage zu formulieren: „Wie kann sichergestellt werden, dass es am 19. zu einer Abstimmung über die Reform kommt, bzw. rechnet EOR selbst überhaupt am 19.1. damit?“
    Ergänzend, auch wenn ich die Antwort vielleicht nur bereits überlesen habe: „Wie steht HSV+ zur Fernwahl?“ – die m.E. nach eine Mehrheit bescheren würde.

    • Gravesen 3. Januar 2014 um 09:28 Uhr

      Ich halte 13.000 Anmeldungen für absoluten Schwachsinn. Aktuell ist nach meinen Informationen von 5.000 – 7.000 Teilnehmern auszugehen. Entsprechender Platz ist vorhanden

  9. Gravesen 3. Januar 2014 um 15:03 Uhr

    Bringt neue Tabletten für die Psycho-Wurst 😀

    Dylan1941 sagt:
    3. Januar 2014 um 14:08

    Permanent betreibt Neuer alias Gravesen für seinen Blog hier Werbung und die Mods tun genausowenig dagegen, wie die HSV Abwehr bei Angriffen der meisten Gegner, wenn die wie ein Fux durch Hühnerstall laufen können.

  10. NummerElf 3. Januar 2014 um 19:09 Uhr

    Hallo,

    bekomme ich für den 19.1. eine Einladung oder wie komm ich rein ?
    Ist meine erste MV.

    Danke,
    NummerElf.

    • Gravesen 3. Januar 2014 um 19:12 Uhr

      Du musst nur deinen Personalausweis und deinen Mitgliedsausweis mitbringen, vorausgestzt, du bist Mitglied 😉

  11. Jakob.K 3. Januar 2014 um 19:59 Uhr
    • Michael Greve 3. Januar 2014 um 20:06 Uhr

      Der richtige Analyse-Knüller ist dieser: