Es ist vollbracht – jetzt liegt viel Arbeit an

Leute, ich bin komplett im Eimer. Nicht (allein) die letzten Monate inkl. Abstiegskampf und Relegation, nicht die gestrige Mitgliederversammlung und auch nicht die kleine Feier anschließend im „Il Vagabondo“ in Bahrenfeld haben mich geschafft, sondern eine Kombination aus allem.

Als gestern um 16.32 Uhr Herr Meier – übrigens großen Respekt für die neutrale und faire Leitung der Versammlung – das Abstimmungsergebnis verkündete, hatte man den Eindruck, der HSV hätte in dem Moment den entscheidenden Treffer in einem Champions League-Spiel erzielt. Da war bei 86,9% der anwesenden Mitglieder pure Freude, aber auch eine unglaubliche Erleichterung zu spüren. Zu dicht war der HSV diesmal am sportliche und auch finanziellen Abgrund, zu groß war die Angst, dass man aus dieser Spirale nicht mehr würde herauskommen können.

Für meine Begriffe war es aber größtenteils die Freude von Menschen über eine Sache und keine Schadenfreude und Triumph über einen geschlagenen Gegner. Dieses Votum von fast 87%!!! der Mitgliedschaft sollte deutlich machen, dass es eben die Mitglieder sind, die diesen Weg gehen wollen und keine willkürliche Splittergruppe mit Großmanns-Absichten. Dieses Votum gilt es zu respektieren und ab sofort mit Leben zu füllen, die Arbeit wird hart genug.

Bevor in den nächsten Tagen und Wochen darüber spekuliert wird und geschrieben wird, was jetzt alles passiert und passieren muss, ist heute der Tag, Danke zu sagen.

Zuerst einmal großer Dank an Ernst-Otto Rieckhoff, der an eine Idee geglaubt hat und alle verfügbare Energie zusammengerafft hat, um sie zu verwirklichen. Er selbst musste sich in den letzten Monaten zahlreiche Anfeindungen und Beleidigungen von Menschen anhören, die nicht 3% von dem zu investieren bereit waren, was er investiert hat. Und damit meine ich keinerlei finanziellen Geschichten.

Dank aber auch an Dietmar Jacobs, Holger Hieronymus und Thomas von Heesen, die sich eine monatelange Ochsentour über die Dörfer angetan haben, um die Mitglieder von einer Idee zu überzeugen. Großer Sport.

Dank gebührt ebenfalls Stephan Rebbe und seinen Jungs (ganz besonders „Karlos“). Ihr habt geackert und geschuftet, geschrieben und geredet, argumentiert, wo man im Grunde nicht mehr argumentieren konnte. Im Hintergrund, leise, ohne die Aussicht, irgendwann einmal bekannt oder genannt zu werden. Dafür habt ihr euch anfeinden lassen müssen, dafür wurde euch unterstellt, ihr würdet das Ganze doch nur aus finanziellen Gründen mitmachen. Danke!

Ebenfalls gebührt einigen Herren, die an dieser Stelle nicht genannt werden und auch nicht genannt werden wollen. Die breite Öffentlichkeit wird wahrscheinlich nie erfahren, welchen Beitrag ihr geleistet habt. Aber ich weiß es und ihr wißt es und das reicht uns.

Dank möchte ich an dieser Stelle auch einigen Matz Abbern aussprechen, die sich immer und immer wieder engagiert haben (stellvertretend sei „Reinhard“ gennant). Ich meine damit einige wenige und mit Sicherheit nicht den Blogbetreiber, dessen Fähnchen heute garantiert wieder in die richtige Richtung weht. Einige Wenige sind gemeint, die HSVPLUS eben nicht zum Zwecke der Befriedigung persönlicher Eitelkeiten benutzt haben, sondern weil sie dran geglaubt haben.

Ein ganz herzliches Dankeschön gilt meinem Freund Michael Krämer. Wieder einmal hat er, obwohl schwer krank, im Rollstuhl den Weg ins Stadion geschafft, um die Stimme für eine Sache abzugeben, an die er glaubt. Vielen Dank, Micha. Ich bin froh und dankbar, dass du mir immer wieder zeigst, wie ES geht!

Ganz großen Dank an 9.702 Mitglieder, die gestern anwesend waren. Ich kann mich an Mitgliederversammlungen erinnern, bei denen sich knapp 800 Menschen in die Arena verirrt hatten und bei denen Aufsichtsräte mit 400 Stimmen gewählt wurden.

Ihr habt gestern Geschichte geschrieben!

Bei aller Freude über das Ergebnis habe ich gestern aber auch tieftraurige Menschen gesehen, die an etwas anderes geglaubt haben. Die wohl größte Herausforderung wird darin bestehen, die Zeiten des Wahlkampfes zu vergessen und jetzt aufeinander zuzugehen. Am Ende ist das immer noch unser aller HSV und am Ende wollen wir doch alle erfolgreichen Fußball sehen.

Robert, bleib bitte dabei. Der Verein braucht ganz besonders Leute wie dich und zwar genau jetzt !

Es liegt viel Arbeit vor uns, alle müssen mit anpacken.

NUR DER HSV!!!

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Von | 2014-05-26T12:16:40+02:00 26. Mai 2014|Allgemein|107 Kommentare

107 Comments

  1. Jorgo 26. Mai 2014 um 07:47 Uhr

    Ganz viel Dank hast Du bereits verteilt. Danke sage ich auch Dir und Daniel Jovanov, dessen Berichterstattung für erwähnenswert erachte. Als Sturkopf habe ich Dich mitunter hier erleben dürfen. Nicht müssen, sondern dürfen. Auch wenn ich Dir in einigen Punkten nicht folgen würde, war und wird es hoffentlich auch zukünftig bei der geraden „Linie“ bleiben. Gradlinigkeit wünsche ich mir in Zukunft von der neuen Führung.
    Für die Mitglieder, die HSVPLUS nicht gefolgt sind wünsche ich mir ebenfalls ein angenehmes und konstruktives Miteinander.

  2. heiko koch 26. Mai 2014 um 07:51 Uhr

    moin grave
    mein dank auch an dich auch du warst einer der jenigen der in seinem blog immer alles gegeben hat damit dieses ergebniss zu stande kam !danke dafür
    nun noch ne frage tritst du nun aus aus dem HSV
    gruß heiko

  3. Michael Krämer 26. Mai 2014 um 07:51 Uhr

    Moin Leute, was habe ich mal gut geschlafen, jetzt auslüften.

    An die, die ich gesteren gern noch getroffen hätte ein Sorry, aber wir Rollstuhlfahrer waren im Zwischendeck auf West “eingesperrt”. Eine Begleitperson durfte dabei sein. Da ich keine dabei hatte, durfte Uli mich kurz besuchen 🙂

    Unser Bereich war abgeriegelt und nur wenige Menschen durften den Raum nutzen. Wir hatten zwar halbwegs Ruhe, aber irgendwie waren wir etwas abgeschnitten.

    Wir sehen uns das nächste Mal 🙂

    Micha

    PS;
    @Uli, ich habe es 2 mal gepostet, das erste mal unter dem gestrigen Artikel war falsch.

    • Hesssenlöwe 26. Mai 2014 um 12:05 Uhr

      Moin Moin Grave, moin moin Michael,

      Grave, auch von mir, herzlichen Dank für deinen „Kampf“, den du so toll geführt hast. Ich denke, mit deinem Blog hast du ganz viele Mitglieder erreicht und dadurch auch einen Teil zum Erfolg beigetragen. Danke!

      Michael, schade, dass wir unser Vorhaben nicht umsetzen konnten und sehr schade, dass diese Sperre eingerichtet war. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wir bleiben dran und ich verspreche dir, wenn du im Januar unser Vorhaben immer noch umsetzen möchtest: ich werde da sein, wenn es auch die Umstände bei mir zulassen!

      Danke an die Initiatoren von „HSVplus“, danke an das Team, welches im Hintergrund von „HSVplus“ beinahe 24 Stunden täglich zur Verfügung stand und die vielen offenen Fragen mit „Engelsgeduld“ immer und immer weiter beantwortet hat. Weil es ihnen um den „HSV“ geht und nicht um sich!

      Meinen Dank aber auch zuletzt auch an 86,9% der anwesenden Mitglieder, dass sie die Zeichen der Zeit und das falsche Spiel der „Narzissten“ durchschaut haben!

      blau-weiß-schwarze Grüße

      „NUR DER HSV“

  4. Martin D. 26. Mai 2014 um 07:53 Uhr

    Wie immer auf dem Punkt!(ist ja im Grunde auch nicht anders zu erwarten wenn ich dein Blog lese( 😉 )
    Ich möchte hier im Bezug auf EOR noch was hinzufügen,was mir ganz besonders am Herzen liegt.
    Er war und ist der Einzige,der seine Fehler von damals zugegeben und daraus gelernt hat.
    Nur wer Fehler erkennt,ist in der Lage so ein wahres Mammutprojekt auf die Beine zu stellen.
    Selber zu reflektieren,wo habe ich damals versagt und was muss passieren,damit das niemals wieder vorkommt.
    Und aus dieser Gemütslage diese Wahnsinns-Idee zu kreieren,nötigt mir meinen allergrößten Respekt ab.
    Immerhin reden wir hier um einen völlig „Neuen“ HSV……
    Diese Engelsgeduld,diese Ruhe bei all seinen Aktivitäten,im Hintergrund muss der Mann(natürlich auch die anderen)bis zur völligen Erschöpfung gearbeitet haben….
    Anders ist es für mich nicht zu erklären,so eine Punktlandung hinzulegen…..
    Ich verneige mich zutiefst vor dieser Wahnsinns-Leistung! 😉

  5. HSV Bayer 26. Mai 2014 um 08:05 Uhr

    Super Blog!! Danke für alles und an die Fans, die die Veränderung möglich gemacht haben. Der Verein muss diese Chance nutzen, aufeinander zugehen und nach vorne schauen. Gut fand ich, dass die Versammlung im Grossen und Ganzen fair über die Bühne ging. Das gibt Hoffnung!

    • Heiliger Bimbam 26. Mai 2014 um 14:43 Uhr

      Eigentlich ist das ja schon wieder nervtötend, dass Wasserstandsmeldungen über jemanden abgegeben werden, der immer noch bei einem anderen Verein unter Vertrag steht.

      Hoffentlich können wir das als klassischen Fehlstart verbuchen. 😀

      Und hoffentlich hat auch Herr Didi, analog zu EOR, dazugelernt, und verhindert uns diesmal NICHT den nächsten Klopp…
      😉

  6. Martin D. 26. Mai 2014 um 08:11 Uhr

    Der Gernandt wird mir immer sympatischer.
    „natürlich habe ich einen Plan B, aber nur um ihn in die Tonne zu schmeissen,ich halte mich lieber an Plan A!“

    sehr gut……

  7. Gravesen 26. Mai 2014 um 08:44 Uhr

    Um lächerlicher empfinde ich jetzt die „mahnenden“ Worte von Baumschüler „Eiche“ Voss, der sich seit Monaten vom Verein abgewendet hat, keinen Handschlag getan hat und jetzt das Maul aufreißt. Exakt solche Pfosten braucht der Verein eben NICHT !

    • Thomas S. 26. Mai 2014 um 09:00 Uhr

      Harte Worte… Ich fand seine Kommentare eigentlich meist ganz angenehm zu lesen.

      • HSV Bayer 26. Mai 2014 um 14:41 Uhr

        Tja, nur ist der gute Mr. Superschlau aus dem Verein ausgetreten, er geht im ja am Arsch vorbei. Konsequenz einfordern, heisst auch Konsequenz leben. Jeder kann es nun selbst beurteilen, ob und wie er das macht! Aber wie sagte der Kaiser schon: „Leut, heut ist ein viel zu schöner Tag um über solche A……. zu reden!

        • Gravesen 26. Mai 2014 um 15:02 Uhr

          Nur, wenn man ein richtig schizoide Schwachkopf a la Petrat ist, kann man Gernandt mit Ertel vergleichen. Bei einigen scheint sie Sauerstoffzufuhr zum Hirn seit Jahren nicht zu funktionieren. 😀

          Vielleicht sind es auch die giftigen Dämpfe aus der Sozialwohnung ? 😀

          • Heidelberger 26. Mai 2014 um 16:27 Uhr

            Normalerweise ist es ja nicht meine Art die Meinung von Fans, Bloggern oder auch Mitgliedern in aller Härte zu kritisieren. Allerdings als ich mir heute die Beiträge im ach so wahren einzigen Blog durchgelesen habe, ist mir die Kinnlade runtergefallen.

            Eben dieser Eiche vergleicht das Verhalten von Gernandt doch tatsächlich mit dem eines Ertels oder Hunkes! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Da wird das Momentum der Freude mit offener Häme gleichgesetzt. Da wird eine Äußerung in der Causa HC sowie das Gebaren in der Personalie Beiersdorfer kritisiert.
            Kurzum keine 24 Stunden nach dem richtungsweisenden Sieg werden von Eiche & Co. schon wieder das Haar in der Suppe gesucht und erste Gräber ausgehoben! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Haben wir gestern den neuen Papst gewählt oder vlt. doch einen Aufsichtsratchef, der aktuell noch über kein operatives Team verfügt? Wo kommen wir hin, wenn man sich im Sport nicht mehr in einer angemessenen Form über den Erfolg freuen darf…

            Ansonsten möchte ich an dieser Stelle gerne etwas Dank an deine Person zurückgeben. Deine Blogs sind immer sehr erfrischend und gerade aus. Du besitzt das gewisse Fingerspitzengefühl, welches den drei Blogvätern einer anderen Kolumne stets zu fehlen scheint.

  8. Stoxx81 26. Mai 2014 um 09:27 Uhr

    Moin!

    Jetzt wurde mit überwältigender Mehrheit der zweite Schritt gemacht. Nach der sportlichen Qualifikation wurde hoffentlich die wirtschaftliche ebenfalls eingeleitet. Aber ich hoffe inständig, dass der kühle Kopf der zur Wahl geführt hat beibehalten wird. Ich befürchte nämlich, dass unter den 86,9% durchaus viele Mitglieder sein könnten, die tatsächlich denken, dass beim HSV jetzt alles von 0 auf 100 geht. Diese Mitglieder muss man genau so wie die Gegner auf dem neuen Weg mitnehmen. Denn wir dürfen nicht unterschlagen, dass viele Fans nur himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt kennen. Jetzt wo die Mentalität in der Führung endlich stimmt muss die Tribüne mitziehen. Denn sie werden nach wie vor kommen, die Unentschieden gegen „die Kleinen“ an irgendeinem regnerisch-kühlen Samstag im März. Nur ab jetzt bitte nach einsatzfreudiger und kämpferischer Leistung. Nur was „oben“ und auf der Tribüne vorgelebt wird kann auch in der Mannschaft ankommen!

    Wir verbinden alle große, und wie ich finde berechtigte Hoffnungen, mit der neuen Struktur und den handelnden Personen. Deshalb ist es auch die Aufgabe aller, den Realismus wieder ins Stadion zu lassen. Uns werden in den nächsten 3 Monaten keine Götzes, Messis und Ronaldos in den Schoß fallen und wir werden nicht alle anfangen Regenbogen zu kotzen. Mir ist klar, dass die Beteiligten hier im Blog dies wissen, aber wir müssen es auch vorleben und im Zweifel bis zum St. Nimmerleinstag durch die Gebetsmühle jagen.
    Keiner weiß ob in 5 Jahren CL-Spiele nur noch in Leipzig, Wolfsburg, München und Dortmund stattfinden. Keiner weiß ob in 5 Jahren ein einziger „echter“ HSV-Nachwuchskicker auf dem Platz steht. Aber wir können mit erhobenen Haupt und voll Stolz sagen, dass wir nichts unversucht gelassen haben und jeder wird in den Spiegel gucken können. Und wenn ich in meinem Leben keinen Titel meines HSV mehr erleben sollte, so hielte ich die gestrige Entscheidung immer noch für korrekt…

    • Gravesen 26. Mai 2014 um 09:45 Uhr

      Genauso ist es. Wir müssen die von Otto Rieckhoff erwähnte Demut in Zukunft auch zu leben lernen und nicht denken, dass jetzt plötzlich Menschen über Wasser gehen können, die gestern noch nicht mal schwimmen konnten.

      Ein früherer Vorstand des HSV sagte letzte Woche zu mir:
      3 Jahre bis Mainz, 5 Jahre bis Leverkusen.
      Aber auch nur dann, wenn ab jetzt nahezu alles richtig gemacht wird.

      Wenn ich aber bei den Vollpatienten im Qualitätsblog lese, dass ein Spieler, der mit dem HSV in Verbindung gebracht wird (nichts ist unterschrieben, nichts ist fix) bereits jetzt schon wieder zerpflückt wird, weil er als Anfang-20-Jähriger in Mainz nicht zu 100% performed hat, dann kriege ich Schleudertrauma.

      Genau solche Spieler werden es in nächster Zukunft sein, die zum HSV kommen werden. Stieber, Azemi etc.
      Vielleicht mal ein unbekannter Spieler aus Frankreich oder ein Belgier, von dem bisher keiner etwas gehört hat.

      Wir (bzw. die Berufs-Arschlöcher wie Wupper-Petrat/Dylan) gucken nach Hoffenheim und fragen sich, wie die einen Modeste finden konnten, von dem sie vorher kein Sterbenswörtchen gehört hattten. Oder wie Borussia Dortmund einen Großkreutz aus der 2. Liga holen konnte, wir aber nicht.
      Aber ein Zoltan Stieber ist bereits untauglich, bevor er auch nur unterschrieben hatte.

      Solche Straßenpenner, die in der Mehrheit nicht mal Mitglieder sind, gehören weggetreten. Meine Fresse, wie mir sowas auf den Sack geht.

      • Marco 26. Mai 2014 um 14:06 Uhr

        Für Dylan kann man wirklich keinen passenderen Ausdruck finden…

        • Heidelberger 26. Mai 2014 um 16:30 Uhr

          Wie wäre es mit Berufspester… 😉

      • HSV Bayer 26. Mai 2014 um 15:02 Uhr

        Nicht nur Dir!

      • Bernd Riepen 28. Mai 2014 um 01:30 Uhr

        Werter Gravesen,

        gerade die von Dir im ersten Absatz deiner Antwort erwähnte und von Rieckhoff ebenfalls betonte Demut ist in der augenblicklichen Situtuation für beide ehemaligen Lager wichtig.

        Für die HSVPlusser um den Boden nicht unter den Füssen zu verlieren und für die ehemaligen Gegner zunächst einmal neu zu finden.

        Ich finde im Interesse des Vereins, gleich welche Sparte – sollten ALLE aufeinander zu gehen. Mir ist klar, dass es Menschen in unserem
        Verein gibt, die dafür etwas länger brauchen werden.

        Aber grundsätzlich sind wir alle HSVer und HSVerinnen, die den Erfolg der Profimannschaft und der Amateure (siehe Jubel für die deutschen Vizemeister der Mannschaftsleichtatlethen) bei den Ehrungen auf der MV nicht nur erleben wollen, sondern auch gemeinsam feiern. Für uns alle heißt es in Zukunft – naher wie ferner – wieder auf einander zu zugehen, Brücken zwischen ehemals konkurierenden Gruppen zu schlagen um am Ende gemeinsam – und nur gemeinsam sind wir stark (3€ ins Phrasenschein) den Verein und die Profi AG nach vorne zu bringen. Als Gemeinschaft, finanziell, wirtschaftlich und sportlich. Wir Mitglieder haben die Aufgabe wieder aufeinander zu zugehen und gemeinsam an einem Strang zu ziehen.

        Jeder und Jede die den HSV außerhalb unserer eigenen Reihen erlebt, sollte das Gefühl bekommen, dass der/unser HSV wieder geschlossen auftrit. Ausschließlich für eine Sache: NUR DER HSV!

    • legatfan 26. Mai 2014 um 10:09 Uhr

      Es stimmt, leider kennt ein (Groß-)teil der Anhänger nur Schwarz oder Weiß. Es wird ihnen ja auch täglich durch die Hamburger Presse eingetrichtert. Ich gehe aber davon aus, daß ab jetzt Ruhe einkehren wird und nicht mehr über laufende, sondern über abgeschlossene Vorgänge berichtet werden kann. Daher hoffe ich ganz stark, daß die Sache mit Beiersdorfer über die Bühne gehen wird. Nicht, weil es keinen Besseren gibt, sondern weil unser neuer AR-Chef sich ansonsten die erste Schramme holen würde, bevor er erst richtig begonnen hat. Ich schätze ihn aber so ein, daß er über bessere Informationen verfügt als Christian Reichert (sinngemäß: „Ich habe mit Didi telefoniert, er weiß von nichts“).

      • Stoxx81 26. Mai 2014 um 10:38 Uhr

        Ich finde sogar, dass er sich keine Schramme holt. Er hat gesagt, dass Didi seine A-Lösung ist. Soweit so gut. Er hat aber auch gesagt, dass es eine B-Lösung gibt und verweist drauf, dass es auch nicht klappen könnte. Im vorgestrigen HSV gabs die Lösung Kreuzer die verkündet wurde bevor der KSC zugestimmt hatte. So musste man Kreuzer noch zwingend gg Ablöse holen um sich nicht komplett lächerlich zu machen.
        Natürlich werden alle aus den Löchern kommen, falls Didi in Russland bleibt. Natürlich wetzen da einige Leute jetzt schon die Messer. Aber zum jetzigen Zeitpunkt gibt es eine Wunschvorstellung und die bekommt man eben nicht immer. Das heißt ja nicht zwingend, dass eine andere Lösung schlecht wäre. Vielleicht sind A und B eigentlich gleich auf, aber man bevorzugt Didi wegen seine HSV-Vergangenheit.

        • ARi13 26. Mai 2014 um 11:39 Uhr

          Aber warum sagt Gernandt, dass er Plan B hat und ihn am liebsten in die Tonne schmeißen möchte? Wäre ich Plan B würde ich mir doch jetzt mal Gedanken machen, mit wem ich da arbeiten will ..?

          • Gravesen 26. Mai 2014 um 11:43 Uhr

            Meine Güte, was soll der Mann denn sagen ?
            „Wir konzentrieren uns nur auf Beiersdorferß“

            Und dann verweigert Zenit die Freigabe und er steht dort wie ein begossener Pudel ?

            Völler bemüht sich um Calhanoglu, sagt aber, sollte der Deal nicht klappen, haben sie auch Plan B und Plan C.

            Völler kommt rüber wie ein professioneller Manager und Gernandt soll sich so nicht äuérn dürfen ?

          • Stoxx81 26. Mai 2014 um 11:48 Uhr

            Vielleicht, weil das jemand ist den man erst vorstellen und vermitteln muss. Didi stößt von Haus aus auf große Akzeptanz. Wichtig ist, dass Plan B weiß, dass er Plan B ist. Wenn Gernandt so offensiv damit umgeht, dann wird er das wissen. Man bedenke, dass wir im Normalfall bereits in sämtlichen Hamburger Blättern gelesen hätten wer Plan B ist und was er sich bei allen Treffen zum Nachtisch bestellt hat. Der Wunsch ist benannt und hat seine Bereitschaft erklärt. Das andere dient auch dazu zu signalisieren, dass ab jetzt überhaupt mal mit nem Plan B gearbeitet wird….

          • ARi13 26. Mai 2014 um 11:53 Uhr

            Es hätte gereicht wenn er gesagt hätte: „es gibt einen Plan B und C aber Favorit ist Plan A.“ Den Zusatz: „Plan B ist für die Tonne“, hätte er sich schenken können. Stell dir mal vor Jarchow, Hunke oder Ertel hätten das so gesagt, da wäre jetzt Holland in Not.

          • Heidelberger 26. Mai 2014 um 16:39 Uhr

            Meine Güte wir leben im digitalen Zeitalter! Plan B, C und vlt. auch D – egal wer das ist – alle wissen diese Personen, dass Beiersdorfer aktuell der Wunschkandidat ist. Er verkörpert halt das Anforderungsprofil zu 110%. Wo ist so eine Aussage also verwerflich? Plan B kann ja auch beispielsweise ein altbekannter Manager aus Leipzig/Salzburg sein. Super Mann aber eben ohne HSV Vergangenheit. Passt ergo nur zu 95%. Und genau das wissen diese Leute auch. Das nennt man Scouting 😉

          • ARi13 26. Mai 2014 um 18:13 Uhr

            Ich versuch’s noch mal anders:
            1. Gernandt favorisiert Didi Beiersdorfer – Das find ich absolut OK.
            2. Zu sagen: „Wir haben Alternativen Plan B bis Plan XYZ.“ – find ich auch absolut professionell.
            3. Zu sagen: „Plan B ist für die Tonne“, find ich ein bisschen zweifelhaft.
            Wenn es mit Didi Beiersdorfer nicht klappt, dann kommt eine wie auch immer geartete Alternative. Diese war von vorn herein nach Gernandts Aussage für die „Tonne“. Das stimmt mich ein bisschen nachdenklich und das liefert ein bisschen Angriffsfläche. Zitat Gernandt: „Ja. Ich bin immer jemand, der einen Plan B hat und ihn am liebsten in die Tonne schmeißen möchte. Ich denke nur an Plan A.”
            Im Übrigen liegt es mir fern mit diesem Text gegen den neuen AR zu hetzen. Ich glaube durch die Ausgliederung in eine AG ist es auch sehr schwer die handelnden Personen zu kritisieren. Im Verein ging das viel einfacher.

  9. Jottkah1887 26. Mai 2014 um 09:43 Uhr

    Ein besonderer Tag.
    Eine meiner Erkenntnisse: Der HSV lebt, die Mitglieder haben ihn sich zurückgeholt aus dem festen Griff kleiner, gut vernetzter Interessen- und Splittergruppen (und nein, ich meine ganz bestimmt nicht nur den harten Kern der Ultra-Szene, das wäre viel zu einfach) – ‚reclaim your club‘ hat funktioniert!
    Man muss nicht über jeden Aspekt von HSVPlus jubeln, und es gibt – wie nirgendwo im Leben – keine Garantien für Erfolg, aber es gibt m.E. eine realistische Chance, neu zu starten.
    Die Angstmache mit Horrorszenarien hat nicht verfangen – gut so.

    Trotzdem: Du hast recht, Grave; die Arbeit geht jetzt erst richtig los, und hierzu gehört für mich insbesondere auch ein Leitbild und eine Wertediskussion, wie wir im HSV miteinander umgehen wollen. Nicht nur die Betonkopffraktion aus Teilen (!) von 22C oder Super-Senior Peter Gottschalk, der mich immer wieder fatal an SED-Größen erinnert, sollten mal in sich gehen, sondern auch manche HSVPlus-Anhänger haben sich alles andere als glorreich verhalten gestern.

    Die HSV-Sprechchöre nach dem Abstimmungsergebnis waren pure Gänsehaut und zeigten ganz einfach, worum es ging: Nur der HSV!

    Jottkah1887

    • legatfan 26. Mai 2014 um 10:14 Uhr

      Der SED-Vergleich paßt. Peter Gottschalck zeigte sich als wahrer Demokrat und guter Verlierer. Sein Schlußwort: „Wir werden das Ergebnis eh anfechten“. Aber seine Zeit war mit dem Ende seiner Rede ebenfalls vorbei. Gut so!

    • waldemar 26. Mai 2014 um 21:05 Uhr

      welche SED- Größen kennst du denn? nix für ungut, gottschalk hat nun endlich zeit sich intensiv um das fest der 1000 zwerge zu kümmern und kann sich voll auf seinen HAMBURGER SV e. V. stürzen.
      irgendwie werden mir seine geistigen verquerungen aber fehlen als mahnendes beispiel.

  10. Agist 26. Mai 2014 um 09:54 Uhr

    Was Leute wie ihr gestern zerstört habt, wird man erst in 20 Jahren merken.

    Schämt euch!

    • Gravesen 26. Mai 2014 um 10:04 Uhr

      Was wird denn deiner Meinung nach in 20 Jahren sein ?

    • hansel 26. Mai 2014 um 10:06 Uhr

      Wir haben 30 jahre zugeschaut wie ihr unseren Verein zerstört habt. 🙁

    • Jorgo 26. Mai 2014 um 10:07 Uhr