Verdrängung in ihrer dümmlichsten Ausprägung

Das sind doch alles Lügenmärchen der Presse, die nichts mehr erfährt.

Die Spielgenehmigung für diese Saison sei ungefährdet, sagte Wettstein; für die Spielzeit 2015/2016 gelte aber, „dass die Rückzahlung von Verbindlichkeiten refinanziert werden muss, wenn die Ertragslage nicht deutlich verbessert werden kann“.

Der Hamburger Sportverein hat Probleme, er hat massive Probleme. Sollten Wettsteins Prognosen zutreffen, wäre die Lizenz für die laufende Saison noch machbar, die Lizenz für die nächste Saison ist jedoch mehr als gefährdet,  „wenn die Ertragslage nicht deutlich verbessert werden kann“.

Jetzt stellt man sich die Frage, wie diese Ertragslage denn nun „deutlich verbessert“ werden könnte und besonders Schlaue (inkl. Direktor Profi Fußball Peter Knäbel) verweisen auf die unfassbar komfortable Situation hin, die aufzeigt, dass am Ende der Saison nicht nur 10 hochdotiere Verträge von Bundesligaspielern (van der Vaart, Westermann, Jansen, Arslan, Drobny, Rajkovic, Ilicevic etc.), sondern auch 14 Verträge von U23-Spielern auslaufen werden.

Was all diese Tagträumer scheinbar vergessen haben: Der HSV muss sparen!!!! Lässt man nun all diese Verträge auslaufen, hat man zwar den Gehaltsetat auf das notwendige Niveau reduziert, man hat aber in zwei Mannschaften insgesamt 24 Spieler weniger. Und Geld für Neupflichtungen ist nicht vorhanden. Was also im ersten Moment wie die Chance zum nächsten Umbruch aussieht, ist im Grunde einen sportliche Katastrophe.

Das alles wollen Teile der besonders bewegten „Fans“ nicht verstehen bzw. sie wollen es nicht akzeptieren. Analog zu ihren Vorständen (zu denen sie uneingeschränktes Vertrauen haben, wie sie bei jeder Gelegenheit betonen), wird darauf verwiesen, dass bis dahin ja noch unfassbar viel Zeit vergehen würden, die Herren an der Vereinsspitze hätte bestimmt einen Plan und „Didi macht das schon“.

Yepp, genau so wird im Vorstand der HSV AG auch gedacht. „Erstmal machen wir und dann wird schon irgendwas passieren“. Viel Erfolg dabei. Wohin den Verein diese Denke und dieses Handeln gebracht hat, zeigt sich beim Blick auf die Bilanz, aber das will niemand wissen. Stattdessen wird mit dem Schutzschild „Geduld“ gepöbelt (nicht argumentiert), aber Geduld ist weder bilanzierbar, noch haben die restlichen 17 Mitbewerber in der ersten Liga Geduld mit dem HSV.

Die BILD schreibt es, das Abendblatt schreibt es, die Mopo schreibt es, der Focus schreibt es, der Stern schreibt es, der Spiegel schreibt es, die Süddeutsche schreibt es, Wettsteine sagt es sogar, aber die denken sich das doch alle nur aus.

Wenn Kühne nicht will, macht es halt Otto.

In der Tat, das wäre charmant. Aber ob es dazu kommt, steht in den Sternen. Eine eventuelle Beteiligung Alexander Ottos am Bau des Campus wird zwar seit Anfang des Jahres diskutiert, fix ist aber überhaupt nichts. Aber – nur Geduld, Didi macht das schon.

Köpi-Deal wird uns alle retten. 

Der Abschluss einer Partnerschaft mit König Pilsener ist eine gute Sache, keine Frage. Aber dabei sollte man bitte nicht außer acht lassen, dass die Summen, über die dort diskutiert werden, im Gesamtkontext der HSV-Schuldenfalle ein Tropfen auf dem heißen Stein sind.

Vielleicht sollte der Herr Blogger in der nächsten Zeit auch mal eine Winterpause machen, damit wir von so einer Sensationsberichtserstattung um Nichts, wie in den letzten beiden Tagen, verschont bleiben ..

Ganz ehrlich – dieser Facebook-Beitrag, der nicht mir galt, hat mir gestern dann doch nochmal die Schuhe ausgezogen. Er bezog sich auf diesen Facebook-Post und er zeigt, wie unendlich hirnverbrannt, dümmlich und ignorant einige Idioten unterwegs sind.

0:0 gegen einen CL-Teilnehmer – der HSV überwintert nicht auf einem Abstiegsplatz. Leistung gegen Schalke war gut, Einsatz hat gestimmt. Mal sehen, was im Winter außerhalb des Platzes noch auf den HSV zukommt.

Was zur Hölle ist daran bitte „Sensationsberichterstattung“? Warum sollte ein Blogger oder ein Journalist eine Winterpause einlegen, damit sich ein Penner wie dieser Trottel dort nicht von der Realität bedroht fühlt? Wenn ihm diese Art von Posts nicht passen, warum liest er dann nicht einfach etwas anderes?

Einige mentale Eintagsfliegen werden selbst dann die Tatsachen nicht akzeptieren wollen, wenn der Verein offiziell bekanntgeben muss, dass man keine Lizenz mehr erhält. Und selbst dann wird es eine grauenvolle Verschwörung der DFL, des DFB, des deutschen Schiedsrichterwesens oder des FC Bayern München sein, die den HSV in die 4. Liga befördert. Die Erkenntnis, dass sie selbst ein maßgeblicher Grund für die kaputte Situation sind, wird diesen Typen in diesem Leben nicht mehr kommen.

 

 

Von | 2014-12-21T09:33:44+01:00 21. Dezember 2014|Allgemein|14 Kommentare

14 Comments

  1. Andi Pie 21. Dezember 2014 um 11:01 Uhr

    Hallo Grave,

    ich sehe ja auch die Gefahr des Lizenzentzugs, bzw. der nicht wieder erlangbaren Lizenz für Liga 1 und/oder 2.
    ABER: Das „Geschäft“ Fussball ist genau solches und es soll und muss für Unterhaltung sorgen.
    Ich gehe ins Theater, in die Oper, in ein Konzert oder eben zu einer Sportveranstaltung wie Freezers, HSV Handball oder HSV (Fussball). Und das tue ich in erster Line (klar als Fan) aber eben auch, um mich unterhalten zu lassen.
    That’s it.
    Nicht mehr und nicht weniger.
    Vor einigen Jahren gab es auf dem Heiligengeistfeld eine Veranstaltung, so eine indische Tanzvorführung. Da habe ich Karten erstanden, und dann wenige Tage nachdem ich (zum Glück) die Verantstaltung besucht hatte, wurde das ganze eingestellt, und die verkauften Tickets nicht zurückgenommen, die Ticketkäufer konnten die Veranstaltung nicht mehr sehen. Der Ausrichter war pleite.
    Und das passiert eben, wenn schlechte Planung, schlechtes finanzielles Haushalten etc. stattfinden. Laienarbeit oder Abzocke, wer weiss…
    Dorthin steuert anscheinend auch der HSV.
    Es ist schade, aber letztendlich: die Theatertruppe in Gänze ist nicht in der Lage, es besser zu machen.

    Oder ist der vermeintliche „Ausstieg“ von Hr. Kühne einfach eine Massnahme, um anderen Investoren den Einstieg schmackhafter zu machen und zu zeigen, dass nicht alles nach der Meinung und Vorstellung eines einzelnen Herrn läuft?

    Einen frohen vierten Advent und bei allem Herzblut, es ist Unterhaltung, was dort stattfindet.

    PS: Ändern können wir eh nix, ob wir hingehen oder nicht, ob wir reden/schreiben oder nicht…

    • BerndH60 21. Dezember 2014 um 11:28 Uhr

      Genau so sieht es aus.
      .
      Ich kann allen HSV Anhängern, selbst einem engagierten Blogger wie dir @Grave, nur raten den Hamburger Sportverein als das wahrzunehmen, was er ist, ein Unterhaltungsangebot.
      Ich lasse mir mein Leben weder von einer Religion noch von einem Heilsbringer beeinflussen, die Politik nehme ich nur in Form der Straßenverkehrsordnung oder auch der Finanzgesetzgebung wahr, da soll ich mir die gute Laune oder mein Sky-Abo von „meinem“ HSV versauen lassen?
      Sehe ich nicht ein. Ich bin gestern von dem Spiel Augsburg – Mönchengladbach bestens unterhalten worden.

    • Oberberger 21. Dezember 2014 um 12:12 Uhr

      Das kann ich so leider nicht nachvollziehen, denn für mich macht es einen gewaltigen Unterschied ob eine mir völlig unbekannte indische Tanzgruppe pleite geht oder ein Verein dem ich seit mittlerweile 35 Jahren die Treue halte.

      Traurig nur mit welch geschliffenen Worten Herr Gernandt vor dem 25. Mai die Anhänger mobilisiert und euphorisiert hat. Mir klingt noch in den Ohren „Exzellenz in allen Bereichen“.
      Das war dann wohl eher ein Standard-Satz aus dem kleinen Investoren-Handbuch als eine ernstgemeinte Zielsetzung.
      Papa Kühne dreht den Geldhahn zu und der HSV steht mit runtergelassenen Hosen da. Ist das die versprochene Exzellenz ?

  2. can-rnb 21. Dezember 2014 um 14:56 Uhr

    Die Situation ist prikär – keine Frage. Allerdings halte ich diesen Beitrag doch für sehr negativ. Wichtigstes Ziel ist es den Kader zur neuen Saison auszumisten und bspw. häufig verletzte Spieler wie illicevic und jansen, Top-Verdiener wie VdV, hw4 und unkonstante Leute wie Arslan und evtl. auch Jiracek loszuwerden.

    Ich denke das der aktuelle Vorstand ganz genau weiß, das sie nicht mehr den ganz großen Transfersprung machen können und dementsprechend gute und günstige spieler holen werden.

    Alles andere wird sich zeigen müßen…. Es klingt sehr simpel,aber im Grunde ist es doch so und der HSV hat aktuell wieder einen Vorstand, der weiß was er tut. Pleite gehen werden wir auch nicht – es gibt viel zu viele reiche Kaufleute, die dem Verein unter die Arme greifen würden wenn es wirklich kurz vir Schluss ist. Von daher: ruhig bleiben und die Verantwortlichen machen lassen!

    • Gravesen 21. Dezember 2014 um 15:36 Uhr

      „Ich denke das der aktuelle Vorstand ganz genau weiß,….“
      „Alles andere wird sich zeigen müßen….“
      „Pleite gehen werden wir auch nicht – es gibt viel zu viele reiche Kaufleute…“

      Kommentar erübrigt sich, finde ich

  3. ausgegliedert 21. Dezember 2014 um 17:37 Uhr

    Im Prinzip ist die Verdrängung eine Abart der Hoffnung, die du hier ja auch schon beschrieben hattest. Die Frage ist, wird im Hintergrund tatsächlich so unbemerkt verhandelt wie mit KöPi?
    Dann würde man u.U. doch einen Hauch von Exzellenz vermuten können. Ich bin echt gespannt auf die ersten bilanzierten AG-Zahlen. Spätestens dann sollte die Blauäugigkeit hinter allen rosaroten Brillen verschwinden.

    Sportlich war das gestern vorwiegend Glück, das Hunter nicht nach 2 Minuten sämtliche Überlegungen nutzlos macht. Dann wäre die Messe (gegen einen Gegner mit reichlich Verletzungspech und CL-Spielen) wohl nach 20 Minuten gelesen gewesen. Irgendwie unfassbar, dass man mit 9 Toren über den Abstiegsplätzen steht.

  4. Goldfather 21. Dezember 2014 um 22:17 Uhr

    Das Auslaufen von insgesamt 24 Verträgen ist in der Tat die einzige Chance die dem HSV bleibt und zwar unabhängig davon wie die Sponsoren- oder Übernahmesituation sich im Sommer 2015 gestalten wird.
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    Drei Optionen ergeben sich Stand heute:
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    1. Kühne übernimmt, nach einer gnadenlosen Schlacht mit umfassenden Kollateralschäden im AR und Vorstand, das gesamte 25% Paket, zu den von ihm diktierten Bedingungen, fünf Minuten vor der endgültigen Lizenzverweigerung des DFB.
    .
    2. Otto übernimmt eine Beteiligung in Höhe von 5 – 8% zu Bedingungen, die er dem HSV diktiert. Einhergehen tut eine Teilübernahme der Schulden, woraufhin der DFB die Lizenz erteilt.
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    3. Kein Investor interessiert sich für den HSV und seine 125 Millionen € Verbindlichkeiten.
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    In allen drei Fällen halte ich es für unumgänglich im gesamten Club ein brachiales Kostenmanagement einzuführen und die jährlichen Kaderkosten von jetzt 50 Millionen € auf 35 Millionen € schlagartig abzusenken.
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    Die Folge davon wäre, dass Zinnbauer, Knäbel und Peters ihre Scoutingbemühungen auf die vierte deutsche Liga, sowie andere unterklassige Ligen in Europa, konzentrieren müssten.
    .
    Der Profikader würde mit ungefähr 5 Spielern der heutigen U23, sowie weiteren 5 externen Spielern, aufgefüllt werden.
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    10 Spieler für einen Jahresetat von 2 Millionen € wären einzustellen, um die Abgänge im Profikader aufzufangen. Pro neuem Spieler macht das ungefähr 200.000 € Jahresgehalt.
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    Wollte man diesen Weg gehen und würde ihn rechtzeitig beschreiten, so dass Zinnbauer eine komplette Vorbereitung im Sommer zur Verfügung hat, würde ich die Chancen auf den Klassenerhalt in der Saison 2015/16 höher ansiedeln als jetzt.
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    Zinnbauer hat es mit der U23 demonstriert und ich traue es ihm auch mit dem Profikader auf einem deutlich niedrigeren Platzierungsniveau, als in der vierten Liga, zu.
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    Es geht um die Qualität des Trainings, die Qualität der Ausbildung von Jugendspielern bei knallharter Kostensenkung.
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    Darum ging es eigentlich auch schon unter Beiersdorfer/Hoffmann, doch weder Didi noch Bernd hatten eine Ahnung von Trainings- und Ausbildungsqualität. Glücklicherweise hat der HSV zwei EXZELLENTE Sportdirektoren mit Knäbel und Peters für sich gewinnen können, so dass in Zusammenarbeit mit einem offenen und lernbereiten Zinnbauer als Cheftrainer eine ideale Grundlage dafür besteht den Kostenschnitt jetzt zu machen.
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    200.000 € Jahresgehalt mag für die meisten Supertalente nicht der Rede wert sein, aber ich bin mir sicher, dass eine gute Scoutingabteilung, die bei der U23 erstklassige Arbeit geleistet hat, in der Lage ist Spieler zu finden, die die Profimannschaft weiterbringen können.
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    Ausgehend von einem anzustrebenden Sockelbetrag von ungefähr 30 Millionen € Kaderkosten, sollte der HSV stark leistungsbezogene Verträge abschließen die Gehaltserhöhungen direkt von Platzierungen abhängig machen, so dass eine erneute wirtschaftliche Negativspirale ausgeschlossen werden kann.
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    Um an Konzernteams wie Wolfsburg, Leverkusen, FC Bayern-Audi-Adidas-Allianz, Red Bull und Hertha BSC heranzukommen ist der HSV sowieso gezwungen die 50 + 1 Regel aufzubrechen und einem Konzern ein echtes Mitspracherecht einzuräumen.
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    Für Alexander Otto und die Otto-Group wäre ein Lizenzentzug für den HSV übrigens ein herber Schlag, da die Otto-Group die Bundesliga mit der Firma Hermes massiv als Werbeplattform nutzt und es somit für Otto nicht nur die Raute im Herzen ist, die ein Rettungsangebot für den HSV ermöglichen könnte.
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    Als langjähriger Befürworter der Erschließung fußballerischen Know-Hows beim HSV, damit zumindest der Anschluß an den Ligadurchschnitt im Bereich der Ausbildungs- und Trainingssystematik erreicht wird, stehe ich dem drohenden Lizenzentzug durch den DFB äußerst positiv gegenüber.
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    Der HSV und seine Führung haben sich über Jahrzehnte hinweg wie ein Suchtkranker aufgeführt und über die eigenen Verhältnisse gelebt, jetzt ist die Zeit des kalten Entzugs gekommen, der, wenn er erfolgreich durchgeführt wird, eine echte Chance auf ein Comeback im europäischen Spitzenfußball ermöglicht.
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    P.S.: Natürlich bin ich nicht vollkommen ohne Empathie für jene Jungs, die in den nächsten Jahren für 200.000 €, anstelle von 2 Millionen €, Jahresgehalt für den HSV auflaufen müssen, weswegen ich ab Herbst 2016 mit einem besonders dicken Tränentuch in die Arena pilgern werde…. schniefff..

  5. rm2099 22. Dezember 2014 um 13:27 Uhr

    Der Ausstieg von Kühne ist kurzfristig ein Problem – aber langfristig DARF es kein größeres Problem sein.
    Ich will meine Argumentation kurz erläutern. Nach der Ausgliederung, HSV-Plus und AG-Gründung gibt es genau zwei Szenarien, die zur Katastrophe führen:
    1. Es findet sich KEIN Investor -> Katastrophe
    2. Es findet sich als Investor AUSSCHLIESSLICH Kühne -> Katastrophe.
    Ich will damit sagen, dass das gesamte Konzept von HSVPlus von Anfang an damit steht und fällt, ob außer Kühne weitere Partner gefunden werden, die bereit sind, Anteile des HSV zu übernehmen. Alles andere wäre schlicht indiskutabel! Kühne als Anschubfinanzierung und als Starthilfe okay – aber auf einer Firma (bzw. schlimmer, auf einer Person) das ganze Plus-Konzept aufzubauen, wäre von Beginn an eine völlig hirnrissige Idee gewesen. Deswegen finde ich viele Äußerungen zu dem Thema jetzt etwas schräg. Dass Kühne jetzt doch keine Anteile haben will, ist sicherlich ein Rückschlag – aber im Sinne von HSVPlus DARF das mittelfristig kein großes Problem sein. Denn sonst wäre das gesamte Konzept einfach nur eine Luftnummer gewesen. Soll heißen: Wenn es außer Kühne keine weiteren Partner gibt, wenn keine gefunden werden können, wenn sowieso keiner Interesse an der „Marke“ HSV hat, dann war HSVPlus schlicht eine Totgeburt.

  6. Thomas 22. Dezember 2014 um 18:50 Uhr

    Lieber Gravesen,
    bei allen berechtigten Sorgen, die man sich machen kann…. Risiken und Chancen liegen jedoch immer nah bei einander…
    Was wäre die Alternative zu den vielen auslaufenden Verträgen? Richtig, noch langlaufende hochdotierte Verträge. Und dass man dann die Spieler nicht los wird, das haben wir doch in den letzten Jahren erlebt…
    Laut transfermarkt haben wir gerade einen Kader mit 31 Spielern (!!) für die Bundesliga. Im Sommer kommen dann noch die verliehenen Spieler zurück (Tah, Demirbay, Sobiech, Zoua) – dann wären das erst einmal 35.
    Green geht zurück zu den Bayern, ein paar Verträge laufen aus….und es bleiben immer noch 22 Spieler übrig… ohne auch nur einen Neuzugang oder nur einen verlängerten Vertrag…

    2 Torhüter (Adler/Brunst)
    7 Verteidiger (Tah, Djourou, Cleber, Sobiech, Jung, Ostrzlek, Diekmeier)
    6 Mittelfeld (Behrami, Steinmann, Demirbay, Cigerci, Jiracek, Holtby)
    7 Offensivspieler (Stieber, N.Müller, Beister, P.Müller, Lassoga, Rudnevs, Zoua)

    In der Verteidigung sind wir dann schon ganz gut dabei, mit Djourou, Cleber und Tah gibts drei gute IV,mit Diekmeier und Ostrzlek zwei gute AV. Wenn man für relativ kleines Gehalt (unter 500K) mit Götz und Marcos um 2 Jahre verlängert, sind die Backups für die AVs auch da, dazu noch Drobny unverändert verlängern, dann steht hinten alles.
    Dafür fehlen dann Westermann, Rajkovic, Jansen und wir haben vermutlich schon über 6 Mio Gehalt gespart…

    Im Mittelfeld könnte man u.U. mit RvdV für weniger Geld verlängern, ansonsten kommt für Arslan ja Demirbay zurück, Gehalt für Kacar fällt weg. Man spart auch bei einer Verlängerung mit vdV für weniger Geld vermutlich runde 3 Mio Gehalt p.a.

    In der Offensive fallen Illicevic, Green und Nafiu weg, was Stand heute keinen großen Verlust bedeutet. Für unter 500k sollte man einen Gouida halten können, was wohl immer noch eine Einsparung von 1 Mio bedeutet.

    Sprich bei einer imho ählichen Qualität der Mannschaft im Vergleich zur laufenden Saison liegt der Gehaltsetat schon mal runde 10 Mio darunter..und mit einem dann 27-Mann-Kader wir man ohne internationalen Wettbewerb vermutlich durch die Saison kommen können. Einzig das Defensive MF (Backup für Behrami) oder die kreative Offensive könnte man da noch ausbauen…

    Sollte es für den einen oder anderen Spieler Kaufanfragen geben (Djourou, Adler, Sobiech, Jiracek, Rudnevs, Zoua, Lasogga…) kann man das dann wohlwollend prüfen und erhält dadurch dann vielleicht eine geeignete Masse, um andersweitig sinnvoller Ersatz verpflichten zu können – vor allem bei Spielern, deren Verträge 2016 auslaufen.

    Es ist also nicht alles super gut – aber die Situation führt dazu, dass der HSV vermutlich ohne wirklichen Substanz/Qualitätsverlust im Sommer seinen Gehaltsetat um mindestens 10 Mio senken kann – und das ist ja schon mal positiv, denn das war im letzten Sommer nicht möglich. Dazu werden sich die Spieler, deren Verträge auslaufen in der Rückrunde vermutlich alle mal so richtig anstrengen, da sie ja – wo auch immer – um neue Verträge spielen…

  7. Thomas S. 22. Dezember 2014 um 19:05 Uhr

    Sorgen-Uwe mal wieder: http://mobil.abendblatt.de/ab/sport/fussball/hsv/article135661309/Seeler-wundert-sich-ueber-HSV-nach-Oeztunali-Leihe-zu-Werder.html?config=mobile
    Klar, ein nicht gefestigter Jugendspieler, der sich obendrein schon vor Zeiten bewusst gegen den Verbleib in HH entschieden hat, wäre ja auch DIE Verstärkung im Abstiegskampf.
    Ohne Worte!

  8. ausgegliedert 23. Dezember 2014 um 12:48 Uhr

    Man sollte Uwe nicht mehr lesen, bei allem Respekt vor seiner sportl. Vergangenheit. Wäre ja auch gänzlich unbehaftet von Problemen nach dem Hickhack seines Abgangs zu Bayer.
    Als ob wir noch mehr Youngster brauchen für die Rückrunde, bei allem Talent von Levin.
    Btw. was macht eigentlich sein Berater/Vater nun?

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