Was bisher geschah…

Ja-Ja-Ja, ich weiß. 100 Tage, Geduld, lass sie doch erstmal machen. Läßt man das nicht bzw. sieht es für den fanatischen Plusser so aus, als würde man das nicht tun, ist man spontan „krass asozial“ gegen HSVPLUS. Man hätte sich schon „seit Monaten“ gegen die Initiative verschworen und hätte alles unternommen, um die Revolution zu gefährden. Außerdem sei man kein echter HSVer und gehöre ob der veröffentlichten Fakten auf den Scheiterhaufen.

Eigentlich hatte ich mir geschworen, den unreflektierten Dreck zu ignorieren, weil es am Ende des Tages einfach nichts bringt, mit Leuten zu diskutieren wollen, die nicht diskutieren, sondern Recht haben wollen. Ein Freund von mir sagt:“Sprich mit der Kuh Französisch“ und so komme ich mir größtenteils vor.

Um es nochmal für alle halbwegs verständlich auszudrücken: Ich bin nicht gegen HSVPLUS, ich war nie gegen HSVPLUS. Im Gegenteil, ich habe mich zu einem Teil von HSVPLUS machen lassen. Um es auch einmal in aller Deutlichkeit zu formulieren: HSVPLUS hätte es ohne die Unterstützung diese Blogs nicht geschafft, zumindest hätte man es deutlich schwerer gehabt. Wer das nicht wahrhaben möchte, erkundige sich bei den Machern von HSVPLUS. Und ich spreche hier ausdrücklich von den Machern und nicht von denen, die mit deren Hilfe an die Macht gekommen sind.

Wer mir also unterstellt, ich hätte monatelang gegen HSvPLUS argumentiert, sollte dringend darüber nachdenken, die Medikamente zu wechseln.

Aber – sich für etwas engagieren ist die eine Sache, deshalb alles gut zu finden eine andere. Nur, weil ich eine Partei gewählt habe, muss ich mich für diese Partei doch nicht vom Felsen stürzen. Sachliche Beobachtung, fachlich-begründete Kritik auf der Grundlage von Fakten. Auch und ganz besonders das ist die Aufgabe von Journalisten und eben auch von Bloggern. Und glaubt mir, das werde ich mir auch in Zukunft von keinem Plus-Fanatiker verbieten lassen.

Diese Vögel, größtenteils Internet-Trolle, die sich in der Vergangenheit weder engagiert noch gekümmert haben, meinen jetzt, anderen Menschen die Meinung verbieten zu wollen. Lächerlich.

Aber zum Thema – der aktuellen Bestandsaufnahme. Was geschah bisher, seit dem 25.05.?

HSVPLUS, also Ernst-Otto Rieckhoff, hatte wiederholt versprochen, dass die AG ab dem 26.05. handlungsfähig sei. War sie nicht. Man hatte Details in der Übergabephase vergessen bzw. man hatte vergessen, diese zu kommunizieren. Konnte man mit einem Mann wie Meetz rechnen? Wenn man den HSV, seine Mitgliederstrukturen, das verseuchte Terrain (Danke S.) kennt, hätte man mit einer solchen Aktion rechen können, ja.

HSVPLUS, also Ernst-Otto Rieckhoff, hatte erzählt, dass man mit einigen potenziellen strategischen Partnern im Gespräch sei, Gernandt sagt nun, man fängt jetzt mit den Gesprächen an. Wie bitte passt das zusammen? Man hatte das Gefühl vermittelt, dass die adidas‘, die Telekom’s, die Kühne’s sozusagen in den Startlöchern sitzen und nur auf die Eintragung ins Handelregister warten würden. Und jetzt redet Aufsichtsrats-Chef Gernandt von „vielleicht in zwei Monaten“? Das wäre dann vier Monate nach der Abstimmung und mehr als ein halbes Jahr, nachdem man anders kommuniziert hatte.

Das Personal? Man holt einen Ex-HSVer, der vor 5 Jahren den Verein freiwillig verlassen hat und nicht etwa von sich aus gekündigt hat, sondern sich hat abfinden lassen. Weil er es so wollte.

Um es gleich mal zu sagen, ich habe weniger als nichts gegen Dietmar Beiersdorfer. Aber dennoch muss man die Fakten nennen dürfen. Beiersdorfer verließ den HSV 2009 im Streit mit Bernd Hoffman und weil er sich nicht von diesem in sein Aufgabengebiet reinreden lassen wollte. Was kann man machen, wenn man mit seinem Job nicht mehr glücklich ist? Man kann kündigen. Das tat Beiersdorfer aber nicht, sondern er ließ sich beurlauben und auszahlen. Den HSV kostete dies eine geschätzte Million. Fakten!

Mit HSVPLUS wird alles anders, alles neu. Neue Gesichter, frischer Wind. Und jetzt? Im Vorstand der AG sitzen neben Beiersdorfer die Herren Jarchow und Hilke, beide nicht ganz unbeteiligt an der aktuellen Situation, oder? Selbst ein Kreuzer fuhrwerkt immer noch im Verein herum, man möchte damnächst reden, obwohl Beiersdorfer bereits seit 4 Wochen am machen ist. Fakten!

Man hat einen der besten Torschützen abgegeben und kein Geld für einen Ersatz.

Keine Frage, der HSV kann froh sein, den „Patienten Calhanolgu“ los zu sein. Aber dennoch – was jetzt? Lasogga wurde für viel Geld verpflichtet, Rincon und Tesche sind weg, Stieber ist da. Der Rest sind Nachwuchskräfte, für die U23 eingeplant. Nicht gerade viel, oder? Fakten!

Man hat den Kontakt zu den Initiatoren von HSVPLUS gekappt, diese sind maßlos enttäuscht. Sowohl Dr. Klein, wie auch Stephan Rebbe und Holger Hieronymus haben bereits ihre Bedenken geäußert und diese Männer sind HSVPLUS. Nicht Gernandt, nicht Beiersdorfer, nicht Bönte. HSVPLUS äußert sich skeptisch und kritisch über das, was HSVPLUS hervorgebracht hat. Wem hier nichts auffällt, dem ist nicht zu helfen.

Also, was hat sich in den letzten ca. 6 Wochen!!! geändert? Man hat eine neue Struktur, hurra. Man hat einen neuen Alten und jede Menge alte Neue. Man hat keine Partner und kein Geld und im Grunde die gleiche Mannschaft wie vorher.

Dies ist eine Bestandsaufnahme am 11.07. und die muss gestattet sein!

Ich halte HSVPLUS immer noch für richtig, aber aktuell muss man realisieren, dass eine Struktur auch immer nur so gut ist, wie die Personen, die sie mit Leben füllen. Dietmar Beiersdorfer hat eine große Aufgabe vor sich und er muss die HSVer „mitnehmen“. Dabei muss er sich aber leider auf Leute im Umfeld verlassen, die in der Vergangenheit unter Beweis gestellt haben, dass sie eben genau das nicht können und vielleicht auch gar nicht wollen. Ich bin gespannt.

 

Von | 2014-07-11T10:17:47+02:00 11. Juli 2014|Allgemein|22 Kommentare

22 Comments

  1. llorc 11. Juli 2014 um 09:09 Uhr

    Sieht wirklich ein bißchen so aus.
    Könnte aber auch sein,das hinter den Kulissen Sachen ablaufen,
    die wir garnicht beurteilen können.
    Ein wenig Geduld…..sollten wir schon haben.

    llorc

  2. Jopahi 11. Juli 2014 um 09:20 Uhr

    Schöner blog.

    Ich muss sage, dass auch auf mich so wirkt, als wären bestimmte Aspekte (von Dir genannte Dinge o. FAKTEN) eine Art Wahlversprechen gewesen. Dem Eindruck kann man sich nicht verwehren. Dass die HSVPLUS-Initiatoren bzw. einige von ihnen die Konzeption inzwischen skeptisch betrachten – einfach traurig. Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass Didi irgendwie komischen Spielchen mit sich spielen lässt.

    Ich bin noch immer guter Hoffnung! 🙂

    • Heidelberger 11. Juli 2014 um 10:22 Uhr

      Hi,
      du verwechselst hier Konzeption mit Konstellation. Selbstverständlich sind die Initiatoren von ihrem Konzept überzeugt. Es geht denen genau wie mir um die Umsetzung.

      Aktuell hat man es versäumt, Fakten zu schaffen. Besonders auf der personellen Seite. 80% der verantwortlichen Versager aus dem operativen Bereich sitzen WIEDER auf Schlüsselpositionen! Den, der am wenigsten die Situation zu verantworten hat, hat man als einzigen abgeschoben. Das gibt ein desaströses Bild ab und vor allem ist es schlecht für das Geschäft. Was bitte sollen Kreuzer, Jarchow und Hilke über Nacht gelernt haben??? Natürlich nichts!

      Alle beteiligten Personen wussten, dass der Neuanfang teuer werden würde. Wieso also hat man das nicht schon im Vorfeld geklärt? Man hätte beispielsweise KMK den Stadionnamen kaufen lassen können. Vor allem hätte man sich im Vorfeld schon um strategische Partner bemühen müssen. Ein KG weiß doch nicht erst seit gestern, dass er Vorsitzender des neuen AR sein wird. Wieso ist man nicht auch schon längst auf einen Otto zugegangen? Tut mir leid, das macht aktuell alles noch keinen sehr professionellen Eindruck. Da ist noch viel Luft nach oben. Die Fakten sprechen leider eine eindeutige Sprache.

      Eines sollte jedem Interessierten klar sein. Zeit ist das, was der Komapatient HSV am aller wenigsten hat.

  3. Bernd Zwo 11. Juli 2014 um 09:20 Uhr

    Wieder mal ein guter Beitrag, Grave! Aber ehrlich gesagt verstehe ich deine, nennen wir es „enttäuschte Verwunderung“, bezüglich der widersprüchlichen Aussagen von Rieckhoff und Genandt nich ganz, denn dass während des „Wahlkampfes“ zur Ausgliederung gerade von Seiten HSV+ bewusst falsche Fakten forciert wurden und auch Namen von Personen gehandelt wurden, die zuvor überhaupt nicht mit ins Boot geholt wurden, ist hinlänglich bekannt und wurde von den Kritikern des Konzeptes auch schon während dieser Phase zuhauf bemängelt. Das ändert natürlich nichts an der Ernüchterung angesichtes der Entwicklung der letzten Wochen, aber ich kann mir nicht vorstellen dass irgendjemand, der sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt hat, ernsthaft überrascht ist, dass der aktuelle Stand nicht den vorherigen Versprechungen entspricht. Aber wie auch immer – Fakt ist, dass ab jetzt nur noch Taten zählen, denn an diesen muss sich das Konzept HSV+ letztendlich messen lassen.

  4. Andymax 11. Juli 2014 um 09:37 Uhr

    Meiner Ansicht nach gab es keine echte Alternative zu HSV Plus, jetzt läuft es nicht so wie man es sich gewünscht hat, tja müssen wir wohl notgedrungen mit leben. Kleine Schritte in die richtige Richtung, sind mir lieber als gar keine Schritte, bzw in die falsche Richtung. Ich bin, was meine Ansprüche als HSV Fan angeht, über die Jahre immer bescheidener geworden, der Begriff Demut geistert seit einiger Zeit durch die Gegend, das trifft es ganz gut glaube ich. Überheblich und anspruchsvoll können wir wieder werden, wenn wir vielleicht irgendwann mal um die ersten Fünf Plätze mitspielen. Bis dahin müssen wir kleinere Brötchen backen.

  5. Denny 11. Juli 2014 um 09:40 Uhr

    Eine schöne Zusammenfassung… und ich glaube das diese in Abständen auch immer wieder nötig ist um aufzuzeigen das man sehr wohl hinschaut und auch weiter hinschauen wird.

    Versteht mich nicht falsch ich habe nach wie vor die Hoffnung das es Aufwärts geht das Dinge laufen in die es keinen Einblick gibt, sollte das so sein bin ich froh wenn es dann verkündet wird und es ist nichts durchgesickert.

    Auch bei KEJ und JH hoffe ich das die VErträge auslaufen werden und diese dann Geschichte sind!

    OK kann wegen mir gestern Geschichte sein, aber auch hier gilt es gibt VErträge und diese haben bestand bis Sie auslaufen oder aufgehoben werden. (aber es ist bestimmt noch ein Plätzchen bei den Greenkeepern frei) 😉

  6. Kolja969 11. Juli 2014 um 10:21 Uhr

    Wenn ich das richtig verstanden habe, stand z.B. Hieronymus für kein Amt zur Verfügung? Warum sollte er und die anderen Ex-HSVpluser jetzt noch irgendwelchen Einfluß aufs Tagesgeschäft haben? Das ist doch eine der Hauptursachen für unsere Misere gewesen. Sollte das so weiterlaufen? Warum? Weil es jetzt auch „gute“ vereinsnahe Kreise gibt? Gernand hat auf der Vorstellungs-PK anklingen lassen, daß es selbst mit Kühne noch nicht klar ist, wie sich sein finanzielles Engagement darstellt. Und wenn Rieckhoff gesagt hat, daß man mit potentiellen Investoren redet, dann waren es bis Montag potentielle Investoren. Daraus definitive Investoren zu machen, ist seit Montag die Aufgabe von Gernand & Co. Soll er was verkünden, was noch nicht niet und nagelfest ist? Das hatten wir doch jahrelang. Und hatten wir davon nicht alle die Schnauze voll?
    Zu den Personalien des alten AR: Scheel wurde abgeschoben. Daß Hilke bleibt, sollte nach der Vorstellungs-PK auch klar gewesen sein. Jarchow wurde bis zum Vertragsende quasi kalt gestellt und kann beim operativen Geschäft keine Probleme verursachen. Und wer weiß, vielleicht brauchen wir ja nochmal nen Grillmaster.
    Zu OK. Wenn Didi der Meinung ist, daß er für ihn Verwendung hat bis der Vertrag ausläuft, dann ist es so. Die Alternative wäre ne Abfindung und Gehalt/Ablöse für nen Neuen. War das nicht einer der Hauptursachen für unsere kurzfristigen Verbindlichkeiten?

    • Heidelberger 11. Juli 2014 um 10:58 Uhr

      Tut mir leid, aber deine Auffassung kann ich in keinster Weise teilen. Der HSV steht da wo er ist, da er von lauter Nichtskönnern regiert respektive geführt worden ist. Und genau 80% dieser Nichtskönner bekleiden aktuell im neuen Gebilde immer noch Schlüsselpositionen. Eine Ausrede gibt es einzig und allein für CEJ, da er ansonsten sofort Mitglied des neuen Aufsichtsrates wäre.

      Was bitte hat das mit einem Neuanfang zu tun? Richtig – nämlich gar nichts! Wir waren uns alle immer einig, dass es vor allem auf die handelnden Personen ankommt. Und was haben wir Stand heute? Drei von Vieren sind noch da. In anderen Worten heißt das 3 Schlüsselpositionen sind definitiv falsch besetzt. Da kann man den Missmut einiger Initiatoren schon verstehen. Aber nicht nur die. Nehmen wir die Spieler. Ein OK hat im Kader gewütet und die Spieler teilweise wie Dreck behandelt. Glaubst du das haben die über Nacht alle vergessen? Ich glaube eher nicht. Vor diesem Hintergrund verstehe ich auch das zögern einiger potentieller Investoren. Ein KMK zum Beispiel wollte nie wieder gewissen Leuten Geld anvertrauen. Aber genau das täte er, würde er heute Geld zur Verfügung stellen.
      Was ist also teurer – mögliche Investoren abhalten oder noch ein letztes Mal Abfindungen zahlen?

      Freunde vor Ort fragten mich erst am Dienstag folgende Dinge: Sollte beim HSV nicht alles neu werden? Wieso sind die Verursacher denn immer noch da? Wo sind denn jetzt die Investoren, von denen du so geschwärmt hast? Ich konnte leider nur sagen ich wisse auch nicht was da los sei. Und dann folgte ein Lacher mit nem Kommentar, der mich stutzig werden lies: „Ihr habt den Nichtskönnern einzig ein neues Gewand verpasst…“

      Zeit ist übrigens ein Luxusgut, das sich der HSV in seiner Situation nicht leisten kann. Alle wußten, dass jetzt Geld benötigt wird. Jetzt wird der Kader zusammengestellt. Jetzt soll der Campus gebaut werden und jetzt müsste Geld für Abfindungen vorhanden sein. Ist es aber nicht! Ergo hätten alle schon seit dem 25.5 ihren Hintern bewegen können. Aber ein KG sagte ja, es gehe jetzt erst los….

      • Gravesen 11. Juli 2014 um 11:12 Uhr

        Ich will mal einen Quervergleich zu einer Fußballmannschaft herstellen, besonders vor dem Hintergrund der laufenden WM.

        Bei den Holländern sollte es Robben richten, bei den Brasilianern sollte es Neymar richten. Als dies nicht gelang, scheiterten die Mannschaften, teilweise kläglich.

        Bei Argentinien soll es nun Messi richten und der Druck dürfte übermenschlich sein.

        Ein einziger Mann allein soll alles allein erreichen, die anderen sind im Grunde nur Nebendarsteller.

        Eine Stärke der deutschen Nationalelf ist es, dass sie ein Kollektiv und eben nicht ausrechenbar ist. Dort kann jeder zum Matchwinner werden.

        Beim HSV soll es Beiersdorfer richten und die „Nebendarsteller“ haben in den letzten 3 Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass sie es nicht können.

        • Heidelberger 11. Juli 2014 um 11:24 Uhr

          Daumen hoch. Traurig aber wahr…

          Ich werfe noch einen Aspekt in den Ring. DB muss wohl wissend der Befähigung seiner Mitstreiter, diesen ständig über die Schulter schauen und ständig jeden auch nur noch so kleinen Schritt kontrollieren. Das kostet Zeit. Zeit, die ihm für seine Arbeit fehlen wird.

      • Kolja969 11. Juli 2014 um 14:36 Uhr

        Welche Schlüsselposition hat Jarchow?
        Darf sich mit den e.V. Problemen und unseren einzig wahren Fans rumärgern.

        Welche Schlüsselposition hat Kreuzer? Laufbursche von Didi. Bis dato. Ne Entscheidung über diese Personalie ist noch nicht getroffen worden.

        Einzig Hilke hat noch eine Schlüsselposition. Und daß das so kommt, dürfte nach der Vorstellungs-PK jedem klar gewesen sein, der genau zugehört hat.

        Und die wirklichen Problempersonalien (Hunke, Ertel & Co.) sind entmachtet.

        Für die wichtigen Kompetenzfelder unterhalb der Vorstandsebene scheinen interessante Leute im Gespräch zu sein

        (Grad bei TM.de gelesen: „Wenn man den Medien glauben schenken darf soll Peter Knäbel (Schweizer Verband) Direktor der Ligamannschaft werden, Bernhard Peters (TSG Hoffenheim) Dirketor der Nachwuchsabteilung und Bernd Legien (FC Ingolstadt) als Direktor der Scoutingabteilung fungieren.“

        Nur wer ist heutzutage so überzeugt vom HSV und betreibt seinen Vertragsausstieg, ohne daß der neue Arbeitgeber handlungsfähig ist? Ich erinnere da an Gernands Worte vom Mittwoch zum Lasoggatransfer.
        Auch wenn schon einiges angeleiert wurde (dazu paßt auch ne Aussage bei Matz zu nem möglichen Engagement von A. Otto), finalisiert werden kann es erst seit Montag.

        • Gravesen 11. Juli 2014 um 14:40 Uhr

          Welche Schlüsselposition hat Jarchow?
          Darf sich mit den e.V. Problemen und unseren einzig wahren Fans rumärgern.

          Das ist das, was du interpretierst. Tatsächlich hat Carl-Edgar Jarchow genau die gleiche Stimme vom Vorstand wie Beiersdorfer.

          Welche Schlüsselposition hat Kreuzer? Laufbursche von Didi.

          Ebenfalls deine Interpretation

          • Kolja969 11. Juli 2014 um 15:22 Uhr

            Wenn Jarchow als der Vorstand vorgestellt wurde, der als Bindeglied zwischen e.V. und AG fungieren soll, ist meine Interpretation wohl nicht so fern der Realität.
            Und was konkret kann Jarchow in dieser Funktion und mit seiner positiven Einstellung zur Ausgliederung für Schaden anrichten?
            Und da es nur 3 Vorstände gibt, hat Kreuzer jetzt genau noch welche Befugnisse? Das zu machen, was ihm der Vorstand sagt. oder? Laufbursche mag da jetzt zwar despektierlich klingen, aber ohne Didies wohlwollende Zustimmung wird er nichtmal mehr Klopapier für’n Mannschaftsbus kaufen dürfen.
            Und zuletzt mal ne leicht polemische Frage. Bezahlt einer der jetzt unzufriedenen Poster die Abfindungen für die entsprechenden Rausschmisse? Nein?
            Mir persönlich wäre es lieber, wenn wir dieses Geld in den Campus, neue Spieler oder den Abbau von Verbindlichkeiten investieren würden und nicht weiter mit beiden Händen sinnlos zum Fenster rausschmeißen. Auch wenn es das Geld von Kühne & Co. wäre.
            Jarchows Vertrag läuft in nem überschaubarem Zeitrahmen aus.

          • Sam 11. Juli 2014 um 20:09 Uhr

            Ob CEJ eine Stimme hat, hängt von der Geschäftsordnung ab. Die Aussagen von der Pressekonferenz klingen mir eher nicht so.

  7. MarkMessier11 11. Juli 2014 um 11:33 Uhr

    Grave, deinem Kommentar ist nichts hinzuzufügen. Den kann man blind unterschreiben. Auch ich bein zweimal Hunderte von Kilometern gefahren, um diese Nichtskönner nicht mehr erdulden zu müssen. Und was erlebe ich jetzt? Wo sind die versprochenen Lichtgstalten? Wo sind die Partner, die dem Verein auf die Beine helfen wollten? Sollte Kreuzer weitermachen, grenzt das an Wahlfälschung. Grave, du bist immer auf der Höhe des Geschehens, bitte bohre weiter und halte den Leuten den Spiegel vor ihr verlogenes Antlitz.

    • Heidelberger 11. Juli 2014 um 11:43 Uhr

      Verlogen würde ich noch nicht sagen. Der neue AR ist einfach mal schlecht vorbereitet. Es schaut fast so aus, als hätten sich die Herren auf den Wahlsieg ausgeruht und die Hände in den Schoss gelegt.

      Jetzt auf einmal ist die Eintragung der AG da, und nichts scheint vorbereitet. Man will jetzt erst Geldgeber ansprechen. Man scheint sich jetzt erst um personellen Ersatz zu kümmern.

      Das ist mit einem Wort ausgedrückt: scheiße

  8. Hoobs 11. Juli 2014 um 13:42 Uhr

    Der heutige Blog ist gut. Und er ist richtig. Und wichtig. Aber dennoch fehlt mir hier das Vertrauen, welches ich noch habe. So wie ich HSVPLus und die Umstrukturierung verstanden habe, ist der ganze Umbruch kein Sprint sondern ein Marathonlauf. Jetzt schon erste Fakten aufzuzählen ist auf der einen Seite verständlich (und inhaltlich richtig), greift mir dennoch zu früh.

    Beispiel: Personen.
    Ja, auch ich bekomme schlechte Laune wenn ich CEJ erneut ertragen muss. Ich hoffe zumindest Kreuzer wird weggelobt. Hilke sehe ich von Anfang an differenzierter. Ich denke mit den „richtigen“ Personen kann er auch zukünftig gut in dieses Konstrukt passen. So oder so: Ja, neue und unverbrauchte Gesichter hätte ich besser gefunden. Ich glaube aber, dass man dieses Thema aus einem anderen Winkel betrachten sollte. Gab es eventuell noch vertragliche Verpflichtungen? Absprachen ect.? Ich denke jeder kann jetzt diese letzte Chance bekommen. Läuft es deutlich besser, dann ist es ja gut. Und wenn nicht, dann „auf Wiedersehen“. Zugegeben nicht ideal, aber eventuell die Kröte die man jetzt im ersten Jahr schlucken musste.

    Beispiel: Strategische Partner
    Ich habe es nie so verstanden als ob Adidas, Lufthansa & Co schon 2014 in den Startlöchern stehen. Ich habe es so verstanden dass Kühne zunächst eine Grundlage legt um jetzt wieder die Chance zu bekommen, dass sich der HSV wieder besser und überlebensfähig aufstellt. Und wenn die Braut dann wieder hübscher und attraktiver ist (z.B. 2016) und HSV Anteile einen dementsprechenden Wert haben, öffnet man sich.

    Ich habe noch nie HSVPlus so verstanden, dass sich sofort viel ändern wird. Und ich erwarte auch keine deutlich bessere Mannschaft. Bitte besser als jetzt, es soll ja auch noch etwas passieren, aber ich erwarte keine Übermannschaft. Ich erwarte, dass wir 14/15 die meisten der 34 Spieltage in der unteren Tabellenhälfte verbringen werden. Aber dann weiter oben als in der letzten Saison. Wenn uns das gelingt, wäre schon mal der erste Schritt getan. Und viele kleine weiteren Schritte müssen dann kommen. Und die werden kommen.

    Zusammengefasst: Ich finde es gut nicht alles 100% schwarz oder 100% weiß zu sehen. Ich verstehe gar nicht wie Dir nur ein Einziger unterstellen kann, dass Du ein Gegner von HSVPlus warst/bist. Totaler Quatsch! Ich finde es gut dass Du die Finger in die richtigen Wunden legst. Dein Blog hat Gewicht und es ist wichtig, dass die neue Führung genau weiß wo man jetzt deutlich mehr Gas geben und „liefern“ muss.

    Aber auf der anderen Seite mahne ich auch etwas zur Geduld. Wer weiß was alles hinter den Kulissen besprochen und geplant wird. Und ist es nicht gut dass wir es nicht wissen? Endlich wird nicht mehr so viel gequatscht. Ich fand viele Aussagen der PK vom Mittwoch sehr ermutigend.

    • Gravesen 11. Juli 2014 um 14:16 Uhr

      Zuerst einmal Danke für die Mühe, die du die gemacht hast. Ich könnte jetzt auf jeden einzelnen Punkt eingehen, aber im Grunde habe ich alles schon mehrfach beschrieben und erläutert.
      Damit will ich nicht sagen, dass du mich nicht verstanden hast, sondern einfach nur, dass ich mich nicht wiederholen möchte.

      Nur eine kurze Anmerkung. Du sprichst – mit Recht – von einem Marathonlauf im Gegensatz zu einem Sprint. Absolut richtig.

      Aber was ist bei einem Marathonlauf wichtig, eigentlich wichtiger als bei einem Sprint?
      1. Die Läufer
      2. Die Strategie

      Wenn ich aber den Marathonlauf mit den gleichen Läufern beginne, die bereits beim 400 Meterlauf kollabiert haben, dann hält sich meine Hoffnung auf eine erfolgreiche Langstrecke in Grenzen.

      By the way, mich würde einmal interessieren, ob sich der Hautausschlag des Herrn Gernandt gebessert hat. Denn irgendwie spielt er ja jetzt mit den gleichen Jungs weiter, die ihm diese Krankheit verpasst hatten.

      Desweiteren würde mich interessieren, was genau Herr Gernandt jetzt eigentlich mit „Tabula rasa“ gemeint hat…

    • Heidelberger 11. Juli 2014 um 16:38 Uhr

      Nachdem Grave sich bereits zu dem Thema Personen geäußert hat, möchte ich noch einmal das Thema Kühne und Geld aufgreifen.

      Niemand, das schließt einen Kühne mit ein, wird ohne Bedingungen einfach mal eben so Millionenbeträge auf den Tisch packen. Jeder Gönner und auch Investor will gewisse Rahmenbedingungen erfüllt sehen, bevor er sich engagiert.

      Die Bedingungen eines Herrn Kühne leite ich aus den Interviews der Vergangenheit ab.

      1. Er hat mal gesagt, er wolle Leuten wie Jarchow, Hilke und Kreuzer keinen Cent mehr anvertrauen.

      2. Er wolle erst Geld geben, wenn die AG handlungsfähig ist

      3. Er will einen Neuanfang finanzieren

      Das sind die drei wichtigsten Aussagen, die ich in der Vergangenheit vernommen habe. Und jetzt ziehen wir mal einen Strich und schauen uns an was wir haben.

      Haben wir einen wirklichen Neuanfang? Ich glaube nein. Die alten Totengräber sollen bleiben. Soll da jetzt ein Kühne laut Hura schreien und das Portemonaie öffnen? Ich habe zumindest Verständnis dafür, wenn er es nicht tut.

      Ob es nun grundsätzlich ein kluger Schritt ist, sich so stark auf einen Gönner zu konzentrieren, sei an dieser Stelle mal außen vor. Auch die Art der Zuwendung will ich nicht weiter kommentieren.

      Wenn ich jetzt aber als HSV mich ob der finanziellen Situation gewissermaßen prostituieren muss, dann muss ich auch die Rahmenbedingungen einhalten. Ansonsten muss ich klipp und klar eine Absage erteilen. Sorry Geld ja, aber bitte nicht zu diesen Bedingungen. Hat man aber nicht.

      Aktuell hat man sich mal wieder ohne Not in Bedrängnis gebracht. Es ist kein Geld da. Der Kader kann nicht entsprechend beackert werden und auch das Geld für Abfindungen ist verständlicherweise nicht mehr da. Schlimmer ist allerdings der fehlende Plan B. Erst jetzt wollen sie tatsächlich anfangen, Gönner und Investoren zu suchen. Dafür fehlen mir persönlich die Worte…

  9. Gravesen 11. Juli 2014 um 14:29 Uhr

    Kritik – kein Problem. Pöbler bleiben nach wie vor draußen. Das gilt auch für Leute, deren Namen sich mit ihrem derzeitigen Zustand zu decken scheint.

  10. Hans 11. Juli 2014 um 14:38 Uhr

    Das Jarchow und Kreuzer noch da sind schockiert mich. Harmonie ja, aber nicht um jeden Preis. Ich habe mir einen echten Neuanfang versprochen, mit komplett neuem Personal an der Spitze. Das Chalanogo abgegeben wurde ist ebenfalls schlecht, vor allem aber die Nebengeräusche dabei. Bei der Vertragslaufzeit hätte man auch noch 1-3 Jahre warten können.

    Alles in allem stellt sich mal wieder ein kühne Interview (das von vor 2-3 Wochen) im Nachhinein als richtig heraus. Der Start von HSVPlus ist nicht geglückt.

  11. Sam 11. Juli 2014 um 20:35 Uhr

    Ich glaube/ hoffe an den limitierenden Faktor Geld. Eine Ablösung der alten Crew kostet nun mal Geld (Abfindung, Ablöse). Dieses hat der HSV derzeit nicht (zumindest bis ein Investor im Boot ist). Welche Alternative hat der HSV?
    Alte Crew demontieren bevor die neuen feststehen? In der Übergangszeit hätte DB dann x Aufgaben! Der Druck eines Abschluss mit KMK wäre riesig (Emanzipation durch den HSV nicht möglich). Man muss Prios setzen. Prio 1 ist der Kader und der Abschluss mit KMK. Hier sollte DB 120% der Zeit und der erforderlichen Energie aufwenden. Prio 2 ist dann die neue FührungsCrew.

Die Kommentarfunktion wurde geschlossen.

Unser Archiv