Keine 48 Stunden später – und es geht schon wieder los!

Hamburger Abendblatt von heute:

[…] “…dass die Zenit-Bosse über einen vorzeitigen Abschied Beiersdorfers noch nicht abgestimmt hätten, mit der Arbeit ihres Sportchefs aber nicht voll zufrieden seien…”

 

[…] “…Dort das Alphatier Hoffmann, auf der anderen Seite der abwägende Zweifler und Zauderer…”

 

[…] “…Russische Medien verglichen ihn bereits mit Shakespeares “Hamlet”, um auf sein zögerliches Verhalten hinzuweisen. Tenor: Der Sportchef passe mit seiner abwägenden Art nicht nach Russland. Wenn er weg will, könne er gehen – Reisende solle man nicht aufhalten…“

 

Nun bin ich selbstverständlich kein Gegner von sachlicher oder gar kritischer Berichterstattung, dennoch frage ich mich, was man von Seiten des Abendblatts hiermit bezweckt.

Beiersdorfer ist zwar der Favorit Gernandt’s, aber er steht noch nicht mal beim HSV unter Vertrag. Er hat weder seine erste Rede gehalten, noch hat er (offiziell) sein Konzept vorgestellt. Er hat weder über Nachwuchskonzepte gesprochen noch dringend notwendige personelle Veränderungen beschlossen.

Und dennoch wird ihm von den Hamburger Medien bereits jetzt ein Mühlstein um den Hals gelegt, der nicht nur den Beginn seiner Arbeit – sollte es denn dazu kommen – behindern und beeinträchtigen wird.

Vertrauensvorschuss ? Mitnichten.

Unterstützung ? Never!

Bereits 1 1/2 Tage nach der geschichtsträchtigen Mitgliederversammlung wird deutlich, dass sich auch die neue HSV-Führung nie und nimmer auf Unterstützung, Geduld oder Hilfe seitens der einschlägigen Medien verlassen kann.

Die Geschwüre wuchern weiter und es bleibt zu hoffen, das die neuen Macher ganz schnell daraus lernen werden. Ansonsten ist der Aufschwung schneller vorbei, als Hunke Jürgen sagen kann.

 

 

Von | 2014-05-27T08:32:09+02:00 27. Mai 2014|Allgemein|79 Kommentare

79 Comments

  1. Muetze 27. Mai 2014 um 08:37 Uhr - Antworten

    Dann lest den Dreck doch einfach nicht!
    Möglicherweise sind das auch die letzten Zuckungen von enttäuschten Verlierern? Der Stachel sitzt tief………………..

    • Gravesen 27. Mai 2014 um 08:40 Uhr - Antworten

      Wenn es doch nur so einfach wäre. Leider Gottes lesen immer noch zuviele “den Dreck” und noch schlimmer: Sie glauben auch noch, was drinsteht.

  2. Eddie F. 27. Mai 2014 um 08:37 Uhr - Antworten

    Sehe ich nicht ganz so. In den russischen Medien+Tageszeitungen war man mit der Arbeit von DB eh nicht zufrieden, da war Didi schon länger in der Kritik. Eine Vertragsverlängerung in Petersburg hätte es nicht gegeben, man wäre froh gewesen wenn der Vertrag durch gewesen wäre. Deswegen kann man auch über das offensive Vorgehen in HH geteilter Meinung sein. (Insbesondere die Ankündigung “wir zahlen Ablöse”.) Bei Zenit hätte man ihn wohl bis vor Wochenfrist auch so abgegeben.

  3. Eddie F. 27. Mai 2014 um 08:44 Uhr - Antworten

    Nicht sagt wer… sondern DB wurde in der russ.Presse schon arg kritisiert, auch direkt aus Petersburg. Sein Einfluss als Sportdirektor war wohl nicht mehr so groß. Denke auch viele Befürworter vom Sonntag hätten sich einen anderen Kandidaten gewünscht, aber da ist wie du es schriebst, man muss Vertrauen haben.

    • Gravesen 27. Mai 2014 um 08:51 Uhr - Antworten

      Nochmal – sagt wer ? Ich lese keine russische Presse und wüßte gern, welche Quelle es dafür gibt.

  4. Snoopytown 27. Mai 2014 um 08:49 Uhr - Antworten

    Hallo Gravesen,

    ich bin absolut bei Dir! Die von EOR geforderte bzw. propagierte Demut stünde dem Großteil der Presse auch mal sehr gut zu Gesicht!
    Mein Gott, kann denn nicht mal ein paar Tage, von Wochen will ich gar nicht reden, das Scharren und Zerren, das hintergehen und in Frage stellen ausbleiben? Gebt den Menschen, die am Sonntag einen Auftrag erhalten haben mal die Chance zu machen und zerredet nicht alles im Voraus. Selbst wenn DB wegen seiner “zögerlichen und bedachten” Vorgehensweise kritisch gesehen wird/wurde (bei anderen Stationen), wenn ich K. Gernandt richtig verstanden habe, ist er genau deshalb für die derzeitige Situation der Wunschkandidat. Und das er bei Red Bull nachweislich insbesondere im Jugendbereich hervorragende Strkturen geschaffen hat, gibt ja selbst das Abendblatt zu!

    Also, gebt den Jungs doch bitte eine faire Chance!

  5. Gravesen 27. Mai 2014 um 08:55 Uhr - Antworten

    […[ “Ob der 1,75 Meter große Flügelflitzer wirklich eine Verstärkung wird, ist fraglich. 2011 brachte es Stieber beim FSV Mainz 05 nur auf sieben Teilzeiteinsätze in der Bundesliga, Trainer Thomas Tuchel warf ihm mangelndes Durchsetzungsvermögen vor. Und auch in der vergangenen Saison in Fürth baute Stieber nach guter Hinserie in der Rückrunde ab und verlor sogar seinen Stammplatz. …”

    • Thomas S. 27. Mai 2014 um 09:35 Uhr - Antworten

      Das übersetze ich mal frei wie folgt:
      “Der Spieler steht stellvertretend für das neue Prinzip, keine fertigen und teuren Stars zu verpflichten, sondern gezielt nach jungen Spielern mit Perspektive zu suchen, um diese dann nach und nach zu verbessern und in die Mannschaft zu integrieren. Drücken wir also die Daumen und wünschen Stieber für seine Zeit beim HSV alles Gute.”

      • Stoxx81 27. Mai 2014 um 10:47 Uhr - Antworten

        Stieber ist Stand jetzt die Nummer 5 im offensiven Mittelfeld, wenn alle gesund sind. Er ist ne Kaderergänzung, damit nicht plötzlich eine Situation entsteht in der jemand wie Rincon rechts offensiv spielen muss. Das alles zu einem Paketpreis der extrem überschaubar ist.
        Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass der sich noch groß entwickelt oder viele Starteinsätze bekommt. Das ist aber völlig egal, weil er eine Lücke schließt. In den Medien tun viele so als wäre der Mann jetzt das Fundament der neuen Supermannschaft obwohl er letztlich Ivos Wade absichert…

        • Gravesen 27. Mai 2014 um 11:05 Uhr - Antworten

          Ich könnte mir vorstellen, dass du damit falsch liegst. Stieber ist ein Spielertyp, den Slomka für sein System braucht. Schnell, laufstark und technisch gut. Auf Ilicevic wirst du nicht mehr zählen können und Maxi Beister erzählte mir neulich, dass er bestimmt noch 3-4 Monate braucht, bei dem ist das ganze Knie im Eimer. Kreuzband, Knorpel, alles hin.

          • Stoxx81 27. Mai 2014 um 11:17 Uhr

            Gut, ich hab natürlich solche Infos nicht. 🙂 Daher meine Betrachtung auf dem Papier. Es ist ja auch alles andere als ausgeschlossen, dass Rafa und Ivo beide noch gehen bzw. Ivo weiterhin Teilzeitkraft ist. Im schlimmsten Fall hätten wir rechts offensiv Rincon gg Stieber getauscht für nächstes Jahr. Das alleine bringt ja schon Verbesserung. Denn auch mit Stieber als Nr. 3 im offensiven Mittelfeld kann man ja leben….

          • Blau87 27. Mai 2014 um 11:19 Uhr

            Trotzdem ist es mal wieder interessant zu sehen, wie in den einschlägigen Foren nun Kreuzer abgefeiert wird, weil er es mal geschafft hat ohne großes Gerede einen leicht überdurschnittlichen Spieler der letzten 2.Liga Saison zu holen. Stieber ist nun sicherlich kein Heilsbringer, für mich auch nur ein Back-Up, mit 25 auch kein Talent mehr, kann sich sicherlich noch entwickeln aber soviel erwarte ich da nicht.

            Stören tut mich aber schon das Kreuzer – der hoffentlich bald Geschichte ist – ohne Absprache mit dem neuen AR noch mal einen Spieler verpflichtet, auch wenn es nur 1,2 mio € sind, die hätte man seitens HSVPlus/Beiersdorfer vielleicht gerne anders investiert.

        • Thomas S. 27. Mai 2014 um 11:20 Uhr - Antworten

          Okay, so sollte man es wohl sehen. Wobei ich die Hoffnung nicht aufgebe, dass ein Spieler durch einen Vereinswechsel zu “uns” auch mal aufblüht anstatt auf der Stelle zu treten oder schlechter zu werden.

          Oh Mann, wenn ich solche knappen und doch treffenden Wortbeiträge wie deinen lese, wird mir da Gefälle zu den “Qualitätsmedien” noch krasser bewusst. Was für Loser!

          • Thomas S. 27. Mai 2014 um 11:21 Uhr

            (bezieht sich auf den Beitrag von Stoxx81)

  6. Takahara 27. Mai 2014 um 08:56 Uhr - Antworten

    Mann sollte ansonsten “Didis besten Freund” Christian Reichert fragen. Der so vollmundig von seinem Telefongespräch mit seinem Freund Didi erzählt hat und die mögliche Anstellung als Vorstandsvorsitzende so vehement in Frage gestellt hat.

  7. Bernd 27. Mai 2014 um 09:13 Uhr - Antworten

    @Grave: Zeig etwas Milde, die müssen nichts Wahres berichten, die müssen nur Einpackpapier für Fisch loswerden.

    Alleine schon einen ehemaligen Vorstandsvorsitzenden mit einem Sportvorstand, also den Allrounder mit dem Spezialisten, Hoffmann mit Beiersdorfer zu vergleichen disqualifiziert solch eine Meldung ausreichend.

    Andererseits denke ich aber auch, daß Hoffmann, alleine seine Anwesenheit bei der MV hat das bewiesen, sich wohl immer die Hoffnung gemacht hat, in einem neu aufgestellten HSV wieder eine Rolle zu spielen. Wer weiß, wer denn da hinter den Kulissen mit wem telefoniert hat ?
    Tatsache ist aber auch, daß Beiersdorfer den Machtkampf im Aufsichtsrat mit Hoffmann verloren hat. In einem Aufsichsrat, der seinerzeit mit beiden schmutzige Wäsche gewaschen hat und nie ein Problem damit hatte, alle Interna an die Presse weiter zu geben.
    Tatsache ist auch, daß Beiersdorfer weder bei Red Bull noch bei Zenit groß aufgefallen ist.

    Die Beiersdorfer Rückholung erinnert mich sehr an die VdV Aktion. Solange Beiersdorfer im Amte war hatte er ja bei den Medien ein hohes Standing.
    Mittlerweile denke ich, in Hamburg wissen alle, Spiegel, Springer, Matz, Hunke usw., alles über den HSV, nur Kühne weiß nichts. Deswegen schickt er ja wohl auch seinen Intimus Karl Gernandt als AR Chef.

    Für Beiersdorfer spricht meiner Meinung nach sein über Jahre vorhandenes Gespür Spieler “die passen” zu erkennen, wie Nigel de Jong oder auch Vincent Kompagny.
    Die ganzen Finanzkisten wie: “kam für 500.000, ging für 5.000.000” sind Zahlenblendwerk, die nichts aussagen. Kein Klub der Welt hätte 18.000.000 für de Jong bezahlt, hätte nicht zufällig kurz zuvor ein Scheich im Kaufrausch Manchester City übernommen.
    Mich interessiert nur eins: Hilft der Spieler weiter ?
    Wenn der Trainer einen Stürmer benötigt kann jeder Verein mit genug Geld Gareth Bale zu sich locken. Der ist so gut, den “sehe” sogar ich.
    Viel interessanter ist es, die 1500 Stürmer vier Ebenen unterhalb eines Bales zu sehen und daraus den zu finden, der unserem Verein hilft.

    Nicht zu unterschätzen ist aber auch die Tatsache, daß Beiersdorfer bisher keinerlei Marktschreierei betrieben hat. Er gilt als ruhiger und sachlicher Verhandlungspartner, dürfte alleine aufgrund seiner langen Berufsjahre bestens vernetzt sein, hat ein hohes Ansehen in der Beratergilde und ist absoluter Teamplayer.

  8. chore 27. Mai 2014 um 09:31 Uhr - Antworten

    Das Hoffmann für seine Anwesenheit kritisiert wird – nun ja. Er ist auf den letzten HVs immer gewesen und auch in seiner Rolle als Spielerberater wird es ihm nicht schaden. Zu der eigentlichen Aussage des Artikels: Da ich selber 14 Jahre bei Tageszeitungen gearbeitet habe, kann ich nur einen Insight wiedergeben – Sportjournalisten werden im internen “Ranking” als die Spitze der Nahrungskette angesehen und die Hamburger Haus- und Hofjournalisten um Bild Nord, Morgenpost und HA zeigen das leider auch jeden Tag. Unreflektierte Schreibe, aber leider ist es auch so, dass sie das so lange tun, wie sie von echten HSV-Insidern so stetig beliefert werden. Man kann nur hoffen…

    • Gravesen 27. Mai 2014 um 09:36 Uhr - Antworten

      Die Spitze der Nahrungskette – von oben herab betrachtet.

    • chore 27. Mai 2014 um 09:52 Uhr - Antworten

      Oha – NICHT an der Spitze der Nahrungskette…

  9. Gunkec 27. Mai 2014 um 09:35 Uhr - Antworten

    Es war leider nicht wirklich zu erwarten, dass die Schmierfinken von der Hamburger Boulevardpresse ihre “Arbeitsweise” umstellen. Ich denke sogar, dass es noch schlimmer werden wird, wenn denn ab jetzt tatsächlich keine Internas mehr an die Presse gelangen. Es wurde zwar in diesem Blog des öfteren angesprochen und diskutiert, aber insgesamt wurde mir, insbesondere in der öffentlichen Diskussion und in den Wortbeiträgen auf der MV, viel zu wenig auf die erhebliche Mitschuld der Hamburger Medien an der derzeitigen Situation eingegangen. Nicht umsonst gelingt es in Mainz ein halbes Jahr den Abgang des Trainers geheimzuhalten. Nicht umsonst wird in Bremen, trotz sportlich ähnlich dramatischer Situation wie in Hamburg, keine mediale Trainerdiskussion geführt.

    Grave, du hast vor einiger Zeit sehr schön die Vorgehensweise der Verantwortlichen des FC Bayern gegenüber der britisches Presse beim Thema “You dirty Schwein” beschrieben. Ein ähnlich konsequentes Vorgehen gegen Lügen, Diffamierungen und Meinungsmache der Hamburger Presse wünsche und erwarte ich mir auch von der neuen Führung des HSV.

  10. Oberberger 27. Mai 2014 um 09:43 Uhr - Antworten

    Solche Artikel sind in meinen Augen
    1. ein purer Akt der Verzweiflung, wenn man absolut gar nichts weiß
    2. die schäbigste Art sich in die Klugscheißer-Position zu manövrieren
    Für die Schmierfinken eine wunderbare Ausgangsposition:
    – Wird DB der beste Sportchef aller Zeiten in Hamburg, dann hat man das ja nicht selbst an ihm gezweifelt. Das waren ja die “russischen Medien” oder die “Vereinsbosse”.
    – Läuft irgendwas nicht nach Wunsch, dann hat man es ja damals schon geahnt und darauf hingewiesen.

    Das ist einfach nur unterstes Niveau. Ich hoffe dass die neue Vereinsführung dieses Sch…spiel durchschaut und entsprechend handelt.