Ich zitiere wörtlich!

Liebe Leser,

vielleicht ist es dem einen oder anderen bekannt, im Jahr 1993 drehte Regisseur James Ivory den Film “Was vom Tage übrig blieb”. Nun, was “vom Tage” übrig blieb, ist mir nicht bekannt, aber mir ist bekannt, “was von der Initiative HSVPLUS übrig blieb”, nämlich so gut wie gar nichts. Glücklicherweise befinde ich mich im Besitz  des Antrages, den Initiator Ernst-Otto Riekchoff am 19.01.2014 zur Abstimmung stellte und der damals mit großer Mehrheit von den anwesenden Mitgliedern durch gewunken wurde.

Betrachtet man diesen Antrag respektive große und elementare Teile dieses Antrags heute, mehr als ein Jahr später und achtet man im April 2015 auf die tatsächlich Umsetzung dessen, was im Januar 14 zu Begeisterungsstürmen führte, so muss man leider erkennen, dass sich die ganze Aktion mehr oder weniger als Etiketten-Schwindel erwiesen hat. Hierzu einige Kommentare.

Antrag der Initiative HSVPLUS zur ordentlichen Mitgliederversammlung des Hamburger Sport-Verein e.V. am 19. Januar 2014.    

WESHALB DER HSV EINE STRUKTURELLE NEUORDNUNG BENÖTIGT

[…] “….Beispielhaft ist hier über viele Jahre ein zu großer und dominanter Aufsichtsrat mit zu großem operativen Einfluss auf einen dadurch unflexibel operierenden Vorstand. Keine personelle Konstellation hat auf Dauer funktioniert. Das Negativ-Image belastet den gesamten Verein intern und besonders in der öffentlichen Wahrnehmung…”

Kommentar: Es ist unbestritten: Je mehr Mitglieder ein Gremium hat, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Dinge, die nicht nach außen gehören, nach außen gelangen. Insofern ist besonders ein Kontrollgremium personell so klein wie nur irgend möglich zu halten. Ohne Frage hatte der Aufsichtsrat der alten Struktur oft und zu intensiv das Gefühl und den Bedarf, den Verein nicht nur kontrollieren, sondern tatsächlich führen zu wollen, aber besonders durch die wiederholten TV-Interviews von AR-Chef Karl Gernandt wird wiederholt dokumentiert, dass sich hieran aber so gar nichts geändert hat. Besonders Gernandt (aber auch Thomas von Heesen, als er noch Mitglied des AR’s war) mischt sich wiederholt ins operative Geschäft ein, äußert sich öffentlich über Trainer (Slomka, Zinnbauer, Tuchel), Spieler, Taktik, Zukunftsaussichten etc. Alles Dinge, die ihm in seiner Funktion nicht nur nicht zustehen, sondern die, sollten sie wie zur Zeit, mit den Aussagen des verantwortlichen Vorstands nicht oder nur zum Teil korrespondieren,  für den Verein und das Ansehen des Vereins schädlich sein bzw. sein können.  (siehe Reaktion Knäbel auf die Frage nach dem NDR-Interview Gernandts). Fakt ist: Auch der verkleinerte Aufsichtsrat der HSV Fußball AG nimmt massiven Einfluss auf das Tagesgeschäft und ist damit nicht weniger dominat als sein Vorgänger, ganz im Gegenteil.

[…] “…Bedeutendes Spielervermögen steht kaum noch zur Verfügung und würde bei einer Veräußerung die Mannschaft weiter schwächen…”

Kommentar: Dies war Stand Januar 2014. Am 04.07.2014 wurde dann Hakan Calhanoglu, der wohl hoffnungsvollste Spieler des Vereins nach Leverkusen transferiert und heute ist unschwer zu erkennen, wie sehr dieser Verkauf die Mannschaft geschwächt hat. Am 31.08.2014 folgte dann noch Milan Badelj (nach Florenz). Man sieht, dass dieser Punkt des Antrages ein halbes Jahr später keinerlei Relevanz mehr besaß. 

[…] “…Ideen zum Verkauf des Stadions oder des Stadionnamens sowie des noch nicht mal erstellten Campus` sind der falsche Weg…”

Kommentar: am 22.01.2015 gab der HSV bekannt, dass Klaus-Michael Kühne die Rechte am Stadionnamen für die nächsten 4 Jahre (ab 01.07.2015) für insgesamt € 16 Mio. erworben hat. Von “falschem Weg” war plötzlich keine Rede mehr.

2. Aufbruchstimmung                                                                                                                                                              

[…] “… Schon jetzt zeigt sich, dass sich bisherige und potenziell in Frage kommende  Sponsoren positiv zu den Umstrukturierungsplänen von HSVPLUS äußern. Im Gegensatz zu der jetzigen imagebelasteten Vereinsstruktur wird es dann aufgrund einer erheblichen Steigerung der Reputation/Professionalität auch zu einer gesteigerten Attraktivität für strategische Partner kommen. Diese Attraktivität wird sich auch auf das Engagement von Persönlichkeiten mit nachgewiesener Professionalität für Führungsaufgaben oder Ehrenämter auswirken. Ehemalige Fußball-Ikonen des HSV haben sich schon öffentlich zu HSVPLUS bekannt…”

Kommentar: Unglücklicherweise kann man heute, am 04.04.2015 ( also knapp 14 Monate später) davon aber mal so überhaupt nichts erkennen. Gesteigerte Attraktivität entsteht durch sportlichen Erfolg und nicht durch schöne Worte. Außer Kühne (Und Otto mit dem Campus) ist bisher nichts Sichtbares in die Wege geleitet worden, die Akquise für strategische Partner wurde mittlerweile an ein externes Bankhaus vergeben. Was das “Engagement von Persönlichkeiten mit nachgewiesener Professionalität” betrifft, erübrigt sich jeder weitere Kommentar. Die “Ikonen” haben sich inzwischen, bis auf Peter Nogly, komplett vom HSV bzw. von seiner neuen Führung distanziert.

 3. Neue Finanzierungsmöglichkeit        

[…]”…    Eines der Kernziele des Konzepts ist die Umsetzung einer zeitnahen Entschuldung des Vereins. Das Konzept bietet auch hierfür eine Lösung an….”

Kommentar: Zeitnahe Entschuldung des Vereins. Eines der Eigentore der Initiative bzw. der neu inthronisierten Führung schlechthin. Eingenommene Gelder (Transfers, Kühne) wurde so schnell unters Volk gebracht, wie es reinkam, von “zeitnaher Entschuldung” kann nicht im Mindesten die Rede sein, im Gegenteil. Der HSV hat sich seit dem 25.05.2014 weiter verschuldet. 

[…] “…Da die sogenannte Sperrminorität nicht erreicht werden kann, hat ein strategischer Partner somit faktisch und rechtlich keinerlei Einflussmöglichkeiten….”

Kommentar: Ob nun Sperminorität, Sponsorship oder Mäzenatentum, wer die Musik bezahlt, der bestimmt, was gespielt wird. Der Kauf von Lasogga, die Entlassung Slomkas, die Vertragsverlängerung mit Hilke – all das zeigt mehr als deutlich, wer beim HSV tatsächlich bestimmt. Die Installation des Firmen-Sprachrohrs Gernandt macht diese Tatsache nur noch deutlicher. 

[…] ” Eine von vorn herein seriöse Verwendung des neuen Startkapitals im Sinne einer Anschubfinanzierung schafft dauerhaften. Fußball-Kompetenz wird dafür sorgen, dass mit dem Geld keine unsinnigen Rekordtransfers getätigt werden…”

Kommentar: 1. Es exisitierte keinerlei “Anschubfinanzierung”, Kühnes Kredit wurde anschließend (zum Teil) in AG-Anteile umgewandelt. 2. Die “Fußball-Kompetenz Beiersdorfer” sorgte dafür, dass unsinnige Rekordtransfers wie Lasogga (€ 8,5 Mio), Behrami (Sportinvalide), Olic (35 Jahre alt), Ostrzolek, Müller, Stieber, Cleber und und und realisiert wurden. Allesamt Transfers, die der Verantwortliche selbst im Laufe der letzten Woche massiv kritisierte. 

[…]”… Der Weg zurück in die deutsche Spitze und dauerhaft nach Europa funktioniert erfolgreich und zügig allein mit kostenlosem Kapital, sprich Eigenkapital, von strategischen Partnern.

Kommentar: Deutsche Spitze und dauerhaft Europa 😀 😀 Der HSV ist im April 2015 von Deutschlands Spitze und erst von Europa so weit entfernt, wie Aschaffenburg von Alice Springs. Hörte sich damals aber echt gut an. Der Witz vom “kostenlosen Kapital” hat sich 2015 ebenfalls ausgelacht.

DIE ORGANISATION                                                                                                                                                                     

[…]”…Die Initiative HSVPLUS hat Anforderungsprofile von professionellen Personalberatern für die Kandidaten des Präsidiums des HSV e.V. und des Aufsichtsrats der HSV Fußball AG entsprechend der in diesem Konzept vorgestellten Kriterien  erarbeiten lassen…”

Kommentar: Anforderungsprofile für den e.V.-Präsidenten (Meier) und die Herren im AG-Aufsichtsrat also. Wer bitte glaubt das heute eigentlich noch? Hohle Phrasen, die sich für emotionalisierte Mitglieder nach Plan und Idee anhörten, die aber im Nachhinein nichts als heiße Luft waren.

Ich weiß, ich weiß – Geduld. Man sollte doch bitte Geduld haben. Das, was die Blinden in den Jahren zuvor verrissen haben, können selbst Super-Didi und die Rest-Exzellenzen in nur einem Jahr nicht reparieren. Stimmt, können sie nicht. Aber sie hätten sich zumindest in groben Zügen an dem orientieren können, was am 25.05.2015 zur Abstimmung stand und das haben sie erwiesenermaßen nicht getan. Stattdessen wurde ein ohnehin schon teurer Kader für mehr als € 35 Mio. aufgepumpt, es wurde ein Direktor nach dem nächsten installiert, aus geplanten (und versprochenen) zwei Vorständen wurden drei, die besten Spieler wurden verkauft, es wurden alte Spieler gekauft und und und und und. Mal ganz unabhängig von der auch weiterhin katastrophalen kommunikativen Darstellung (verliehene Spieler wurden schlicht vergessen, AR quatscht immer noch öffentlich etc.) muss man heute feststellen:

HSVPLUS ist krachend gescheitert! Schade nur, dass es jetzt kein Zurück mehr geben kann.

By the way – wo sind eigentlich all die HSVPLUS-Propaganda-Könige geblieben? Wo sind all diejenigen, die mit ihrem Namen und ihrer Prominenz für die Werte der Initiative standen und die andere angehalten haben, diesen Weg mit zugehen? Wo sind sie, Herr Rieckhoff, warum sagen sie nichts? Mir ist schon klar, dass sich zahlreiche Befürworter und Unterstützer von HSVPLUS in Mails, sms’en oder informellen Gesprächen extrem kritisch über das äußern, was dabei raus gekommen ist, aber warum äußert sich niemand öffentlich? Warum werden die Fans allein gelassen und sollen sich jetzt plötzlich eine eigene Meinung bilden, nachdem man ihnen monatelang vorgebetet hatte, was sie zu denken hätten?

Diejenigen, die tatsächlich für HSVPLUS (direkt) und damit für die aktuelle Situation (indirekt) verantwortlich zeichnen, sind versammelt abgetaucht. Behaupten, sie hätten damit nichts mehr zu tun, ihnen wäre der Verein mittlerweile egal. Aber diejenigen, die sich jetzt noch äußern, fangen tagtäglich die Prügel ein, die für ganz andere Personen gedacht sind.

Lest bitte zum gleichen Thema:

https://mrscgn.wordpress.com/2015/04/02/hsv-fan-zu-werden-ist-nicht-schwer-es-zu-bleiben-sehr/                                                   .

Von | 2015-04-04T08:33:10+02:00 4. April 2015|Allgemein|16 Kommentare

16 Comments

  1. Hasenmelker 4. April 2015 um 09:22 Uhr - Antworten

    Ich kann die Unzufriedenheit nachvollziehen. Allerdings frage ich mich was die Alternativen gewesen wären?
    Glaubt irgendwer im Ernst in der alten Struktur wäre es weiter gegangen? Es wäre irgendetwas besser oder anders geworden als es jetzt beklagt wird? An dem gemessen was hier bis zum Ende der letzten Saison vorherrschte, verpericht zumindest die personelle Konstellation zumindest Hoffnung. Ich habe im Mai 2014 auch gedacht das 1-2 Jahre dauern wird, bis die neue personelle Aufstellung Wirkung zeigt. Heute weiß ich, dass das wohl zu optimistisch war. Es wird länger dauern bis wir erkennbare harte Fakten in Form von Ergebnissen und wirtschaftlichen Verbesserungeb sehen werden. Wichtiger als der Sommer 2014 wird die kommende Transferperiode. Jetzt entscheidet sich die Zukunft der kommenden 5 Jahre! Sowohl in der Trainerfrage wie auch bei der Kaderzusammenstellung werden entscheidene Weichen gestellt.

    Ich bin mit der A-Lösung Tuchel sehr einverstanden aber skeptisch ob er kommt. Bei der Kaderzusammenstellung wünsche ich mir, dass der Verein die Richtung vorgibt und nicht einen Trainer mit Geld ausstattet der dafür “seine” Spieler verpflichten kann. Der Verein muss das Konzept vorgeben und eine dafür nötige “Watchlist” von Spielern vorlegen und sich den dafür passenden Trainer verpflichten. Nicht anders! Ist das dann Thomas Tuchel ist es gut.

    Die 35-Millionen Geschichte kann ich ehrlich gesagt nicht mehr hören. Wenn man von dieser Summe die Transfererlöse abzieht, kommt ein Zähl zwischen 6-10 Mio € “Invest” in die Mannschaft heraus. Diese Summe hat der HSV in den letzten Jahren immer investiert, im letzten Jahr allerdings nicht mehr in Spieler wie Sobiech, Zoua oder Ilicevic, sondern in Ostrzolek, Müller oder Lasaogga. Das die aktuell nicht die erhofften Leistungen bringen, sieht ja jeder. Liegt aber nmE nicht susschließlich bei Ihnen.

    • Gravesen 4. April 2015 um 09:32 Uhr - Antworten

      Kann es sein, dass du den Blog nicht verstanden bzw. nicht richtig gelesen hast?

    • Heiliger Bimbam 4. April 2015 um 10:08 Uhr - Antworten

      Alternativen? Es geht hier doch gar nicht um Alternativen. Sondern u.a. darum, dass fatale Fehler gemacht wurden bei der Besetzung von Schlüsselpositionen. Wende-Uboot Hilke, Lautsprecher Gernandt, Kloppverhinderer Diddl, Zauberlehrling Zinni – all´ das hätte verhindert werden können.
      Ich bin mir allerdings auch nicht mehr sicher, ob im Vorfeld von _allen_ Mitinitiatoren mit offenen Karten gespielt wurde…

    • Hardy Erdmann 4. April 2015 um 10:14 Uhr - Antworten

      @ Hasenmelker,natürlich war HSV Plus alternativlos,nur darum geht es doch gar nicht.Sondern darum wie mit einem guten Programm die Mitglieder als Steigbügelhalter benutzt wurden damit jetzt ein anderes Ding durchgezogen wird.Da muss man sich doch nicht in die Tasche lügen.Für den aktuellen Tabellenstand kann man nicht den E.V verantwortlich machen. Beiersdorfer und Co. haben im Sommer eine Analyse gemacht betreffend dem Kader und dem Trainer.
      Vorbereitung und 3 Spieltage später war der Trainer nicht in der Lage das Konzept umzusetzen,übrigens nach einem massiven Einspruch von Herrn Kühne,”Wir brauchen einen Spitzentrainer”. und seiner rechten Hand ,Gernandt der vor dem 3. Spieltag via Presse den Trainer aufforderte alle neuen zu bringen..danach kam der geforderte Spitzentrainer….naja nicht ganz… ok es kam ein Viertligatrainer. Und das ist nur ein ganz kleiner Teil von Fehlern die gemacht wurden ohne das dafür die Vorgänger verantwortlich gemacht werden können. Aber es steht dafür wie dort die Dinge ausschließlich nach eigenem ermessen durchgezogen werden ohne sich an HSV Plus auch nur im Ansatz zu halten. Und deshalb sind die Vorwürfe wie hier von Gravesen gemacht wurden schlicht und einfach richtig.
      Und bevor hier wieder das Wort Geduld überstrapaziert wird,das ist zumindest ein Wort was bei der DFL nicht besonders wichtig ist .dort zählen die Fakten.Und die werden von den handelnden Personen geschaffen und wie es aussieht ohne HSV Plus Konzept.

  2. Sebastian 4. April 2015 um 13:50 Uhr - Antworten

    So traurig ist das alles. Das Schlimme daran ist, man hätte es echt ahnen können. Warum sollte ein Verein, der schon vorher Spielball von vielen verschiedenen Egomanen war, durch die Umwandlung in eine AG nicht mehr zum Spielball von Egomanen werden? Vor allem dann, wenn man sich mit Beiersdorfer jemanden als Führungspersönlichkeit holt, der vieles ist, aber nunmal keine echte Führungspersönlichkeit.

    Mal als Anregung: könntest du nicht mal ein Interview mit Hoffmann machen? Der muß doch echt Interessantes zum Thema HSV zu sagen haben!

    • Heiliger Bimbam 4. April 2015 um 14:28 Uhr - Antworten

      Vorher ahnen? Hm, eigentlich nicht. Der Leidensdruck dank der RTLs, Hunkes, und Bieberschteins war derart hoch, dass das Konzept HSV+ demgegenüber haushoch überlegen war.
      Witzigerweise war dann mMn ausgerechnet der Altruismus der Initiatoren einer der grössten Schwächen. Im nachhinein besehen hätte man vielleicht doch eine Gallionsfigur gebraucht.
      Aber ob zB EOR der Richtige dafür gewesen wäre?
      Hoffmann zB, obwohl ich persönlich ihn gerne wiedergesehen hätte, wäre eine SO grosse Reizfigur gewesen, dass alleine seine Erwähnung den Erfolg von “+” gefährdet hätte…
      .
      Und Knetemässig? Tja, KlauMi. Fluch und Segen. Manchesmal denke ich, wenn der doch nur einen Funken Fussballverstand hätte. Dann hätte der seine Millionen nicht an VdV verschwendet oder Slomka überfrühzeitig unnötigerweise beschädigt…
      .
      Aber wo will man auf der “Memory Lane” richtig abbiegen? Selbst BH kann man noch eine “Schuld” zuschieben – hätte er doch bloss damals bei seinem Triumph die Briefwahl gleich mit durchgesetzt, mindestens die drei Horrorjahre wären uns wohl erspart geblieben…

    • Marcel 4. April 2015 um 14:29 Uhr - Antworten

      Das stimmt, DB ist keine Führungsperson, leider.
      Man brauch Macher, Entscheider und keine Zauderer, die alles 100 mal abwegen.
      Als es damals mit HSV+ los ging, fand ich die Idee als neutraler Beobachter klasse und hätte mir auch gewünscht, dass es nicht so läuft wie jetzt und die o.a. Punkte nicht von der neuen Führung über den Haufen geworfen werden.
      Damals schrieb ich im FB Bereich bei HSV+:
      Hiernonymus als VV und DB als Sporti, das hätte meiner Meinung nach ideal gepasst.

      Was mich bei DB wundert, und auch, das kein Pressemensch da mal nachfragt, hat er eigentlich keinen Bock mehr auf VV?
      Als Knäbel noch nicht da war, hat er sich um die Transfers und das zusammenstellen der neuen Mannschaft gekümmert.
      Selbst als Knäbel da war, war er wohl auch ziemlich in neue Transfers involviert, s. Aussage Olic!
      Jetzt ist Knäbel Übergangstrainer und wer kümmert sich selbstredend um Vertragsgespräche, na klar, DB.
      Mag sein, dass ihm das als VV zusteht, aber ich finde, das hat alles so sein Geschmäckle!

      Und zum Thema AR und öffentliche Interviews und reinreden in den sportlichen Bereich.
      Möchte mal wissen, was beim FCB damals losgewesen wäre, als Hoeness noch im Amt war, hätte da auch nur einer vom AR von Addidas & Co. öffenltich gegen Trainer, Spieler, etc. einen rausgehauen; aua aua sag ich da nur…

      PS: grad in der MoPo über Knäbel:
      “Rettet er den HSV, könnte Peter Knäbel der Dank der Fans auf ewig sicher sein. Geht’s schief, wird er sich einen neuen Job suchen müssen, auch das dürfte klar sein.”
      Äh sorry, also mir ist das überhaupt nicht klar, es sei denn, KG und DB suchen ein Bauernopfer, um von ihrer eigenen Unfähigkeit abzulenken.
      Kann mich hier jemand erleuchten, warum Knäbel gehen müsste?
      Er ist Interimstrainer und eigentlich Spodi!

  3. Marcel 4. April 2015 um 14:41 Uhr - Antworten

    Eine Frage habe ich noch in die Runde an die Leute, die beim Training zugucken:
    Schieben die Profis eigentlich noch Sonderschichten nach dem eigentlichen Training, sprich, übt ein VdV noch eine Stunde danach Eckbälle und Standards, versucht ein Diekmeier Flankenläufe zu simulieren, damit die Dinger gut reinkommen?
    Ich mein, es wird immer davon geredet, dass es um alles geht, daher frage ich mich, wird auch alles gegeben?
    Nach einem verlorenen Spiel, was quasi ein Endspiel war/ist (s. Hertha) heißt es dann, nächstes Spiel müssen wir noch mehr Gras fressen, usw.

    Habe das Gefühl, dass von den Profis keiner freiwillig bereit ist, da was zu machen; hatte nur mal was Adler letztes Jahr gelesen, der ein paar Sonderschichten eingelegt hatte.

    Kann jemand was dazu sagen oder beurteiln?

    Danke

    • Heiliger Bimbam 4. April 2015 um 14:58 Uhr - Antworten

      Zum aktuellen Stand kann ich nichts sagen, da ich nicht mehr regelmässig beim Training bin. Aber zu Zeiten noch von Putilo und Sorin hatte ich den Eindruck, dass der Betreuerstab Extraeinheiten missmutig “erduldete” bzw “passiv-aggressiv” torpedierte. Da war zB so ein knorriger Dicker, der Putilos Extrasprints auf der Steigung nach dem Training mit dem dummen Spruch kommentierte, dass Putilo besser _im_ Training Gas geben sollte (was kompletter Käse war, da Anton im Training immer volle Pulle gab), und solche Stunts brachte, wie mit der Tür vom Schuppen zu klappern, um seine “Ungeduld” zu betonen…
      .
      Würde mich nicht wundern, wenn das heute nicht viel anders ist.

  4. atari 4. April 2015 um 17:54 Uhr - Antworten

    Alle sprechen immer von einem Trainerwechsel beim HSV.
    Ist es wirklich einer?
    Es wurde ein Trainer freigestellt, aber es ist kein neuer gekommen.
    Jetzt sitzt einer in Trainerfunktion auf der Bank, der eigentlich kein Trainer ist.
    Das ist kein Trainerwechsel, oder?

  5. seleer 4. April 2015 um 20:53 Uhr - Antworten

    Und wieder mal verloren.da hauts dir die socke weg wenn du den bericht von kaebel liest,unfassbar!wann kommt Magath?

    • Marcel 4. April 2015 um 21:12 Uhr - Antworten

      Und Knäbel im ersten nach dem Spiel”jetzt weiß ich, auf wen ich mich verlassen kann und wen nicht”

      So ungefähr!
      Äh sorry, hat der die letzten 20 Spiele gepennt oder war die Brille beschlagen??

      Dann muss es ja nächstes Mal 8-9 neue geben.
      Olic, Behrami, Ostzroleck, Müller, beide IV mindestens ersetzen.

      Man, einfach mal nach so einem Spiel gar nichts sagen!

      Ein 0:10 wäre wohl am besten gewesen, bis mal die ersten Didi raus gerufen hätten.
      Aber die “Hardcore” Fans gehen ja bis im die 2. Liga.
      Nun ja, es auch darum WIE!

      Mit yes We can ist keinem geholfen, mich persönlich interessiert auch immer das how…

  6. Thomas S. 4. April 2015 um 21:48 Uhr - Antworten

    HSVplus ist ein Baby, welches von den Herren Rieckhoff & Co. unmittelbar nach der Geburt zur Adoption freigegeben wurde. Von daher kann man es konsequent und bis zu einem gewissen Punkt sogar honorig nennen, wenn sie sich nicht mehr öffentlich dazu äußern. Aber allmählich sind wir an einem Punkt, wo auch in meinen Augen die von dir genannten Argumente schwerer wiegen.
    Die aktuelle (Friedhofs-)Ruhe im Verein ist auch deswegen grotesk, wenn man bedenkt, wie viele “Sorgen-Interviews” zu Zeiten, als der HSV sich im gesicherten Mittelfeld mit aufsteigender Tendenz bewegte, von diversen namhaften Leuten abgesondert wurden, die jetzt alle brav stillhalten und einen auf Geduld machen. Immer war Theater, immer wurde quergeschossen, nur jetzt, wo es endlich mal Grund dazu gäbe, sind alle plötzlich loyal bis zur Selbstverleugnung.
    Schlechtes Gewissen, weil sie HSVplus unterstützt haben und jetzt machtlos mit ansehen müssen, wie alles den Bach runter geht? Von Herrn Hieronymus wissen wir, dass das so ist. Hindert ihn das daran, sich auch mal öffentlich zu äußern? Oder will einfach keiner der erste sein, weil dann alle über ihn herfallen (Dolchstoß-Vorwurf)?
    Ich könnte mir auch vorstellen, dass gegenwärtig eine Art Burgfrieden herrscht, aber die Fäuste in den Taschen schon geballt sind. Wenn dann die Saison endlich vorbei ist, möchte ich jedenfalls nicht in Didis (und anderer) Haut stecken.
    Ein in jeder Hinsicht unwürdiges Stück, das hier aufgeführt wird.