Ich zitiere wörtlich!

Liebe Leser,

vielleicht ist es dem einen oder anderen bekannt, im Jahr 1993 drehte Regisseur James Ivory den Film „Was vom Tage übrig blieb“. Nun, was „vom Tage“ übrig blieb, ist mir nicht bekannt, aber mir ist bekannt, „was von der Initiative HSVPLUS übrig blieb“, nämlich so gut wie gar nichts. Glücklicherweise befinde ich mich im Besitz  des Antrages, den Initiator Ernst-Otto Riekchoff am 19.01.2014 zur Abstimmung stellte und der damals mit großer Mehrheit von den anwesenden Mitgliedern durch gewunken wurde.

Betrachtet man diesen Antrag respektive große und elementare Teile dieses Antrags heute, mehr als ein Jahr später und achtet man im April 2015 auf die tatsächlich Umsetzung dessen, was im Januar 14 zu Begeisterungsstürmen führte, so muss man leider erkennen, dass sich die ganze Aktion mehr oder weniger als Etiketten-Schwindel erwiesen hat. Hierzu einige Kommentare.

Antrag der Initiative HSVPLUS zur ordentlichen Mitgliederversammlung des Hamburger Sport-Verein e.V. am 19. Januar 2014.    

WESHALB DER HSV EINE STRUKTURELLE NEUORDNUNG BENÖTIGT

[…] „….Beispielhaft ist hier über viele Jahre ein zu großer und dominanter Aufsichtsrat mit zu großem operativen Einfluss auf einen dadurch unflexibel operierenden Vorstand. Keine personelle Konstellation hat auf Dauer funktioniert. Das Negativ-Image belastet den gesamten Verein intern und besonders in der öffentlichen Wahrnehmung…“

Kommentar: Es ist unbestritten: Je mehr Mitglieder ein Gremium hat, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Dinge, die nicht nach außen gehören, nach außen gelangen. Insofern ist besonders ein Kontrollgremium personell so klein wie nur irgend möglich zu halten. Ohne Frage hatte der Aufsichtsrat der alten Struktur oft und zu intensiv das Gefühl und den Bedarf, den Verein nicht nur kontrollieren, sondern tatsächlich führen zu wollen, aber besonders durch die wiederholten TV-Interviews von AR-Chef Karl Gernandt wird wiederholt dokumentiert, dass sich hieran aber so gar nichts geändert hat. Besonders Gernandt (aber auch Thomas von Heesen, als er noch Mitglied des AR’s war) mischt sich wiederholt ins operative Geschäft ein, äußert sich öffentlich über Trainer (Slomka, Zinnbauer, Tuchel), Spieler, Taktik, Zukunftsaussichten etc. Alles Dinge, die ihm in seiner Funktion nicht nur nicht zustehen, sondern die, sollten sie wie zur Zeit, mit den Aussagen des verantwortlichen Vorstands nicht oder nur zum Teil korrespondieren,  für den Verein und das Ansehen des Vereins schädlich sein bzw. sein können.  (siehe Reaktion Knäbel auf die Frage nach dem NDR-Interview Gernandts). Fakt ist: Auch der verkleinerte Aufsichtsrat der HSV Fußball AG nimmt massiven Einfluss auf das Tagesgeschäft und ist damit nicht weniger dominat als sein Vorgänger, ganz im Gegenteil.

[…] „…Bedeutendes Spielervermögen steht kaum noch zur Verfügung und würde bei einer Veräußerung die Mannschaft weiter schwächen…“

Kommentar: Dies war Stand Januar 2014. Am 04.07.2014 wurde dann Hakan Calhanoglu, der wohl hoffnungsvollste Spieler des Vereins nach Leverkusen transferiert und heute ist unschwer zu erkennen, wie sehr dieser Verkauf die Mannschaft geschwächt hat. Am 31.08.2014 folgte dann noch Milan Badelj (nach Florenz). Man sieht, dass dieser Punkt des Antrages ein halbes Jahr später keinerlei Relevanz mehr besaß. 

[…] „…Ideen zum Verkauf des Stadions oder des Stadionnamens sowie des noch nicht mal erstellten Campus` sind der falsche Weg…“

Kommentar: am 22.01.2015 gab der HSV bekannt, dass Klaus-Michael Kühne die Rechte am Stadionnamen für die nächsten 4 Jahre (ab 01.07.2015) für insgesamt € 16 Mio. erworben hat. Von „falschem Weg“ war plötzlich keine Rede mehr.

2. Aufbruchstimmung                                                                                                                                                              

[…] „… Schon jetzt zeigt sich, dass sich bisherige und potenziell in Frage kommende  Sponsoren positiv zu den Umstrukturierungsplänen von HSVPLUS äußern. Im Gegensatz zu der jetzigen imagebelasteten Vereinsstruktur wird es dann aufgrund einer erheblichen Steigerung der Reputation/Professionalität auch zu einer gesteigerten Attraktivität für strategische Partner kommen. Diese Attraktivität wird sich auch auf das Engagement von Persönlichkeiten mit nachgewiesener Professionalität für Führungsaufgaben oder Ehrenämter auswirken. Ehemalige Fußball-Ikonen des HSV haben sich schon öffentlich zu HSVPLUS bekannt…“

Kommentar: Unglücklicherweise kann man heute, am 04.04.2015 ( also knapp 14 Monate später) davon aber mal so überhaupt nichts erkennen. Gesteigerte Attraktivität entsteht durch sportlichen Erfolg und nicht durch schöne Worte. Außer Kühne (Und Otto mit dem Campus) ist bisher nichts Sichtbares in die Wege geleitet worden, die Akquise für strategische Partner wurde mittlerweile an ein externes Bankhaus vergeben. Was das „Engagement von Persönlichkeiten mit nachgewiesener Professionalität“ betrifft, erübrigt sich jeder weitere Kommentar. Die „Ikonen“ haben sich inzwischen, bis auf Peter Nogly, komplett vom HSV bzw. von seiner neuen Führung distanziert.

 3. Neue Finanzierungsmöglichkeit        

[…]“…    Eines der Kernziele des Konzepts ist die Umsetzung einer zeitnahen Entschuldung des Vereins. Das Konzept bietet auch hierfür eine Lösung an….“

Kommentar: Zeitnahe Entschuldung des Vereins. Eines der Eigentore der Initiative bzw. der neu inthronisierten Führung schlechthin. Eingenommene Gelder (Transfers, Kühne) wurde so schnell unters Volk gebracht, wie es reinkam, von „zeitnaher Entschuldung“ kann nicht im Mindesten die Rede sein, im Gegenteil. Der HSV hat sich seit dem 25.05.2014 weiter verschuldet. 

[…] „…Da die sogenannte Sperrminorität nicht erreicht werden kann, hat ein strategischer Partner somit faktisch und rechtlich keinerlei Einflussmöglichkeiten….“

Kommentar: Ob nun Sperminorität, Sponsorship oder Mäzenatentum, wer die Musik bezahlt, der bestimmt, was gespielt wird. Der Kauf von Lasogga, die Entlassung Slomkas, die Vertragsverlängerung mit Hilke – all das zeigt mehr als deutlich, wer beim HSV tatsächlich bestimmt. Die Installation des Firmen-Sprachrohrs Gernandt macht diese Tatsache nur noch deutlicher. 

[…] “ Eine von vorn herein seriöse Verwendung des neuen Startkapitals im Sinne einer Anschubfinanzierung schafft dauerhaften. Fußball-Kompetenz wird dafür sorgen, dass mit dem Geld keine unsinnigen Rekordtransfers getätigt werden…“

Kommentar: 1. Es exisitierte keinerlei „Anschubfinanzierung“, Kühnes Kredit wurde anschließend (zum Teil) in AG-Anteile umgewandelt. 2. Die „Fußball-Kompetenz Beiersdorfer“ sorgte dafür, dass unsinnige Rekordtransfers wie Lasogga (€ 8,5 Mio), Behrami (Sportinvalide), Olic (35 Jahre alt), Ostrzolek, Müller, Stieber, Cleber und und und realisiert wurden. Allesamt Transfers, die der Verantwortliche selbst im Laufe der letzten Woche massiv kritisierte. 

[…]“… Der Weg zurück in die deutsche Spitze und dauerhaft nach Europa funktioniert erfolgreich und zügig allein mit kostenlosem Kapital, sprich Eigenkapital, von strategischen Partnern.

Kommentar: Deutsche Spitze und dauerhaft Europa 😀 😀 Der HSV ist im April 2015 von Deutschlands Spitze und erst von Europa so weit entfernt, wie Aschaffenburg von Alice Springs. Hörte sich damals aber echt gut an. Der Witz vom „kostenlosen Kapital“ hat sich 2015 ebenfalls ausgelacht.

DIE ORGANISATION                                                                                                                                                                     

[…]“…Die Initiative HSVPLUS hat Anforderungsprofile von professionellen Personalberatern für die Kandidaten des Präsidiums des HSV e.V. und des Aufsichtsrats der HSV Fußball AG entsprechend der in diesem Konzept vorgestellten Kriterien  erarbeiten lassen…“

Kommentar: Anforderungsprofile für den e.V.-Präsidenten (Meier) und die Herren im AG-Aufsichtsrat also. Wer bitte glaubt das heute eigentlich noch? Hohle Phrasen, die sich für emotionalisierte Mitglieder nach Plan und Idee anhörten, die aber im Nachhinein nichts als heiße Luft waren.

Ich weiß, ich weiß – Geduld. Man sollte doch bitte Geduld haben. Das, was die Blinden in den Jahren zuvor verrissen haben, können selbst Super-Didi und die Rest-Exzellenzen in nur einem Jahr nicht reparieren. Stimmt, können sie nicht. Aber sie hätten sich zumindest in groben Zügen an dem orientieren können, was am 25.05.2015 zur Abstimmung stand und das haben sie erwiesenermaßen nicht getan. Stattdessen wurde ein ohnehin schon teurer Kader für mehr als € 35 Mio. aufgepumpt, es wurde ein Direktor nach dem nächsten installiert, aus geplanten (und versprochenen) zwei Vorständen wurden drei, die besten Spieler wurden verkauft, es wurden alte Spieler gekauft und und und und und. Mal ganz unabhängig von der auch weiterhin katastrophalen kommunikativen Darstellung (verliehene Spieler wurden schlicht vergessen, AR quatscht immer noch öffentlich etc.) muss man heute feststellen:

HSVPLUS ist krachend gescheitert! Schade nur, dass es jetzt kein Zurück mehr geben kann.

By the way – wo sind eigentlich all die HSVPLUS-Propaganda-Könige geblieben? Wo sind all diejenigen, die mit ihrem Namen und ihrer Prominenz für die Werte der Initiative standen und die andere angehalten haben, diesen Weg mit zugehen? Wo sind sie, Herr Rieckhoff, warum sagen sie nichts? Mir ist schon klar, dass sich zahlreiche Befürworter und Unterstützer von HSVPLUS in Mails, sms’en oder informellen Gesprächen extrem kritisch über das äußern, was dabei raus gekommen ist, aber warum äußert sich niemand öffentlich? Warum werden die Fans allein gelassen und sollen sich jetzt plötzlich eine eigene Meinung bilden, nachdem man ihnen monatelang vorgebetet hatte, was sie zu denken hätten?

Diejenigen, die tatsächlich für HSVPLUS (direkt) und damit für die aktuelle Situation (indirekt) verantwortlich zeichnen, sind versammelt abgetaucht. Behaupten, sie hätten damit nichts mehr zu tun, ihnen wäre der Verein mittlerweile egal. Aber diejenigen, die sich jetzt noch äußern, fangen tagtäglich die Prügel ein, die für ganz andere Personen gedacht sind.

Lest bitte zum gleichen Thema:

https://mrscgn.wordpress.com/2015/04/02/hsv-fan-zu-werden-ist-nicht-schwer-es-zu-bleiben-sehr/                                                   .

Von | 2015-04-04T08:33:10+02:00 4. April 2015|Allgemein|16 Kommentare

16 Comments

  1. Hasenmelker 4. April 2015 um 09:22 Uhr

    Ich kann die Unzufriedenheit nachvollziehen. Allerdings frage ich mich was die Alternativen gewesen wären?
    Glaubt irgendwer im Ernst in der alten Struktur wäre es weiter gegangen? Es wäre irgendetwas besser oder anders geworden als es jetzt beklagt wird? An dem gemessen was hier bis zum Ende der letzten Saison vorherrschte, verpericht zumindest die personelle Konstellation zumindest Hoffnung. Ich habe im Mai 2014 auch gedacht das 1-2 Jahre dauern wird, bis die neue personelle Aufstellung Wirkung zeigt. Heute weiß ich, dass das wohl zu optimistisch war. Es wird länger dauern bis wir erkennbare harte Fakten in Form von Ergebnissen und wirtschaftlichen Verbesserungeb sehen werden. Wichtiger als der Sommer 2014 wird die kommende Transferperiode. Jetzt entscheidet sich die Zukunft der kommenden 5 Jahre! Sowohl in der Trainerfrage wie auch bei der Kaderzusammenstellung werden entscheidene Weichen gestellt.

    Ich bin mit der A-Lösung Tuchel sehr einverstanden aber skeptisch ob er kommt. Bei der Kaderzusammenstellung wünsche ich mir, dass der Verein die Richtung vorgibt und nicht einen Trainer mit Geld ausstattet der dafür „seine“ Spieler verpflichten kann. Der Verein muss das Konzept vorgeben und eine dafür nötige „Watchlist“ von Spielern vorlegen und sich den dafür passenden Trainer verpflichten. Nicht anders! Ist das dann Thomas Tuchel ist es gut.

    Die 35-Millionen Geschichte kann ich ehrlich gesagt nicht mehr hören. Wenn man von dieser Summe die Transfererlöse abzieht, kommt ein Zähl zwischen 6-10 Mio € „Invest“ in die Mannschaft heraus. Diese Summe hat der HSV in den letzten Jahren immer investiert, im letzten Jahr allerdings nicht mehr in Spieler wie Sobiech, Zoua oder Ilicevic, sondern in Ostrzolek, Müller oder Lasaogga. Das die aktuell nicht die erhofften Leistungen bringen, sieht ja jeder. Liegt aber nmE nicht susschließlich bei Ihnen.

    • Gravesen 4. April 2015 um 09:32 Uhr

      Kann es sein, dass du den Blog nicht verstanden bzw. nicht richtig gelesen hast?

    • Heiliger Bimbam 4. April 2015 um 10:08 Uhr

      Alternativen? Es geht hier doch gar nicht um Alternativen. Sondern u.a. darum, dass fatale Fehler gemacht wurden bei der Besetzung von Schlüsselpositionen. Wende-Uboot Hilke, Lautsprecher Gernandt, Kloppverhinderer Diddl, Zauberlehrling Zinni – all´ das hätte verhindert werden können.
      Ich bin mir allerdings auch nicht mehr sicher, ob im Vorfeld von _allen_ Mitinitiatoren mit offenen Karten gespielt wurde…

    • Hardy Erdmann 4. April 2015 um 10:14 Uhr

      @ Hasenmelker,natürlich war HSV Plus alternativlos,nur darum geht es doch gar nicht.Sondern darum wie mit einem guten Programm die Mitglieder als Steigbügelhalter benutzt wurden damit jetzt ein anderes Ding durchgezogen wird.Da muss man sich doch nicht in die Tasche lügen.Für den aktuellen Tabellenstand kann man nicht den E.V verantwortlich machen. Beiersdorfer und Co. haben im Sommer eine Analyse gemacht betreffend dem Kader und dem Trainer.
      Vorbereitung und 3 Spieltage später war der Trainer nicht in der Lage das Konzept umzusetzen,übrigens nach einem massiven Einspruch von Herrn Kühne,“Wir brauchen einen Spitzentrainer“. und seiner rechten Hand ,Gernandt der vor dem 3. Spieltag via Presse den Trainer aufforderte alle neuen zu bringen..danach kam der geforderte Spitzentrainer….naja nicht ganz… ok es kam ein Viertligatrainer. Und das ist nur ein ganz kleiner Teil von Fehlern die gemacht wurden ohne das dafür die Vorgänger verantwortlich gemacht werden können. Aber es steht dafür wie dort die Dinge ausschließlich nach eigenem ermessen durchgezogen werden ohne sich an HSV Plus auch nur im Ansatz zu halten. Und deshalb sind die Vorwürfe wie hier von Gravesen gemacht wurden schlicht und einfach richtig.
      Und bevor hier wieder das Wort Geduld überstrapaziert wird,das ist zumindest ein Wort was bei der DFL nicht besonders wichtig ist .dort zählen die Fakten.Und die werden von den handelnden Personen geschaffen und wie es aussieht ohne HSV Plus Konzept.

  2. Sebastian 4. April 2015 um 13:50 Uhr

    So traurig ist das alles. Das Schlimme daran ist, man hätte es echt ahnen können. Warum sollte ein Verein, der schon vorher Spielball von vielen verschiedenen Egomanen war, durch die Umwandlung in eine AG nicht mehr zum Spielball von Egomanen werden? Vor allem dann, wenn man sich mit Beiersdorfer jemanden als Führungspersönlichkeit holt, der vieles ist, aber nunmal keine echte Führungspersönlichkeit.

    Mal als Anregung: könntest du nicht mal ein Interview mit Hoffmann machen? Der muß doch echt Interessantes zum Thema HSV zu sagen haben!

    • Heiliger Bimbam 4. April 2015 um 14:28 Uhr

      Vorher ahnen? Hm, eigentlich nicht. Der Leidensdruck dank der RTLs, Hunkes, und Bieberschteins war derart hoch, dass das Konzept HSV+ demgegenüber haushoch überlegen war.
      Witzigerweise war dann mMn ausgerechnet der Altruismus der Initiatoren einer der grössten Schwächen. Im nachhinein besehen hätte man vielleicht doch eine Gallionsfigur gebraucht.
      Aber ob zB EOR der Richtige dafür gewesen wäre?
      Hoffmann zB, obwohl ich persönlich ihn gerne wiedergesehen hätte, wäre eine SO grosse Reizfigur gewesen, dass alleine seine Erwähnung den Erfolg von „+“ gefährdet hätte…
      .
      Und Knetemässig? Tja, KlauMi. Fluch und Segen. Manchesmal denke ich, wenn der doch nur einen Funken Fussballverstand hätte. Dann hätte der seine Millionen nicht an VdV verschwendet oder Slomka überfrühzeitig unnötigerweise beschädigt…
      .
      Aber wo will man auf der „Memory Lane“ richtig abbiegen? Selbst BH kann man noch eine „Schuld“ zuschieben – hätte er doch bloss damals bei seinem Triumph die Briefwahl gleich mit durchgesetzt, mindestens die drei Horrorjahre wären uns wohl erspart geblieben…

    • Marcel 4. April 2015 um 14:29 Uhr

      Das stimmt, DB ist keine Führungsperson, leider.
      Man brauch Macher, Entscheider und keine Zauderer, die alles 100 mal abwegen.
      Als es damals mit HSV+ los ging, fand ich die Idee als neutraler Beobachter klasse und hätte mir auch gewünscht, dass es nicht so läuft wie jetzt und die o.a. Punkte nicht von der neuen Führung über den Haufen geworfen werden.
      Damals schrieb ich im FB Bereich bei HSV+:
      Hiernonymus als VV und DB als Sporti, das hätte meiner Meinung nach ideal gepasst.

      Was mich bei DB wundert, und auch, das kein Pressemensch da mal nachfragt, hat er eigentlich keinen Bock mehr auf VV?
      Als Knäbel noch nicht da war, hat er sich um die Transfers und das zusammenstellen der neuen Mannschaft gekümmert.
      Selbst als Knäbel da war, war er wohl auch ziemlich in neue Transfers involviert, s. Aussage Olic!
      Jetzt ist Knäbel Übergangstrainer und wer kümmert sich selbstredend um Vertragsgespräche, na klar, DB.
      Mag sein, dass ihm das als VV zusteht, aber ich finde, das hat alles so sein Geschmäckle!

      Und zum Thema AR und öffentliche Interviews und reinreden in den sportlichen Bereich.
      Möchte mal wissen, was beim FCB damals losgewesen wäre, als Hoeness noch im Amt war, hätte da auch nur einer vom AR von Addidas & Co. öffenltich gegen Trainer, Spieler, etc. einen rausgehauen; aua aua sag ich da nur…

      PS: grad in der MoPo über Knäbel:
      „Rettet er den HSV, könnte Peter Knäbel der Dank der Fans auf ewig sicher sein. Geht’s schief, wird er sich einen neuen Job suchen müssen, auch das dürfte klar sein.“
      Äh sorry, also mir ist das überhaupt nicht klar, es sei denn, KG und DB suchen ein Bauernopfer, um von ihrer eigenen Unfähigkeit abzulenken.
      Kann mich hier jemand erleuchten, warum Knäbel gehen müsste?
      Er ist Interimstrainer und eigentlich Spodi!

  3. Marcel 4. April 2015 um 14:41 Uhr

    Eine Frage habe ich noch in die Runde an die Leute, die beim Training zugucken:
    Schieben die Profis eigentlich noch Sonderschichten nach dem eigentlichen Training, sprich, übt ein VdV noch eine Stunde danach Eckbälle und Standards, versucht ein Diekmeier Flankenläufe zu simulieren, damit die Dinger gut reinkommen?
    Ich mein, es wird immer davon geredet, dass es um alles geht, daher frage ich mich, wird auch alles gegeben?
    Nach einem verlorenen Spiel, was quasi ein Endspiel war/ist (s. Hertha) heißt es dann, nächstes Spiel müssen wir noch mehr Gras fressen, usw.

    Habe das Gefühl, dass von den Profis keiner freiwillig bereit ist, da was zu machen; hatte nur mal was Adler letztes Jahr gelesen, der ein paar Sonderschichten eingelegt hatte.

    Kann jemand was dazu sagen oder beurteiln?

    Danke

    • Heiliger Bimbam 4. April 2015 um 14:58 Uhr

      Zum aktuellen Stand kann ich nichts sagen, da ich nicht mehr regelmässig beim Training bin. Aber zu Zeiten noch von Putilo und Sorin hatte ich den Eindruck, dass der Betreuerstab Extraeinheiten missmutig „erduldete“ bzw „passiv-aggressiv“ torpedierte. Da war zB so ein knorriger Dicker, der Putilos Extrasprints auf der Steigung nach dem Training mit dem dummen Spruch kommentierte, dass Putilo besser _im_ Training Gas geben sollte (was kompletter Käse war, da Anton im Training immer volle Pulle gab), und solche Stunts brachte, wie mit der Tür vom Schuppen zu klappern, um seine „Ungeduld“ zu betonen…
      .
      Würde mich nicht wundern, wenn das heute nicht viel anders ist.

  4. atari 4. April 2015 um 17:54 Uhr

    Alle sprechen immer von einem Trainerwechsel beim HSV.
    Ist es wirklich einer?
    Es wurde ein Trainer freigestellt, aber es ist kein neuer gekommen.
    Jetzt sitzt einer in Trainerfunktion auf der Bank, der eigentlich kein Trainer ist.
    Das ist kein Trainerwechsel, oder?

  5. seleer 4. April 2015 um 20:53 Uhr

    Und wieder mal verloren.da hauts dir die socke weg wenn du den bericht von kaebel liest,unfassbar!wann kommt Magath?

    • Marcel 4. April 2015 um 21:12 Uhr

      Und Knäbel im ersten nach dem Spiel“jetzt weiß ich, auf wen ich mich verlassen kann und wen nicht“

      So ungefähr!
      Äh sorry, hat der die letzten 20 Spiele gepennt oder war die Brille beschlagen??

      Dann muss es ja nächstes Mal 8-9 neue geben.
      Olic, Behrami, Ostzroleck, Müller, beide IV mindestens ersetzen.

      Man, einfach mal nach so einem Spiel gar nichts sagen!

      Ein 0:10 wäre wohl am besten gewesen, bis mal die ersten Didi raus gerufen hätten.
      Aber die „Hardcore“ Fans gehen ja bis im die 2. Liga.
      Nun ja, es auch darum WIE!

      Mit yes We can ist keinem geholfen, mich persönlich interessiert auch immer das how…

  6. Thomas S. 4. April 2015 um 21:48 Uhr

    HSVplus ist ein Baby, welches von den Herren Rieckhoff & Co. unmittelbar nach der Geburt zur Adoption freigegeben wurde. Von daher kann man es konsequent und bis zu einem gewissen Punkt sogar honorig nennen, wenn sie sich nicht mehr öffentlich dazu äußern. Aber allmählich sind wir an einem Punkt, wo auch in meinen Augen die von dir genannten Argumente schwerer wiegen.
    Die aktuelle (Friedhofs-)Ruhe im Verein ist auch deswegen grotesk, wenn man bedenkt, wie viele „Sorgen-Interviews“ zu Zeiten, als der HSV sich im gesicherten Mittelfeld mit aufsteigender Tendenz bewegte, von diversen namhaften Leuten abgesondert wurden, die jetzt alle brav stillhalten und einen auf Geduld machen. Immer war Theater, immer wurde quergeschossen, nur jetzt, wo es endlich mal Grund dazu gäbe, sind alle plötzlich loyal bis zur Selbstverleugnung.
    Schlechtes Gewissen, weil sie HSVplus unterstützt haben und jetzt machtlos mit ansehen müssen, wie alles den Bach runter geht? Von Herrn Hieronymus wissen wir, dass das so ist. Hindert ihn das daran, sich auch mal öffentlich zu äußern? Oder will einfach keiner der erste sein, weil dann alle über ihn herfallen (Dolchstoß-Vorwurf)?
    Ich könnte mir auch vorstellen, dass gegenwärtig eine Art Burgfrieden herrscht, aber die Fäuste in den Taschen schon geballt sind. Wenn dann die Saison endlich vorbei ist, möchte ich jedenfalls nicht in Didis (und anderer) Haut stecken.
    Ein in jeder Hinsicht unwürdiges Stück, das hier aufgeführt wird.

  7. Goldfather 5. April 2015 um 05:38 Uhr

    „Der Kunde erwartet operative Exzellenz …Kühne scheint vorbereitet. Die Schweizer planen nach Informationen aus dem Konzern ein neues Logistikzentrum am Airbus-Standort Toulouse. Der Neubau soll Ende 2014 den Betrieb aufnehmen, heißt es…“ Quelle: http://www.mm-logistik.vogel.de/management-it/articles/429434/
    .
    Betrachtet man den HSV als Bestandteil der Kühne & Nagel Gruppe in der es wirklich üblich zu sein scheint Exzellenz zu fordern und Exzellenz geliefert zu bekommen, dann kann man sich in etwa vorstellen, dass im wesentlichen die Führungsebene um Dietmar Beiersdorfer, Peter Knäbel und Bernhard Peters gnadenlos ums Überleben kämpft.
    .
    Karl Gernandt ist der Mann der Exzellenz tatsächlich in allen Bereichen einfordert für die er verantwortlich zeichnet. Und er übertreibt nicht, sondern meint es tatsächlich ernst, wie man an der Tatsache sehen kann, dass Airbus sämtliche Logistikdienstleistungen an Kühne und Nagel übertragen hat.
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    Im Flugzeugbau gelten die weltweit höchsten Qualitätsstandards die es in einem industriellen Fertigungsprozeß unserer Tage gibt und exakt dort hat Kühne und Nagel nicht nur die Nase vorn, sondern beherrscht das Geschäft.
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    Nimmt man diesen Qualitätsmaßstab ernst, dann sehe ich für die aktuelle Führungsriege des operativen Geschäftes beim HSV keine Zukunft im Falle des Abstieges in die zweite Liga. Beiersdorfer, Peters und Knäbel wissen, dass die kommenden sieben Spiele entscheidend sein werden für ihre berufliche Zukunft.
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    Klaus-Michael wird nicht einmal den Telefonhörer abnehmen müssen in der Schweiz, da Gernandt weiß wie in solchen Situationen mit Führungskräften der Firma verfahren wird.
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    Da Kühne und Nagel in extrem vielen Bereichen involviert ist, besteht sowohl für die operative Führungsriege des HSV, wie auch für viele Spieler, denen eine berufliche Zukunft jenseits der Fußballbranche vorgeschwebt hat, zudem das Risiko einen weiteren Karriereknick befürchten zu müssen. Das Wort Klaus Michael hat weit über die Hansestadt Hamburg Bedeutung.
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    Maximaler könnte der Druck auf Mannschaft und Funktionäre kaum sein.
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    Wäre es nur der alte HSV e.V. der gerade absteigt, dann wären die Probleme deutlich geringer für den einen oder anderen Protagonisten. Man stelle sich allein die Situation vor, dass Knäbel sämtliche 8 Spiele verliert und direkt absteigt mit der Raute.
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    In Deutschland würde es für Knäbel äußerst schwierig werden wieder einen vergleichbaren Job zu bekommen und so würde er sich selbstverständlich wieder zurück in die Schweiz begeben. Doch ob sein Stern in der Schweiz in der Klaus-Michael bislang seine Steuern zu zahlen pflegt noch einmal so hell strahlen würde wie vor dem Ausflug zum HSV, wage ich zu bezweifeln.
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    Nicht nur für den Club könnte es um alles gehen, da es auch jederzeit so sein könnte, dass Klaus-Michael endgültig die Schnauze voll hat, sondern auch für Vorstand, Spieler und Trainer.
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    HSVplus hat die Situation zugespitzt und war dennoch alternativlos.
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    Hat Klaus-Michael immer noch das gleißende Rauten-Feuer in sich dann bin ich mir sicher, dass Karl Gernandt eines Tages exakt jene Exzellenz beim HSV verwirklicht haben wird, wie er sie von anderen Unternehmensteilen der Firma gewohnt ist.
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    https://www.youtube.com/watch?v=Nt-OEJY9TFE
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    Kühne und Nagel wird bereits derart eng mit dem HSV in Verbindung gebracht, dass ein Abstieg in die zweite Liga eigentlich nur zwei Möglichkeiten zulässt.
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    1. Trennung vom HSV. Keine weiteren Gelder.
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    2. Übernahme der restlichen 17,5% zu äußerst günstigen Konditionen. Danach käme eine Investitionsoffensive, die selbst Herrn Mateschitz klar machen könnte, dass Logistik und Bullen-Brause nicht nur zwei unterschiedliche Geschäftsfelder sind.
    .
    Will Klaus-Michael seinen Job richtig machen beim HSV kann er Red Bull jederzeit von der Platte fegen – und daraus folgt: Unterschreibt Tuchel in Hamburg besitzt er nicht nur die mündliche Zusage für eine Investitionszusage Kühnes, sondern eine schriftlich fixierte Investitionslinie, die, unabhängig von der Ligazugehörigkeit, die nächsten 5 Jahre umfasst. 100 Millionen € plus X.
    .

    Let’s roll Klaus Michael

    • Gravesen 5. April 2015 um 06:56 Uhr

      Ich denke, es ist allerhöchste Zeit, dass du dich mit dem Gedanken anfreundest, dass nicht hinter allem, was Herr Kühne veranstaltet, ein gewaltiger Plan steckt. Ich weiß, dass es nur sehr schwer zu verstehen ist, aber der Mann handelt größtenteils rein emotional und eben nicht vernunftgesteuert.

      • Goldfather 5. April 2015 um 16:16 Uhr

        Bislang verhält es sich so, dass Klaus-Michael Jahr für Jahr höhere Investitionen tätigt, während der HSV sich Jahr für Jahr sportlich verschlechtert. Ohne Not entsandte Klaus-Michael zudem seinen Ziehsohn und Geschäftsführer Karl als AR-Vorsitzenden und besiegelte somit öffentlich den Status des HSV, als Unterabteilung des Logistikkonzerns Kühne & Nagel.
        .
        Ohne Kühne & Nagel ist der HSV als Erstligaclub nicht mehr überlebensfähig und deshalb kann es für den Konzern nur zwei Optionen geben, die da lauten: Rein oder raus!
        .
        Rein bedeutet nicht HSVplus sondern Kühne-plus. Anders ausgedrückt: Eine Übernahme der maroden Profiabteilung des HSV durch Kühne & Nagel erscheint immer wahrscheinlicher, da es keine weiteren Großinvestoren zu geben scheint und der Club ohne Kühnegeld nicht mehr überlebensfähig ist.
        .
        Desweiteren ergibt sich aus der bisherigen Verbindung von Kühne & Nagel mit dem HSV ein geradezu desaströses Bild in der öffentlichen Wahrnehmung, so dass Kühne & Nagel aus meiner Sicht gar nicht anders kann, als den Volleinstieg durchzuführen und dieses Image zu korrigieren.
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        Dass Klaus-Michael das Ganze eher von der emotionalen Seite zu betrachten scheint, ist sicherlich kein Hinderniss für eine weitreichende Investitionslinie, die es einer neuen sportlichen Führung ermöglichen könnte effektiv zu agieren.
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        Viele große Unternehmensinvestitionen oder Gründungen haben im wesentlichen auf der Basis eines emotionalen Prozeßes stattgefunden, da kein Betriebswirt, Volkswirt oder Mathematiker in der Lage gewesen wäre ein derart multifaktorielles Geschehen glaubwürdig berechnen zu können.
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        Emotionen gehören im Bereich größerer Investitionsentscheidungen immer dazu und manchmal sind sie sogar das einzige Argument.
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        Der Logistikkonzern Kühne & Nagel könnte gemeinsam mit dem Bullenbrauseproduzenten für eine vollkommen neue Bundesliga sorgen, indem er, auf welchem Wege auch immer, die längst zur Farce verkommene 50 + 1 Regel, aushebelt und den HSV zu 100% übernimmt.
        .
        Seit jeher denkt man beim HSV zu kurz und gesteht sich nicht ein, dass man weit davon entfernt ist wettbewerbsfähig zu sein, insbesondere wenn es um Konzernclubs wie den FC Bayern-Adidas-Audi-Allianz, VW, Aspirin 04, Bullenbrause-Leipzig, 1899 SAP oder Audi 2-Ingolstadt geht.
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        Der HSV als e.V. im Profifußball hat fertig. Wir erleben gerade die letzten Zuckungen des Dinos bevor die Raute als Betriebssportabteilung des Speditionskonzerns Kühne & Nagel wieder aus der Gruft steigt.
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        Die Liga hat es so gewollt, angesichts der extremen Wettbewerbsverzerrung, die durch die Konzernclubs hervorgerufen wurde. Jetzt ist es am HSV und Kühne konsequent zu sein und den nächsten Schritt einzuleiten.
        .
        „Es gibt nur einen Weg, Großartiges zu leisten. Zu tun, was man liebt“. (Apple-Gründer Steve Jobs)

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